Klima: Der Film
Dieser Film entlarvt den Klimaalarm als erfundenen Schrecken ohne wissenschaftliche Grundlage. Es zeigt, dass Mainstream-Studien und offizielle Daten die Behauptung nicht stützen, dass wir eine Zunahme extremer Wetterereignisse – Hurrikane, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und alles andere – erleben. Es widerspricht nachdrücklich der Behauptung, dass die aktuellen Temperaturen und der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre ungewöhnlich und besorgniserregend hoch seien. Im Gegenteil: Im Vergleich zur letzten halben Milliarde Jahre der Erdgeschichte sind sowohl die aktuellen Temperaturen als auch der CO₂-Gehalt extrem und ungewöhnlich niedrig. Wir befinden uns derzeit in einer Eiszeit. Es zeigt auch, dass es keine Beweise dafür gibt, dass veränderte CO₂-Werte (sie haben sich viele Male geändert) in der Vergangenheit jemals den Klimawandel „angetrieben“ haben.
Warum wird uns dann immer wieder gesagt, dass der „katastrophale, vom Menschen verursachten Klimawandel“ eine unwiderlegbare Tatsache sei? Warum wird uns gesagt, dass es keine Beweise gibt, die dem widersprechen? Warum wird uns gesagt, dass jeder, der das „Klima-Chaos“ infrage stellt, ein „Flacherdler“ und ein „Wissenschaftsleugner“ ist?
Der Film untersucht die Art des Konsenses hinter dem Klimawandel. Es beschreibt die Ursprünge des Klimafinanzierungszuges und den Aufstieg der Billionen-Dollar-Klimaindustrie. Es beschreibt die Hunderttausenden von Arbeitsplätzen, die von der Klimakrise abhängen. Es erklärt den enormen Druck auf Wissenschaftler und andere, den Klimaalarm nicht infrage zu stellen: Geldentzug, Ablehnung durch Wissenschaftszeitschriften, gesellschaftliche Ächtung.
Aber der Klimaalarm ist viel mehr als nur ein Finanzierungs- und Beschäftigungsboom. Der Film untersucht die Politik des Klimas. Von Anfang an war die Klimaangst politisch. Der Schuldige war der Industriekapitalismus des freien Marktes. Die Lösung waren höhere Steuern und mehr Regulierung. Von Anfang an hat der Klimaalarm diejenigen Gruppen angesprochen, die eine stärkere Regierung befürworten, und er wurde von ihnen übernommen und gefördert.
Dies ist die unausgesprochene politische Kluft hinter dem Klimaalarm. Die Klimaangst reizt vor allem alle Mitglieder des weitläufigen, öffentlich finanzierten Establishments. Dazu gehört auch die größtenteils öffentlich finanzierte westliche Intelligenzia, für die das Klima zu einer moralischen Angelegenheit geworden ist. In diesen Kreisen ist es ein Verstoß gegen die gesellschaftliche Etikette, den Klimaalarm zu kritisieren oder infrage zu stellen.
Der Film enthält Interviews mit einer Reihe sehr prominenter Wissenschaftler, darunter Professor Steven Koonin (Autor von „Unsettled“, ehemaliger Rektor und Vizepräsident von Caltech), Professor Dick Lindzen (ehemaliger Professor für Meteorologie an Harvard und MIT) und Professor Will Happer (Professor für Physik in Princeton), Dr. John Clauser (Gewinner des Nobelpreises für Physik 2022), Professor Nir Shaviv (Racah Institute of Physics), Professor Ross McKitrick (University of Guelph), Dr Willie Soon und mehrere andere.
Der Film wurde vom britischen Filmemacher Martin Durkin geschrieben und inszeniert und ist die Fortsetzung seines hervorragenden Dokumentarfilms „The Great Global Warming Swindle“ aus dem Jahr 2007. Produzent des Films war Tom Nelson, ein Podcaster, der sich seit fast zwei Jahrzehnten intensiv mit Themen der Klimadebatte beschäftigt.
#ClimateTheMovie wird ab dem 21. März 2024 an vielen Online-Standorten kostenlos verfügbar sein. Untertitel für zahlreiche Sprachen werden derzeit von der Clintel Foundation erstellt. Folgen Sie @ClimateTheMovie und @ClintelOrg für Updates.
Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und ihr redet nur von Geld und Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen? Dies ist die Geschichte, wie aus einer exzentrischen Umweltpanik eine mächtige globale Industrie wurde. Es ist eine wunderbare Geschäftsgelegenheit, okay? Ihr wollt Klima, wir liefern euch Klima. Es geht um enorme Geldsummen, und das ist ein riesiger, milliardenschwerer Betrug. Es stehen nicht nur Milliarden, sondern Billionen von Dollar auf dem Spiel. Es ist eine Geschichte von Eigeninteresse und staatlicher Großförderung. Leute wie ich: Unsere Karrieren hängen von der Finanzierung der Klimaforschung ab. Das mache ich fast meine gesamte Laufbahn lang.
Das tun die anderen Klimaforscher ihre ganze Laufbahn lang. Sie wollen nicht, dass das endet. Wenn CO2 nicht die enormen negativen Auswirkungen hat, die wir ihm ursprünglich zugeschrieben haben, wie sollen wir dann im Geschäft bleiben? Vielen Menschen hängt ihr Lebensunterhalt daran. Sie werden das nicht aufgeben. Dies ist die Geschichte der Korruption der Wissenschaft. Einen Klimanotstand gibt es auf diesem Planeten derzeit nicht. Es gibt keinen Beleg dafür. Der Klimaalarm ist Unsinn, wissen Sie? Es ist ein Schwindel. Ich mochte das Wort „Hoax“ nie. „Betrug“ ist meiner Meinung nach besser, aber mit „Schwindel“ kann ich leben. Es ist die Geschichte von Mobbing und Einschüchterung gegen jeden, der es wagt, den Klimaalarm infrage zu stellen.
Sich skeptisch gegen den Klimawandel oder über ihn zu äußern, war im Grunde Karrieresuizid. Aktivisten fordern sogar, jede Skepsis unter Strafe zu stellen. Es ist die Geschichte eines Angriffs auf die individuelle Freiheit. Es ist ein wunderbarer Weg, die Macht des Staates auszubauen. Wenn es eine existenzielle Bedrohung gibt, die die ganze Welt betrifft, dann braucht man eine mächtige Weltregierung, wissen Sie, um damit fertigzuwerden. Wir sehen all diese autoritären Maßnahmen, die im Namen der Rettung des Planeten ergriffen werden. Plötzlich hat man die Bevölkerung weltweit unter Kontrolle.
Wir nannten es industriellen Fortschritt. Seit der industriellen Revolution hat die freie, kapitalistische Massen- produktion immer mehr Güter für immer mehr Menschen erschwinglicher gemacht. Massenproduktion ging Hand in Hand mit Massenkonsum. Heute genießen normale Menschen einen Wohlstand, wie es ihn in der Menschheitsgeschichte nie gab. Doch man sagt uns, wir zerstörten den Planeten.
Computer haben berechnet, was uns erwartet, wenn wir immer mehr produzieren und konsumieren. Das Wetter wird schlimmer. Der Planet wird kochen. Wir gierigen Menschen müssen Einschränkungen akzeptieren. Weniger konsumieren. Weniger reisen. Wer die Klimakrise leugnet, liegt nicht nur falsch, sondern ist gefährlich. Er verbreitet das Gift des Zweifels unter einer leichtgläubigen Bevölkerung. Diese Leugner sollten gemieden, beschämt und zensiert werden. Denn diese Klimaleugner sind Flacherdler. Sie sind wissenschaftsfeindlich.
An der New York University lehrt einer dieser Klimaleugner. Professor Steven Koonin ist einer der führenden Physiker der USA. Er war Wissenschaftsberater von Präsident Obama sowie Vizepräsident und Provost am Caltech, einem der renommiertesten Wissenschaftsinstitute der Welt.
Ich unterrichte meine Studenten an der NYU in Klimawissenschaft. Und ich sage ihnen immer: Prüft die Daten oder die Studien selbst nach. Und alle verlassen diesen Kurs mit weit geöffneten Augen. Professor Koonins Bestseller „Unsettled“ argumentiert, dass etablierte wissenschaftliche Studien, die von offiziellen Stellen anerkannt sind, die Annahme einer wie auch immer gearteten Klimakrise gar nicht stützen. Natürlich wurde ich schon als Leugner bezeichnet. Und meine Antwort lautet: Sagt mir, was ich leugne, denn ich zitiere direkt aus den offiziellen wissenschaftlichen Berichten der UN. Auch Dick Lindzen weist die Behauptungen der Klimaalarmisten zurück. Er ist einer der führenden Meteorologen der Welt, war Professor für Meteorologie in Harvard und am MIT und wirkte im Weltklimarat der UN mit, dem IPCC.
Selbst der Weltklimarat, wenn man in den Bereich von Arbeitsgruppe eins schaut, also die Wissenschaft, stützt keine dieser Behauptungen. Und ich versichere Ihnen, ich war selbst dabei: Er ist voreingenommen. Aber echte Wissenschaftler stimmen manchem Unsinn nicht zu, der da verbreitet wird. Auch Will Happer ist ein Leugner und ein weiterer führender Physiker der USA. Er war Wissenschaftsberater von drei Präsidenten und Professor für Physik in Columbia und Princeton. Es wird die tückische Vorstellung verbreitet, wissenschaftliche Wahrheit werde durch Konsens bestimmt. In echter Wissenschaft gibt es immer Streit, keine Wissenschaft ist je abgeschlossen. Es ist einfach absurd, wenn es heißt, die Klimawissenschaft sei abgeschlossen.
Es gibt keine abgeschlossene Wissenschaft, schon gar nicht beim Klima. Dr. John Clauser ist einer der angesehensten Wissenschaftler der Welt. 2022 erhielt er den Nobelpreis für Physik. Die Wissenschaft, die da betrieben wird, ist meiner Meinung nach erschreckend schlecht. Viele Wissenschaftler sind vehement anderer Meinung. Sie bezeichnen sich selbst als Skeptiker. Da ich nicht mehr fürchten muss, Fördergelder oder einen Job zu verlieren, nenne ich mich einen Klimawandelleugner. Diese höchst angesehenen und geachteten Wissenschaftler und andere wie sie sind keine Flacherdler. Sie leugnen die Wissenschaft nicht. Welche Belege haben sie also dazu gebracht, den Klimaalarm als Unsinn abzutun? Man sagt uns, die heutigen Temperaturen seien beispiellos und gefährlich hoch.
Man kann prüfen, ob das stimmt, denn wir haben Belege für die Klimageschichte der Erde, Hunderte, Tausende, sogar Millionen Jahre zurück. Die Wüste Judäa am Toten Meer. Professor Nir Shaviv vom Racah-Institut für Physik sucht hier nach Hinweisen. Vor Jahrtausenden lag dieser Ort unter Wasser, und in den Felsen sind Linien eingeprägt, die, wenn man sie zu lesen weiß, die Klimageschichte der Erde erzählen. Und hier ist das Klima. Wir stehen im Seebett des ehemaligen Lisan-Sees. Es ist ein See, der bis zum Ende der letzten Eiszeit existierte. Damals lag der Seespiegel vielleicht 100 Meter über unserem Standort. Wenn wir das Klima der Vergangenheit rekonstruieren wollen, müssen wir nach Belegen, nach Hinweisen suchen.
Und als der See existierte, bildete er Ablagerungen. Anhand dieser Schichten hier können wir tatsächlich rekonstruieren, wie sich das Klima verändert hat. Wärmeres Wasser bedeutet mehr Leben, mehr Muscheln und Knochen von Meerestieren und andere Veränderungen, die sich in den alten Schichten des Seebetts widerspiegeln. Die Linien wirken wie eine Art Thermometer, und das ist nur eine Möglichkeit, wie Geologen vergangenes Klima rekonstruieren. Anderswo können wir Tropfsteinhöhlen aufsuchen und die Jahresringe im Stalagmiten betrachten, oder wir bohren Kerne vom Meeresboden und untersuchen dort die Schichten, oder an vielen anderen Orten. Aber ich finde, das hier ist einer der schönsten Orte, weil man tatsächlich sehen kann, wie sich das Klima verändert hat.
Was finden wir also, wenn wir in der Zeit zurückblicken? Vor 200 Millionen Jahren streiften Dinosaurier über die Erde, eine Erde mit fruchtbaren, dichten Wäldern voller Leben. Und zu keiner Zeit in diesen 200 Millionen Jahren war es so kalt wie heute. Geht man, sagen wir, 200 Millionen Jahre zurück, war es vielleicht 13 Grad wärmer als jetzt. Aus geologischer Sicht ist das also keineswegs beispiellos. In den letzten 500 Millionen Jahren schwankten die Temperaturen stark. Doch fast die ganze Zeit über war die Erde viel, viel wärmer als heute. Verglichen mit der letzten halben Milliarde Jahre ist die Erde jetzt außergewöhnlich kalt. Tatsächlich war es nur sehr selten so kalt. Wir sind relativ kalt. Vielleicht nicht ganz das Kälteste seit 500 Millionen Jahren, aber ziemlich nah dran. Wir erleben eine bemerkenswert kühle Phase in den letzten 550 Millionen Jahren. Tatsächlich war nur in einer einzigen anderen Phase dieser 550 Millionen Jahre die Temperatur so kühl wie jetzt.
Die Säugetiere, die heute die Erde bevölkern, begannen sich vor etwa 60 Millionen Jahren zu entwickeln, als die Welt viel wärmer war als heute. Betrachten wir nur die letzten 65 Millionen Jahre. Das ist die Zeit nach dem Aussterben der Dinosaurier, die Säugetiere übernehmen die Herrschaft, und unsere Vorfahren beginnen, an Land zu leben. Jede Phase der letzten 65 Millionen Jahre war wärmer als es heute im Grunde ist. Die Säugetiere der Erde, den Menschen eingeschlossen, gedeihen offenbar, wenn es warm ist, wärmer als jetzt. Zweifellos ist warm besser als kalt in der Erdgeschichte. Wir sind eine tropische Art. Ein nackter Mensch im Schatten stirbt bei 20 °C an Unterkühlung. Wir entwickelten uns am Äquator in Afrika, und nur dank Feuer, Obdach und Kleidung konnten wir von dort schließlich weg.
In den letzten 50 Millionen Jahren sanken die Temperaturen stetig und stürzten die Erde in das, was Geologen die spätkänozoische Eiszeit nennen. Wir befinden uns noch in dieser Eiszeit. Das ganze Eis an den Polen gibt es, weil wir in einer Eiszeit sind. Das weiß jeder, der etwas über die Geschichte der Erde weiß. Dies ist eine Eiszeit. Wir sind am Ende einer 50 Millionen Jahre langen Abkühlung, und sie sagen, es sei zu heiß. Wenn wir auf die letzten paar Millionen Jahre zoomen, sehen wir sinkende Temperaturen, die dabei zwischen extrem kalten und etwas milderen Phasen schwanken. Die extrem kalten Phasen heißen Glaziale Maxima, wenn der Planet größtenteils von Eis bedeckt ist, und die etwas weniger kalten heißen Glaziale Minima, wenn nur an den Polen Eis liegt.
In den letzten 10.000 Jahren befinden wir uns glücklicherweise in einem etwas weniger kalten glazialen Minimum, dem sogenannten Holozän. Bei milderem Wetter kamen die Menschen aus ihren Höhlen, und vor mehreren tausend Jahren entstanden die ersten großen Zivilisationen in einer glücklichen Phase, die laut vielen Studien deutlich wärmer war als heute. Das ist das Holozäne Klimaoptimum. Es hieß Optimum, weil man dachte, wärmer sei besser. Seither sind die Temperaturen gesunken und begannen zu schwanken. Zur Römerzeit gab es eine herrlich warme Phase, gefolgt von einer harten Kälteperiode im Frühmittelalter. Dann kam die milde Mittelalterliche Warmzeit, laut vielen Studien so warm oder wärmer als heute, gefolgt von einer besonders kalten Phase, der Kleinen Eiszeit, möglicherweise der kältesten der letzten 10.000 Jahre.
Und hier ist sie: die Römische Warmzeit, das kalte Frühmittelalter, die Mittelalterliche Warmzeit und dann die sehr kalte Kleine Eiszeit, von der wir uns seit etwa 300 Jahren erholen. Die längste instrumentelle Temperaturaufzeichnung der Welt stammt aus Mittelengland, und sie zeigt Folgendes. Seit dem Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit um 1650 ist die Temperatur sanft gestiegen, um etwas mehr als ein Grad Celsius. Die Temperaturreihe aus Mittelengland ist ein Weltschatz. Es ist die längste ununterbrochene Aufzeichnung, die wir haben, und sie ist sicherlich nicht besonders alarmierend. Es begann in den Tiefen der Kleinen Eiszeit, und man sieht die leichte Erwärmung, die auf die Kleine Eiszeit folgte. Und es gibt sicherlich nichts Alarmierendes, was heute ganz am Ende der Aufzeichnung geschieht. Der Großteil der heutigen Erwärmung ist die Erholung von der Kleinen Eiszeit, was auch immer sie verursacht hat.
Wir sprechen über die gesamte Industriezeit, in der es etwa ein Grad Celsius war. Um dieses eine Grad einzuordnen, schauen wir uns den Central Park in New York an. Aufzeichnungen zeigen, dass sich die Temperatur hier seit 1940 insgesamt nicht verändert hat. Doch von einem Jahr zum nächsten kann die Durchschnittstemperatur um drei Grad Celsius schwanken, ohne dass viele New Yorker es bemerken. Tatsächlich liegt zwischen dem wärmsten Jahr der 1960er und dem kühlsten im Jahr 2000 ein Unterschied von fünf Grad Celsius. Die Durchschnittstemperatur an diesem Tag in diesem Jahr kann um fünf Grad von der vor einem oder zwei Jahren abweichen. Wenn ich Leute salbadern höre, anderthalb Grad führten zum Ende der Zivilisation, denke ich: Was haben die geraucht?
Sind Sie verrückt? Also gut, … Laut Thermometermessungen seit 1880 gab es einen sehr milden Temperaturanstieg. Nur durch das Strecken der y-Achse in dieser Grafik wird der Anstieg sichtbar. Das ist die steigende Linie, die offizielle Stellen als Beweis für die globale Erwärmung nutzen. Aber ist sie korrekt?
Professor Ross McKitrick ist Experte für statistische Analyse an der Universität Guelph. Ihm fiel an modernen Thermometeraufzeichnungen etwas Merkwürdiges auf. Thermometer, selbst in derselben Region, liefern sehr unterschiedliche Werte, je nachdem, wo sie stehen. Mich interessierte die Frage, wie man das räumliche Muster der Erwärmung erklärt. Manche Orte erwärmen sich stark, andere kaum. Es zeigt sich, dass es stark mit dem räumlichen Muster der wirtschaftlichen Aktivität korreliert. Wo mehr Menschen sind und mehr menschliche Aktivität herrscht, gibt es mehr Wärme. Das nennt man den urbanen Wärmeinseleffekt. Der urbane Wärmeinseleffekt ist im Grunde London, oder? Nehmen Sie London. Mit Gebäuden, mit viel Aktivität sind es meist ein paar Grad mehr.
Ich meine, wir reden jetzt von Celsius, richtig? Selbst vier oder fünf Grad Celsius wärmer als am Stadtrand. Das ist ein Phänomen der Urbanisierung. Heutzutage ist der offensichtliche Effekt Beton, der Wärme speichert. Das lässt sich mit einer Satelliten-Wärmekarte von Paris veranschaulichen. Das Zentrum von Paris kann bis zu fünf Grad Celsius wärmer sein als das umliegende Land. Paris, London, Peking, Schanghai, was Sie wollen, Neu-Delhi – alle zeigen diese Effekte ganz deutlich. Wie hat sich das auf die offiziellen Temperaturaufzeichnungen ausgewirkt? Im frühen 20. Jahrhundert stellte man Wetterthermometer üblicherweise am Stadtrand auf. Nah genug für die tägliche Kontrolle, aber fern der Wärme des Stadtlebens.
Doch im Lauf des 20. Jahrhunderts sind diese Städte gewachsen. Vororte haben sich ausgebreitet. Es gibt mehr Straßen, mehr Autos. Thermometer, die einst außerhalb der Städte standen, sind nun von Einkaufszentren, Büros, Fabriken und Wohnhäusern umgeben. Diese Städte und alle Standorte von Thermometern sind im Durchschnitt in der Bevölkerung gewachsen, sagen wir, seit 1880. Um die Thermometer herum wachsen Gebäude. Es gibt Parkplätze. Es gibt also all diese klimafremden Einflüsse, die die Temperaturen beeinflussen, was Fragen zur Qualität der Thermometerdaten für die Überwachung der globalen Erwärmung aufwirft. Um diese Verfälschung der Daten zu korrigieren, bietet sich an, nur Aufzeichnungen ländlicher Wetterstationen zu nutzen, die weniger von der Urbanisierung betroffen sind.
Das hat nun ein Team unter Leitung von Dr. Willie Soon getan. Wir kombinieren alle besten ländlichen Stationen. Alles, was sich korrigieren lässt, korrigieren wir. Und wir zeigen: Wenn man diesen Datensatz nicht nutzt, sondern nur ländliche Daten, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Laut ländlichen Temperaturaufzeichnungen stiegen die Temperaturen ab den 1880ern, erreichten aber in den 1940ern ihren Höhepunkt. Dann gab es eine deutliche Abkühlung bis in die 1970er. Danach erholen sich die Temperaturen, liegen aber heute kaum höher als in den 1940ern. Wir sehen im Grunde eine Erwärmung von den 1900ern, 1850ern oder so bis in die 1930er und 40er, dann eine deutliche Abkühlung bis in die 70er, etwa 76. Statt eines langfristigen, systematischen Erwärmungstrends gibt es eine Variabilität über mehrere Jahrzehnte, etwa alle 50, 60 Jahre eine Schwankung.
Nicht nur ländliche Thermometer zeigen wenig Erwärmung. Handelsschiffe und andere Marineschiffe messen die Meerestemperatur seit dem 19. Jahrhundert. In Rot sehen wir die Landtemperaturen seit den 1860ern, aufgebläht durch städtische Thermometer. Die Meerestemperaturen sind in Blau. Ab etwa 1900 beginnen die beiden auseinanderzulaufen. Die Meeresdaten zeigen im 20. Jahrhundert weit weniger Erwärmung, und das Muster ähnelt eher den ländlichen Temperaturdaten.
Das Meer soll ja sozusagen nicht vom urbanen Wärmeinseleffekt verunreinigt sein. Stimmt das? Ja? Vergleicht man also beide Aufzeichnungen innerhalb der Unsicherheitsspanne, passt dieses Verhalten tatsächlich. Wissenschaftler haben die Temperaturänderung auch anhand von Baumringen untersucht, die wiederum sehr wenig Erwärmung zeigen. Es gibt einen sanften Anstieg bis Mitte des 20. Jahrhunderts, eine Abkühlung bis in die 1970er, gefolgt von einer milden Erholung. Wieder zeigt sich, dass die Temperaturen heute kaum von denen der 1930er und 40er abweichen und das Muster den ländlichen Temperaturen stark ähnelt.
Auch Satelliten scheinen eine andere Geschichte zu erzählen. Unsere Fähigkeit, die globale Temperatur genau zu messen, machte einen Sprung, als Satelliten begannen, die Erde zu umkreisen. Einer der Wissenschaftler, die den Einsatz von Satelliten zur Temperaturmessung Pionierarbeit leisteten, ist Dr. Roy Spencer, in den 1980ern leitender Klimawissenschaftler am Marshall Space Flight Center der NASA. Wir überlegten beim Mittagessen, ob wir nicht Satelliten nutzen könnten, um die globalen Temperaturen zu überwachen, denn das Thermometernetz ist weltweit ziemlich dürftig, da ist es schwer, eine globale Temperatur zu ermitteln. Dr. Spencers Entwicklung von Wettersatelliten war revolutionär. Er und sein Kollege Professor John Christy erhielten die NASA-Medaille für außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen.
Unsere Satellitendaten beginnen im Januar 1979. Ab da haben wir vollständige globale Abdeckung, und zwar bis heute. Es gab eine entscheidende Temperaturfrage, die Satelliten einzigartig gut beantworten konnten: Hat sich in die globalen Temperaturdaten über Land eine Scheinerwärmung eingeschlichen, die nur auf Bevölkerungswachstum zurückgeht? Das haben wir in letzter Zeit viel analysiert und daran gearbeitet, und wir stellen fest, dass sie, besonders in städtischen Gebieten, groß ist. Seit 1880 geht der Großteil der Erwärmung offenbar auf den urbanen Wärmeinseleffekt zurück. Wir haben das Glück, einige unabhängige Wissenschaftler wie John Christy und Roy Spencer mit ihren Satelliten-Temperaturmessungen zu haben.
Wissen Sie, die Temperaturaufzeichnungen spielten verrückt. Sie stiegen wie verrückt, ohne Grenzen. Aber nun müssen sie sich damit abfinden, dass es diese unabhängige und wahrscheinlich bessere Methode gibt, die Temperatur des ganzen Globus zu messen, und die ist überhaupt nicht alarmierend. Belege aus mehreren Quellen stimmen nun überein: Die offizielle globale Temperatur- aufzeichnung, wie Regierungen sie nutzen und die Medien weltweit sie melden, zeigt viel zu viel Erwärmung in den letzten 120 Jahren, künstlich aufgebläht durch Urbanisierung. Man betrachte die Wetterballon-Daten, die Satellitendaten, die ländlichen Daten, die Ozeandaten: Sie erwärmen sich bei Weitem nicht so stark wie das Land. All diese Hinweise zeigen, dass der große Erwärmungsimpuls in den Daten die Landaufzeichnung der Nordhalbkugel ist.
Und genau dort findet auch der Großteil dieser Datenverfälschung statt. Doch lässt sich von der milden Erwärmung der letzten 300 bis 400 Jahre irgendetwas menschlichen CO2-Emissionen zuschreiben? Professor Henrik Svensmark besucht die Hebräische Universität Jerusalem und spaziert durch den Evolutionsgarten, der die ältesten noch lebenden Pflanzenarten der Erde bewahrt. Diese Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen. Sie können uns auch etwas über den CO2-Gehalt der Atmosphäre in der geologischen Vergangenheit der Erde verraten. Hier haben wir einen Ginkgobaum, ein lebendes Fossil in dem Sinne, dass diese Baumart vor etwa 270 Millionen Jahren erstmals auftrat. Auf der Blattunterseite befinden sich die sogenannten Spaltöffnungen, die Zellen, über die sie CO2 aufnehmen.
Sie messen also tatsächlich, wie viel CO2 in der Luft ist, und passen die Zahl der Spaltöffnungen an den CO2-Gehalt an. Wenn man Fossilien untersucht und zählt, wie viele es zu verschiedenen Zeiten gab, sagt das etwas über den CO2-Gehalt in der Vergangenheit aus. Was finden wir also, wenn wir in der Zeit zurückblicken? Fast die gesamten letzten 500 Millionen Jahre über war der CO2-Gehalt der Atmosphäre weit, weit höher als jetzt. Selbst mit dem Beitrag der modernen Industrie zum CO2-Gehalt ist der atmosphärische CO2-Gehalt heute nach geologischen Maßstäben fast so niedrig wie nie zuvor. Derzeit haben wir etwa 400 ppm. Vor 50 Millionen Jahren waren es vielleicht 2.000 ppm. Also eine viel, viel höhere CO2-Konzentration.
Ich glaube, aktuelle Schätzungen für das globale CO2 liegen heute bei etwa 423 ppm. Im Phanerozoikum, den letzten 550 Millionen Jahren, sähen wir CO2 in der Größenordnung von 7.000 ppm. CO2 ist Pflanzennahrung, und die Folge viel höherer CO2-Werte in der Vergangenheit war eine viel, viel grünere Welt. Zeiten erhöhten CO2s sind tendenziell Zeiten riesiger Artenvielfalt auf dem Planeten. Tatsächlich leben wir, über die letzten 550 Millionen Jahre betrachtet, in einer CO2-Hungersnot. Auf dem Tiefpunkt des jüngsten glazialen Maximums sank der CO2-Gehalt der Atmosphäre so tief, dass alles Leben auf der Erde fast ausstarb. Es heißt, CO2 sei höher als je in 100.000 Jahren, aber man verschweigt, dass das CO2 in dem betreffenden Zeitraum so tief sank, dass alles Leben auf der Erde beinahe starb.
Vor 20.000 Jahren war CO2 auf dem niedrigsten Stand der gesamten Erdgeschichte: 180 ppm. Wäre es um weitere 30 ppm gesunken, wären wir alle tot. Es gibt einen CO2-Tiefpunkt, an dem die Photosynthese so ineffizient wird, dass Pflanzen sterben würden. Danach beginnt alles andere zu verenden. Während des letzten glazialen Maximums gibt es gute Belege, dass in vielen Teilen der Welt Pflanzen aus CO2-Mangel hungerten. Wir sollten also sehr dankbar sein, dass die CO2-Werte wieder steigen. Wir sind noch weit von den historischen Normalwerten entfernt, die bei mehreren tausend ppm lägen. Es gibt nicht genug fossile Brennstoffe, um dorthin zu kommen, aber wir machen zumindest einen Anfang. Aber hat der kleine jüngste CO2-Anstieg die Temperatur beeinflusst?
Wir würden Ihnen jetzt ein Bild von CO2 zeigen, aber das geht nicht, weil es unsichtbar ist. CO2 macht nur einen winzigen Bruchteil der Gase in der Atmosphäre aus, nur 0,04 Prozent. Es ist nur eines von 25 Treibhausgasen, die zusammen nur einen Teil des komplexen Klimasystems der Erde bilden. Welchen Beleg gibt es also, dass dieses Spurengas einen spürbaren Einfluss auf das Klima hat? Wenn es stimmte, dass höhere CO2-Werte höhere Temperaturen verursachen, müssten wir das in der Klimageschichte der Erde sehen können. Hier bohren Wissenschaftler in uralte Eisbohrkerne. Diese Bohrkerne verraten uns sowohl die früheren Temperaturen als auch den CO2-Gehalt. Wissenschaftler haben tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 gefunden.
Das Problem: Er verläuft andersherum. Für die letzten paar Millionen Jahre des Eiszeitalters, in dem wir leben, stimmt es also: CO2 und Temperatur korrelieren. Wäre aber CO2 der Antreiber, müsste es sich zuerst ändern und die Temperatur erst danach. Wenn man sich die Daten genau ansieht, zeigt sich genau das Gegenteil. Zuerst steigt die Temperatur, und etwa ein bis einige Jahrhunderte später beginnt auch der CO2-Gehalt zu steigen. Es ist längst bekannt, dass sich zuerst die Temperatur ändert. Die Temperatur steigt, danach steigt das CO2. Die Temperatur sinkt, das CO2 sinkt. Eiszeiten beginnen, wenn das Kohlendioxid am höchsten ist, und enden, wenn es am niedrigsten ist. Das ist genau das Gegenteil dessen, was geschähe, wenn Kohlendioxid die Temperatur steuern würde.
Ob CO2 das Klima antreibt, lässt sich leicht klären. Man kann Hunderte Millionen Jahre zurückblicken: Der CO2-Gehalt hat sich oft drastisch verändert. Hat das die Temperatur verändert? Nein, absolut nicht. CO2 hat in der Vergangenheit nie Temperaturänderungen angetrieben, niemals. Auch in jüngster Zeit ist nicht klar, dass CO2 irgendeinen Einfluss auf die Temperatur hat. Hier sehen wir den industriellen CO2-Ausstoß seit 1750. Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es nur einen leichten Anstieg. Erst in den 1940er-Jahren hebt die industrielle CO2-Produktion richtig ab. Aber das passt nicht zur Temperaturaufzeichnung. Laut Thermometern in ländlichen Gebieten fand der Großteil der Erwärmung der letzten 200 Jahre vor den 1940ern statt und hat sich seither kaum verändert.
Eine der Peinlichkeiten, über die der IPCC nicht gern spricht: Die 1930er-Jahre, als der menschliche Einfluss viel kleiner war, waren besonders warm. Das ist das Rätsel: In der frühen Phase mit so starker Erwärmung von 1900 bis in die 1930er und 1940er konnte CO2 den Temperaturanstieg unmöglich verursachen. Dass die 1930er und frühen 40er so heiß waren, ist rätselhaft. Noch rätselhafter ist, was dann geschah. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs stieg das CO2 stark an, und trotzdem sank die Temperatur. Von 1940 bis 1970 stieg das CO2 weiter, doch es kühlte sich ab. Was war los? Journalisten schrieben über die kommende Eiszeit. Sie war auf dem Titelblatt des Time Magazine. In den 1970ern war die neue Eiszeit das große Thema.
Und wie sieht es seit den 1970ern aus? Laut Klimacomputermodellen hätte steigendes CO2 in den letzten fünfzig Jahren zu diesem Temperaturanstieg führen müssen. Aber zahlreiche Satelliten- und Ballonmessungen zeigen, dass tatsächlich Folgendes geschah. Klimamodelle. Die Satellitendaten zeigen, dass sich die globale Atmosphäre nicht so schnell erwärmt, wie es die Klimamodelle vorhersagen. Es gibt inzwischen etwa zwei Dutzend Klimamodelle, an denen seit Jahrzehnten gearbeitet wird. Es wurden Milliarden, ja Dutzende Milliarden Dollar in diese Klimamodellierung investiert. Und im Allgemeinen stellen wir fest, dass praktisch alle Klimamodelle für den Zeitraum von 1979 bis heute zu viel Erwärmung erzeugen. Selbst wenn wir annehmen, dass die Bodenthermometer richtig liegen, zeigen sie nicht so viel Erwärmung, wie die meisten Klimamodelle sie für, sagen wir, die letzten 50 Jahre vorhergesagt haben.
Die Modelle liegen einzeln und selbst gemeinsam falsch, auch wenn man alle in sogenannten Ensembles mittelt. Man erkennt schon: Die Hauptstützen der Klimaalarm-Bewegung, diese riesigen Computermodelle, sind offensichtlich falsch. Sie stimmen nicht mit unseren Beobachtungen überein. Alle laufen viel zu heiß. Die geografische Verteilung der Temperaturen treffen sie nicht annähernd. Die El-Niño- und La-Niña-Zyklen auch nicht. Das ist einfach Unsinn. Alle Klimamodelle beruhen auf der Annahme, dass CO2 die Temperaturänderung antreibt. Aber tatsächliche Beobachtungen und historische Belege deuten klar darauf hin, dass es nicht so ist. Ja, ich behaupte, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen CO2 und Klimawandel gibt.
Das ist meiner Meinung nach alles kompletter Quatsch. Es stimmt nicht, dass die Erde jetzt wärmer ist als in der Vergangenheit. Das ist eine Lüge. Es stimmt nicht, dass CO2 höher ist, als es sein sollte. Das ist eine Lüge. Das Klima der Erde hat sich in ihrer langen Geschichte viele Male verändert und wird sich auch ohne unser Zutun weiter verändern. Das Klima ändert sich eben immer. Wer leugnet den Klimawandel? Es ändert sich ständig. Aber wenn CO2 den Klimawandel nicht antreibt, was dann? In der Erdatmosphäre wirken mächtige Kräfte, und die vielleicht mächtigsten von allen sind Wolken. CO2 ist für die Steuerung des Erdklimas ziemlich unbedeutend. Wichtig sind die Wolken. Wolken absorbieren überhaupt keine Energie.
Sie reflektieren das gesamte Sonnenlicht zurück ins All. Große, helle, weiße Wolken. Wenn man sich die Erde ansieht, sieht man sehr viele davon, und sie schwanken von einem Tag auf den anderen dramatisch.
Die Wirkung von CO2 ist dagegen trivial. Aber was bestimmt Anzahl und Dichte der Wolken auf der Erde? Professor Henrik Svensmark vom Dänischen Nationalen Weltrauminstitut ist in Jerusalem beim Astrophysiker Nir Shaviv. Gemeinsam erforschen sie die Wolkenvariation und ihre Wirkung auf das Klima. Und seltsamerweise fanden sie einen Zusammenhang zwischen Wolken und explodierenden Supernovae weit entfernt in unserer Galaxie. Große Sterne leben nicht sehr lange. Relativ gesehen nur ein paar Millionen Jahre, bis zu 40 Millionen Jahre. Aber sie beenden ihr Leben in einer gewaltigen Explosion, die wir Supernova nennen.
Eine explodierende Supernova schleudert riesige Mengen an Trümmern hinaus, winzige geladene subatomare Teilchen, die man kosmische Strahlung nennt und die sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Wenn sie auf die Erde treffen, entwickeln sie sich zu Keimen, die Wasserdampf anziehen und Wolken bilden.
Professor Shaviv bemerkte, dass die Wolkenbedeckung der Erde mit unserer Reise durch die Milchstraße zusammenhängt. Während unser Sonnensystem über Millionen Jahre die Galaxie umkreist, durchquert es die Spiralarme der Galaxie, dichte Sternhaufen. Dabei sind wir mehr oder weniger wolkenbildender kosmischer Strahlung ausgesetzt. Das entspricht historischen Temperaturänderungen auf der Erde. Das Verblüffende ist: Mithilfe der Geologie kann man das Klima der Erde der letzten Milliarde Jahre rekonstruieren, ebenso unsere galaktische Reise, und beides erzählt dieselbe Geschichte. Aber wie steht es um Temperaturänderungen auf kürzeren Zeitskalen? Die Sonne, unsere Quelle für Wärme und Licht, eine brodelnde Masse gigantischer Magnetstürme, die in Stärke und Anzahl im Lauf der Zeit schwanken und die Erde direkt und indirekt beeinflussen.
Wenn sie sehr aktiv ist, schickt die Sonne riesige Böen von Sonnenwind durch das Sonnensystem. Der Sonnenwind erwärmt uns indirekt, indem er als Barriere wirkt und die Zahl der wolkenbildenden kosmischen Strahlen begrenzt, die die Erde erreichen. Von der Sonne haben wir also den Sonnenwind. Er trägt das Magnetfeld der Sonne weit hinaus und wirkt wie ein Schild gegen die kosmische Strahlung. Ist die Sonne aktiver, gibt es einen stärkeren Sonnenwind, weniger kosmische Strahlung erreicht das innere Sonnensystem und die Atmosphäre. Die dann gebildeten Wolken sind weniger weiß. Sie reflektieren weniger Sonnenlicht, was bedeutet, dass es hier auf der Erde wärmer wird. Hier ist eine Proxy-Rekonstruktion der Ozeantemperaturen über Tausende von Jahren.
Und hier die der Sonnenaktivität im selben Zeitraum. Was die Ozeantemperatur verändert, sind eindeutig Schwankungen der Sonnenaktivität. Weil der IPCC darauf besteht, dass nur CO2 das Klimasystem antreiben kann, schaltet er im Grunde die Sonne ab, nicht wahr? Für ihn ist die Sonne nur eine Hintergrundsache, die nichts bewirkt. Der Astrophysiker Willie Soon beschloss, sich die Temperaturaufzeichnung ländlicher Gebiete der letzten 150 Jahre noch einmal anzusehen. Dann betrachtete er die Aufzeichnung der Sonnenaktivität im selben Zeitraum. Für Dr. Soon war klar, dass die Sonne und nicht CO2 die Temperatur antrieb. Stand 2023 sagt der IPCC, dass die Sonne absolut keine Chance hat, die Veränderungen des Klimasystems im großen Maßstab zu erklären, etwa die globale Erwärmung auf der Nordhalbkugel.
Wir sagen nein. Wir können leicht zeigen, dass die Sonne alles erklären kann. Null für das CO2, 100 % für die Sonne. Wie bitte? Warum werden diese und andere Studien in den Mainstream-Medien nie erwähnt? Und wenn der Klimawandel natürlich ist, was sollen wir dann von der angeblich erschreckenden Zunahme extremer Wetterereignisse halten, von Hitzewellen und Hurrikanen, Waldbränden, Dürren und dem Rest? Mein erster Instinkt als Wissenschaftler, und was ich meinen Studenten beibringe, ist: Sehen wir uns die Daten an. Und dann stellt man fest, wie man in den IPCC-Berichten selbst nachlesen kann, dass es ziemlich schwer ist, Trends bei Extremereignissen zu finden, geschweige denn sie menschlichen Einflüssen zuzuschreiben.
Seit Jahrzehnten wird den Leuten eingeredet, dass jedes Mal, wenn das Wetter schlecht ist, Klimawandel und Treibhausgase schuld sind. Ich denke, die Leute können da inzwischen nicht anders. Gibt es eine Hitzewelle, denkt sofort jeder: Oh, was haben wir dem Wetter angetan? Wenn jemand in den Nachrichten sagt, das sei der wärmste Tag seit 1980 oder so, kann man die Temperaturaufzeichnungen nachschlagen und selbst sehen, ob es in den 1930ern nicht tatsächlich wärmer war, was oft der Fall ist. Die US-Temperaturaufzeichnungen sind die besten der Welt. Und hier ist die offizielle Aufzeichnung der US- Regierung zu Hitzewellen in den USA im letzten Jahrhundert. Sie zeigt sehr deutlich, dass es in den 1930ern weit mehr Hitzewellen gab als heute.
Nicht nur gab es in den 1930ern mehr Hitzewellen, sie waren damals auch viel heißer als die heutigen. Ebenso zeigen offizielle Zahlen, dass die Zahl der heißen Tage in den USA deutlich zurückgegangen ist.
In den 1930ern war es in den USA viel heißer. In North Dakota wurden 121 Grad Fahrenheit erreicht. In South Dakota waren es 120 Grad. In Wisconsin 114 Grad. Solche Temperaturen liegen völlig außerhalb dessen, was Menschen heute erleben. Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass eine höhere Durchschnittstemperatur mehr heißes Wetter bedeutet. Aber das stimmt nicht. Hier noch einmal die Temperaturreihe von Zentralengland, die längste instrumentelle Temperaturaufzeichnung der Welt. Die Sommertemperaturen der letzten 300 bis 400 Jahre seit dem Ende der Kleinen Eiszeit haben sich kaum verändert. Es sind die Wintertemperaturen, die leicht gestiegen sind. Das Klima der Erde ist nicht heißer geworden, sondern milder.
Das beobachtet man weltweit, wenn man sich die Temperatur- aufzeichnungen ansieht. Hohe Temperaturen sind fast unverändert. Aber kalte Temperaturen nachts oder im Winter steigen ein wenig. Nicht sehr stark, aber man kann es messen. Steigt der Durchschnitt, liegt das eher daran, dass die kältesten Temperaturen wärmer werden, es wird also milder statt heißer. Was ist mit der zunehmenden Zahl an Waldbränden, von der man uns oft erzählt? Betrachtet man die tatsächliche Zahl der Waldbrände anhand von Satellitenbeobachtungen, sinkt sie tatsächlich. Hier ist eine Schätzung der weltweiten Waldbrände seit 1900. Sie zeigt einen deutlichen Rückgang. Und hier eine Aufzeichnung der von Waldbränden betroffenen Flächen in den USA.
Sie zeigt, dass die Waldbrände in den 1930ern weitaus schlimmer waren. Aus den 1930ern und 1920ern, aus denen es Daten gibt, waren sie riesig. Fünf- bis zehnmal größer als heute. Und Hurrikane? Die USA haben mit Abstand die besten Aufzeichnungen zur Hurrikanaktivität weltweit. In den letzten 120 Jahren gibt es insgesamt keine Veränderung. Der Trend ist sogar leicht rückläufig.
Schaut man sich die Daten zu Hurrikanen an, genauer gesagt tropischen Wirbelstürmen, gibt es keinen langfristigen Trend. Und der Rest der Welt? Hier ein Diagramm der weltweiten Hurrikanaktivität der letzten 40 Jahre. Hurrikane gibt es schon immer. Wir haben gute Proxy-Daten zu Hurrikanen, und ihre Häufigkeit hat sich nicht verändert. Selbst der IPCC räumt das ein. Was ist mit schmelzenden Eiskappen und Dürre? Hier eine Satellitenaufzeichnung der Temperatur in der Antarktis seit den späten 1970ern. Sie zeigt keinerlei Anstieg. Und hier eine Aufzeichnung der weltweiten Dürre seit 1950. Es gibt überhaupt keinen erkennbaren Anstieg. Eisbären sollen angeblich aussterben, aber Studien deuten darauf hin, dass ihre Zahl wächst.
Das Great Barrier Reef hat natürlich zuletzt Rekordwerte erreicht. Einen Klimanotstand gibt es auf diesem Planeten derzeit nicht. Dafür gibt es keinen Beleg. Ja, die Geschichte von den Extremwetterereignissen ist einfach absurd. Sie hat keinerlei Grundlage. Sie beruht nur auf Propaganda. Die tatsächlichen Daten zeigen das Gegenteil. Ich habe Ihnen die offiziellen Daten gezeigt, die offizielle Wissenschaft. Sagen Sie mir, was ich leugne. Der Klimaalarm ist Unsinn. Er ist ein Schwindel. „Schwindel“ mochte ich nie. „Betrug“ ist meiner Meinung nach das bessere Wort, aber ich kann auch mit „Schwindel“ leben.
Aber warum sagt man uns immer wieder, der menschengemachte Klimawandel sei eine unbestrittene wissenschaftliche Tatsache, über jede Frage und jeden Zweifel erhaben? Um das zu beantworten, müssen wir den sogenannten Konsens zum Klimawandel prüfen.
Bis in die 1980er war die globale Erwärmung kaum mehr als eine exzentrische Schauergeschichte radikaler Umweltschützer. Doch dann nahm sich ein ehrgeiziger junger Senator der Sache an: Al Gore, der bald Vizepräsident wurde. Eine Milliarde Dollar jährlich an öffentlichen Geldern wurde für die Erforschung des Klimawandels bereitgestellt. Das stieg schnell auf zwei Milliarden. Bis zu diesem Niveau. Forscher verschiedener Fachrichtungen begannen, diese Klimagelder zu beantragen. Wer Geld bekommen will, das „Klima“ heißt, nimmt, was er gerade macht, und fügt ein bisschen Klimasprache hinzu, und los geht's. Man erforscht das Sexualverhalten von Kakerlaken. Dann ergänzt man: „und die Auswirkungen des Klimas“. Ich muss meinem Förderantrag nur eine kleine Wendung hinzufügen, um zu erklären, dass ich befürchte, der Klimawandel bedeute den Tod aller Ahornbäume, und schon ist man förderberechtigt.
Wissenschaftler aller Art stellten sich für Klimagelder an. Das Klima wurde zu einem spannenden neuen Interessengebiet für Soziologen, Biologen, Professoren der Anglistik, Dozenten der Gender Studies und viele mehr. Und es diente auch dazu, eine Gemeinschaft zu schaffen. Man ist jetzt Klimawissenschaftler, obwohl man nichts über die Physik des Klimas weiß. Tausende Aufsätze erschienen über Klimawandel und Prostitution, Klimawandel und Bier, Klimawandel und den Schwarzen Tod, Klimawandel und Behinderung, Klimawandel und Videospiele und alles andere Vorstellbare. Es gibt eine fast komische Liste von Studien. Googeln Sie einfach „Klimawandel“, und es taucht alles Mögliche auf. Nur wenige dieser Arbeiten stellten je infrage, ob der Klimawandel überhaupt stimmt.
Hat man die Forschung gemacht und schreibt die Arbeit, stellt man manchmal fest, dass es gar keinen Klimaeffekt gibt, muss aber trotzdem in seinen Aufsätzen schreiben: Ja, der Klimawandel ist real, wir müssen das nur noch weiter untersuchen. Da so wenige dieser sogenannten Klimastudien die Idee des Klimawandels infrage stellten, wurde ein wissenschaftlicher Konsens erklärt. Der Klimawandel muss wahr sein. Das Klima wurde auch zum neuen Schwerpunkt staatlich finanzierter Forschungseinrichtungen. Wissenschaftliche Forschung in den USA wird überwiegend durch staatliche Fördergelder finanziert, und was auch immer der Staat fördert, bestimmt weitgehend, welche Wissenschaft betrieben wird. Im Kalten Krieg wurden viele staatliche Forschungseinrichtungen gegründet.
Doch das Ende des Kalten Krieges und der Druck auf die Staatsausgaben haben viele in Erklärungsnot gebracht, wie sie ihre weitere Finanzierung rechtfertigen sollen. Der US-Kongress finanziert nur Probleme, also Forschung zu Problemen, ob das Geld an die NASA geht, die NOAA, die National Science Foundation, das Energieministerium oder irgendeine andere Behörde mit Buchstabenkürzel. Es war immer ein Problem, die eigene Forschung oder Existenz zu begründen, die Daseinsberechtigung. Und so war das Klima ein Geschenk des Himmels. Wenn der Kongress bereit ist, einen dafür zu bezahlen, Belege für die globale Erwärmung zu finden, dann werden wir Wissenschaftler sie eben finden, denn dafür werden wir bezahlt. Und raten Sie mal: Findet man keine Belege oder sagt, die Belege deuten auf kein Problem hin, endet die Förderung. Das korrumpiert völlig, wie wir die Wissenschaft betrachten.
Wie hieß noch der berühmte Gangster, den man fragte, warum er Banken ausraubt? Er sagte: Na, weil dort das Geld ist. Der Klimaalarm brachte Geld. Und je größer die angebliche Bedrohung, desto mehr Geld schien zu fließen. Das öffentlich finanzierte Wissenschaftsestablishment hatte nun ein direktes finanzielles Interesse daran, den Alarm hochzuspielen. Es gibt also einen riesigen Anreiz, zu übertreiben oder überspitzt zu reden, selbst wenn die Daten nicht genau stützen, was man sagt, denn das bringt das Geld. Ich saß in diesem Boot. Als Doktorand habe ich den Klimawandel ziemlich oft verteidigt, denn in Wahrheit habe ich nicht viel darüber nachgedacht, sondern mir gesagt: Es bekommt enorm viel Aufmerksamkeit.
Es bringt jede Menge Geld in die Geowissenschaften. Auch wenn ich die ganze Übertreibung nicht glaube, wo liegt das Problem? Ende der 1990er gewann das, was als Umwelt-Schauergeschichte begonnen hatte, an Schwung.
Westliche Regierungen und ihre hohen Beamten waren mehr als bereit, sich des Klimaproblems anzunehmen. Grüne Steuern wurden erhoben, grüne Vorschriften ausgeweitet, und das schuf wiederum mehr klimabezogene Jobs und Aktivitäten. Nehmen wir den Bankensektor. Man sagt einem Banker: Sie müssen der Aufsichtsbehörde Berichte einreichen, wie sich der Klimawandel auf Ihre Bank auswirken wird. Der Banker weiß nichts über dieses Thema, also muss er Studien bei Wissenschaftlern in Auftrag geben. Und die Wissenschaftler sagen ihm natürlich gern, dass es für seine Bank schrecklich wird. Es werde alle möglichen Probleme verursachen, und man müsse ihnen Geld geben, um das zu erforschen. Grüne Subventionen und Vorschriften bedeuteten, dass man mit Klima nun Geld verdienen konnte.
Firmen für erneuerbare Energien schossen aus dem Boden. Beratungsfirmen boten Rat zu dem an, was sie Nachhaltigkeit und Klima- Compliance nennen. Es ist eine wunderbare Geschäftsgelegenheit, nicht wahr? Sie wollen Klima, wir liefern Klima. Allein die Branche der erneuerbaren Energien setzt jetzt jährlich eine Billion Dollar um, und das soll sich in den nächsten Jahren verdoppeln. Was früher ein Kleingewerbe war, ist nun zu einem wichtigen Teil der Weltwirtschaft erblüht. Das Wachstum dieser Klimaindustrie hat eine Explosion gutbezahlter grüner Jobs hervorgebracht: Nachhaltigkeitsbeauftragte, CO₂-Kompensationsberater, ESG-Berater, Anwälte für Klima-Compliance und unzählige andere. Studenten kamen in unsere Institute, die Geowissenschaften, mit Schwerpunkt Klima.
Das gab es früher nicht, aber sie schauten auf ihre Berufsaussichten, und sie waren klug, sie schauten, wer einstellt, und Tatsache war, dass im gesamten Stellenangebot irgendwo „Klima“ im Namen steckte. Vor ein paar Jahren sah ich Programme wie einen Master in Klimafinanzierung, und ich fragte mich: Was um Himmels willen ist Klima? Ich verstehe nicht, was ein Master in Finanzwesen ist. Nun braucht man eine Universität, die dieses Programm lehrt, man braucht Professoren für Klimafinanzierung. Jede Schule, Universität oder Firma hat einen Klimabeauftragten oder mehrere und ein Klimaprogramm, und schaut man sich diese Institutionen oder Firmen an, stellt man fest, dass alle dabei sind, und wer nicht mitmacht, gerät unter Druck.
Beim letzten Treffen des öffentlich finanzierten IPCC der UNO flogen 70.000 Delegierte aus aller Welt ein. Regierungsbürokraten, grüne NGOs, Berater für CO₂-Abscheidung, Umweltjournalisten, Chefs von Unternehmen für erneuerbare Energien. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Hunderttausende Jobs weltweit hängen jetzt von der Klimakrise ab. So entsteht eine riesige Gruppe, deren Aufgabe es ist, die Krise zu verwalten und ausdrücklich dafür zu sorgen, dass die Menschen alarmiert sind, denn diese ganze Industrie hängt vom Bestehen der Krise ab. Doch darin liegt die eine große Gefahr für diese Multi-Billionen-Dollar-Industrie. Alle Jobs, alle Gelder hängen völlig davon ab, dass es eine Klima- krise gibt.
Wenn CO₂ nicht die enormen negativen Auswirkungen hat, die wir anfangs behauptet haben, wie bleiben wir dann im Geschäft? Wie rechtfertigen wir unsere Existenz, wenn der Klimawandel nicht die existenzielle Bedrohung ist, die wir in den letzten rund vier Jahrzehnten behauptet haben? Menschen wie ich: Unsere Karrieren hängen von der Finanzierung der Klimaforschung ab. Das mache ich fast meine ganze Laufbahn lang. Das machen die anderen Klimaforscher ihre ganze Laufbahn lang. Sie wollen nicht, dass das endet. Wenn die NASA sagte, die globale Erwärmung sei kein Problem, wohin verschwände dann ihre Finanzierung? Das können sie also nicht sagen. Und dann ist da der Zwischenstaatliche Ausschuss der UNO für Klimaänderungen. Würde er sagen, das Klima ändere sich nicht, hätte er keinen Daseinsgrund mehr.
Der IPCC hat einen Selbsterhaltungstrieb, zu zeigen, dass der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung ist. Sonst gäbe es keinen Grund, das Geld einzusammeln und überhaupt die Arbeit zu machen. Es stehen nicht mehr nur Milliarden, sondern Billionen Dollar auf dem Spiel. Es geht um enorm viel Geld. Das ist ein riesiger Betrug im großen Stil. Viele Menschen leben davon. Die werden das nicht aufgeben. Wenn plötzlich offenkundig würde, dass das gar kein so großes Problem ist, würde man das als existenzielle Bedrohung sehen. Wissenschaftler, die die natürlichen Ursachen des Klimawandels erforschten, wurden zunehmend mit Argwohn betrachtet, wie zwei Astrophysiker aus Harvard feststellten. Wie stark verändert sich die Sonne, wie verändert sie sich und warum?
Wir wollten uns nicht einmal mit den Temperaturaufzeichnungen und dem Klima- thema befassen. Sofort gingen sie auf uns los, denn als wir schätzten, dass sich die Sonne in klimatischer Hinsicht ziemlich stark veränderte, kam sofort der Angriff, weil das nicht zur Erzählung passt, denn sie brauchen CO₂ als den einzigen, den allein dominanten Faktor. Wenn man versucht zu sagen, man suche nur nach dem Hintergrund der natürlichen Schwankungen, Die Antwort lautete: Natürliche Ursachen darf es nicht geben. Es muss menschengemacht sein. Einiges wurde direkt gesagt, das meiste aber indirekt. Ihre Förderung für solche Projekte wird gestrichen. So ein Projekt führt zu nichts. Zu diesem Zeitpunkt wurde nichts mehr gefördert, was dem Narrativ der globalen Erwärmung als ernstem Problem widersprach.
Herausgeber von Fachzeitschriften wurden unter Druck gesetzt, keine Aufsätze anzunehmen, die als skeptisch gegenüber der Klimakrise galten. Wir veröffentlichen nichts, was das infrage stellt. Das passiert ja nicht heimlich. Wissenschaftler, die öffentlich wagten zu sagen, dass es kein Klimachaos gibt, wurden zunehmend an den Rand gedrängt und gemieden. Wenn eine wissenschaftlich qualifizierte Person aufsteht und sagt: In den Daten zu Taifunen im Pazifik sehen wir keinen Aufwärtstrend, dann verliert sie plötzlich die Autorität, sich zu Pazifik-Taifunen zu äußern, nicht weil ihre Aussage falsch ist, sondern weil sie nicht auf Linie liegt. Man kann jede Kritik am Narrativ marginalisieren, indem man sagt: Sie sind nicht qualifiziert, darüber zu reden, weil Sie das Narrativ nicht unterstützen.
Das ist dann so, und wenn man alle ausgegrenzt hat, die das Narrativ nicht unterstützen, kann man sich umdrehen und sagen: Alle, die zählen, unterstützen das Narrativ, also müssen wir recht haben. Umweltjournalisten ignorierten Skeptiker und boten stattdessen jedem Schlagzeilen, der bereit war, die ungeheuerlichsten Behauptungen und Vorhersagen über eine Klima-Apokalypse zu machen. Es hat inzwischen nichts mehr mit Wissenschaft zu tun. Es spielt keine Rolle, wenn Ihre alarmistische Vorhersage nicht eintrifft. Sie behalten trotzdem Ihren Status als Experte, und die Medien kommen weiterhin und fragen Sie nach Ihrer Meinung, obwohl Sie mit Ihren Vorhersagen völlig danebenlagen.
Aber der Klimakonsens wird nicht nur von der Klimaindustrie durchgesetzt. Um die breitere Anziehungskraft des Klima-Alarms zu erklären, müssen wir uns die Politik hinter dem Klima ansehen. Von Anfang an war die Klimapanik politisch. Sie kam aus der Umweltbewegung, dem geschworenen Feind des industriellen Marktkapitalismus.
Endlich haben wir sie. Wir können behaupten, die freien Märkte zerstören den Planeten, und wir brauchen einen starken Staat, der uns rettet. Das Klimaproblem, heißt es, rühre vom verantwortungslosen Handeln gieriger, gedankenloser Menschen, die zu viele Kinder bekommen, zu viel fahren und zu viele Produkte konsumieren, und von kapitalistischen Konzernen, die ihren Launen schmeicheln. Die Lösung: Der Staat soll mehr Macht bekommen, um private Unternehmen zu regulieren, aber auch, um das Leben und die Gewohnheiten der Einzelnen zu lenken. Die politische Agenda hat sich zur Mikroverwaltung des Lebens aller bis ins kleinste Detail ausgeweitet: welchen Herd Sie benutzen dürfen, welche Heizung Sie haben dürfen, wie hoch Sie das Thermostat stellen dürfen, wohin Sie fahren dürfen, mit welchem Auto.
Laut den Planern wird es in einer Stunde keine Verbrennungsmotoren mehr geben, das geht nicht. Für all das muss sich der Staat einmischen, denn der Staat muss der Öffentlichkeit Veränderungen gewissermaßen aufzwingen. Wäre es der Öffentlichkeit überlassen, würden wir keine Elektrofahrzeuge kaufen, weil sie, wissen Sie, unpraktisch sind. Die Unterstützung des Klima-Alarms ist heute praktisch gleichbedeutend mit Verachtung für den Marktkapitalismus und der Sehnsucht nach einem größeren Staat. In den USA stehen sich Liberale und Konservative gegenüber. Und im Allgemeinen sorgen sich Liberale, dass wir den Planeten zerstören. Und sie sind natürlich auch für einen starken Staat. Die Konservativen stehen am anderen Ende des Spektrums, viele von ihnen glauben nicht, dass wir den Planeten zerstören, und wollen nicht, dass der Staat sich in ihr Privatleben einmischt.
Lippenbekenntnisse zum Klima-Alarm sind fast allgemein üblich geworden bei denen, die für ihren Lebensunterhalt vom Staat abhängen. Dazu gehören die öffentlich finanzierten Bereiche Bildung, Kunst und Wissenschaft. Tony Heller erinnert sich an seine Zeit in den Los Alamos Labs. Der gesamte Landkreis Los Alamos wurde mit Staatsgeld am Laufen gehalten. Wir hatten die höchsten Einkommen im Bundesstaat. Natürlich unterstützten die Leute in Los Alamos einen starken Staat, denn davon kam ihr Lebensunterhalt. Daher kamen ihre guten Schulen. Alles Gute in Los Alamos kam vom Staat. Also glaubten natürlich alle an einen starken Staat. In der überwiegend öffentlich finanzierten westlichen Intelligenzia sind mehr Staatsausgaben und Regulierung fast ein moralisches Erkennungszeichen.
In diesen Kreisen ist es gesellschaftlich inakzeptabel, den Klima-Alarm zu hinterfragen. Klimaskeptiker zu sein, ist ein Tabu. Wer dagegen ist, stößt wirklich auf viel Wut und Gift, und man wird als Leugner bezeichnet, als Wissenschaftsleugner und Ketzer. Die Kollegen reden nicht mehr mit einem. Man wird nicht mehr zu Konferenzen eingeladen. Die Studenten laufen einem vielleicht davon. Das ist wirklich alles schrecklich. Die Professoren Henrik Svensmark und Nir Shaviv schildern, was geschah, als sie ihre Ergebnisse zu den Klimaeffekten der Sonnenaktivität veröffentlichten. Wegen dieser Arbeit brach die Hölle los. Ich hatte keine Ahnung, dass es so eskalieren würde, und es hat mein Leben völlig verändert. Als wir das sagten, hörten die Leute es nicht gern, und wir wurden zur unerwünschten Person.
Ich habe so viele Fälle erlebt, in denen Leute wirklich fiese Dinge getan haben. Als ich mich um eine Stelle bewarb, schrieb eine Gruppe von Wissenschaftlern an die Universität, man solle mich nicht einstellen. Und das ist eine typische Geschichte,
leider. Wenn man der üblichen Polemik nicht zustimmt, wird man zum Ausgestoßenen. Man wird gemieden. Als hätte man Lepra. Für Professor Sallie Baliunas wurden die persönlichen Angriffe zu viel. Ich bin früh in den Ruhestand gegangen,
und meine Familie sagte, ich hätte schon viel früher gehen sollen, Jahre früher. Sie haben also bemerkt, dass es sie und mich mitgenommen hat. Dr. Matthew Wielicki war Assistenzprofessor für Geologie an der University of Alabama, als er beschloss, sich zur Klimapanik zu äußern. Wegen der Anfeindungen hat er beschlossen, die Lehre zu verlassen. Sich skeptisch zum Klimawandel zu äußern, war im Grunde Karriere-Selbstmord, absolut. Ich hätte unmöglich in vielen der etablierten Fachzeitschriften veröffentlichen können, in denen ich veröffentlichen musste. Ich habe mich von vielen Förderinstitutionen im Grunde isoliert. Deshalb kann man in einer Gemeinschaft einen Konsens herstellen: Wer diesem Konsens skeptisch gegenübersteht, wird im Grunde aus der Gemeinschaft geworfen. Sich
wissenschaftlich gegen den Konsens zu äußern, ist, würde ich sagen, ein Karrierekiller für Menschen am Anfang ihrer Laufbahn. Wäre ich 30 und würde an einer Universität Karriere machen wollen, würde ich ganz sicher den Mund halten. Und tatsächlich habe ich mich als Jüngerer bemüht, den Mund zu halten. Ich wusste damals, dass das Klimathema Unsinn war, war aber etwas vorsichtig. Wenn ein junger Mensch das infrage stellt, kann er das nicht in einen Antrag schreiben. Der Antrag wird abgelehnt. Und er kann auch nicht veröffentlichen, weil die Gatekeeper ihn draußen halten. Damit wäre seine Karriere beendet. Man muss bei der Geschichte von der globalen Erwärmung mitmachen. Wenn man es besser weiß, wird man abgeschnitten, verliert die Förderung, ruiniert die eigene Karriere, wird von der Gemeinschaft niedergemacht und von den Kollegen verachtet.
Der sogenannte Klimakonsens ist selbst zur Waffe geworden, zu einer Form von Mobbing, Einschüchterung und Zensur gegen jene, die sich nicht fügen. Er ist ein Werkzeug, mit dem man Gegner und Skeptiker niederknüppelt und ihren Charakter angreift. Nach Ansicht der Kritiker ist der militante, intolerante Klimakonsens alles andere als wissenschaftlich, sondern ein verheerender Angriff auf die freie wissenschaftliche Forschung. Ich sehe meine Aufgabe als Wissenschaftler darin, die Fakten darzulegen und die Menschen entscheiden zu lassen, was sie tun wollen. Wenn man nicht über die Fakten reden kann, wird es korrupt. Wer Ideen die Tür verschließt, wer sagt, man dürfe sie nicht prüfen, man dürfe diese Idee nicht haben, hat den Bereich der Wissenschaft verlassen.
Ich glaube nicht, dass Klimaforscher je von ihrer Behauptung abrücken werden, dass steigendes CO₂ der Regler des heutigen Klimasystems ist. Ich glaube nicht, dass sie je davon abrücken werden, egal, wie die Beweislage aussieht. Es ist klar, dass es jetzt ein Kult ist, völlig losgelöst von der Wissenschaft. Aber die scheinbar unaufhaltsame Klimapanik ist nicht nur ein Angriff auf die Wissenschaft. Sie beginnt, eine neue Art von Gesellschaft für uns zu formen.
Umweltschützer geben sich gern als Anti-Establishment, doch ihre Forderungen werden von König Charles und dem Erzbischof von Canterbury, der BBC, der UNO, der EU, von Regierungschefs, der Weltbank und dem Weltwirtschaftsforum wohlwollend und fromm nachgebetet. Tatsächlich vom gesamten staatlich finanzierten Establishment. Die globale Erwärmung ist das perfekte Problem, bei dem der Staat mitmischen kann, um seinen Einfluss auszubauen. Es ist ein wunderbarer Weg, die Staatsmacht zu vergrößern, und wenn es eine weltweite existenzielle Bedrohung gibt, braucht man eine mächtige Weltregierung, um sie zu bewältigen. Wer Klimaaktivist ist, trägt in Wahrheit dazu bei, dass der Staat, der unser Leben lenkt, massiv bestätigt wird.
Viele Umweltschützer, die meisten Umweltschützer, alle Umweltschützer, die sich für radikale, fortschrittliche Alternativen halten, bekräftigen in Wirklichkeit nur die Mantras und die Mainstream- Argumente des gesamten Establishments. Die Forderungen an den Staat bedeuten, dass er plötzlich die Befugnis erhält, in jeden Winkel unseres Lebens und unserer Lebensweise einzugreifen. An allem hängt ein Klima-Narrativ. Wie viel Sie konsumieren, wofür Sie Ihr Geld ausgeben, wie viel Sie reisen, mit wem Sie verkehren, welches Essen Sie essen, ob Sie Fleisch essen. An allem gibt es einen Aspekt, der sich durch die Klimabrille kontrollieren lässt. Angenommen, vor 20 Jahren hätte jemand die Idee gehabt: Ich würde gern billige Energie verbieten. Ich würde gern kontrollieren, welche Geräte alle kaufen.
Ich würde gern allen sagen, wohin sie gehen dürfen, und im Grunde diktatorische Kontrolle über alles haben. Das würde nicht funktionieren. Alle würden einen für verrückt halten und ignorieren. Aber 20 Jahre später ist genau das der Fall. Das öffentlich finanzierte Establishment im Westen ist so groß und mächtig. Es kann den offiziellen Klimakonsens durchsetzen, durch seine Kontrolle über Schulen, Universitäten, Regierung und einen Großteil der Medien.
Staatliche Sender wie die BBC schließen Klimaskeptiker aus. Rundfunkaufsichtsbehörden verbieten privaten Sendern, skeptische Ansichten zu verbreiten, und drohen ihnen mit dem Entzug der Sendelizenz. Was im Notfall normalerweise passiert: Alle normalen Formen von Offenheit und Demokratie müssen unterdrückt werden, denn wie sonst soll man einen Notfall bewältigen? Wir stehen also vor einer Lage ähnlich dem Lockdown, in der im Grunde alle normalen Verhaltensweisen, normalen Formen sozialer Kommunikation und normalen Formen der Demokratie faktisch ausgeschlossen sind. Aktivisten fordern sogar, jede Skepsis unter Strafe zu stellen. In bestimmten Berufen ist es jetzt gefährlich, Widerspruch zum Klima zu äußern.
Es überrascht nicht, dass skeptischere Menschen es sich zweimal überlegen, bevor sie ihre Bedenken äußern, weil sie ihre Karriere, ihr Geschäft oder ihren Job riskieren könnten. Wenn man irgendein Fachmann in Wissenschaft, Recht oder Medizin ist, wenn man einem Berufsverband angehört oder an einer Universität arbeitet, Man kann gefeuert werden, wenn man sagt, was man glaubt. Die Folge ist ein zensorisches, autoritäres Regime, das jede Bewegung, jedes Wort, alles, was man tun will, kontrollieren muss, weil alles, was man tut, ein mögliches Risiko für das Überleben der Menschheit ist. Klima- Demonstranten verurteilen den Kapitalismus, aber bei ihren antikapitalistischen Kundgebungen sieht man kaum jemanden, der wie ein Arbeiter aussieht, wie ein Hafenarbeiter, Kranführer, Stahlarbeiter, eine Kosmetikerin oder ein Trucker.
Die Arbeiter fehlen bei diesen Kundgebungen offenbar völlig, und das aus sehr gutem Grund. Heutige Klima-Alarmisten beklagen nicht, dass der Kapitalismus zu wenig produziert, sondern dass er zu viel produziert. Das moderne kapitalistische System hat zu Wohlstand geführt. Immer mehr Menschen haben immer mehr Dinge. Der moderne Antikapitalismus kritisiert am Kapitalismus, dass er uns zu viel gibt. Man meint, das Problem sei heute, dass er gewöhnlichen Arbeitern massenhaft zu viele Vorteile verschafft. Stattdessen will man, und das sagt man oft ganz ausdrücklich, einen deutlich strengeren, einfacheren Lebensstil, in dem der Massenkonsum, die Konsumentscheidungen des Großteils der Bevölkerung kontrolliert oder sogar verboten werden. Man soll weniger konsumieren, weniger Urlaub machen, weniger fahren, weniger essen und so weiter.
Viele Umweltschützer stört offenbar nicht das Scheitern, sondern der Erfolg des Kapitalismus, der die Massen mit einer Fülle erschwinglicher Güter versorgt. Normale Arbeitnehmer – wir sind an einem Punkt der Geschichte angelangt, zumindest in der westlichen Welt, an dem Massenhersteller ihnen billige Kleidung, billige Lebensmittel und billige Möbel ermöglicht haben. Deshalb kommt es zum Konflikt, wenn wohlhabende Umweltschützer ihre Verachtung für den Massenkonsum äußern, für Leute auf diesen riesigen Kreuzfahrtschiffen, Tausende davon, und fragen: Was machen die da? Oh mein Gott, all diese Kreuzfahrtschiffe ruinieren Venedig, ruinieren all unsere schönen … – sie gehören uns, oder? Was wollen die überhaupt dort?
Das ist ein klassisches Beispiel für Klassenheuchelei und Eigeninteresse, getarnt als gemeinwohlorientierte Sorge. Man könnte diese grünen Sozialisten viel ernster nehmen, wenn sie autark lebten, ihren eigenen Konsum auf das Minimum senkten und nie flögen. Stattdessen hört man ständig, wie der menschliche Konsum den Planeten zerstört, doch die Leute, die das sagen, zeigen keinerlei Anzeichen, ihren eigenen zu verringern. Was Umweltschützer Degrowth nennen, wird durch die Zerstörung unserer herkömmlichen Energie- und Verkehrssysteme erreicht und durch die erzwungene Einführung teurer und unzuverlässiger Alternativen. Das zeigt bereits die gewünschte Wirkung auf die Industrieproduktion, die unter der Last strafender grüner Steuern, Vorschriften und höherer Energiepreise ächzt.
Den Leuten hinter dem Klima-Alarm ist die Industrie völlig egal. Sie haben nichts damit zu tun. Sie kennen keine Leute, die in der Produktion arbeiten und deren Jobs und Leben davon abhängen. Industrie und industrieller Fortschritt begeistern sie nicht. Sie wollen sie ausdrücklich abschalten.
Kisii, Kenia, Ostafrika. Laut vielen führenden Umweltschützern sollten die ärmsten Menschen der Welt nicht den Lebensstil der Menschen in der Ersten Welt anstreben. Der Planet würde das nicht verkraften. Grace Nyakananda ist eine von vielen Afrikanern ohne Strom oder Gas zum Kochen und Heizen ihrer Häuser. Der Rauch in Innenräumen vom Verbrennen von Holz und getrocknetem Dung ist die tödlichste Form der Luftverschmutzung weltweit. Für Millionen ist er Ursache von Lungenkrankheiten, Erblindung und frühem Tod.
Afrika braucht nicht nur billigen, zuverlässigen Strom. Die landwirtschaftliche Produktivität ist hier unglaublich niedrig. Sie zu steigern erfordert fossile Brennstoffe für Dünger und für den Antrieb von Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen. Jasper Meshogu ist Landwirt. Jeder Afrikaner will sich entwickeln, und die Verbesserung der Landwirtschaft ist einer der einfachsten Wege dazu. Die Landwirtschaft ist eng an fossile Brennstoffe gebunden. Fossile Brennstoffe, zu denen wir laut den westlichen Staaten keinen Zugang haben sollen. Etwa ein Drittel der in Afrika produzierten Nahrung verdirbt, bevor sie je den Mund der Verbraucher erreicht. Um diese schreckliche Verschwendung zu verhindern, braucht Afrika Plastikverpackungen, Kühllaster und gute Straßen. Westliche Umweltschützer lehnen all das ab.
All das gehört zur industriellen Entwicklung. All das beruht auf bezahlbarer Energie aus fossilen Brennstoffen. Durchfall durch verschmutztes Trinkwasser tötet noch immer Hunderttausende afrikanische Kinder. Sauberes Wasser erfordert aber große industrielle Wasseraufbereitungsanlagen und ein modernes Wasserversorgungsnetz. Und das gibt es nur mit billiger Energie. Ich finde es ziemlich offensichtlich, dass der Westen dank fossiler Brennstoffe hat, was er hat. Wenn Leute sagen, Afrika brauche keine fossilen Brennstoffe, frage ich mich: Ich glaube nicht, dass sie wollen, was das Beste für uns ist. Sie wollen nicht, dass wir uns entwickeln, und das heißt, dass wir weiter hungern. Wir bleiben weiter arm. Die meisten Menschen wissen nicht, was Klimawandel ist.
Es ist ihnen egal. Sie wollen einfach Essen auf dem Tisch. Sie wollen die Armut besiegen. Sie wollen den Hunger besiegen. Sie brauchen Geld, um ihr Leben zu verbessern. Sie wollen aufblühen. Darum geht es. Wenn sie „nachhaltige Entwicklung“ sagen, meinen sie keine Entwicklung. Genau. Nachhaltig entwickeln heißt, nicht zu viel Energie zu verbrauchen, nicht zu viel Kohlenstoff auszustoßen, Netto-Null, die Idee, dass man nicht zu viele Ressourcen nutzen darf, dass man nicht genug Konsumgüter produzieren darf, weil Konsum schlecht ist. Letztlich ist die Idee der Entwicklung damit vom Tisch. Die Grünen meinen, die Afrikaner sollten ihre Ressourcen nie so nutzen, wie es die Europäer, Amerikaner, Kanadier oder Australier mit ihren getan haben. Sie befürworten auch Strafsteuern, Grenzabgaben auf jedes afrikanische Land, das seine Waren nach Europa exportieren will, wenn es seine Ressourcen nutzt.
Das fasst die ethische Skrupellosigkeit und Verdorbenheit der grünen Agenda zusammen. Aber Klima-Alarmisten haben ein Problem. Viele Länder in Afrika und ganz Asien ignorieren schlicht die umweltpolitischen Forderungen westlicher Regierungen und internationaler Organisationen. Das kommunistische China baut schätzungsweise durchschnittlich zwei neue Kohlekraftwerke pro Woche. China verbraucht jetzt mehr Kohle als der Rest der Welt zusammen. Das ist einer der Gründe, warum diese ganze Klima-Agenda zerfällt, denn der Rest der Welt senkt die Emissionen nicht und steigt nicht auf Erneuerbare um. Auch im Westen verliert der Klima-Alarmismus für viele an Überzeugungskraft.
Normale Menschen sind nicht dumm. Sie haben gesehen, wie eine absurde Behauptung nach der anderen immer wieder scheiterte. Das hinterlässt bei den Menschen einen tiefen und berechtigten Zynismus gegenüber dem, was das wissenschaftliche Establishment sagt, und dem, was die Regierung sagt. Um die Klimakrise zu lösen, sollen wir angeblich unsere Autos aufgeben.
Wir sollen mehr zahlen für Kraftstoff, Heizung, Kleidung, Essen, weniger fliegen, einschränken, wohin wir fahren. Dieser Angriff auf Massenreisen, Massentourismus und Massenkonsum findet bei den Massen wenig Anklang.
Die Leute merken, dass es sie viel Geld kosten wird, einfach so weiterzuleben, wie sie es bisher taten und wie sie es wollen. Sobald das anfing, sah ich, wie Menschen im Vereinigten Königreich, die dem Umweltschutz zuvor gleichgültig gegenüberstanden, plötzlich dachten: Wie können die es wagen? Wie können sie versuchen, uns das wegzunehmen, was wir nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit sehen? Bei der ganzen Nachhaltigkeitspolitik geht es um Verzicht. Es geht um Einschränkungen, darum, weniger zu tun, und das ist für die meisten ein Gräuel angesichts ihrer alltäglichen Bedürfnisse. Dass es tatsächlich eine ideologische Bewegung von Leuten gibt, die finden, billige Massenproduktion, ob von Häusern oder sonst etwas, sei ein Problem.
Um Himmels willen, kein Wunder, dass die Leute die mittelschichtige Sichtweise des Umweltschutzes verächtlich finden. Aber genau das sagen die Leute buchstäblich. Wie können wir verhindern, dass Leute billige Sachen in Geschäften kaufen? Als Klimademonstranten im Londoner East End auf eine U-Bahn kletterten, wurden sie von den pendelnden Arbeitern nicht angefeuert. Sie wurden beschimpft, beworfen, wütend aus dem Zug gezerrt und auf dem Bahnsteig unsanft behandelt. Wenn man in einen Pub geht, den hauptsächlich das besucht, was die Amerikaner Blue-Collar-Arbeiter nennen, wird man nicht rausgeworfen, wenn man der Klimapolitik skeptisch gegenübersteht. Im Gegenteil, wahrscheinlich gibt einem jemand einen aus.
Sie merken, dass hinter all dem Gerede von Klimanotstand und Klimakrise in Wirklichkeit Feindseligkeit und Hass gegen sie stecken, gegen ihren Lebensstil, ihre Überzeugungen, und der Wunsch, das notfalls mit Zwang zu ändern.
Strafende und einschränkende Maßnahmen im Namen des Klimawandels und von COVID haben in Großbritannien, Kanada und anderen westlichen Ländern Proteste ausgelöst. Establishment-kritische Politiker und Bewegungen gewinnen an Unterstützung. Sie unterschätzten die Wut, auf die das bei normalen Menschen stoßen würde, die einfach sagen: Das könnt ihr nicht machen. So entsteht plötzlich diese neue Bewegung. Viele Arbeitnehmer sind nicht bloß skeptisch, sondern regelrecht wütend über den Klima-Alarm und alles, was daraus folgt. Es gibt den Verdacht oder vielleicht die Erkenntnis, dass der Klimawandel eine erfundene Panikmache ist, getrieben von Eigeninteresse und Dünkel, zynisch gefördert von einem parasitären, öffentlich finanzierten Establishment, das nach immer mehr Geld und Macht giert, ein Angriff auf die Freiheit und den Wohlstand der übrigen Menschen.
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Ein großartiger Film, dank an die Autoren!
Die Hintergründe des Klimawahns sind auf den Punkt gebracht.
Verbreitung des Films so wichtig!
🙏
Phantastisch! Endlich ein paar kluge Köpfe, die das so gut erklären! Danke dafür!!!
Ja, schon wieder ein Beispiel für den Wahnsinn von „Wahrheitsfindung durch Abstimmung“
Wenn der Wahnsinn Epidemisch wird, wird er zur Vernunft …. Hoffentlich komm wir da einigermassen gut raus ohne Hexenverbrennung etc. !!
Sehr guter Film! Besten Dank für euer Engagement!