Teil 2: Warum das große Ölgeschäft die Welt eroberte – The Corbett Report
Teil 2: Warum das große Ölgeschäft die Welt eroberte
Dies ist der zweite Teil der umfassenden Dokumentation des „Corbett Report“.
Dieser Teil beschreibt, wie sich die gleichen Akteure, die als „Krone der Menschheit“ schon mit der Eugenik zu Beginn des 20. Jahrhunderts die „Unfitten“ aussortieren wollten und den Nazis den nötigen Anstoß gaben, heute die Themen „Umwelt- und Klimaschutz“ für ihre Zwecke missbrauchen.
Auch der Traum von einer „Technokratie“ wird durch die modernen Formen der Digitalisierung, Meinungsmanipulation und „Social Engineering“ langsam Realität.
Original: corbettreport.com/bigoil
Übersetzung: Joachim Bettermann und Felicitas M.
Synchronsprecher: Joachim Bettermann
EINLEITUNG
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand eine neue internationale Ordnung. Eine, die auf Öl gegründet war. Und am Ende des 20. Jahrhunderts war diese Ordnung fest etabliert. Heizung. Verkehr. Industrielle Energie. Kunststoffherstellung. Arzneimittel. Es gibt keinen Bereich des modernen Lebens, der nicht auf die eine oder andere Weise vom Öl abhängt.
Doch die Herrscher dieser Öligarchie, die Rockefellers bei Standard Oil, die britischen Royals bei BP, die niederländischen Royals und die Rothschilds bei Royal Dutch Shell, gaben sich nicht mit bloßer finanzieller Vorherrschaft zufrieden. Die Macht, die ihr nahezu vollständiges Monopol auf den wichtigsten Rohstoff der Welt mit sich brachte, war gewaltig, und sie hatten keinerlei Skrupel, diese Macht zu nutzen, um die Welt nach ihrem Bild umzugestalten.
Wie wir in Wie das große Ölgeschäft die Welt eroberte gesehen haben, ist der Einfluss der Öligarchen atemberaubend. Vom Bildungssystem bis zur Ärzteschaft, von der „Grünen Revolution“ bis zur „Gen-Revolution“, vom Weltkrieg bis zum Golfkrieg wurde Ölgeld eingesetzt, um jeden Aspekt der Welt zu formen, in der wir leben. Mit dem Aufstieg des Petrodollars in den 1970er Jahren beruht sogar das internationale Währungssystem selbst auf Öl.
Doch jetzt, im 21. Jahrhundert, scheint die alte Ordnung, die Ordnung des Öls, endlich zu Ende zu gehen.
Amy Goodman: Wir beginnen mit einem neuen Meilenstein in der wachsenden Kampagne für den Ausstieg aus Investitionen in Gas-, Öl- und Kohleunternehmen, die den Klimawandel anheizen. May Boeve, Geschäftsführerin von 350.org, hat die Ankündigung kurz vor unserer heutigen Sendung gemacht.
May Boeve: Heute geben wir bekannt, dass die Zusagen zum Investitionsausstieg ab heute die Marke von 3,4 Billionen Dollar überschritten haben. Das sind 3,4 Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen, das jetzt frei von fossilen Brennstoffen ist.
QUELLE: Is Oil & Gas the New Tobacco? Fossil Fuel Divestment Movement Reaches New Milestone – Democracy Now!
Robert Dudley: Im Öl- und Gassektor erkennen wir den Beitrag unserer Tätigkeiten und Produkte zu den Treibhausgasemissionen an. Deshalb wurde die OGCI [Oil and Gas Climate Initiative] gegründet.
QUELLE: OGCI investiert in innovative emissionsarme Technologien
Sprecher 1: Was als Bewegung an US-Hochschulen begann, hat die Wolkenkratzer der Hochfinanz erreicht.
Sprecher 2: Weltweit haben fast 200 Institutionen und Tausende Einzelpersonen insgesamt 50 Milliarden Dollar an Vermögen aus fossilen Brennstoffen abgezogen.
Aktivistin für den Investitionsausstieg: Wenn wir unser Geld nehmen und es in Erneuerbare wie Solarpaneele stecken, könnte die Welt ein so viel besserer Ort sein.
QUELLE: Global Divestment Day 2015
Die Massen, die die Öligarchen und ihren zerstörerischen Griff um den Planeten erkannt haben, sehen das große Ölgeschäft schwinden und haben zu feiern begonnen. Für sie bedeutet das Versprechen einer Zukunft nach dem Kohlenstoff das Ende der Öligarchie.
Was viele jedoch nicht erkennen: In der Ordnung des Öls ging es nie um Öl. Den Öligarchen ging es nicht um Öl, sondern um Kontrolle. Und da sie ihrer finanziellen Abhängigkeit von dem Rohstoff, der ihnen Macht und Reichtum brachte, längst entwachsen sind, stehen sie an der Spitze dieses Vorstoßes in die Zeit nach dem Kohlenstoff.
Jetzt wollen die Öligarchen eine neue internationale Ordnung einführen. Eine, in der ihre Kontrolle gefestigt, ihr Plan vollendet und ihre Macht unanfechtbar ist. Eine, in der jeder Aspekt des menschlichen Lebens, von der Energie über das Geld bis zum Erbgut selbst, genau geordnet und technologisch kontrolliert ist.
Dies ist die Geschichte dessen, was die Öligarchen wirklich wollen, und wie sie es zu erreichen planen.
TEIL EINS: DER AUFSTIEG DER EUGENIK
DHAKA, 1963
Es ist ein Tag wie jeder andere in Dhaka. Die Straßen sind überfüllt, schmutzig, verwahrlost, stinkend und wimmeln von Menschen. Sie liegen auf der Straße. Sie kauern in den Rinnsteinen. In dieses Gewimmel tritt eine höchst unwahrscheinliche Gestalt. In seinem bügelfreien Anzug, die Aktentasche fest an sich gedrückt, fällt er in der Menge auf. Er lässt den Blick über die Szene schweifen, schüttelt ganz leicht den Kopf und bemerkt, halb zu sich selbst und halb zu seinem Reisebegleiter: „Nun, das ist doch das Problem, nicht wahr?“
Es ist eine Szene, die sich schon oft abgespielt hat: ein westlicher Tourist, überwältigt vom Gedränge auf dem indischen Subkontinent. Doch dies war kein gewöhnlicher Tourist, der sich im Urlaub die Zeit vertrieb. Es war John D. Rockefeller III., Enkel des Ölbarons John D. Rockefeller. Und ausgestattet mit dem unvorstellbaren Reichtum, der Macht und dem Einfluss, die ihm sein Familienname verlieh, war er auf einer Mission, etwas gegen das „Problem“ der Überbevölkerung zu unternehmen.
Rockefeller ging diese Mission als Vertreter des Population Council an, einer Gruppe, die er selbst gegründet hatte, um das „Problem“ in Dhaka und anderswo anzugehen. An der Oberfläche war der Population Council eine schlichte Organisation mit einer schlichten Aufgabe: medizinische und wissenschaftliche Forschung zur Frage der wachsenden Weltbevölkerung zu fördern. Doch die dunkle Geschichte des Councils und seine leitende Philosophie verraten Rockefellers wahres Interesse an diesem „Problem“ und seiner endgültigen „Lösung“.
John D. Rockefeller III., oder JDR3, wie ihn der Kreis von Forschern, Geschäftsleuten, Politikern, Diplomaten und Royals im Umfeld der Familie Rockefeller nannte, hatte früh entschieden, wie er das gewaltige Geld und die Macht, über die er verfügte, sinnvoll einsetzen wollte: indem er die Bevölkerung des Planeten kontrollierte. 1934 schrieb der damals 28-jährige JDR3 seinem Vater, John D. Rockefeller Jr., einen Brief über die Forschung der Rockefeller-Stiftung zu „Geburtenkontrolle und verwandten Fragen“ und erklärte: „Ich bin ziemlich sicher zu dem Schluss gekommen, dass dies das Gebiet ist, auf das ich mich, zumindest vorerst, mit meinen eigenen Spenden konzentrieren möchte.“
JDR3 war vor allem ein Mann, der Wort hielt. Nachdem er eine Erkundungsmission der Rockefeller-Stiftung nach Asien in Auftrag gegeben hatte, die über die Bedrohung durch die wachsende Bevölkerung der Dritten Welt berichten sollte, organisierte er eine Konferenz der führenden Mediziner und Demografen jener Zeit, um, wie es schon der Titel des Treffens ausdrückte, „Bevölkerungsprobleme“ zu erörtern. Aus diesem Treffen ging die Idee einer Organisation hervor, des Population Council, die die Entwicklung des aufstrebenden Fachgebiets der Bevölkerungs- und Fruchtbarkeitsforschung lenken sollte. JDR3 spendete persönlich 1,35 Millionen Dollar aus eigener Tasche, um den Council zu gründen und seine anfänglichen Betriebskosten zu decken.
Wie sein Vater und sein Großvater vor ihm hatte Rockefeller gelernt, Wohltätigkeit und Freigebigkeit als Maske für seine wahre Absicht zu benutzen: Kontrolle. Doch diese Maske verrutschte, als er einen Entwurf der Satzung des Councils schrieb, der den wahren Zweck der Organisation offenbarte. Der Council sollte laut JDR3 „Forschung fördern und vorhandenes Wissen anwenden, um solche Veränderungen in den Einstellungen, Gewohnheiten und Umweltzwängen, die das Leben der Menschen beeinflussen, herbeizuführen, dass in jeder sozialen und wirtschaftlichen Gruppe Eltern, die an Intelligenz, Persönlichkeit und Zuneigung über dem Durchschnitt liegen, tendenziell überdurchschnittlich große Familien haben“.
Thomas Parran, ehemaliger oberster Gesundheitsbeamter der Vereinigten Staaten und Mitbegründer des Councils, warnte davor, ein so unverblümtes Eingeständnis in das Leitbild des Councils aufzunehmen. „Es stellen sich Fragen wie die folgenden“, warnte er. „Wer soll bestimmen, welche ‚Eltern an Zuneigung über dem Durchschnitt liegen‘? […] Und wer würde entscheiden, welche Personen eine überdurchschnittliche Persönlichkeit haben? Offen gesagt könnten die Folgerungen daraus, auch wenn ich weiß, dass sie eugenisch gemeint waren, leicht als Herrenrassen-Philosophie der Nazis missverstanden werden. Ich habe diesen Absatz deshalb umformuliert.“
Der Satz wurde aus der endgültigen Fassung der Satzung gestrichen.
In Wahrheit hatte JDR3 diesen Satz jedoch gar nicht selbst geschrieben. Er war vielmehr Wort für Wort von der Rückseite der Eugenical News abgeschrieben, des zentralen Organs der amerikanischen Eugenik-Bewegung. Das war kein Zufall. Frederick Osborne, einer der Mitbegründer des Councils und dessen erster Präsident, nachdem Rockefeller 1957 zurückgetreten war, war zugleich Präsident der American Eugenics Society. Als der Population Council gegründet wurde, verlegten sowohl Osborne als auch die von ihm geleitete American Eugenics Society ihre Tätigkeit offiziell in das New Yorker Büro des Councils, und die Eugenik-Gesellschaft bezog ihre Mittel nun direkt aus Rockefellers Zuwendung an den Population Council. Der Population Council war die Eugenik-Gesellschaft unter anderem Namen.
Eugenik. Das war die leitende Vision von JDR3 und der „Wohltätigkeit“ der Familie Rockefeller. Eine Vision, in der die Rockefellers und ihre Mit-Öligarchen als überlegene Familien galten, schon allein durch ihren Reichtum und Erfolg dazu befähigt, den Lauf der Weltgeschichte zu lenken. Die Macht zu bestimmen, wer tauglich war, sich fortzupflanzen, und wer zu arm war, um seine Gene weiterzugeben.
Joe Plummer: Eugenik ist im Grunde eine Bewegung innerhalb der Elite, die das ausmerzen will, was sie für die minderwertigen Klassen hält, also minderwertige soziale Klassen, rassische Klassen, ethnische Klassen. Mehr oder weniger jeden, der nicht ihren Maßstäben entspricht. Und nachdem sie diese Klassen ausgemerzt haben, wollen sie sich selbst genetisch so weit hochzüchten, dass die verbliebene Bevölkerung, die sie unter sich existieren lassen, niemals die Macht hat, sie zu stürzen. Das Ende der Geschichte, im Grunde.
Der Begriff selbst wurde von Galton geprägt und bedeutet im Wesentlichen „wohlgeboren“. Die Idee ist eine Art Mischung aus einer Reihe von Ideen, die um 1850 im Umlauf waren. Wenn man zum Beispiel auf Mendel zurückgeht: Mendel untersuchte Erbmerkmale bei Erbsenpflanzen. Und er konnte feststellen, dass bestimmte Merkmale weitergegeben wurden und dass man diese bestimmen und im Grunde vorhersagen konnte.
Und fast zur gleichen Zeit hat man Spencer, der vom „Überleben der Tüchtigsten“ sprach, mit derselben Art von Idee, demselben roten Faden. Dass es genetische Merkmale gibt, die eine Art, eine Pflanze oder ein Tier tauglicher machen als ein anderes und besser fähig zu überleben.
Natürlich gab es auch Darwin. Darwins damaliges Werk, Die Entstehung der Arten, beschreibt diesen Vorgang, durch den Erbmaterial weitergegeben wird und durch den, nun ja, Evolution entsteht.
Galton nimmt also im Grunde all diese Ideen auf, und er war dafür bekannt, Muster zu beobachten und zu erkennen. Und im Wesentlichen kam er auf die Idee, dass man durch die Untersuchung menschlicher Merkmale, wenn man wollte, überlegene Menschen züchten könnte.
Besessen von Züchtung und Familienerbe glaubten die Eugeniker, dass nicht nur körperliche Merkmale wie Gewicht oder Größe durch die Abstammung bestimmt seien, sondern auch soziale Merkmale wie Intelligenz, Gewissenhaftigkeit oder sogar Kriminalität. Wer arm ist, ist es, weil er aus armem Stamm kommt. Wer kriminell ist, ist es, weil seine Familie kriminell ist. Und wer ein Rockefeller, ein Rothschild oder ein Royal ist, ist reich und erfolgreich, weil seine Familie für Reichtum und Erfolg bestimmt war.
Das pseudowissenschaftliche Gewand der eugenischen Philosophie des 19. Jahrhunderts mag neu gewesen sein, doch die Idee selbst ist so alt wie die menschliche Zivilisation. Den Menschen wurde schon immer beigebracht, ihre Herrscher seien etwas Besonderes, eine Klasse für sich, Angehörige einer Familie, die eigens dazu auserwählt ist, über die Massen zu herrschen. Ob buchstäblich Nachkommen der Götter wie die Pharaonen Ägyptens oder die Kaiser Japans oder Angehörige von Familien, die Gott eigens dazu auserwählt hatte, über ihre Königreiche zu herrschen, wie die Monarchen Europas: Das Recht, über andere zu herrschen, wurde über den Stammbaum weitergegeben. Das einfache Volk wiederum kannte seinen Platz; da es nicht von königlichem Blut war, kam es als Leibeigene zur Welt, bestellte das Land zum Nutzen des Adels und bekam, wenn es Glück hatte, selbst Kinder, die den Kreislauf eine weitere Generation lang wiederholten.
Doch der Zerfall des mittelalterlichen Feudalismus brachte eine neu reich gewordene Kaufmannsschicht hervor. Die Entwicklung der wissenschaftlichen Methode stellte jahrhundertealte religiöse Dogmen in Frage. Die Ausbreitung der Philosophie der Aufklärung führte zum Sturz von Monarchen und zum Aufstieg der Demokratie. Und die industrielle Revolution ebnete den Weg für den Aufstieg der Raubritter und die Entstehung riesiger neuer Familienvermögen.
Im späten 19. Jahrhundert, als die Öligarchen in Amerika und Europa begannen, ihren Reichtum zu festigen, brauchte es eine neue Rechtfertigung für die Herrschaft einer Elite über die Gesellschaft. Eine, die überholte Berufungen auf eine übernatürliche Ordnung verwarf und auf dem festen Grund der Wissenschaft zu ruhen schien. Eine Idee, die erklären konnte, wie Emporkömmlinge der Neureichen wie die Rockefellers und Rothschilds an der Seite der alten Königshäuser Europas in die höchsten Ränge der Gesellschaft aufsteigen konnten.
Die Eugenik passte perfekt. Die Antwort lag in ihren Genen.
Richard Grove: Nun, ich denke, diese eugenische Idee, die aus dem „Überleben der Tüchtigsten“ hervorgeht, liefert geradezu eine wissenschaftliche Ausrede für einige der unmenschlichsten und grauenhaftesten Taten, die die Menschheit je ersonnen und dann verwirklicht hat. Die Idee, Menschen zu kontrollieren, indem man die Fortpflanzung, die Fortpflanzungsfähigkeit, den Zugang zu Partnern und solche Dinge kontrolliert, ist Tausende Jahre alt.
Die Eugenik […] trat also Ende des 19. Jahrhunderts in starker Form auf, mit Leuten wie den Darwins, den Wedgwoods und den Huxleys, vor allem Thomas H. Huxley, bekannt als „Darwins Bulldogge“. Diese Ideen der Eugenik bekommen also Ende des 19. Jahrhunderts wirklich ein Eigenleben, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie von denselben Familien aufgegriffen, die diese Raubritter waren, die vom Bankennetz der Rothschilds finanziert wurden, und auch von der Fabian Society der Sozialisten, in der wiederum viele derselben Strippenzieher saßen wie die hohen Leute im Britischen Empire.
Also […] zeigte sie ihr Gesicht in den 1920er und 1930er Jahren in diesen Kampagnen der Zwangssterilisation: Wenn man glaubte, dass man einen niedrigen IQ hatte oder eine angeborene Krankheit, die weitergegeben würde, dann hatte man kein Recht zu heiraten und Kinder zu bekommen.
Eugenik war natürlich Pseudowissenschaft. Als Galton und seine Weggefährten die Theorie zu entwickeln begannen, lag die Entdeckung des tatsächlichen Mechanismus der Vererbung, einschließlich Genen und DNA, noch fast 100 Jahre in der Zukunft. Stattdessen verwendeten sie Sammelbegriffe ohne jede Definition, etwa „Schwachsinn“, um Armut oder Kriminalität zu diagnostizieren, und behaupteten, sie würden durch „defektes Keimplasma“ verursacht. Sie benutzten die Phrenologie, um zu versuchen, den körperlichen Ausdruck von Alkoholismus oder geringer Intelligenz zu bestimmen. Selbst die berühmtesten Werke der Eugenik-Ära, wie Henry Goddards Studie über die Familie Kallikak, wurden gründlich widerlegt und von ihren Autoren sogar widerrufen.
Joe Plummer: Es ist also zu 100 % pseudowissenschaftlich. Die Merkmale, nach denen sie suchen, sind völlig willkürlich. Etwas wie Schwachsinn ist nicht nur unwissenschaftlich, es kann im Grunde so beschrieben werden, wie der Beobachter es beschreiben möchte. Schwachsinnig könnte also bedeuten, dass man vielleicht stottert, also ist man vielleicht schwachsinnig, oder man ist schüchtern, also ist man schwachsinnig. Vielleicht gefällt ihnen einfach nicht, wie man sich verhält, also ist man schwachsinnig.
Doch die Idee war ansteckend. Wie alle verlockendsten Pseudowissenschaften erklärte sie so viel mit so wenig Aufwand. Sie schmeichelte der Eitelkeit der Forscher, die meist selbst aus erfolgreichen und wohlhabenden Familien stammten. Und sie lieferte einen Vorwand für Sozialtechnik in einem nie zuvor erträumten Ausmaß.
Als die Eugenik den Atlantik überquerte und sich vom vornehmen englischen Landleben Galtons und seiner Gefährten bis an die felsigen Küsten Amerikas ausbreitete, traf sie ehrgeizige junge Forscher wie Charles Davenport mit der Wucht eines Orkans. Davenport, ein in Harvard ausgebildeter Zoologe, war in einer strengen, puritanischen Familie von Kongregationalisten in Neuengland aufgewachsen; sein autoritärer Vater war besessen von Ahnenforschung und verfolgte den Stammbaum der Familie bis zu seinen angelsächsischen Vorfahren im Jahr 1086 zurück. Als der jüngere Davenport bei der Arbeit in einem biologischen Labor auf Long Island Galtons Schriften entdeckte, fand er seine Lebensaufgabe. Wie er später der American Breeders Association sagte, die zu einem wichtigen Verbündeten seiner eugenischen Sache wurde: „Die Gesellschaft muss sich schützen; so wie sie sich das Recht nimmt, dem Mörder das Leben zu nehmen, so darf sie auch die abscheuliche Schlange hoffnungslos verdorbenen Protoplasmas vernichten.“
Mit dem Bekehrungseifer eines religiösen Konvertiten ersann Davenport einen ehrgeizigen Plan zur Förderung der eugenischen Sache: die Schaffung eines Eugenics Record Office, das den genetischen Hintergrund jedes einzelnen Mannes, jeder Frau und jedes Kindes in Amerika (und schließlich der Welt) erfassen sollte, sodass jeder Mensch nach seiner Abstammung eingeordnet und mit einer genetischen Bewertung versehen werden konnte. Wäre das abgeschlossen, könnten jene mit dem niedrigsten eugenischen Wert aus dem Genpool entfernt werden.
Joe Plummer: Die Idee der Eugenik gelangt also nach Amerika, landet bei Charles Davenport, der sich wegen Geld an das Carnegie Institute wendet, und im Cold Spring Harbor Laboratory gründen sie im Grunde ein Institut zur Erforschung der Eugenik, und daraus wird schließlich mit etwas Harriman-Geld das Eugenics Record Office. Zwischen diesem ersten Institut in Cold Spring Harbor und dem Eugenics Record Office, das noch hinzukommt, geht es also um Millionen und Abermillionen Dollar an Finanzierung, die bereitgestellt werden, um loszuziehen, zu untersuchen und das minderwertige „Keimplasma“ zu finden, so wird es oft bezeichnet.
Der erste Beitrag der Rockefeller-Stiftung an das Eugenics Record Office, bloße 21.650 Dollar, war eine kleine Summe, brachte aber klare Vorteile: nicht nur die institutionelle Infrastruktur und das Personal der Stiftung und das Ansehen des Namens Rockefeller selbst, sondern auch die Aussicht auf mehr Unterstützung, je weiter die Arbeit voranschritt. Und wie immer hielten die Rockefellers Wort.
Forscher der Rockefeller-Stiftung wie William Welch, Gründungsdirektor des Rockefeller Institute for Medical Research, saßen im Vorstand des ERO und halfen, seine Tätigkeit zu lenken. Die Rockefellers finanzierten auch bestimmte Forschungsvorhaben, etwa mit 10.000 Dollar eine Erhebung im New Yorker Nassau County über die eugenisch Untauglichen. Und sie schufen Schwesterorganisationen wie das Bureau of Social Hygiene, das Forschung und Forscher mit Davenports eigenem Labor austauschte.
Besonders John D. Rockefeller Jr. zeigte von Anfang an Interesse an Davenports Arbeit. Sie standen zu einer Reihe eugenischer Fragen in regelmäßigem Briefwechsel. Als im Januar 1912 der Plan aufkam, „geistig minderbemittelte“ weibliche Strafgefangene in Anstalten unterzubringen, um sie am Kinderkriegen zu hindern, bat der junge Rockefeller-Erbe Davenport schriftlich um seine Meinung zu dem Vorhaben. Junior selbst erklärte: „Dieser Plan scheint mir ungeheuer wichtig. Er zeigt einen wissenschaftlichen Ausweg aus den Übeln, die unsere Gerichte beheben sollen, in Wirklichkeit aber nur vergrößern.“ Nachdem Davenport geantwortet hatte, der Plan werde nur funktionieren, wenn er eine eugenische Untersuchung der Gefangenen einschließe, steuerte Junior 200.000 Dollar zur Gründung genau eines solchen Instituts bei. Das Institute of Criminology in New York wurde von Rockefellers eigenem Bureau of Social Hygiene verwaltet und mit Mitarbeitern besetzt, die im Eugenics Record Office ausgebildet worden waren.
Angetrieben von der Unterstützung der Reichen und Mächtigen Amerikas, verwandelte sich die Eugenik vom kauzigen Steckenpferd einiger verrückter Wissenschaftler in das gesellschaftliche Anliegen einer ganzen Generation. Ökonomen, Politiker, Autoren, Aktivisten: In den 1920er Jahren pries jeder, der etwas auf sich hielt, die Notwendigkeit, das Keimplasma der unteren Schichten auszumerzen.
Marie Stopes, die gefeierte Pionierin der Familienplanung, die 1921 im Norden Londons die erste Klinik für Geburtenkontrolle Großbritanniens gründete, wetterte gegen „Horden von Defekten“ und forderte die Zwangssterilisation derer, die sie für „untauglich zur Elternschaft“ hielt.
Tommy Douglas, heute in Kanada als Held verehrt für seine Rolle bei der Gründung des staatlichen Gesundheitssystems, reichte an der McMaster University eine Masterarbeit ein, in der er forderte, „Unternormale“, „Defekte“ und „Schwachsinnige“, etwa Menschen mit niedrigem IQ oder körperlichen Auffälligkeiten, „auf einer Staatsfarm oder in einer Kolonie, wo ein fähiger Aufseher für sie entscheiden könnte“, abzusondern, und die Regierung aufforderte, „geistige und körperliche Tauglichkeit“ zu bescheinigen, um die „Untauglichen“ an der Fortpflanzung zu hindern.
John Maynard Keynes, der Ökonom, auf den die keynesianische Wirtschaftslehre zurückgeht, die bei zentralen Planern bis heute beliebt ist, war von 1937 bis 1944 selbst Präsident der British Eugenics Society.
Alexander Graham Bell wird noch immer als Erfinder des Telefons verehrt, war aber in Wahrheit ein früher Unterstützer von Charles Davenport und Gründungsmitglied des wissenschaftlichen Direktoriums des Eugenics Record Office. Er setzte sich offen für die „Ausmerzung der gehörlosen Rasse“ ein, indem der Staat eingreifen und Gehörlosen das Heiraten verbieten sollte.
Der Nobelpreisträger, Dramatiker und Schriftsteller George Bernard Shaw forderte die Schaffung eines staatlichen Gremiums, vor dem jeder seine Existenz rechtfertigen müsse. Wem das nicht gelänge, der sollte nach Shaws Meinung vom Staat getötet werden.
George Bernard Shaw: … Aber es gibt außerordentlich viele Menschen, die ich töten möchte. Nicht aus Bosheit oder persönlich gemeint, aber es muss Ihnen allen klar sein, Sie alle kennen doch mindestens ein halbes Dutzend Leute, die auf dieser Welt zu nichts nütze sind. Die mehr Ärger machen, als sie wert sind. Und ich halte es für eine gute Sache, jeden vor ein ordentlich eingesetztes Gremium treten zu lassen, so wie er vor den Steuerbeamten tritt, und, sagen wir, alle fünf oder alle sieben Jahre, ihn einfach dort hinzustellen und zu sagen: „Mein Herr oder meine Dame, wären Sie nun so freundlich, Ihre Existenz zu rechtfertigen?“ Wenn Sie Ihre Existenz nicht rechtfertigen können, wenn Sie Ihren Teil nicht beitragen, weil Sie es nicht wollen, wenn Sie nicht so viel produzieren, wie Sie verbrauchen, oder vielleicht etwas mehr, dann können wir die große Organisation unserer Gesellschaft offensichtlich nicht dafür einsetzen, Sie am Leben zu erhalten. Denn Ihr Leben nützt uns nichts, und es kann auch nicht von großem Nutzen sein.
QUELLE: George Bernard Shaw über die Todesstrafe
Mit der Finanzierung und Förderung durch die Stiftungen sickerte diese eugenische Denkweise schließlich in die Populärkultur. Die American Eugenics Society veranstaltete auf Landwirtschaftsmessen „Wettbewerbe für tauglichere Familien“ und verlieh Preise an Familien, die bei Tests auf „eugenische Gesundheit“ am besten abschnitten. Die Gesellschaft stiftete auch Preise für Geistliche, die die Botschaft der Eugenik in ihre Predigten einbauten. Die Eugenik fand sogar ihren Weg auf die Kinoleinwand:
„Wir hielten es für nötig, den Fall Ihrer Familie der staatlichen Ärztekommission vorzulegen, und nach einer Untersuchung hat sie entschieden, dass ein wichtiger Schritt nötig ist: Ihre ganze Familie sterilisieren zu lassen.“
„Was? Was ist das? Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.“
„Nun, wir haben die Geschichte Ihrer Familie untersucht, Alice, und die meisten aus den letzten drei Generationen waren schwachsinnig, von Geburt an verkrüppelt oder Gewohnheitstrinker. Statt besser zu werden, ist jede Generation ein größeres Problem. In diesem Bundesstaat haben wir ein Gesetz, das für solche Menschen eine Operation vorsieht, damit es keine weiteren Kinder gibt.“
„Ich verstehe.“
QUELLE: Tomorrow’s Children
Doch ihre Ideen bloß bekannt zu machen, war nicht das Ziel der Eugeniker. Sie wollten Taten. Und das hieß in diesem Fall: konkrete Schritte, um das defekte Keimplasma aus der menschlichen Bevölkerung zu entfernen.
Die staatlich gebilligte Tötung der für untauglich Erklärten war immer eine Option. Und es waren nicht nur Dramatiker wie Bernard Shaw, die staatliche Todesgremien forderten; Eugeniker aller Richtungen erörterten und debattierten die Idee, „Degenerierte zu ermorden“, als schnellsten Weg zu ihren Zielen.
„Missverstandene Rücksicht auf vermeintlich göttliche Gesetze und ein sentimentaler Glaube an die Heiligkeit des menschlichen Lebens verhindern tendenziell sowohl die Beseitigung defekter Säuglinge als auch die Sterilisation solcher Erwachsener, die selbst für die Gemeinschaft wertlos sind. Die Naturgesetze verlangen die Auslöschung der Untauglichen, und menschliches Leben ist nur dann wertvoll, wenn es der Gemeinschaft oder der Rasse nützt.“ – Madison Grant, Direktor der American Eugenics Society, 1915
Doch die etablierten Eugeniker erkannten, dass dieser Ansatz im politischen und juristischen Klima jener Zeit nicht möglich war. Wie Henry Goddard in seiner berüchtigten Studie The Kallikak Family anmerkte: „Für den schwer Schwachsinnigen, den abstoßenden Unglücklichen, den man in unseren Anstalten sehen kann, haben einige die Todeskammer vorgeschlagen. Doch die Menschheit entfernt sich stetig von der Möglichkeit dieser Methode, und es ist nicht wahrscheinlich, dass sie je angewandt wird.“
Stattdessen mussten sie auf die andere Option zurückgreifen, die politisch annehmbarere Lösung, um die Unerwünschten an der Fortpflanzung zu hindern: die Zwangssterilisation.
Indiana verabschiedete 1907 Amerikas erstes eugenisches Sterilisationsgesetz, und innerhalb weniger Jahre gab es ein Dutzend Bundesstaaten, in denen die für „untauglich“ Erklärten legal gegen ihren Willen sterilisiert wurden. Doch auch das reichte den Eugenikern nicht. Das Vorgehen war zu verstreut: Nach diesen Gesetzen waren erst einige Tausend Sterilisationen vorgenommen worden, und Indianas eigenes Zwangssterilisationsgesetz wurde 1921 vom Obersten Gericht des Bundesstaats aufgehoben.
Wieder einmal sprang Harry Laughlin ein, Davenports rechte Hand am von Rockefeller finanzierten Eugenics Record Office, um das Problem zu lösen. Er entwarf 1922 ein „Mustergesetz zur eugenischen Sterilisation“, das zur Grundlage für Virginias Sterilisationsgesetz von 1924 wurde. Um die Fragen direkt anzugehen, beschlossen die Eugeniker, die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes selbst anzufechten und die Klage bis vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Sie brauchten nur den richtigen Musterfall. Und sie fanden ihn in Carrie Buck, einer 18-jährigen Insassin der Virginia State Colony for Epileptics and Feebleminded, die weder Epileptikerin noch schwachsinnig war.
Amy Goodman: Aber fangen wir in den 1920er Jahren an, mit Carrie Buck.
Adam Cohen: Sie ist eine junge Frau, die in Charlottesville, Virginia, bei einer alleinerziehenden Mutter aufwächst. Damals glaubte man, es sei oft besser, arme Kinder ihren Eltern wegzunehmen und in Mittelschichtfamilien unterzubringen. Sie kam also zu einer Pflegefamilie, die sie sehr schlecht behandelte. Sie durfte die Eltern nicht „Mutter“ und „Vater“ nennen. Sie erledigte viel Hausarbeit für sie und wurde an die Nachbarn vermietet. Und dann, eines Sommers, wurde sie vom Neffen ihrer Pflegemutter vergewaltigt. Sie wird unehelich schwanger. Und statt ihr bei dieser Schwangerschaft zu helfen, beschließen sie, sie für epileptisch und schwachsinnig erklären zu lassen, obwohl sie keines von beidem war, und sie wird in die Kolonie für Epileptiker und Schwachsinnige bei Lynchburg, Virginia, abgeschoben.
Goodman: Und was geschah dort mit ihr?
Cohen: Sie kommt genau zur falschen Zeit dort an. Virginia hat gerade ein eugenisches Sterilisationsgesetz verabschiedet und will es vor Gericht prüfen lassen. Also stürzen sie sich auf Carrie Buck als perfekte Klägerin in diesem Verfahren. Sie beschließen, sie zur ersten Person in Virginia zu machen, die eugenisch sterilisiert wird, und plötzlich steckt sie mitten in einem Fall, der auf den Obersten Gerichtshof der USA zusteuert.
Der Fall war eine Farce, nur inszeniert, um sich vom Obersten Gerichtshof die Zwangssterilisation absegnen zu lassen. Bucks „unabhängiger Anwalt“ war in Wirklichkeit Irving Whitehead, einer der Gründungsdirektoren eben der Kolonie, die ihre Sterilisation betrieb, und der Mann, der den Direktor ernannt hatte, der auf ihre Sterilisation drängte. Buck selbst war nicht schwachsinnig, ebenso wenig ihre Mutter oder ihre Tochter Vivian Buck, die Carrie infolge der Vergewaltigung zur Welt brachte und die schon als Säugling für „schwachsinnig“ erklärt wurde, weil, wie eine Sozialarbeiterin im Prozess aussagte, „es einen Blick hat, der nicht ganz normal ist, aber was genau es ist, kann ich nicht sagen“.
Keine dieser Tatsachen spielte für den Obersten Gerichtshof eine Rolle. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Präsidenten und obersten Richters William Howard Taft stimmte das Gericht mit 8 zu 1 dafür, Bucks Zwangssterilisation und die Verfassungsmäßigkeit des eugenischen Sterilisationsgesetzes von Virginia selbst zu bestätigen. Die Begründung schrieb einer der berühmtesten und angesehensten Richter in der Geschichte des Gerichts, Oliver Wendell Holmes Jr., selbst ein Eugeniker aus dem Kreis der sogenannten „Boston Brahmins“, des erblichen Establishments der Ostküste.
In seiner Entscheidung rechtfertigte Holmes die Zwangssterilisation von Menschen wie Buck mit dem Recht des Staates, seine Bürger gegen ihren Willen zu impfen:
„Es ist für die ganze Welt besser, wenn die Gesellschaft, statt abzuwarten, bis sie entartete Nachkommen für Verbrechen hinrichtet oder sie wegen ihres Schwachsinns verhungern lässt, diejenigen, die offenkundig untauglich sind, daran hindern kann, ihre Art fortzusetzen. Der Grundsatz, der die Impfpflicht trägt, ist weit genug, um auch das Durchtrennen der Eileiter abzudecken“, erklärte er, bevor er mit dem berüchtigten Satz schloss: „Drei Generationen von Schwachsinnigen sind genug.“
Damit waren die Schleusen geöffnet. Neue Gesetze wurden erlassen und alte an die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs angepasst. Zwangssterilisationen, die zuvor verdeckt und unauffällig vorgenommen worden waren, wurden nun mit Stolz gemeldet. Aus einigen Tausend gegen ihren Willen sterilisierten Menschen wurden Zehntausende. Die Ära der Eugenik, ins Leben gerufen durch die gewaltigen Vermögen der Rockefellers und ihresgleichen, war angebrochen. Und mit einem sehr kräftigen Anschub der Rockefellers sollte sie bald international werden.
Ab November 1922 und in den 1920er Jahren immer stärker vergab die Rockefeller-Stiftung eine Reihe von Zuschüssen und Stipendien an deutsche Wissenschaftler. Nach heutigem Geld Millionen Dollar wert, verwandelten diese Stipendien den deutschen Wissenschaftsbetrieb, der nach dem Ersten Weltkrieg am Boden lag. Das Geld der Stiftung floss in die Kassen der Kaiser-Wilhelm-Institute, einer Reihe wissenschaftlicher Einrichtungen, zu denen ein Institut für Psychiatrie und ein Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik gehörten.
Einer der Hauptnutznießer dieser Rockefeller-Großzügigkeit war Ernst Rüdin, leitender Forscher am Kaiser-Wilhelm-Institut für Psychiatrie und einer der wichtigsten Architekten des deutschen Eugenik-Programms im Dritten Reich. Rüdin gab die offiziellen Regeln und den Kommentar zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses mit heraus, das am 14. Juli 1933 verabschiedet wurde, keine sechs Monate nachdem Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte. Das Gesetz war, wie das Gesetz von Virginia, das der Oberste Gerichtshof bestätigt hatte und das zur Sterilisation von Carrie Buck und Zehntausenden anderen Amerikanern führte, nach dem Vorbild von Harry Laughlins Mustergesetz zur eugenischen Sterilisation gestaltet. Es schuf „Erbgesundheitsgerichte“, die die Sterilisation von „Defekten“ in acht verschiedenen Kategorien anordnen konnten: Schwachsinnige, Schizophrene, manisch-depressiv Kranke, an Chorea Huntington Leidende, Epileptiker, Menschen mit erblichen Missbildungen, Blinde und Gehörlose. Alkoholiker als neunte Kategorie konnten wahlweise hinzugefügt werden, mit dem Hinweis, gewöhnliche Trinker nicht einzubeziehen. Bis Ende des Jahres wurden 62.400 Deutsche für fortpflanzungsuntauglich befunden und gegen ihren Willen sterilisiert. Bis 1945 stieg diese Zahl auf 400.000.
In den 1940er Jahren wurde dieses Eugenik-Programm mit der Aktion T4 zur „Euthanasie“ ausgeweitet; über 70.000 Kinder, alte Menschen und psychiatrische Patienten wurden vom NS-Regime ermordet.
Als sich der Staub des Zweiten Weltkriegs legte, war der Begriff „Eugenik“ in den Köpfen der breiten Öffentlichkeit gleichbedeutend mit den Nazis. Die empörten Eugeniker wussten, dass ihre Arbeit nicht länger unter dem Namen Eugenik weitergehen konnte. Das hieß aber nicht, dass sie nicht weitergehen konnte.
Richard Grove: Nach dem Zweiten Weltkrieg hört man also nicht mehr von Eugenik. Was man hört, ist Molekularbiologie und solche umgangssprachlichen Begriffe, die von der Rockefeller-Stiftung entwickelt wurden, einer der Familien, die in Amerika hauptsächlich mithalfen, das in Amerika, in Großbritannien, in Deutschland zu finanzieren, und die in dieser Zeit auch Hitler finanzierten. Es gibt also viele Überschneidungen zwischen den Leuten, die tatsächlich Völkermord finanzierten, und den Leuten, die Vorstellungen davon hatten, die Bevölkerung auszudünnen, Bevölkerungskontrolle zu betreiben und Menschen zu sterilisieren, und diese Ideen leben weiter und durchdringen die Gesellschaft bis heute.
Wie Frederick Osborne, Mitbegründer der American Eugenics Society, schrieb: „Eugenische Ziele werden am ehesten unter einem anderen Namen als Eugenik erreicht.“ So zog er mit der American Eugenics Society in die Büros des Population Council von John D. Rockefeller III. und wurde 1957 dessen Präsident.
Die Rockefellers und ihre Mit-Öligarchen hatten sich über Generationen als Hüter des Planeten gesehen, die ihn vor der steigenden Flut der genetisch Minderwertigen schützten. Sie dachten nicht daran, dieses Vorhaben aufzugeben. Sie mussten es einfach unter einem anderen Namen verpacken.
TEIL ZWEI: ÖLIGARCHEN FÜR DEN KLIMAWANDEL
Maurice Strong: Bei all den Belegen, die wir in unseren Vorbereitungen für die Stockholmer Konferenz gesammelt haben, einschließlich der Ansichten vieler führender Wissenschaftler der Welt, bin ich überzeugt, dass man die Untergangspropheten ernst nehmen muss. Mit anderen Worten: Der Weltuntergang ist möglich. Ebenso überzeugt bin ich, dass er nicht unausweichlich ist.“
QUELLE: Interview mit Maurice Strong (BBC 1972)
Auf dem Papier wäre es fast unmöglich, einen unwahrscheinlicheren Kandidaten für den „Paten“ der modernen Umweltbewegung zu finden als Maurice Strong. Als Schulabbrecher ohne Mittelschulabschluss aus einer armen Familie im ländlichen Manitoba, die von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffen war, ist schon Strongs kometenhafter Aufstieg zu Reichtum und politischem Einfluss bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist die schiere Zahl der Umweltorganisationen, die er gründete, der Konferenzen, deren Vorsitz er führte, der Kampagnen, die er leitete, und der Ehrungen, die er im Lauf seiner Laufbahn erhielt: Organisator der Stockholmer Umweltkonferenz, Gründungsdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Generalsekretär des Erdgipfels von Rio, Gründer des Earth Council und der Bewegung für die Erd-Charta, Vorsitzender des World Resources Institute, Mitglied der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und Vorstandsmitglied einer verwirrenden Vielzahl von Organisationen, vom International Institute for Sustainable Development über das Stockholm Environment Institute bis zum African-American Institute.
Doch das vielleicht Bemerkenswerteste an Strong, dieser allgegenwärtigen Figur der Umweltbewegung des 20. Jahrhunderts, war seine Herkunft: ein mit den Rockefellers verbundener Millionär aus den Ölfeldern Albertas, der seine Zeit zwischen Umweltkampagnen und der Leitung großer Ölkonzerne aufteilte.
Um zu verstehen, wie es dazu kam, müssen wir die Geschichte der Entstehung der Umweltbewegung betrachten. In der Nachkriegszeit setzte der Wunsch, die Bevölkerung zu kontrollieren, eine neue Maske auf: den Schutz der Welt vor Rohstofferschöpfung, Verschmutzung und ökologischer Katastrophe. Und wie immer war die Familie Rockefeller zur Stelle, um die Finanzierung und organisatorische Unterstützung zu liefern, mit der sich diese aufstrebende Bewegung auf ihre eigenen Ziele lenken ließ.
Raymond Burr: Präsident Nixon und der Kongress der Vereinigten Staaten setzten die Kommission für Bevölkerungswachstum und die Zukunft Amerikas ein. Vorsitzender dieser einzigartigen Kommission ist John D. Rockefeller III.
John D. Rockefeller III.: Es ist ein sehr weitreichender Auftrag. Niemand hatte zuvor einen von dieser Art, und allein daraus ergab sich die Frage der Lebensqualität als die anscheinend zentrale Frage.
Burr: Aber das Hauptergebnis war, dass eine Stabilisierung irgendeiner Art für das Land eindeutig wünschenswert ist.
JDR3: Ja, wir haben gesagt, dass anerkannt ist, dass die Bevölkerung nicht unbegrenzt weiterwachsen kann. Das stellt niemand in Frage, und wir haben aufgrund unserer Ergebnisse gesagt, dass die Nation jetzt eine stabilisierte Bevölkerung begrüßen und planen sollte. Die ganze Frage von Verschmutzung, Umwelt und Bevölkerung rückte erstaunlich schnell in den Vordergrund, und Präsident Nixon gab im Juli 1969 vor dem Kongress eine Erklärung ausschließlich zu diesem Thema ab. Ich möchte nur zwei Sätze aus dieser Erklärung vorlesen, weil sie, glaube ich, seine Sorge in dieser Sache zeigen und dass er ihre Bedeutung hier und in der ganzen Welt erkennt. Er sagte: „Eine der ernstesten Herausforderungen für das Schicksal der Menschheit im letzten Drittel dieses Jahrhunderts wird das Wachstum der Bevölkerung sein. Ob die Antwort des Menschen auf diese Herausforderung im Jahr 2000 Anlass zu Stolz oder zu Verzweiflung sein wird, hängt sehr davon ab, was wir heute tun.“
QUELLE: Survival Of Spaceship Earth (1972)
An der Seite der Rockefellers gestalteten ihre Mit-Öligarchen jenseits des Atlantiks die internationale Umweltbewegung, darunter die britischen Royals hinter BP und die niederländischen Royals hinter Royal Dutch Shell. Und den Übergang von der Eugenik zur Bevölkerungskontrolle und zum Umweltschutz bahnte Julian Huxley, Bruder des Autors von Schöne neue Welt, Aldous Huxley, und Enkel von „Darwins Bulldogge“ T.H. Huxley.
Julian Huxley war überzeugter Eugeniker und von 1959 bis 1962 Vorsitzender der British Eugenics Society. Doch wie die anderen Eugeniker der Nachkriegszeit verstand er, dass die inzwischen diskreditierte Arbeit der Eugenik unter anderem Deckmantel weitergeführt werden musste. Als Gründungsdirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) schrieb Huxley im Gründungsdokument der Organisation darüber, wie man Wege finden müsse, die Sache der Eugenik wieder politisch tragfähig zu machen:
„Derzeit ist die indirekte Wirkung der Zivilisation wahrscheinlich eher dysgenisch als eugenisch; und jedenfalls scheint es wahrscheinlich, dass das tote Gewicht genetischer Dummheit, körperlicher Schwäche, geistiger Labilität und Krankheitsanfälligkeit, das in der menschlichen Spezies bereits vorhanden ist, sich als zu große Last erweisen wird, um echten Fortschritt zu erreichen. Auch wenn es also durchaus zutrifft, dass jede radikale eugenische Politik für viele Jahre politisch und psychologisch unmöglich sein wird, wird es für die UNESCO wichtig sein, dafür zu sorgen, dass das eugenische Problem mit größter Sorgfalt untersucht und die Öffentlichkeit über die auf dem Spiel stehenden Fragen informiert wird, damit vieles, was jetzt undenkbar ist, wenigstens denkbar werden kann.“
Huxley fand die perfekte Fassade für die Wiedereinführung jener „undenkbaren“ eugenischen Ideen 1948, als er die UNESCO als Sprungbrett zur Gründung der International Union for the Conservation of Nature nutzte, und dann wieder 1961, als er diese Organisation als Sprungbrett zur Gründung des World Wildlife Fund nutzte. Mitbegründer des Fonds an Huxleys Seite waren nicht nur Prinz Bernhard der Niederlande, Gründer der Bilderberg-Gruppe und früherer Angestellter des IG-Farben-Konzerns, und Prinz Philip von England, sondern auch Godfrey A. Rockefeller aus der Rockefeller-Dynastie. Gemeinsam gelobten sie, „die öffentliche Meinung zu nutzen und die Welt über die Notwendigkeit des Naturschutzes aufzuklären“.
Jahre der „Aufklärung“ über die Belastung, die die wachsende Menschheit für die Ressourcen der Erde darstelle, bezahlt von genau den Öligarchen, die das vergangene Jahrhundert damit verbracht hatten, einen der wichtigsten Rohstoffe der Welt zu monopolisieren, führten unweigerlich zu einem vorhersehbaren Schluss:
Hugh Downs: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist eine internationale Bewegung im Gang. Die Völker der Nationen und die Nationen der Welt haben sich zusammengetan, um die Antworten zu finden. Dieses Gebäude und die Vertreter der Welt halten die Lösung in Händen. Wir haben gesehen, was wir getan haben, um die Zerstörung unserer Erde herbeizuführen. Ist es nicht jetzt an der Zeit, die Krankheit zu heilen, die wir selbst geschaffen haben?
QUELLE: Survival Of Spaceship Earth (1972)
Ja, die „Heilung“ für die „Krankheit“ Menschheit war laut dieser von Rockefeller finanzierten Propaganda, in der John D. Rockefeller III. als Experte auftrat, bei den Vereinten Nationen zu finden, deren Hauptsitz die Familie Rockefeller selbst so großzügig gestiftet hatte. Und der erste Schritt zu dieser Heilung war die Organisation der UN-Konferenz über die menschliche Umwelt 1972 in Stockholm, der ersten internationalen Umweltkonferenz der Welt.
Sprecher: Elf Tage lang im Juni 1972 war Stockholm ein Magnet für alle, die sich um die Umwelt sorgten: 1.200 offizielle Delegierte aus 113 Nationen waren zur ersten Internationalen Konferenz über die menschliche Umwelt in Stockholm. Das Treffen, zuerst von Schweden bei den Vereinten Nationen vorgeschlagen und 1968 von der Generalversammlung gebilligt, zog weltweite Aufmerksamkeit auf sich.
In nur vier Jahren war das Thema der menschlichen Umwelt von den hinteren Zeitungsseiten auf die Schlagzeilen der Titelseite gerückt.
QUELLE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Teil 1)
Und wer wäre besser geeignet gewesen, die Konferenz zu leiten und das institutionelle Fundament für diese aufstrebende, von den Öligarchen unterstützte Bewegung zu legen, als ein ausgemachter Ölmann?
Maurice Strong: Schon die Tatsache, dass die Konferenz mit 113 teilnehmenden Ländern begann, mit sehr hochrangigen Delegationen aus diesen Ländern, war an sich ein sehr bedeutender Fortschritt. Denn das zeigte mehr als alles andere die echte Sorge der Mehrheit der Länder der Welt.
QUELLE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Teil 1)
Sein Leben lang hatte Maurice Strong die unheimliche Gabe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die richtige Person zu treffen und aufzusteigen. 1929 in Oak Lake, Manitoba, geboren und von der Weltwirtschaftskrise gezeichnet, brach der ehrgeizige junge Strong mit 14 die Schule ab und zog nach Norden, um Arbeit zu suchen. In Chesterfield Inlet bekam Strong eine Stelle als Pelzaufkäufer für die Hudson’s Bay Company und lernte dort „Wild“ Bill Richardson kennen, einen Prospektor, dessen Frau Mary McColl aus der Familie hinter McColl-Frontenac stammte, einem der größten Ölkonzerne Kanadas.
Elaine Dewar: Mr. Strong betritt also die große Welt über einen Mann namens „Wild“ Bill Richardson, eine Art Prospektor, der in eine Ölfamilie namens McColl eingeheiratet hatte, deren Firma McColl-Frontenac hieß. Sie war ein großer Importeur von Öl aus dem Nahen Osten und war längst über ein Maklerhaus namens Nesbitt Thomson von der Texaco übernommen worden. Mr. Strong wurde also gewissermaßen schon sehr jung in die Welt des großen Ölgeschäfts und der Rohstoffe eingeführt. Er fiel als sehr kluger Junge auf, wurde von einem Mann namens Paul Martin Sr. unter die Fittiche genommen, einem Kabinettsminister, dessen Sohn später Premierminister Kanadas werden sollte, und über Leute ganz an der Spitze in die Ölbranche eingeführt, und dazu gehörte auch David Rockefeller.
Über die Richardsons knüpfte Strong eine Reihe immer unwahrscheinlicherer Verbindungen. Zuerst wurde er dem Schatzmeister der damals ganz neuen Vereinten Nationen vorgestellt, Noah Monod. Unglaublicherweise verschaffte Monod Strong nicht nur eine Stelle als einfacher Sicherheitsbeamter im UN-Hauptquartier, er ließ den jungen Bauernjungen aus Manitoba auch bei sich in New York wohnen. Und dort stellte Monod Strong dem wichtigsten Kontakt seines Lebens vor: David Rockefeller.
Von diesem Moment an war Strong ein gemachter Mann. Und von diesem Moment an waren, wohin Strong auch ging, Rockefeller und seine Vertrauten irgendwo im Hintergrund.
Es war ein Standard-Oil-Veteran, Jack Gallagher, der Strong in den Ölfeldern Albertas den großen Durchbruch verschaffte, als er seinen Sicherheitsjob bei der UNO aufgab, um nach Kanada zurückzukehren. Und als Maurice Strong plötzlich beschloss, diesen Job aufzugeben, sein Haus zu verkaufen und nach Afrika zu reisen, verdiente er seinen Unterhalt bei Rockefellers CalTex in Nairobi.
Als er diese Stelle 1954 aufgab und zurück in Kanada eine eigene Firma gründete, stellte er Henrie Brunie (einen engen Freund des Rockefeller-Vertrauten John J. McCloy) als Geschäftsführer ein und berief zwei Vertreter von Standard Oil of New Jersey in den Vorstand. Mit Ende zwanzig führte er seine eigene Firma und war bereits Millionär.
Wie sein ganzes Leben lang nutzte Maurice Strong diese Verbindungen und Gelegenheiten voll aus. Nachdem er zum Organisator der UN-Umweltkonferenz in Stockholm bestimmt worden war, wurde er Treuhänder der Rockefeller-Stiftung, die dann sein Büro für den Stockholmer Gipfel finanzierte und ihm die Carnegie-Stipendiatin Barbara Ward und den Rockefeller-Ökologen René Dubos für sein Team stellte. Strong beauftragte sie, „Only One Earth“ zu schreiben, einen Grundlagentext zur nachhaltigen Entwicklung, der von Globalisten kräftig angepriesen wird als Schlüsseldokument für die Förderung einer globalen Bewirtschaftung der Ressourcen.
Der Stockholmer Gipfel von 1972 wird noch heute als Meilenstein in der Geschichte der modernen Umweltbewegung gefeiert. Er führte nicht nur zu den ersten staatlich verwalteten Umwelt-Aktionsplänen in Europa, sondern auch zur Schaffung einer ganz neuen UN-Bürokratie: des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Natürlich ernannte die UNO Maurice Strong zum ersten Direktor des UNEP.
Kurz darauf setzte Strong sein Doppelleben fort, indem er geradewegs zurück ins Ölgeschäft sprang.
Ostkanada war vom Ölembargo der OPEC besonders hart getroffen, und deshalb gründete der damalige Premierminister Pierre Trudeau PetroCanada, Kanadas staatlichen Ölkonzern. Und wen holte er als ersten Präsidenten des Unternehmens? Niemand anderen als den von Rockefeller unterstützten „Umweltkämpfer“ Maurice Strong.
Nachdem er diesen Posten 1978 verlassen hatte, setzte Strong eine kaum zu glaubende Reihe von Ernennungen in Regierung, Privatwirtschaft und internationalen Organisationen fort, vom Vorsitz der Canada Development Investment Corporation über den Vorsitz von AZL Resources Incorporated bis zur Leitung des Hungerhilfeprogramms der UNO in Afrika.
1987 half Strong bei der Organisation einer weiteren Umweltkonferenz, viel weniger bekannt, aber nicht weniger bemerkenswert als der Stockholmer Gipfel. Das Treffen, 4. Weltkongress der Wildnis genannt, fand in Denver, Colorado, statt und brachte Strong, David Rockefeller, Edmond de Rothschild, den damaligen Finanzminister James Baker und eine Schar weiterer Öligarchen, Bankiers, Washingtoner Machtspieler und Globalisten zusammen, angeblich um über die Umwelt zu sprechen. Was sie tatsächlich besprachen, war noch weitaus unglaublicher:
DAVID LANG: Ich schlage deshalb vor, dass dies nicht über einen demokratischen Prozess verkauft wird. Das würde zu lange dauern und viel zu viel von den Mitteln verschlingen, um das Kanonenfutter zu erziehen, das leider die Erde bevölkert. Wir müssen ein fast elitäres Programm verfolgen, damit wir über unsere aufgeblähten Bäuche hinausblicken und in die Zukunft schauen können, in Zeiträumen und mit Ergebnissen, die nicht leicht zu verstehen sind oder die sich, intellektuell redlich, nicht auf irgendeine vereinfachte Definition herunterbrechen lassen.
QUELLE: UN UNCED Earth Summit 1992 von George Hunt
Das waren die Worte von David Lang, einem Bankier aus Montreal, der auf der Konferenz sprach. Und für Lang, die Rockefellers, die Rothschilds und die anderen bei dem Treffen versammelten Bankiers und Öligarchen ist die allgemeine Bevölkerung „Kanonenfutter“, das „leider […] die Erde bevölkert“. Dieses offene Eingeständnis, eine perfekte Zusammenfassung der eugenischen Ideen im Kern der globalen Naturschutzbewegung, die die Öligarchen selbst ins Leben finanziert hatten, wurde von George Hunt auf Band festgehalten, einem Geschäftsmann aus Boulder, Colorado, der sich als besorgter Bürger freiwillig als Helfer für die Konferenz gemeldet hatte und entsetzt war von dem, was er dort miterlebte. Er veröffentlichte Anfang der 1990er Jahre seine eigenen Aufnahmen der Sitzungen, um die Öffentlichkeit vor dieser Gruppe und ihren letzten Zielen zu warnen.
Hunts Aufnahme hielt den Moment fest, in dem Maurice Strong Baron Edmond de Rothschild, dessen Cousin seines Vaters 1911 die aserbaidschanischen Ölfelder der Rothschilds an Royal Dutch Shell verkauft hatte, als Pionier der Umweltbewegung und Urheber des Konzepts des „Conservation Banking“ vorstellte.
Maurice Strong: Eine der wichtigsten Initiativen, die Ihnen hier zur Beratung vorliegt, ist das Programm für Conservation Banking. Wie wir heute Morgen erwähnt haben, haben wir zum Glück als unseren Vorsitzenden die Person, die wirklich die Quelle dieses sehr bedeutenden Konzepts ist. Er war beziehungsweise ist einer der Treuhänder der International Wilderness Foundation, die dieses Treffen ausrichtet. Er war bei der ersten dieser Konferenzen dabei. Seine Hinwendung zur Verbindung von Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung war also bahnbrechend. Es gibt also keinen Besseren. Er verkörpert in seinem eigenen Leben diese positive Synthese zwischen Umwelt und Naturschutz auf der einen Seite und Wirtschaft auf der anderen, und ich freue mich sehr, Ihnen Edmond de Rothschild vorstellen zu dürfen.
Edmond de Rothschild: Maurice, vielen herzlichen Dank für alles, was Sie gesagt haben, und ich möchte das Publikum bitten, alles, was er über mich gesagt hat, mit einer kleinen Prise Salz zu nehmen.
QUELLE: UN UNCED Earth Summit 1992 von George Hunt
Das Treffen erreichte für die Öligarchen einige wichtige Ziele. Es führte zur Schaffung von „Wildnisgebieten“, riesigen Naturflächen, von denen die Öffentlichkeit weitgehend ausgeschlossen werden konnte. Diese Gebiete sollten von der IUCN ausgewiesen und beaufsichtigt werden, derselben Organisation, die der Präsident der British Eugenics Society, Julian Huxley, als Sprungbrett zur Gründung des World Wildlife Fund genutzt hatte.
Ein weiteres wichtiges Ziel der Konferenz war Rothschilds Vorschlag zur Schaffung einer sogenannten „Weltnaturschutzbank“, die auf überstaatlicher Ebene arbeiten und die Finanzierung von Entwicklungsprojekten in aller Welt koordinieren sollte.
Edmond de Rothschild: Die Beratungen über das Konzept eines internationalen Programms für Conservation Banking beziehen jetzt alle Bereiche der menschlichen Gemeinschaft ein: Regierungs- und zwischenstaatliche Stellen, öffentliche und private Einrichtungen, große gemeinnützige Stiftungen ebenso wie ganz normale Menschen in aller Welt. Indem wir vorausdenken, wie wir die breite Öffentlichkeit erreichen, jedes Unternehmen auf der Welt, damit es, hoffentlich steuerfrei, einen Teil seiner Gewinne zurücklegt, um unseren ökologischen und Umweltschutz zu finanzieren.
Meine Damen und Herren, jedes Land hat seine eigenen Probleme, seine indigenen Völker und seine Tierwelt. Diese internationale Naturschutzbank darf keine Grenzen, keine Schranken kennen.“
QUELLE: UN UNCED Earth Summit 1992 von George Hunt
Diese Weltnaturschutzbank wurde vorangetrieben und schließlich auf Maurice Strongs nächster großer Konferenz verwirklicht, die zur Krönung seiner unwahrscheinlichen Laufbahn als Umweltkämpfer werden sollte und bis heute einer der Prüfsteine der Umweltbewegung ist: dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro.
Sprecher: Im Juni 1992 traf sich die Welt in Rio, um über das Schicksal des Planeten Erde zu beraten. Bei diesem größten und allerersten Erdgipfel kamen Vertreter aus 166 Ländern, 130 Staats- und Regierungschefs und 15.000 Nichtregierungsorganisationen zusammen, in der Hoffnung, konkrete Vereinbarungen zu treffen, die den Schutz der Umwelt mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen in Einklang bringen.
QUELLE: 1992 – UN-Erdgipfel – Rio de Janeiro – In Our Hands (Teil 1)
George H. W. Bush: Und mein Dank gilt Generalsekretär Maurice Strong für seine unermüdliche Arbeit, diesen Erdgipfel zustande zu bringen. Dies ist wahrhaft eine historische Versammlung. Es gibt Leute, die sagen, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz seien nicht vereinbar.
John Major: „Die Welt ist unser Garten, und gemeinsam müssen wir ihn bestellen. Diese Woche in Rio haben wir einen Anfang gemacht. Über Rio hinaus müssen wir es weiter durchführen.“
Maurice Strong: „Wir dürfen nicht selbstzufrieden sein. Wenn die hier erzielten Vereinbarungen nicht von Verpflichtungen zu bedeutenden Veränderungen begleitet werden, Veränderungen, meiner Ansicht nach, ja für die menschliche Spezies, Exzellenzen, dann steuern wir schlicht auf einen Moment im 21. Jahrhundert zu, in dem der Zustand unserer Spezies tödlich werden könnte.“
QUELLE: Brazil – Rio Earth Summit (B)
So nützlich der 4. Weltkongress der Wildnis gewesen war, um die Agenda von Maurice Strong und den Öligarchen voranzubringen, er bereitete nur die Bühne für den Erdgipfel in Rio.
Auf dem Erdgipfel bekam Edmond de Rothschild seine „Weltnaturschutzbank“. Unter dem Namen „Globale Umweltfazilität“ auf dem Gipfel selbst ins Leben gerufen, dient sie als Finanzierungsmechanismus für fünf verschiedene UN-Konventionen und stellt Milliarden Dollar an Finanzierung für Umwelt- und Entwicklungsprojekte in aller Welt bereit. Zu ihren 18 „Durchführungspartnern“ gehören die von Rockefeller finanzierte Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, die von Huxley gegründete International Union for the Conservation of Nature, das von Maurice Strong geschaffene Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der von Prinz Bernhard, Prinz Philip und Godfrey Rockefeller gegründete World Wildlife Fund.
Eine der Spezialitäten der Globalen Umweltfazilität sind „Schulden-gegen-Natur-Tauschgeschäfte“, bei denen Länder der Dritten Welt Schuldenerleichterungen erhalten, wenn sie im Gegenzug ihr Land für Umwelt-Entwicklungsprojekte öffnen. Die Projekte sind mit Transaktionskosten von bis zu 5 % verbunden, die an die Auftragnehmer gezahlt werden, die die Investitionen verwalten und lenken, nicht an die Einheimischen, die, wie die Ureinwohner der Insel Palawan, von ihrem Land vertrieben und praktisch von der Landkarte getilgt werden.
Aus dem Erdgipfel ging auch das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen hervor, das Gremium, dem der Weltklimarat (IPCC) seine Berichte vorlegt. Allgemein für neutrale, nichtstaatliche Gremien gehalten, die sich nur auf Wissenschaft und Belege stützen, sind UNFCCC und IPCC durch die Vorgaben gebunden, die Strong für sie festlegte, sodass sie nur zu einem Schluss kommen dürfen: dass die Menschheit am Klimawandel schuld ist.
Dr. Tim Ball: Als sie den Weltklimarat einrichteten, schrieb Maurice Strong, über den wir viel reden sollten, das Mandat, und der erste Punkt des Mandats war die Definition des Klimawandels, und die beschränkte er bewusst auf menschliche Ursachen des Klimawandels. Damit waren natürlich alle natürlichen Ursachen und die natürliche Schwankung praktisch ausgeschlossen, und deshalb sieht man, dass sie Dinge wie die Sonne und eine ganze Reihe anderer Fragen nicht betrachten. Dann beschränkte er es in einem weiteren Punkt des Mandats noch weiter, er teilte es in drei Arbeitsgruppen auf. Es gab die technische Gruppe, Arbeitsgruppe 1, die den wissenschaftlichen Bericht schrieb, und das waren 600 der 2.500 Leute. Die anderen 1.900 Leute waren in den Arbeitsgruppen 2 und 3. Die waren bedeutungslos, weil sie die Ergebnisse von Arbeitsgruppe 1 übernehmen mussten, die schon durch ihr Mandat eingeschränkt waren. Was auch immer deren Ergebnis war, die Arbeitsgruppen 2 und 3 sagten dann: „Gut, ihr sagt uns, es wird wärmer, das nehmen wir als Tatsache hin. Jetzt schauen wir uns die Folgen an“, und daher kommen all diese Geschichten, das Eis werde schmelzen, der Meeresspiegel werde steigen und so weiter.
In Wirklichkeit übernimmt also der Großteil des Berichts von 1.900 Wissenschaftlern ohne jede Frage das Ergebnis der ersten Gruppe. Strong schränkte es sogar noch mehr ein, denn dann sagten sie: „Seht her, dieser Bericht ist nicht für die Politik bestimmt“, richteten dann aber die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger ein, der völlige Widerspruch dazu. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger wird von einer ganz anderen Gruppe geschrieben, unabhängig vom wissenschaftlichen Bericht. Der wissenschaftliche Bericht ist fertig und wird beiseitegelegt. Die Zusammenfassung wird geschrieben und an die Medien gegeben, aber die Regeln, das Mandat, das Strong festlegte, sagten, dass die Zusammenfassung zurück an die Leute vom wissenschaftlichen Bericht geht, mit der Ansage: Sorgt dafür, dass euer wissenschaftlicher Bericht mit dem übereinstimmt, was wir in die Zusammenfassung geschrieben haben.
QUELLE: The IPCC Exposed
Ein weiteres Ergebnis des Erdgipfels in Rio war die Erd-Charta, ein quasi-religiöses Dokument, das Michail Gorbatschow, der den Text zusammen mit Maurice Strong mitverfasste, als Ersatz für die Zehn Gebote bezeichnete und das ein Zeitalter der Gaia-Verehrung und der globalen Verantwortung einläuten sollte. Nachdem es erklärt, „[g]rundlegende Veränderungen unserer Werte, Institutionen und Lebensweisen“ seien nötig, rät das Dokument, wir müssten eine Welt der „gemeinsamen Verantwortung“ für die „Erdgemeinschaft“ schaffen, und schließt dann:
„Um eine nachhaltige globale Gemeinschaft aufzubauen, müssen die Nationen der Welt ihr Bekenntnis zu den Vereinten Nationen erneuern, ihre Verpflichtungen aus bestehenden internationalen Abkommen erfüllen und die Umsetzung der Grundsätze der Erd-Charta durch ein international rechtsverbindliches Instrument zu Umwelt und Entwicklung unterstützen.“
Patrick Wood: Die Erd-Charta war letztlich eines der Nebenprodukte des ersten Erdgipfels. Ich habe die Erd-Charta im Anhang meines Buches Technocracy Rising: The Trojan Horse of Global Transformation abgedruckt, einfach damit die Leute mit eigenen Augen sehen können, was darin steht. Es war ein Dokument wie ein Pakt mit der Welt. Es war ein sehr religiöses, humanistisches Dokument, das versuchte, die Welt in einem einzigen Konzept der Globalisierung zu vereinen. Es war ein sehr klar umrissenes Dokument, das unterzeichnet wurde, die Vorgeschichte reicht weiter zurück, aber schließlich wurde es von fast allen Nationen bei den Vereinten Nationen unterzeichnet, und der Hauptautor der Erd-Charta war Steven Rockefeller. Die Rockefellers haben also früh verstanden: Nein, es geht nicht nur um das Wirtschaftssystem und nicht unbedingt nur um das System politischer Kontrolle, wir müssen auch einen religiösen Glauben einbeziehen, mit dem wir die Menschen dazu bringen, zu glauben, dass das, was wir tun, zu ihrem Besten ist.
Worauf die Öligarchen jahrzehntelang hingearbeitet hatten und was sie 1992 in Rio erreichten, war die vollendete Verwandlung der eugenischen Philosophie: vom Gerede über die „Sterilisation“ der „Schwachsinnigen“ zu einer verbreiteten Sicht der Menschheit als Krebsgeschwür, das entfernt werden muss, damit die Erde leben kann. Jetzt galt es als Pflicht, den „CO₂-Fußabdruck zu verringern“ und die Bevölkerung im Namen der „Rettung des Planeten“ zu verkleinern. Doch eingehüllt in dieses neue Vokabular und begleitet von einer modischen, allgegenwärtigen und gut finanzierten Werbekampagne, klang das Ergebnis der alten Eugenik bemerkenswert ähnlich.
Tucker Carlson: Eine neue Studie der Universität Lund in Schweden sagt, der allerbeste Weg, seinen CO₂-Fußabdruck zu verringern, falls man das will, sei einfach, sich nicht fortzupflanzen. Einige Menschen aus dem Dasein zu streichen, spare, so heißt es, weit mehr CO₂ als, was weiß ich, vegetarisch zu leben, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder nicht in ein Flugzeug zu steigen.
QUELLE: „Hört auf, Kinder zu bekommen“ – Tucker Carlson Tonight
Jennifer Ludden: Es gibt eine neue Studie, die sagt: Wenn wir die weltweite Geburtenrate um ein halbes Kind pro Frau senken, dann könnte man das vielleicht schaffen. Das würde viel bewirken. Es würde ein Fünftel bis ein Viertel aller Kohlenstoffemissionen einsparen, die nötig sind, um diesen Kipppunkt zu vermeiden.
QUELLE: NPR fragt: Sollten wir wegen der Erderwärmung weniger Kinder bekommen?
Bill Nye: Sollten wir also politische Maßnahmen haben, die Menschen in den Industrieländern dafür bestrafen, dass sie zusätzliche Kinder bekommen?
Gast: Ich finde, wir sollten es zumindest in Erwägung ziehen.
Nye: Nun, „zumindest in Erwägung ziehen“ heißt so viel wie: machen.
QUELLE: Bill Nye: Sollen Eltern in Industrieländern für „zusätzliche Kinder“ bestraft werden?
Reporter von Fox News: Im Kampf gegen die Erderwärmung sind Kinder laut manchen die neuen Schuldigen. Eine Denkfabrik in Großbritannien sagt, zu viele Kinder machten den Planeten schlechter. Große Familien, also eigentlich alles über zwei Kinder, sollten als Umweltsünde verpönt sein.
QUELLE: Endgame (2007)
Und ohne dass die Öffentlichkeit es auch nur bemerkte, konnten sich die Öligarchen in diese neue Flagge hüllen und erschienen nicht mehr als milliardenschwere Sprösslinge der Ölindustrie, die ihre riesigen Vermögen durch die Plünderung der Erde und die Monopolisierung ihres Reichtums gemacht hatten, sondern als engagierte Umweltschützer, die den Planeten vor dem „Kanonenfutter“ retten wollen, das „leider die Erde bevölkert“.
David Rockefeller: Die negativen Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf alle Ökosysteme unseres Planeten werden erschreckend deutlich.
QUELLE: David Rockefeller spricht über Bevölkerungskontrolle
Rex Tillerson: Wir sind also Mitglieder des IPCC gewesen, wir haben viele ihrer Papiere verfasst, wir haben alle ihre Papiere begutachtet. Wir sind also seit Jahrzehnten am Verständnis des Klimawandels und an der Entwicklung dieses Verständnisses beteiligt.
QUELLE: Rex Tillerson erklärt seine Haltung zum Klimawandel
Sprecher: Bei Saudi Aramco bemühen wir uns, die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeit ständig zu verringern, vom Ölbohrloch bis zum Verbraucher, und wir unterstützen die Oil and Gas Climate Initiative, die durch Zusammenarbeit bei Technologie und bewährten Verfahren ein Katalysator für praktisches Handeln beim Klimawandel sein will.
QUELLE: Saudi Aramco – Nachhaltige Produktion
Claudio Descalzi: Wir haben einen gemeinsamen Grund. Uns liegt die Umwelt am Herzen. Wir glauben, dass wir es gemeinsam besser machen können. Wir haben die Kompetenzen, wir haben die Kraft, wir haben die Werkzeuge, um auf diesem Gebiet Gutes zu tun.
Amin H. Nasser: Technologie, die mit diesem Investitionsfonds von 1 Milliarde Dollar entwickelt wird, wird uns langfristig helfen, die Emissionen zu senken.
Josu Jon Imaz: Wir wollen bei diesem Thema ein Ökosystem der Innovation aufbauen und zusammenarbeiten.
Patrick Pouyanné: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir pragmatische und konkrete Lösungen bieten.
QUELLE: OGCI investiert in innovative emissionsarme Technologien
Und selbst heute lassen sich die Massen, empört über die Verwüstungen, die das große Ölgeschäft angerichtet hat, ihre Empörung bereitwillig von genau den Öligarchen lenken, gegen die sie sich wenden wollen, denselben Öligarchen, die ihre Umweltbewegung im Stillen hinter den Kulissen finanzieren und unterstützen und sie sogar von vorne anführen.
Die Familie Rockefeller machte 2016 Schlagzeilen, als sie sich vollständig aus dem Öl zurückzog.
Sprecher: Die Rockefellers, Erben eines Ölvermögens, das den Familiennamen zum Symbol amerikanischen Reichtums machte, glauben, ihrem Namenspatron Ehre zu machen, indem sie aus dem Öl aussteigen. Fondsdirektor Stephen Heintz sprach in einer Erklärung voller Ehrfurcht über den Ölmagnaten John D. Rockefeller: „Wir sind ziemlich überzeugt, dass er, wenn er heute lebte, als kluger Geschäftsmann mit Blick in die Zukunft aus den fossilen Brennstoffen aussteigen und in saubere, erneuerbare Energie investieren würde.“
QUELLE: Rockefeller-Erben steigen aus dem Öl aus | Fortune
David de Rothschild ist eine der fotogenen Leitfiguren der Umweltbewegung. Wegen seiner Werbeaktionen und Fototermine, bei denen er sich als besorgter Umweltschützer inszeniert, „Plastik-Jesus“ genannt, hält David de Rothschild, Spross der milliardenschweren Bankiersfamilie, die ihr Vermögen mit ihren aserbaidschanischen Ölfeldern vermehrte und über Unternehmungen wie Genie Energy noch immer in Öl investiert, heute der Öffentlichkeit Vorträge darüber, wie ihr Lebensstil die Eisbären tötet.
David de Rothschild: Wir müssen schnell anfangen, Geld für die Lösungen auszugeben, die wir in der Hand haben, um diesen Ländern zu helfen, die die Folgen des Klimawandels schon heute sehen und im Grunde die Folgen unseres Konsums sehen.
QUELLE: Rothschild: Beim Klimawandel ist die Zeit des Redens vorbei
Prinz Charles äußert sich offen zur Erderwärmung und warnt seine treuen Untertanen, dass sie das Ende der Welt herbeiführen werden, wenn sie nicht den Gürtel enger schnallen und bescheidener leben.
Prinz Charles: Meine Damen und Herren, der Kampf gegen den Klimawandel ist gewiss die prägendste und entscheidendste Herausforderung unserer Zeit.
Wir dürfen die Symptome nicht ignorieren und sollten jetzt handeln, um die Gesundheit des Planeten wiederherzustellen, bevor es zu spät ist. Das wird natürlich einen beispiellosen Wandel unserer Gemeinschaften, der Wissenschaft, der Gesellschaften und Lebensweisen erfordern. Alles beruhend auf dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft.
QUELLE: Prinz Charles fordert Handeln gegen den Klimawandel, „bevor es zu spät ist“
Das Fundament für das, was diese Öligarchen die Zeit nach dem Kohlenstoff nennen, ist gelegt. Es geht nicht mehr um Öl. Es ging nie darum. Es geht um Kontrolle.
TEIL DREI: DIE AGENDA HEISST TECHNOKRATIE
M. King Hubbert: Dieser vollständige Zyklus für die Welt, damit Sie eine Zeitvorstellung bekommen: Bedenken Sie, das beginnt 1857, und hier waren wir vor etwa drei oder vier Jahren. Das waren die nachgewiesenen Reserven dieser Zeit, was sich ungefähr bis hierher summieren würde, und der geschätzte Höhepunkt läge um 1995, und dann geht es in den Rückgang. Diese mittleren 80 % verteilen sich wieder von den späten 60er Jahren bis etwas über 2020 hinaus. Ich habe hier etwa 56 Jahre errechnet. Das setzt eine geordnete Entwicklung voraus. Das heißt, ein Kind, das, sagen wir, in den letzten zehn Jahren geboren wurde, wird wahrscheinlich erleben, wie die Welt den Großteil ihres Öls verbraucht, wenn es ein normales Leben lebt.
QUELLE: Marion King Hubbert über die Erschöpfung des Weltöls (1976)
Heute kennt man Marion King Hubbert vor allem als den Forscher von Shell Oil, der in den 1950er Jahren mit der Vorhersage bekannt wurde, die USA würden bis 1970 ihre höchste Erdölförderung erreichen und fast alle Ölvorräte des Planeten würden bis 2020 erschöpft sein.
Diese Theorie vom „Ölfördermaximum“, „Peak Oil“, die manchmal noch „Hubbert-Kurve“ genannt wird, war wie alles, was das große Ölgeschäft hervorbrachte, eine praktischerweise erfundene Lüge, die den Markt an künstliche Knappheit gewöhnen und so die Ölpreise hoch halten sollte. Hubberts „Vorhersage“ beruhte nicht auf empirischen Daten irgendeines Ölfelds, sondern stützte sich auf Hubberts falsche Schätzungen der verbleibenden Ölreserven und verwendete ein heuristisches Werkzeug, um die Förderung zu modellieren.
Wie Hubberts Schützling und Kollege bei Shell Oil, Kenneth Deffeyes, Jahre später einräumte: „Die numerischen Methoden, mit denen Hubbert zu seiner Vorhersage kam, sind nicht glasklar. Heute, 44 Jahre später, vermute ich, dass Hubbert wie alle anderen zuerst zu seinem Schluss kam und dann nach Rohdaten und Methoden suchte, um seinen Schluss zu stützen.“
Kurz vor seinem Tod 1989 räumte Hubbert selbst ein, dass der Geschäftsführer von Shell, als er ihm sein Peak-Oil-Papier zeigte, bevor er es seinen Kollegen vorstellte, ihm gesagt habe, er solle es mit seinen Schätzungen der Ölreserven „nicht übertreiben“, und dabei ausdrücklich auf L.G. Weeks verwiesen habe, einen konkurrierenden Geophysiker, der die Reserven viel höher geschätzt hatte und damit die drohende Unterversorgung und die Notwendigkeit hoher Ölpreise viel schwächer.
Doch obwohl Hubbert heute fast nur noch für seine Peak-Oil-These in Erinnerung ist, war er in Wahrheit an einem viel größeren, lebenslangen Vorhaben beteiligt: Er half, eine Bewegung zu ordnen und zu organisieren, die, ganz ähnlich wie die Eugenik, vor fast einem Jahrhundert ungeheuer populär war, in der feinen Gesellschaft in Ungnade fiel und dennoch heute unter anderen Namen weiterlebt. Diese Bewegung hieß „Technokratie“.
Arvid Peterson: Hallo, ich bin Arvid Peterson, und dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Vorstellung der Technokratie, eines alternativen Gesellschaftssystems. Diese Sendungen sollen Sie weder unterhalten noch amüsieren, und sie sollen Ihnen auch keine Angst machen. Wir gehen einen neuen Weg. Er ist nicht politisch, nicht finanziell, nicht philosophisch, nicht juristisch, nicht religiös und nicht moralisch. Es ist ein technologischer Ansatz. Die Technokratie ist die wissenschaftliche Antwort auf Amerikas soziale Probleme, und Technokratie ist ein neuer, auf Wissenschaft gegründeter Entwurf für das Funktionieren der Gesellschaft. Sie ist das Mittel, mit dem wir in eine neue Ära besseren Lebens aufbrechen können.“
QUELLE: Technocracy, vollständige Präsentation
Die Technokratie stellte sich als soziale Bewegung dar, als Philosophie, als wissenschaftliche Lösung politischer und wirtschaftlicher Probleme und als neue Art, die Welt zu ordnen. Im Kern aber ist sie die Idee einer neuen internationalen Wirtschaftsordnung, die bis ins kleinste Detail von einigen wenigen Auserwählten entworfen und verwaltet werden soll: den „Technokraten“.
Patrick Wood: Technokratie wurde 1938 in ihrer eigenen Publikation The Technocrat’s Magazine sehr knapp definiert. Sie nennen sie ein System der wissenschaftlichen Steuerung der Gesellschaft. Sie sahen sich als Verschmelzung von Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft, was eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Sozialwissenschaft ist meiner Meinung nach keine echte Wissenschaft, aber sie glaubten das. Sie glaubten also, sie könnten ihre wissenschaftliche Methode aus den Naturwissenschaften auf die Gesellschaft anwenden. Sie glauben auch, dass allein sie die Gesellschaft richtig führen könnten. Weil die Technologie gekommen war und das Gefüge der Gesellschaft verändert hatte, hassten sie die Politiker, sie hassten das Establishment, die Organisation der Gesellschaft, wie sie ist, weil sie nicht effizient war, nicht, wenn man so will, auf die Schonung der Ressourcen ausgerichtet. Also nahmen sie es selbst in die Hand, das Wirtschaftsmodell zu bestimmen, das den Kapitalismus und das freie Unternehmertum ersetzen sollte, und genau das war es: ein Ersatz für das Wirtschaftssystem.
Gestützt auf Henri de Saint-Simons Ruf nach einem wissenschaftlich organisierten sozialistischen System, auf den Positivismus und säkularen Humanismus von Auguste Comte und die von Frederick Taylor verkündeten „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“, ging die technokratische Bewegung aus demselben Umfeld von Fortschrittsglauben, Positivismus und Sozialdarwinismus hervor, das auch die Eugenik hervorbrachte. So wie die Eugeniker glaubten, die menschliche Rasse ließe sich durch gezielte Züchtung verbessern, gesteuert und verwaltet von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern und ihren milliardenschweren Geldgebern, so glaubten auch die Technokraten, sie könnten die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Menschheit verbessern, indem sie die Gesellschaft steuerten und verwalteten. Und zum Glück für die Öligarchen wollten die Technokraten die Welt verbessern, indem sie das Geld durch Energiezertifikate ersetzten.
Angeführt vom exzentrischen „revolutionären“ Ökonomen und Soziologen Thorstein Veblen, zog die technokratische Bewegung, die sich um Veblens „New School for Social Research“ und die „Technical Alliance“ bildete, sowohl Ingenieure und ernsthafte Forscher wie King Hubbert und Buckminster Fuller an als auch andere Exzentriker wie Howard Scott.
Scott, ein „geheimnisvoller Mann“ unklarer Herkunft, ließ sich am Ende des Ersten Weltkriegs in New York nieder und galt bald als „Bohème-Ingenieur“. 1920 ging er als Forschungsdirektor zu den Wobblies, und im Jahr darauf gründete er die Technical Alliance, eine Gruppe von Ingenieuren und Wissenschaftlern rund um die Columbia University, die als Vorläuferin der Technokratie-Bewegung für eine von Wissenschaftlern und Ingenieuren geführte Gesellschaft eintrat.
1932 gelang es dem charismatischen und redegewandten Scott, sich an Walter Rautenstrauch zu hängen, einen Professor an der Columbia und Gründer des Instituts für Wirtschaftsingenieurwesen der Universität. Durch ihr gemeinsames Interesse an der Technokratie wurden die beiden Freunde und Verbündete. Über Rautenstrauch konnte Scott an den Präsidenten der Columbia, Nicholas Murray Butler, herantreten und um die Erlaubnis bitten, die Einrichtungen der Universität zu nutzen. Butler, immer auf der Suche nach der Speerspitze des Fortschritts, ließ sich von den technokratischen Ideen überzeugen, und bald arbeitete Scotts Committee on Technocracy im Keller der Hamilton Hall.
Als Butler durchblicken ließ, welche große neue Idee im Keller seiner Universität ausgeheckt wurde, wurde die Technokratie zur Sensation. Die Presse pries sie, Scott wurde ein gefragter Redner, und es gab sogar einen Tanz, der nach der Bewegung benannt war.
An der Columbia lernte Scott King Hubbert kennen, und die beiden, ein ungleiches Paar aus ernsthaftem Forscher und exzentrischem Revolutionär, verstanden sich sofort. Ihre gemeinsame Zeit an der Columbia sollte bald abrupt enden, doch ihre Verbindung hielt Jahrzehnte und half, Ideen hervorzubringen, die schließlich die Welt verändern sollten.
Patrick Wood: Richtig bekannt wurde die Technokratie, als sie an der Columbia war. Wir reden gleich darüber: Sie hielten sich dort nicht lange, denn wie sich herausstellte, war einer der Förderer der Technokratie, Howard Scott, ein Hochstapler. Er war so etwas wie der Hauptsprecher der Bewegung, und er hatte seinen Lebenslauf aufgeblasen, wie das leider heute so viele tun, er hat ihn aufgeblasen und im Grunde einfach über seine Vergangenheit und seine Ausbildung gelogen, und alle nahmen an, er habe einen Abschluss in irgendeinem höheren Ingenieurfach oder so, und er kannte alle Schlagworte, aber ein scharfsinniger Reporter recherchierte über ihn und sagte: „Ich finde nirgends, wo dieser Mann einen Abschluss gemacht hat“, und als die Columbia herausfand, dass der Mann ein Hochstapler war, da kam Butlers Ego ins Spiel, und er sagte: „Mann, diese Leute haben mich vorgeführt“, und so warf er sie alle raus. Einfach zack! Einfach hochkant rausgeworfen. Er sagte: „Raus aus meinem Gebäude!“, und sie gingen alle und zerstreuten sich. Die Technokraten, die an der Columbia blieben, und das waren einige, die damals Professoren an der Columbia waren, hielten einfach den Mund, gingen zurück an die Arbeit und dachten sich: Ich will meine Stelle behalten. Ich erwähne die Technokratie einfach nie wieder. Das hieß nicht, dass sie aufhörten, daran zu glauben, aber an der Columbia sprachen sie sehr, sehr lange nicht darüber.
In Ungnade gefallen, von der Columbia vertrieben, und mit dem Committee on Technocracy fast so schnell aufgelöst, wie es entstanden war, befand sich Scott auf einem persönlichen Tiefpunkt. Mittellos und von einer alten Schuld eingeholt, hatte er nur einen Menschen, auf den er sich verlassen konnte: M. King Hubbert.
Hubbert ließ Scott in seiner Wohnung in Greenwich Village wohnen und bezahlte aus eigener Tasche die Gründungsunterlagen für Technocracy, Inc., eine neue Mitgliederorganisation, die die Grundsätze der Technokratie weitertragen sollte. Der erste Schritt war natürlich, genau festzulegen, was diese Grundsätze waren.
Hubbert machte sich daran, den Technocracy Study Course zu schreiben, die Bibel der Technokratie-Bewegung. Darin entwarf Hubbert die Vision „eines Überflusses an physischem Reichtum im kontinentalen Maßstab zur Nutzung durch alle Bürger des Kontinents“, die, wie er warnte, „nur durch eine kontinentale technologische Kontrolle erreicht werden kann, eine Regierung der Funktion, ein Technat“.
Das technokratische System sollte um ein neues Geldmodell herum aufgebaut sein, eines, das nicht auf Dollar und Cent beruhte, sondern auf „Energiezertifikaten“, die den Netto-Energieverbrauch der Nation abbildeten. Diese Zertifikate sollten in Joule lauten und auf Grundlage eines Netto-Energiebudgets ausgegeben werden, das die regierenden Wissenschaftler des technokratischen Staates für angemessen hielten. Die Bürger sollten einen gleichen Anteil der Zertifikate der Nation erhalten und damit ihre Einkäufe bezahlen, und die Angaben über diese Einkäufe würden zur Auswertung an die zentrale Planungsstelle zurückgemeldet. Auf diese Weise könnten die Technokraten, mit den Worten eines Befürworters, „eine thermodynamisch ausgeglichene Last von Produktion und Konsum schaffen und so Arbeitslosigkeit, Schulden und soziale Ungerechtigkeit beseitigen“.
Im Technocracy Study Course legte Hubbert wie ein guter Technokrat genau fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, damit diese Vision Wirklichkeit werden könnte. Ihm zufolge würde die Technokratie Folgendes erfordern:
• dass sämtlicher Energieverbrauch und sämtliche Konsumausgaben im ganzen Land fortlaufend und unmittelbar berechnet und erfasst werden
• eine Bestandsaufnahme rund um die Uhr über sämtliche Produktion und sämtlichen Konsum
• ein vollständiges Register aller zum Verkauf stehenden Produkte, wo sie hergestellt wurden, wie viel Energie bei ihrer Herstellung verbraucht wurde und wo und wann sie verkauft wurden.
• und schließlich eine „gesonderte Erfassung des Verbrauchs jedes Einzelnen, dazu eine Akte und Beschreibung der Person.
Hubberts Vision war nicht nur die einer totalitären Gesellschaft, in der jedes Detail jeder Handlung erfasst und einer zentralen Stelle gemeldet wird; für die 1930er Jahre war die Vorstellung fortlaufend und unmittelbar aktualisierter Register über jedes Gut der Wirtschaft nicht nur kühn, sondern grenzte an Wahnsinn.
Dennoch waren die Amerikaner, die unter der Weltwirtschaftskrise litten, bereit, sich jede Idee anzuhören, die das bestehende System ersetzen könnte, das sie so offensichtlich im Stich gelassen hatte, wie abwegig sie auch sein mochte. Technocracy, Inc. gewann tatsächlich eine Anhängerschaft, die gegen Ende des Jahrzehnts auf Zehntausende anwuchs. Doch Scotts exzentrisches Gebaren, mit dem er die Mitglieder zwang, ihn in der Öffentlichkeit zu grüßen, und weitschweifige Radioansprachen hielt, führte schließlich zum langen, langsamen Bedeutungsverlust der Bewegung.
Hubbert sagte sich nie vom Konzept der Technokratie los, doch als er als Forscher zu Shell ging, gab er seinen Posten im Vorstand von Technocracy, Inc. auf und vermied es, die Organisation direkt zu erwähnen.
Die Technokraten hatten die Umrisse einer vollständig geordneten und kontrollierten Gesellschaft skizziert, in der Energie das grundlegende Wertmaß ist und jeder Konsum und jede Produktion von einer zentralen Stelle genau ausgewertet wird. Technocracy, Inc. gibt es bis heute, doch Sprache und Denken der Technokraten haben, wie bei der Eugenik, eine Verwandlung durchgemacht. Und ebenfalls wie bei der Eugenik ist der Name vielleicht in Vergessenheit geraten, doch die Idee lebt in den Händen der Öligarchen weiter.
Bill Turnbull: Würden Sie umweltfreundlicher leben, wenn Sie damit Geld verdienen könnten?
Kate Silverton: Das könnte möglich werden, wenn ein Regierungsvorschlag für persönliche CO₂-Emissionskontingente umgesetzt wird. Nach dem Plan bekäme jeder im Vereinigten Königreich ein jährliches CO₂-Kontingent zugeteilt.
Turnbull: Elektronisch gespeichert, wie eine Kundenkarte im Supermarkt, würden jedes Mal Punkte abgezogen, wenn wir nicht erneuerbare Energie kaufen oder verbrauchen. Zum Beispiel, wenn wir Strom für Haushaltsgeräte verbrauchen.
Silverton: Oder mit dem Flugzeug irgendwohin reisen.
Turnbull: Oder sogar Benzin für das Auto tanken an der [unverständlich].
Silverton: Übrige Punkte könnten dann an eine zentrale Bank zurückverkauft werden, sind Sie noch bei uns, und Leute, die mehr brauchen, etwa Autofahrer, die ihr Kontingent aufbrauchen, könnten dann für eine Aufstockung bezahlen.
QUELLE: BBC Breakfast: Vorschlag einer CO₂-Rationierungskarte, 20.07.2006
CO₂-Rationierung. CO₂-Handel. CO₂-Steuern. Emissionshandel mit Obergrenzen. So wie die Technokraten von einst eine neue Wirtschaftsordnung auf Grundlage der Energie entwarfen, regiert nach den Vorgaben von Wissenschaftlern und Ingenieuren, so entwirft auch diese moderne Form der Technokratie eine Wirtschaftsordnung, in der Energie von zwischenstaatlichen Gremien von Wissenschaftlern und der politischen Kaste, die um diese Einrichtungen herum entsteht, zugeteilt, bepreist und gehandelt wird.
Senator Jay Rockefeller: Die Umweltschutzbehörde ist keine leichtfertige Behörde. Sie wurde geschaffen, um die Kohlendioxid-Emissionen zu regulieren, und ich sage der Kohlevereinigung von West Virginia, die größtenteils nicht an die Klimawissenschaft glaubt, die nicht glaubt, dass es ein Klimaproblem gibt, ich sage ihnen seit einigen Jahren, dass das falsch ist. Meines Erachtens stimmt die Wissenschaft, die Wissenschaft stimmt eindeutig, und auf sie kommt künftig ein Preis für CO₂ zu. Ich habe das vor ein paar Monaten gesagt: Auf sie kommt künftig ein CO₂-Preis zu.
QUELLE: Senator Rockefeller verteidigt die EPA und die Klimawissenschaft
Al Gore: Aber ich glaube, dass der Emissionshandel mit Obergrenzen der unverzichtbare erste Schritt ist, auch weil er die einzige Grundlage ist, auf der wir uns ein wirklich globales Abkommen vorstellen können, denn eine weltweit vereinheitlichte Steuer ist sehr schwer vorstellbar.
QUELLE: Cap and Trade is a tax Dingell, Gore
Christiana Figueres: Eine CO₂-Steuer oder jede andere Art, einen CO₂-Preis festzulegen, ist wirtschaftlich gesehen tatsächlich der wirksamste und effizienteste Weg, okay? Man kann regulieren und alles Mögliche tun, aber nichts ist ein so starkes Marktsignal für den Privatsektor wie ein CO₂-Preis, ob als CO₂-Steuer oder als Emissionshandel mit Obergrenzen, wie Kalifornien es macht, oder irgendeine andere Maßnahme, die am Ende einen CO₂-Preis ergibt. Das ist das einfachste, sauberste und stärkste Signal. Wenn das also möglich ist, bin ich dabei.
QUELLE: Christiana Figueres: Unsere Klima-Herausforderung meistern – die Sicht der Vereinten Nationen
Diese Maßnahmen werden der Öffentlichkeit als Mittel verkauft, die großen Ölinteressen zu bestrafen, die das letzte Jahrhundert damit verbracht haben, die wichtigsten Rohstoffe der Welt zu monopolisieren und die Erde aus Profitgier zu plündern. Was die Öffentlichkeit nicht versteht, weil es bewusst verschleiert wurde: Genau diese Interessen waren es, die diese Programme überhaupt erst maßgeblich geschaffen haben.
Abgeordneter Steve Scalise: „Soweit ich weiß, war 1997, als Sie Vizepräsident waren, der Enron-Chef Ken Lay an Gesprächen mit Ihnen im Weißen Haus beteiligt, um diese Art von Politik, dieses Handelssystem zu entwickeln. Ist das richtig? Ist es falsch? Es wurde berichtet.
Al Gore: Ich weiß es nicht, aber ich habe mich mit Ken Lay getroffen, wie viele andere auch, bevor irgendjemand wusste, dass er ein Gauner war.
Scalise: Richtig. Und Sie sehen sicher, warum so viele von uns über diese Art von Emissionshandels-Energiesteuer besorgt sind, die die Energiewirtschaft dieses Landes buchstäblich umkrempeln würde.
Gore: Ich kannte ihn nicht gut genug, um ihn „Kenny-Boy“ zu nennen.
Scalise: Aber Sie kannten ihn gut genug, um dieses Handelssystem auszuhecken.
QUELLE: Al Gores Lügen vom Kongress entlarvt
Anfang der 1990er Jahre trieb Enron, das in Ungnade gefallene Energiehandelsunternehmen aus Texas, das sich als kompletter Betrug herausstellte, das 20 Milliarden Dollar schwere Emissionshandelsprogramm der EPA für Schwefeldioxid voran und wurde prompt größter Händler auf diesem Markt. Im Anschluss begann das Unternehmen unter Ken Lay, bei der Regierung Clinton und besonders bei Vizepräsident Al Gore dafür zu werben, einen ähnlichen Markt für Kohlendioxid zu schaffen. Enron spendete großzügig an Umweltgruppen wie The Nature Conservancy, deren Klimawandel-Projekt für Beschränkungen der CO₂-Emissionen eintrat, und stellte dann Christopher Horner ein, einen früheren Mitarbeiter des Umweltausschusses von Senator Joe Lieberman, um für einen internationalen Vertrag zu werben, der Emissionen beschränken und den Handel mit Emissionsrechten erlauben sollte.
Bei diesem Vorhaben schloss sich ihnen Goldman Sachs an, die berüchtigte Wall-Street-Investmentbank, heute bekannt für die Drehtür zwischen der Firma und dem US-Finanzministerium, die half, die Chicago Climate Exchange als erste nordamerikanische Plattform für den Emissionshandel aufzubauen. 2004 gründete Al Gore, der die letzten zwei Jahrzehnte für die Schaffung eines CO₂-Handelsmarkts geworben hat, zusammen mit David Blood, dem Chef von Goldman Sachs Asset Management, der seinen Posten bei Goldman aufgab, um mit Gore ins Geschäft zu gehen, Generation Investment Management, eine Vermögensverwaltung, die CO₂-Ausgleichszertifikate verkauft. Am Ende des Jahrzehnts wurde Gore bereits als Kandidat dafür gehandelt, der erste CO₂-Milliardär der Welt zu werden.
Gore selbst ist ein Öligarch. Sein Vater, Al Gore Sr., war ein enger Freund von Armand Hammer, dem Ölmagnaten hinter Occidental Petroleum. Nachdem er 1970 eine Senatswahl verloren hatte, arbeitete Gores Vater für 500.000 Dollar im Jahr bei Hammer für Occidental. Im Lauf seiner Laufbahn sammelte Gore Sr. Occidental-Aktien im Wert von Hunderttausenden Dollar an, die bei seinem Tod dem Testamentsvollstrecker zufielen: niemand anderem als seinem Sohn Al Gore. Damit endet die Verbindung zu Occidental nicht. Als auf dem Anwesen der Gores in Tennessee Zinkerz entdeckt wurde, kaufte Hammer das Land der Gores und verkaufte es ihnen mit einem Anspruch auf die Schürfrechte zurück, samt einer jährlichen Zahlung von 20.000 Dollar, die nach dem Tod seines Vaters ebenfalls an Gore ging. 2013 verdiente Gore 100 Millionen Dollar von der Regierung von Katar beim Verkauf seines Unternehmens „Current TV“ und war überrascht, als Reporter sich mehr für sein Ölgeld interessierten als für sein neues Buch über die Sache der Erderwärmung.
Doch Gores Geschichte ist nur ein Beispiel für ein größeres Phänomen. 2006 wurde die United States Climate Action Partnership gegründet, um einen „Aufruf zum Handeln“ zur Senkung der CO₂-Emissionen zu verfassen. Sie entwarf den Entwurf für gesetzgeberisches Handeln, der zur Grundlage des American Clean Energy and Security Act wurde, mit dem ein Emissionshandelssystem nach dem Vorbild des EU-Emissionshandels geschaffen werden sollte. Und die Mitglieder der US Climate Action Partnership? Ein Who’s who der Öligarchie, darunter BP, ConocoPhillips und General Motors.
CO₂-Steuern und CO₂-Handel lassen sich einer zunehmend misstrauischen Öffentlichkeit nur schwer verkaufen, doch mit dem Pariser Abkommen von 2015 erlebte die Welt den bisher größten Schritt hin zu dieser technokratischen Zukunft der Energiekontrolle und CO₂-Rationierung. Kein Wunder also, dass der Gipfel selbst vom großen Ölgeschäft gesponsert und prominent unterstützt wurde.
Erik Schatzker: Wie ist Ihre Position, und welche Botschaft würden Sie dem Präsidenten senden?
Bob Dudley: Nun, wir haben das Klimaabkommen von Paris klar unterstützt. Wir gehören zur Oil and Gas Climate Initiative, das sind zehn der großen Unternehmen der Welt, die an den nötigen Projekten und Technologien arbeiten. Ich glaube, wir alle wollen wissen, wie die Formel funktionieren wird, aber ich denke, der Gedanke von Paris muss allen präsent bleiben: Wir müssen die Welt auf kohlenstoffärmere Energieformen umstellen, und ich habe keinen Zweifel, dass das geschehen wird.
QUELLE: BP-Chef Dudley über den Ölmarkt und das Pariser Klimaabkommen
Gérard Mestrallet: Ja, ich denke, was in Paris geschehen ist, ist sehr, sehr wichtig, und wie Herr Ban Ki-moon gestern sagte, ist es nicht nur für den Planeten wichtig, nicht nur für uns Bürger, nicht nur für unsere Kinder, es ist wichtig für die Wirtschaft.
QUELLE: ECO:nomics: Die Rolle der Wirtschaft beim Pariser Abkommen
Doch Energie als neues „Wertmaß“ der Wirtschaft nach dem Kohlenstoff zu verwenden, ist nur ein Element der neotechnokratischen Vision.
Als Hubbert seinen Technocracy Study Course schrieb, machte er klar, dass die Technokratie nicht ohne eine Überwachung des gesamten Energieverbrauchs rund um die Uhr und einen ständigen Datenstrom über alle von der Gesellschaft produzierten und verbrauchten Güter verwirklicht werden könne. Doch während ein solches System in den 1930er Jahren wie ein wahnhaftes Hirngespinst gewirkt haben muss, wird es heute bereits umgesetzt.
Sprecher: Vielleicht haben Sie inzwischen den Begriff „Internet der Dinge“ gehört. Klingt interessant, aber was bedeutet das Internet der Dinge eigentlich? Das IoT ist eine Weiterentwicklung mobiler, häuslicher und eingebetteter Anwendungen, die mit dem Internet verbunden werden, mehr Rechenleistung erhalten und Datenanalyse nutzen, um aussagekräftige Informationen zu gewinnen. Milliarden Geräte werden mit dem Internet verbunden sein, und bald Hunderte Milliarden. Wenn sich verwandte Geräte miteinander verbinden, können sie zu einem intelligenten System aus Systemen werden, und wenn diese intelligenten Geräte und Systeme Daten über die Cloud teilen und auswerten, können sie unsere Unternehmen, unser Leben und unsere Welt auf unzählige Weisen verändern.
QUELLE: Das Internet der Dinge einfach erklärt
Reporter: Dieses Kaufhaus in Bundang hat eine neue Art des Einkaufens eingeführt. Mit seinem „Smart Shopper“-System nehmen Kunden einen kleinen Scanner und markieren den Artikel, den sie kaufen wollen. Das erspart die Mühe, schwere Artikel im Einkaufskorb zu tragen, ganz zu schweigen von der Mühe, sie nach Hause zu bringen. Nachdem man die Artikel an einem Automaten bezahlt hat, wird die Ware direkt nach Hause geliefert.
Kundin (übersetzt): Früher musste ich an der Kasse lange anstehen, aber jetzt kann ich mit dem Smart-Shopper-System bezahlen. Das ist wirklich sehr bequem.
Reporter: Abgesehen von der Bequemlichkeit für die Kunden hilft das System den Geschäften auch, Daten über die Einkaufsgewohnheiten ihrer Kunden zu sammeln.
QUELLE: Neue intelligente Technologien verändern unseren Alltag
Alice Bravo: Warum eine intelligente Stadt schaffen? Nun, intelligente Städte gehen besser auf die Bürger ein und helfen, die Umweltbelastung zu verringern.
Michael Liu: Sie sind kostengünstiger und sicherer.
Carlos Gimenez: Intelligente Städte machen die Menschen glücklicher und enger verbunden mit ihrer Gemeinschaft.
QUELLE: AT&T Smart Cities
Sprecher: Heute leben mehr Menschen in Städten als je zuvor, und das aus gutem Grund. Sie sind Zentren des Handels, der Innovation, der Kultur und der Chancen. Daher sind sie komplexe Gebilde aus vielen verschiedenen, miteinander verbundenen Systemen. Während immer mehr Menschen in die Städte strömen und diese Systeme belasten, hilft den Städten eine wichtige Veränderung, diese Herausforderung zu bewältigen: die Zunahme an Daten. Städte werden immer stärker mit Messtechnik ausgestattet. Sensoren, die das Erfassen aller möglichen Daten erlauben, werden in die städtischen Systeme eingebaut und liefern wichtige Informationen über die Abläufe in der Stadt. Sensoren an einer Brücke übermitteln Daten über ihren baulichen Zustand. Eine Kamera an einer Schnellstraße meldet den Verkehrsfluss, und digitale Zähler erfassen Wasser- und Energieverbrauch in Echtzeit. Mobile und soziale Kanäle ermöglichen es Kommunalverwaltungen und Bürgern, miteinander zu kommunizieren, und schaffen so eine weitere Quelle nützlicher Daten. Fortgeschrittene Analysen können jetzt in diesen riesigen Datenmengen leicht Trends und Muster erkennen. Informationen lassen sich über Übersichtstafeln, Visualisierungen und Warnmeldungen zusammenführen, sammeln und teilen, um Verständnis und Zusammenarbeit über Systeme, Behörden und Gruppen hinweg zu erleichtern.
QUELLE: So funktioniert es: Intelligentere Städte
Sprecher: Das intelligente Haus kommuniziert mit dem Stromnetz und ermöglicht es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch zu steuern. Indem sie den Stromverbrauch der Haushalte über einen intelligenten Zähler häufiger messen, können die Versorger ihren Kunden viel bessere Informationen geben, um ihre Stromrechnung zu steuern. Im intelligenten Haus verbindet ein Heimnetz, ein Home Area Network oder HAN, intelligente Geräte, Thermostate und andere elektrische Geräte mit einem Energiemanagementsystem.
QUELLE: Was ist das intelligente Stromnetz?
Josh Del Sol: Mit den intelligenten Zählern werden sie genau sagen können, was in Ihrem Haus vor sich geht, bis auf die Mikrosekunde, auf Grundlage einer Kommunikation rund um die Uhr mit all Ihren Geräten. Was auch heißt, dass künftig, wenn das vollständig durchkommt und es keinen öffentlichen Widerstand gibt, alle Ihre Geräte einen Funksender brauchen und nach irgendeinem „Smart-Programm“ zertifiziert sein müssen.
Das bedeutet also nicht nur, wenn wir die Gesundheitsfrage für einen Moment beiseitelassen, dass Ihr intelligenter Zähler im Durchschnitt 13.000 Mikrowellenimpulse pro Tag aussendet, sondern dass jedes Ihrer Geräte dasselbe tun wird, weil es mit dem intelligenten Zähler kommunizieren muss. Das ist also eine ernste Sorge, und darauf kommen wir etwas später. Aber was die Privatsphäre betrifft, um gleich einzusteigen: Der damalige CIA-Direktor David Petraeus wurde mit den Worten zitiert: „Wir werden intelligente Geräte benutzen, um Sie auszuspionieren“, und er sagt es ganz offen. Es ist, als ob wir jetzt an einem Punkt sind, James, und ich bin sicher, Sie sehen das auch, dass sie immer unverhohlener auftreten. Es ist wie eine geballte Macht der Kontrolleure, und die sagen: „Das werden wir tun, und was wollt ihr dagegen machen?“ Sie fordern uns also fast heraus, wie ein Rüpel auf dem Schulhof: „Was wollt ihr dagegen machen?“
QUELLE: Corbett Report Radio 230 – Take Back Your Power with Josh Del Sol
Wieder einmal sollen wir glauben, dass die mächtigen Konzerninteressen, die diese Technologien abgestimmt einführen, dies zum Wohl der Öffentlichkeit tun. Dass diese Technologie helfen soll, die Erde zu retten. Und wieder einmal werden wir hinters Licht geführt.
Bei der technokratischen Agenda geht es nicht darum, die Erde zu retten. Es geht nicht darum, der Öffentlichkeit zu helfen. Es geht nicht einmal ums Geldverdienen. Es geht um die vollständige Kontrolle über jeden Aspekt unseres täglichen Lebens.
Patrick Wood: Es gibt zwei Ebenen … So wie ich die Technokratie sehe, laufen zwei Ebenen gleichzeitig. Da ist die operative Seite, bei der es um Dinge wie das intelligente Stromnetz geht. Um Dinge wie verschiedene technokratische Neuerungen, Überwachung und andere große Reizthemen der Technokratie. Das sind operative Fragen. Aus strategischer Sicht, und auf dieser Ebene bewegen sich Leute vom Schlag der Rockefellers, sieht man anders, wohin das führt. Auf der operativen Ebene führt es zu einer wissenschaftlichen Diktatur, und man muss heute wirklich kein Visionär mehr sein, um das zu erkennen. Wirklich nicht. Es ist da.
Aber auf strategischer Ebene geschieht Folgendes: Auf dem ganzen Planeten läuft ein gewaltiger Griff nach den Ressourcen. Und wenn ich Griff nach den Ressourcen sage, müssen Sie sich in die Lage der Rockefellers versetzen, der Bankiers, der Rothschilds oder wer auch immer, und fragen: „Was macht man, wenn das Geld ausgeht? Was macht man? Wenn man allen Wert, den man herausholen kann, aus den Geldsystemen gesaugt hat, die man geschaffen hat, was bleibt dann?“
Sie und ich denken über so etwas nicht nach, weil wir nicht so viel Geld haben, aber diese Leute an der Spitze, besonders die Bankiers, liegen sicher nachts wach und denken: „Was kommt nach dem Geld? Was kommt nach dem Geld?“ Die Familie Rockefeller war schon immer eine rohstofforientierte Familie. Darum ging es beim Öl ja überhaupt. Es war ein Rohstoff, und sie verstanden, dass Energie der wichtigste Faktor der Welt sein würde, wichtiger als jede andere Art von Rohstoff. Das haben sie verstanden, und deshalb wollten sie ein Monopol über die Energie schaffen.
Heute, da das Geld ausgesaugt ist, bleibt nur noch, nach den Ressourcen selbst zu greifen, und genau darum geht es bei der nachhaltigen Entwicklung. Es geht darum, die Ressourcen der Welt Ihnen und mir wegzunehmen, privaten Unternehmen wegzunehmen, die nicht zur Clique gehören, wenn man so will, und sie in ein globales Gemeingut-Treuhandvermögen zu überführen, das sie zu ihrem eigenen Nutzen verwalten. Das ist eigentlich nichts anderes als ein neuer Feudalismus, in dem die Ressourcen wenigen gehören und alle anderen mit diesen Ressourcen nur nach deren Belieben und Ermessen wirtschaften dürfen.
Die Technokraten und Funktionäre dieser Agenda, wie Hubbert und seine Kollegen von Technocracy, Inc., brachten diese Idee voran, weil sie glaubten, sie, die Technokraten und Ingenieure, könnten die Probleme der Welt lösen. Doch die Öligarchen und Bankiers, die ihre Ideen mit ihrem Geld ins Leben riefen, taten das, weil es ihnen helfen würde, die Herrscher eines so vollkommen gebauten Systems zu werden, dass sich kein Rohstoff, keine Ware und kein Mensch ihrer Kontrolle entziehen könnte.
Und jetzt, im 21. Jahrhundert, rückt diese technokratische Vision ins Blickfeld. Und ihr hilft eine Öffentlichkeit, die glaubt, die Zukunft nach dem Kohlenstoff bedeute das Ende der Öligarchie. Sie könnte nicht falscher liegen.
SCHLUSS
Öl. Es ging nie um Öl. Es ging um Kontrolle. Kontrolle über Energie, Produktion und Konsum. Kontrolle über die Ressourcen der Welt. Kontrolle über die Bevölkerung. Kontrolle über die Menschheit selbst.
Joe Plummer: Alles andere, was die Elite vorbringt, ist nichts als ein Vorwand für das, worauf sie von Anfang an aus war. Wie ich in Tragedy and Hope 101 darlege, bespreche ich diese Vorstellung, dass die Elite danach strebt, über alle bewohnbaren Teile der Welt zu herrschen, und sie will sich das nicht sichern, nur damit es ihr dann wieder genommen wird. Also denken sie sich Vorwände aus, die sie sowohl der Öffentlichkeit als auch der Verwaltungsschicht verkaufen können und die rechtfertigen, was sie zu tun versuchen, was sie tun müssen. Ob es also die Hysterie um die Erderwärmung ist oder die Technokratie, ob die Agenda 2030 oder die Eugenik: Es gibt einen roten Faden, der sich durch all das zieht, und dieser rote Faden ist der Wunsch, Zwangsgewalt zu bündeln und auszuüben. Im Fall der Eugenik ist es der Wunsch, die höchste Macht zu bündeln und auszuüben, nämlich die Macht darüber, wer letztlich leben oder sterben wird, wer von nun an im Genpool existieren darf.
Das Bild ist düster, und es wird noch düsterer dadurch, dass so viele zu dem Glauben verleitet wurden, die eigentliche Agenda der Öligarchen, eine Agenda technokratischer Kontrolle, der Detailsteuerung unseres täglichen Lebens und letztlich der Entfernung des „Kanonenfutters“ aus dem Genpool, liege in Wahrheit in ihrem eigenen Interesse.
Die Öligarchen, geschützt hinter ihrer Nebelwand aus „nachhaltiger Entwicklung“ und Wirtschaft „nach dem Kohlenstoff“, sind ihrem wahren Ziel der totalen Kontrolle näher als je zuvor.
Doch wenn die Menschen zugrunde gehen, weil sie diese Agenda nicht kennen, dann ist Verstehen der erste Schritt zur Lösung.
Patrick Wood: Es ist schwer, einen Feind zu bekämpfen, den man nicht erkennt oder nicht sehen kann. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem der heutigen Welt: Die Menschen haben überhaupt keinen Einblick in diese Frage. Sie haben ihre Spuren so gut verwischt, dass niemand sie sehen kann. Wie kann man einen Feind bekämpfen, den man nicht kennt? Ich glaube, der berühmte chinesische General Sunzi hat das schon vor Hunderten von Jahren gesagt. Man kann keinen Feind bekämpfen, den man nicht kennt. Zuerst müssen wir erkennen, wer der Feind ist.
Richard A. Grove: Nun, das große Ölgeschäft hat die Welt erobert, weil die Monopolisierung aller Ressourcen auf dem Planeten das Ziel ist, und um zu diesem Ziel zu kommen, muss man die Energie der Menschen auf dem ganzen Planeten monopolisieren. Aber man muss auch die Nahrung kontrollieren, die eigentliche Energie der Menschen, deren Energie man kontrollieren will. Wenn man diese beiden Bereiche kontrolliert, die Grüne Revolution und die Gen-Revolution, dann kann man den ganzen Planeten kontrollieren, jede Ressource darauf, und die Freiheit für den Rest der Geschichte im Grunde auslöschen.
Wie das große Ölgeschäft die Welt eroberte wurde also schon in einem Film behandelt. Warum das große Ölgeschäft die Welt eroberte, hat mit der Vielschichtigkeit der Kontrolle von Bevölkerungen zu tun, nicht wegen des Geldes, denn das sind die Leute, die Geld aus dem Nichts drucken und uns dafür bezahlen lassen. Es ist also eigentlich eine Studie über Macht. Warum also wollten sie uns anderen das antun? Weil sie es konnten und weil wir es bisher geduldet und nicht genug Widerstand geleistet haben, um es zu stoppen. Da stehen wir heute. Wir informieren uns über die Geschichte, damit wir tatsächlich unseren Kurs für die Zukunft abstecken, einen Weg planen und wirklich an einen Ort gelangen können, der geistiger Freiheit, körperlicher Freiheit und Gerechtigkeit für alle nahekommt.
Das große Ölgeschäft. Die große Pharmaindustrie. Die Grüne Revolution. Gentechnik. Eugenik. Die Umweltbewegung. Technokratie. Nicht einer von tausend Menschen kann die geschichtliche Entwicklung dieser Ideen im Einzelnen darlegen, oder die Menschen und die Agenda, die sie verbinden. Doch wenn Sie diese Dokumentation gesehen haben, sind Sie jetzt dieser eine von tausend. Die Frage ist: „Was werden Sie mit diesem Wissen anfangen?“
Während das Streben der Öligarchen nach totaler Kontrolle sichtbar wird, fällt es schwer, sich daran zu erinnern, dass alles vor anderthalb Jahrhunderten mit „Teufels-Bill“ Rockefeller begann, einem kleinen Schlangenöl-Verkäufer, der immer auf der Flucht vor der letzten Gruppe von Opfern war, die er hereingelegt hatte. In gewisser Weise hat sich nichts geändert außer dem Ausmaß des Schwindels und der Zahl der Opfer, die auf die Masche hereingefallen sind. Doch jetzt, da Sie das Schlangenöl kennen, das der Öffentlichkeit eingeflößt wird, bleibt nur eine Frage, auf die es ankommt: Werden Sie es trinken?
INTRODUCTION
At the dawn of the 20th century, a new international order was emerging. One founded on oil. And by the end of the 20th century, that order was firmly established. Heating. Transportation. Industrial power. Plastic manufacturing. Pharmaceuticals. There is no facet of modern life that is not, one way or another, dependent on oil.
But the rulers of this oiligarchy — the Rockefellers at Standard Oil, the British royals at BP, the Dutch royals and the Rothschilds at Royal Dutch Shell — were not content with mere financial domination. The power that came with their near-total monopoly on the world’s most important commodity was enormous, and they had no qualms about using that power to re-make the world in their image.
As we saw in How Big Oil Conquered the World, the impact of the oiligarchs has been breathtaking. From the education system to the medical profession, from the “Green Revolution” to the “Gene Revolution,” from World War to the Gulf War, oil money has been used to shape every aspect of the world we live in. With the rise of the petrodollar in the 1970s, even the international monetary system itself rests on oil.
But now, in the 21st century, it seems that the old order, the oil order, is finally coming to an end.
Amy Goodman: We begin looking at a new milestone in the growing campaign for divestment from the gas, oil and coal companies that are fueling climate change. May Boeve, Executive Director of 350.org, made the announcement just before our broadcast today.
May Boeve: Today we’re announcing that as of today total divestment commitments have passed the $3.4 trillion mark. That’s $3.4 trillion of assets under management now fossil free.
SOURCE: Is Oil & Gas the New Tobacco? Fossil Fuel Divestment Movement Reaches New Milestone – Democracy Now!
Robert Dudley: In the oil and gas sector, we recognize the contribution of our activities and products to greenhouse gas emissions. Which is why the OGCI [Oil and Gas Climate Initiative] was setup.
SOURCE: OCGI invests in innovative low emissions technologies
Narrator #1: What began as a movement on US college campuses has reached the skyscrapers of high-finance.
Narrator #2: Globally nearly 200 institutions and thousands of individuals have moved a total of $50 billion in assets away from fossil fuels.
Divestment Activist: If we take our money, put it into renewable like solar panels, the world could be such a better place.
SOURCE: Global Divestment Day 2015
The masses, having identified the oiligarchs and their destructive grip on the planet, see Big Oil waning and have begun to celebrate. To them, the promise of a post-carbon future represents the end of the oiligarchy.
What many do not realize, however, is that the oil order was never about oil. The oiligarchs did not care about oil but control. And, having long outgrown their financial dependence on the commodity that brought them their power and riches, they are at the forefront of this push for the post-carbon era.
Now, the oiligarchs are seeking to bring in a new international order. One in which their control is consolidated, their plan complete, their power unquestionable. One in which every aspect of human life, from energy to money to the very genome itself, is precisely ordered and technologically controlled.
This is the story of what the oiligarchs really desire, and how they plan to achieve it.
PART ONE: THE RISE OF EUGENICS
DHAKA, 1963
It’s a day much like any other in Dhaka. The streets are crowded, dirty, squalid, smelly, and absolutely swarming with people. Lying in the streets. Coiled in the gutters. Into that swarm of people steps a most unlikely figure. Wearing his drip-dry suit and hugging his briefcase, he sticks out from the crowd. Surveying the scene, he shakes his head ever so slightly before remarking, half to himself and half to his traveling companion, “Well, that’s the problem, isn’t it?”
It’s a scene that has played itself out many times: a Western tourist overwhelmed by the bustling crowds of the Indian subcontinent. But this was no mere tourist passing time on his holiday. This was John D. Rockefeller III, grandson of oil baron John D. Rockefeller. And, armed with the unimaginable wealth, power and influence that his family name bestowed on him, he was on a mission to do something about the “problem” of overpopulation.
Rockefeller approached that mission as a representative of the Population Council, a group that he himself had founded to address the “problem” in Dhaka and elsewhere. On its surface, the Population Council was a straightforward organization with a straightforward task: to support medical and scientific research into the question of the growing human population. But the dark history of the Council and its guiding philosophy reveal Rockefeller’s true interest in this “problem” and its ultimate “solution.”
John D. Rockefeller III — or JDR3, as he was known to the constellation of researchers, businessmen, politicians, diplomats and royals in the orbit of the Rockefeller family — had decided early on how to make proper use of the formidable money and power at his disposal: by controlling the population of the planet. In 1934, the then-28-year-old JDR3 had written a letter to his father, John D. Rockefeller, Jr., about the Rockefeller Foundation’s research into “birth control and related questions,” declaring, “I have come pretty definitely to the conclusion that it is the field in which I will be interested, for the present at least, to concentrate my own giving.”
JDR3 was nothing if not a man of his word. After commissioning a Rockefeller Foundation fact-finding mission to Asia to report on the threat of the growing Third World population, he organized a conference of the top medical and demographic researchers of the era to discuss — as the very title of the meeting termed it — “population problems.” From that meeting emerged the idea for an organization, the Population Council, to guide the development of the burgeoning field of population and fertility research. JDR3 personally donated $1.35 million of his own money to found the Council and provide its initial operating expenses.
Like his father and grandfather before him, Rockefeller had learned to use philanthropy and largesse as a mask for his true intention: control. But that mask slipped when he penned a draft of the Council’s charter revealing the organization’s true purpose. The Council, according to JDR3, would “promote research and apply existing knowledge to help develop such changes in the attitudes, habits and environmental pressures affecting the life of human beings so that within every social and economic grouping parents who are above the average in intelligence, quality of personality and affection will tend to have larger than average families.”
Thomas Parran, the former Surgeon General of the United States and Council co-founder, warned against including such a blunt admission in the Council’s mission statement. “Such questions arise as the following,” he warned. “Who is to determine the ‘parents who are above average in…affection?’ […] Also, who would decide the persons having better than average personality? Frankly, the implications of this, while I know they were intended to have a eugenic implication, could readily be misunderstood as a Nazi master race philosophy. I have, therefore, recast this paragraph.”
The line was dropped from the final version of the charter.
In truth, however, that sentence had not been written by JDR3 himself. Instead, it had been copied word for word from the back cover of Eugenical News, the central publication of the American eugenics movement. This was no mere accident. Frederick Osborne, one of the co-founders of the Council and its first president after Rockefeller stepped down in 1957, was also the president of the American Eugenics Society. When the Population Council was founded, both Osborne and the American Eugenics Society he directed formally moved its operations into the Council’s New York office, with the eugenics society now taking its funding directly from Rockefeller’s Population Council grant. The Population Council was the Eugenics Society under another name.
Eugenics. This was the guiding vision of JDR3 and the Rockefeller family’s “philanthropy.” A vision that cast the Rockefellers and their fellow oiligarchs as superior families, fit, by very virtue of their wealth and success, to guide the course of world events. The power to determine who was fit to breed and who was too poor to pass on their genes.
Joe Plummer: Eugenics is basically a movement among the elite to eradicate what they deem the inferior classes, and that’s the inferior social classes, racial classes, ethnic classes. More or less everyone who isn’t up to their standards. And after eradicating those classes, what they aim to do is genetically engineer themselves to such a high level that the remaining population that they permit to exist beneath them will never have the power to overthrow them, essentially. The end of history.
So, the term itself was coined by Galton and it essentially means “well-born.” The idea is kind of a mix of a bunch of ideas that were circulating around the 1850s. So if you go back to, say, Mendel, Mendel was studying hereditary characteristics in pea plants. And he was able to determine that certain characteristics were being passed on and that these things could be determined and essentially predicted.
And almost at the same time, now you have Spencer, who was talking about the “survival of the fittest,” with the same kind of idea, the same thread running through there. That there are genetic characteristics that exist that would make one species, one plant or animal more fit than another, and more capable of surviving.
Also, of course, you had Darwin. Darwin’s work at the time, Origin of Species, kind of maps this process by which genetic material is passed along and, you know, evolution results through this process.
So Galton is essentially taking all of these ideas, and he was kind of known for observing and identifying patterns. And what he essentially did was [he] started to come up with this idea that through studying human characteristics they could, if they chose to, breed superior human beings.
Obsessed with breeding and family heredity, the eugenicists believed that it was not merely physical characteristics like weight or height that were determined by one’s family line, but social characteristics, like intelligence or conscientiousness or even criminality. If you are poor, it’s because you come from poor stock. If you’re criminal, it’s because your family line is criminal. And if you’re a Rockefeller or a Rothschild or a royal, you are rich and successful because your family was destined for fortune and success.
The pseudoscientific trappings of the 19th century eugenic philosophy may have been new, but in fact the idea is as old as human civilization itself. People have always been taught to believe that their rulers are special, a class apart, members of a family specially chosen to rule over the masses. Whether literal descendants of the gods, like the Pharoahs of Egypt or the Emperors of Japan, or members of families specially chosen by god to reign over their kingdoms, like the monarchs of Europe, the right to rule over others was something passed down through family trees. The commoners, meanwhile, knew their place; not being born of royal blood, they entered the world as serfs, worked the land for the benefit of the noble class, and, if they were lucky, had children of their own to repeat the cycle for another generation.
But the breakdown of medieval feudalism gave rise to a newly-wealthy merchant class. The development of the scientific method challenged centuries of religious dogma. The spread of Enlightenment philosophy to the toppling of monarchs and the rise of democracy. And the industrial revolution paved the way for the rise of the robber barons and the creation of vast new family fortunes.
By the late 19th century, as the oiligarchs in America and Europe began to consolidate their wealth, a new justification for elite rule of society was needed. One that discarded outdated appeals to supernatural order and seemed to rest on a bedrock of science. An idea that could explain how nouveau riche upstarts like the Rockefellers and Rothschilds had risen to positions of prominence in society alongside the old royal dynasties of Europe.
Eugenics fit the bill perfectly. The answer was in their genes.
Richard Grove: Well, I think this eugenic idea that comes about from “survival of the fittest” almost gives a scientific excuse for some of the most inhumane and horrific actions that have ever been journeyed by humanity and then manifested. So the idea of controlling people through controlling reproduction, reproductive capability and access to mates and stuff like this is an idea that’s thousands of years old.
So eugenics […] came around in a strong form in the late 1800s, where you’ve got people like the Darwins, the Wedgwoods and the Huxleys — specifically Thomas H. Huxley, known as “Darwin’s bulldog.” So these ideas of eugenics really take on a new life of their own at the end of the 1800s, and coming into the 1900s, these ideas were embraced by the same families that were these robber barons that were being funded by [the] Rothschild banking network, also the Fabian socialist society, which again had a lot of the same movers and shakers as these people who were higher-ups in the British empire.
So […] it reared its head in the 1920s and 1930s in these forced sterilization campaigns, where if they thought you had a low IQ or if you had some congenital disease that would be passed on, then you didn’t have the right to marry and have children.
Eugenics, of course, was pseudoscience. When Galton and his fellow travelers began developing the theory, the identification of the actual mechanism of heredity, including genes and DNA, was nearly 100 years away. Instead, they used catch-all terms with no definition — like “feeble-mindedness” to diagnose poverty or criminality, claiming it was caused by “defective germ plasm.” They used phrenology to try to determine the physical expression of alcoholism or low intelligence. Even the most famous works of the eugenics era, like Henry Goddard’s study of the Kallikak family, were roundly discredited and even repudiated by their authors.
Joe Plummer: So it’s 100% pseudo-scientific. It’s absolutely arbitrary, the characteristics that they’re looking for. Something like feeble-mindedness is something that is not only not scientific, it can essentially be described in any way by the person observing wants it to be described. So feeble-minded could mean that maybe you stutter so then you’re feeble-minded maybe, or you’re shy so you’re feeble-minded. Maybe they just don’t like the way you act so you’re feeble-minded.
But the idea was an infectious one. Like all the most enticing pseudoscience, it explained so much with so little effort. It appealed to the vanity of the researchers, usually hailing from successful and wealthy families themselves. And it gave an excuse for social engineering on a scale never before dreamed of.
When eugenics crossed the Atlantic, spreading from the rarefied British countryside of Galton and his cohorts to the rocky shores of America, it hit ambitious young researchers like Charles Davenport with hurricane force. A Harvard-trained zoologist who had grown up in a strict, puritanical family of New England Congregationalists, Davenport’s authoritarian father was obsessed with genealogy, tracing the family tree all the way back to his Anglo-Saxon forebears in 1086. When the younger Davenport discovered Galton’s writing while working at a biological laboratory on Long Island, he found his purpose in life. As he later told the American Breeders Association, which became an important ally in his eugenicist cause: “Society must protect itself; as it claims the right to deprive the murderer of his life, so also it may annihilate the hideous serpent of hopelessly vicious protoplasm.”
With the proselytizing fervour of a religious convert, Davenport concocted an ambitious idea for furthering the eugenic cause: the creation of a Eugenics Record Office to register the genetic background of every single man, woman and child in America (and, eventually, the world), so that every person could be categorized by their family line and assigned a genetic rating. Once completed, those with the lowest eugenic value could be eliminated from the gene pool.
Joe Plummer: So the idea of eugenics makes it way to America, lands in the lap of Charles Davenport, who approaches the Carnegie Institute for funding and on the Cold Spring Harbor Laboratory they set up essentially an institute to study eugenics, and this eventually evolves with some Harriman money into the Eugenics Records Office. So between this initial institute that’s set up at Cold Spring Harbor and then the Eugenics Record Office, which is also added to that, you’re talking about millions and millions and millions of dollars of funding that’s put forward to go out and investigate and find the inferior “germ-plasm” — that’s how it’s often described.
The Rockefeller Foundation’s initial contribution to the Eugenics Record Office, a mere $21,650, was a small sum, but it came with clear benefits: not only the institutional infrastructure and the personnel of the Foundation and the prestige of the Rockefeller name itself, but the promise of increased support as the work advanced. And as always, the Rockefellers were true to their word.
Rockefeller Foundation researchers like William Welch, the founding director of the Rockefeller Institute for Medical Research, sat on the ERO’s board and helped direct its activities. The Rockefellers also provided funds for specific research, like a $10,000 grant to survey New York’s Nassau County for the eugenically unfit. And it created sister organizations like the Bureau of Social Hygiene, which cross-pollinated research and researchers with Davenport’s own laboratory.
John D. Rockefeller, Jr. especially showed an interest in Davenport’s work right from the start. They kept up a regular correspondence on a number of eugenics issues. In January 1912, when a plan to institutionalize “mentally deficient” female convicts to stop them from having children was floated, the young Rockefeller heir wrote to Davenport for his thoughts on the scheme. For his part, Junior declared that “this plan seems to me an immensely important one. It points out a scientific way of escape from the evils which our courts are intended to correct but in reality only increase.” After Davenport responded that the plan would only work if it included a eugenical screening of the convicts, Junior contributed $200,000 to found just such an institute. The Institute of Criminology in New York was administered by Rockefeller’s own Bureau of Social Hygiene and staffed by workers trained at the Eugenics Record Office.
Fueled by the support of America’s rich and powerful, the field of eugenics transformed from the quaint hobbyhorse of a few mad scientists into the social cause of an entire generation. Economists, politicians, authors, activists — by the 1920s, everyone who was anyone was extolling the need to eradicate the germ-plasm of the lower stock.
Marie Stopes, the celebrated family planning pioneer who founded Britain’s first birth control clinic in North London in 1921, railed against “hordes of defectives,” calling for the compulsory sterilization of those she deemed “unfit for parenthood.”
Tommy Douglas, now venerated as a hero in Canada for his role in founding the nation’s health care system, submitted a Master’s thesis to McMaster University advocating that “subnormals,” “defectives” and “morons,” like those with low IQ or physical abnormalities, be isolated “on a state farm, or in a colony where decisions could be made for them by a competent supervisor,” and called on the government to certify “mental and physical fitness” to stop the “unfit” from breeding.
John Maynard Keynes, the economist who gave us the Keynesian economic school that is still popular among central planners today, was himself president of the British Eugenics Society from 1937 to 1944.
Alexander Graham Bell is still revered as the inventor of the telephone but was in fact an early supporter of Charles Davenport and a founding member of the Eugenic Records Office Board of Scientific Directors. He openly campaigned for the “eradication of the deaf race” by governments intervening to stop deaf people from marrying.
Nobel Prize-winning playwright and author George Bernard Shaw advocated for the creation of a government panel that would require everyone to justify their existence before it. If they failed to do so, Shaw thought those people should be killed by the state.
George Bernard Shaw: …But there are an extraordinary number of people whom I want to kill. Not in any unkind or personal spirit, but it must be evident to all of you — you must all know half a dozen people, at least — who are no use in this world. Who are more trouble than they are worth. And I think it would be a good thing to make everybody come before a properly-appointed board, just as he might come before the income tax commissioner, and, say, every five years, or every seven years, just put him there, and say: “Sir, or madam, now will you be kind enough to justify your existence?” If you can’t justify your existence, if you’re not pulling your weight because you won’t, if you’re not producing as much as you consume, or perhaps a little more, then, clearly, we cannot use the big organization of our society for the purpose of keeping you alive. Because your life does not benefit us and it can’t be of any much use.
SOURCE: George Bernard Shaw talking about capital punishment
Eventually, with foundation funding and promotion, this eugenicist mindset filtered down into the popular culture. The American Eugenics Society sponsored “fitter family contests” at state fairs, awarding prizes to families scoring the highest on “eugenic health” tests. The Society also sponsored contests to award prizes to clergy who fit the message of eugenics into their sermons. Eugenics even found its way to the silver screen:
“We thought it necessary to present your family’s case to the state medical commission and after an examination they decided that there was one important action to take, to have your entire family sterilized.”
“Why, what’s that? I don’t know what you’re talking about.”
“Well, we investigated your family’s history, Alice, and most of the past 3 generations have been feeble-minded, congenital cripples or habitual drunkards. Instead of improving, each generation is more of a problem. Now in this state we have a law which provides for such people to have an operation so there won’t be any more children.”
“I see.”
SOURCE: Tomorrow’s Children
But merely popularizing their ideas was not the goal of the eugenicists. They wanted action. And in this case, that meant concrete steps toward eliminating the defective germ-plasm from the human population.
Government-sanctioned murder of those deemed unfit was always one option on the table. And it wasn’t just playwrights like Bernard Shaw advocating for government death panels; eugenicists of all stripes discussed and debated the idea of “murdering degenerates” as the quickest way of achieving their goals.
“Mistaken regard for what are believed to be divine laws and a sentimental belief in the sanctity of human life tend to prevent both the elimination of defective infants and the sterilization of such adults as are themselves of no value to the community. The laws of nature require the obliteration of the unfit and human life is valuable only when it is of use to the community or race.” — Madison Grant, director of the American Eugenics Society, 1915
But mainstream eugenicists realized that this approach was not possible in the political and judicial climate of the day. As Henry Goddard noted in his infamous study on The Kallikak Family: “For the low-grade idiot, the loathsome unfortunate that may be seen in our institutions, some have proposed the lethal chamber. But humanity is steadily tending away from the possibility of that method, and there is no probability that it will ever be practiced.”
Instead, they would have to turn to the other option, the more politically acceptable solution for stopping the undesirables from breeding: forced sterilization.
Indiana passed America’s first eugenic sterilization law in 1907, and within only a few years there were a dozen states where those deemed “unfit” were being legally sterilized against their will. But still, this was not enough for the eugenicists. The approach was too scattershot: only a few thousand sterilizations had taken place under these laws, and Indiana’s own forced sterilization act was overturned by the state’s Supreme Court in 1921.
Once again, Harry Laughlin, Davenport’s right-hand man at the Rockefeller-funded Eugenics Records Office, stepped in to solve the problem. He drafted a “Model Eugenic Sterilization” law in 1922 that became the basis for Virginia’s 1924 sterilization act. To confront the issues head on, the eugenicists decided to challenge the law’s constitutionality themselves and take the lawsuit all the way to the Supreme Court. All they needed was the right test case to bring to trial. And they found that case in Carrie Buck, an 18-year-old ward of the Virginia State Colony for Epileptics and Feebleminded, who was neither epileptic nor feeble-minded.
Amy Goodman: But start back in the 1920s with Carrie Buck.
Adam Cohen: So she’s a young woman who is growing up in Charlottesville, Virginia, being raised by a single mother. Back then, there was a belief that it was better often to take poor children away from their parents and put them in middle-class homes. So she was put in a foster family that treated her very badly. She wasn’t allowed to call the parents “mother” and “father.” She did a lot of housekeeping for them and was rented out to the neighbors. And then, one summer, she was raped by the nephew of her foster mother. She becomes pregnant out of wedlock. And rather than help her with this pregnancy, they decide to get her declared epileptic and feeble-minded, though she was neither, and she’s shipped off to the Colony for Epileptics and Feebleminded outside of Lynchburg, Virginia.
Goodman: And what happened to her there?
Cohen: So she gets there at just the wrong time. Virginia has just passed an eugenics sterilization law, and they want to test it in the courts. So they seize on Carrie Buck as the perfect plaintiff in this lawsuit. So they decide to make her the first person in Virginia who will be eugenically sterilized, and suddenly she’s in the middle of a case that’s headed to the U.S. Supreme Court.
SOURCE: Buck v. Bell: Inside the SCOTUS Case That Led to Forced Sterilization of 70,000 & Inspired the Nazis
The case was a sham, concocted merely to get the Supreme Court’s stamp of approval on the issue of forced sterilization. Buck’s “independent counsel” was, in fact, Irving Whitehead, one of the founding directors of the colony that was pushing to sterilize her and the man who appointed the director that was pushing for her sterilization. Buck herself was not feeble-minded, nor was her mother, nor was her daughter, Vivian Buck, who Carrie bore as a result of being raped and who was declared “feeble-minded” as a baby, because, as a social worker testified during the trial, “There is a look about it that is not quite normal, but just what it is, I can’t tell.”
None of these facts mattered to the Supreme Court. Presided over by former President and Chief Justice William Howard Taft, the Court voted 8-to-1 in favor of upholding Buck’s forced sterilization and the constitutionality of the Virginia eugenics sterilization law itself. Writing the decision was one of the most famous and venerated Justices in the history of the court, Oliver Wendell Holmes, Jr., himself a eugenicist from the so-called “Boston Brahmin” sect of the hereditary East Coast establishment.
In his decision, Holmes justified the forced sterilization of those like Buck by calling on the government’s right to vaccinate its citizens against their will:
“It is better for all the world if, instead of waiting to execute degenerate offspring for crime or to let them starve for their imbecility, society can prevent those who are manifestly unfit from continuing their kind. The principle that sustains compulsory vaccination is broad enough to cover cutting the Fallopian tubes,” he declared before infamously concluding: “ Three generations of imbeciles are enough.”
And with that, the floodgates were opened. New laws were enacted and old laws revised to comport with the Supreme Court’s decision. Forcible sterilizations, taking place in a covert and low-key manner before, were now reported with pride. A few thousand individuals sterilized against their will became tens of thousands. The eugenics era, brought into being by the immense fortunes of the Rockefellers and their ilk, had arrived. And, with the aid of a very dramatic push by the Rockefellers, it was about to go international.
Beginning in November 1922 and increasingly throughout the 1920s, the Rockefeller Foundation began a series of grants and fellowships to German scientists. Equivalent to millions of dollars in today’s money, these fellowships transformed the German scientific establishment, devastated in the wake of World War I. The Foundation’s money found its way into the coffers of the Kaiser Wilhelm Institutes, a series of scientific organizations that included an Institute for Psychiatry and an Institute for Anthropology, Human Heredity and Eugenics.
One of the main beneficiaries of this Rockefeller largesse was Ernst Rüdin, a head researcher at the Kaiser Wilhelm Institute for Psychiatry and a key architect of Germany’s eugenics program under the Third Reich. Rüdin co-edited the official rules and commentary on the Law for the Prevention of Defective Progeny, which was passed on July 14, 1933, less than six months after Hitler was appointed interim chancellor by President Paul von Hindenburg. The law, like the Virginia law that the Supreme Court upheld and that led to the sterilization of Carrie Buck and tens of thousands of other Americans, was modeled on Harry Laughlin’s Model Eugenic Sterilization legislation. It formed “Genetic Health Courts” which could mandate sterilization of “defectives” in eight different categories: the feeble-minded, schizophrenics, manic depressives, sufferers of Huntington’s chorea, epileptics, those with hereditary deformities, the blind and the deaf. Alcoholics, a ninth category, were to be optionally added to the list, with a caution against inclusion of ordinary drunkards. By the end of the year, 62,400 Germans were found unfit to breed and sterilized against the will. By 1945, that number had reached 400,000.
In the 1940s, that eugenics program was to expand into euthanasia under the Aktion T4 program, resulting in over 70,000 children, senior citizens, and psychiatric patients being murdered by the Nazi regime.
As the dust settled on World War II, the name of “eugenics” became synonymous with the Nazis in the minds of the general public. The eugenicists, outraged, knew that their work could not continue any longer under the name of eugenics. But that didn’t mean that it couldn’t continue.
Richard Grove: So after World War II you don’t hear about it anymore as eugenics. What you hear is molecular biology, and these sorts of colloquial terms that were developed by the Rockefeller Foundation, which was one of the families primarily in America that was helping to fund it in America, in Britain, in Germany, who also funded Hitler during that time. So there’s a lot of overlaps between the people who were actually out there funding genocide and the people who had ideas about culling the population, population control and sterilizing people, and these ideas go on and permeate society to this day.
As American Eugenics Society co-founder Frederick Osborne wrote: “Eugenic goals are most likely to be attained under a name other than eugenics.” Thus, he moved the American Eugenics Society into the offices of John D. Rockefeller III’s Population Council, becoming president in 1957.
The Rockefellers and their fellow oiligarchs had for generations felt themselves to be stewards of the planet, protecting it from the rising tide of the genetically inferior. They were not about to give up that quest. They would simply have to package it under a different name.
PART TWO: OILIGARCHS FOR CLIMATE CHANGE
Maurice Strong: With all the evidence that we’ve amassed in our preparations for the Stockholm Conference, including the views of many of world’s leading scientists, I am convinced that the prophets of doom have got to be taken seriously. In other words, doomsday is a possibility. I am equally convinced that doomsday is not inevitable.”
SOURCE: Maurice Strong Interview (BBC 1972)
On paper, it would be almost impossible to find a less likely candidate for “Godfather” of the modern environmental movement than Maurice Strong. A junior high school dropout from a poor family in rural Manitoba struck hard by the great depression, Strong’s meteoric rise to the heights of wealth and political influence is itself remarkable. The sheer number of environmental organizations that he founded, conferences he chaired, campaigns he directed and accolades he received over the course of his career is even more remarkable: Organizer of the Stockholm Environmental Conference, founding director of the United Nations Environment Program, Secretary General of the Rio Earth Summit, founder of the Earth Council and the Earth Charter movement, chair of the World Resources Institute, commissioner of the World Commission on Environment and Development, and board member of a bewildering array of organizations, from the International Institute for Sustainable Development to the Stockholm Environment Institute to the African-American Institute.
But perhaps the most remarkable thing about Strong, this ubiquitous figure of the 20th century environmental movement, was his background: a Rockefeller-connected millionaire from the Alberta oil patch who divided his time between environmental campaigning and running major oil companies.
To understand how this came about, we have to examine the history of the emergence of the environmental movement. In the post-war period, the desire to control the population put on a new mask: protecting the world from resource depletion, pollution and ecological catastrophe. And, as always, the Rockefeller family was there to provide the funding and organizational support to steer this burgeoning movement toward their own ends.
Raymond Burr: President Nixon and the United States Congress established the Commission on Population Growth and the American Future. The chairman of this unique commission is John D. Rockefeller III.
John D. Rockefeller III: There’s a very broad-ranging mandate. Nobody’s had one of this character before and just from that this question of quality of life just emerged as the seemingly key issue.
Burr: But the main finding was that stabilization of some kind is clearly desirable for the country.
JDR3: Yes, we said that it is recognized that population cannot continue to grow indefinitely. Nobody question that and we said from our findings (that) we felt that now the nation should welcome and plan for a stabilized population. The whole question of pollution, environment and population came very much to the fore in amazingly rapid time and President Nixon in July of 1969 made a statement to the Congress exclusively on this question, and I’d like to read just two sentences from that statement, as I think it’s indicative of his concern in regard to the subject and his recognition of its importance here and around the world. He said, “One of the most serious challenges to human destiny in the last third of this century will be the growth of the population. Whether man’s response to this challenge will be a cause for pride or for despair in the year 2000 will depend very much on what we do today.”
SOURCE: Survival Of Spaceship Earth (1972)
Joining the Rockefellers in shaping the international environmental movement were their fellow oiligarchs across the Atlantic, including the British royals behind BP and the Dutch Royals behind Royal Dutch Shell. And facilitating the transition from eugenics to population control to environmentalism was Julian Huxley, brother of Brave New World author Aldous Huxley and grandson of “Darwin’s bulldog” T.H. Huxley.
Julian Huxley was a committed eugenicist, chairing the British Eugenics Society from 1959 to 1962. But, like the other eugenicists of the post-war era, he understood the need to pursue the now-discredited work of eugenics under a different guise. The founding director of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), Huxley wrote in the agency’s founding document about the need to find ways to make the cause of eugenics politically viable once again:
“At the moment, it is probable that the indirect effect of civilisation is dysgenic instead of eugenic; and in any case it seems likely that the dead weight of genetic stupidity, physical weakness, mental instability, and disease-proneness, which already exist in the human species, will prove too great a burden for real progress to be achieved. Thus even though it is quite true that any radical eugenic policy will be for many years politically and psychologically impossible, it will be important for UNESCO to see that the eugenic problem is examined with the greatest care, and that the public mind is informed of the issues at stake so that much that now is unthinkable may at least become thinkable.”
Huxley found the perfect front for the re-introduction of those “unthinkable” eugenical ideas in 1948, when he used UNESCO as a springboard for founding the International Union for the Conservation of Nature, and then again in 1961, when he used that agency as a springboard to create the World Wildlife Fund. Joining Huxley as co-founders of the fund were not only Prince Bernhard of the Netherlands, founder of the Bilderberg Group and former employee of the IG Farben conglomerate, and Prince Philip of England, but Godfrey A. Rockefeller of the Rockefeller dynasty. Together, they pledged to “harness public opinion and educate the world about the necessity for conservation.”
Years of “education” about the strain that the growing human population put on the resources of the earth, paid for by the very oiligarchs who had just spent the past century monopolizing one of the world’s key resources, led, inevitably to a predictable conclusion:
Hugh Downs: Now for the first time in the history of man, an international movement is underway. The people of the nations and the nations of the world have joined together to find the answers. This building and the worlds representatives hold the solution. We’ve seen what we’ve done to bring about the destruction of our Earth. Is it not the time now to cure the disease that we ourselves have created?
SOURCE: Survival Of Spaceship Earth (1972)
Yes, the “cure” for the “disease” of mankind, according to Rockefeller-funded propaganda featuring John D. Rockefeller III as an expert commentator, was to be found at the United Nations, whose headquarters had been so graciously donated by the Rockefeller family itself. And the first step toward discovering that cure was to organize the UN Conference on the Human Environment in Stockholm in 1972, the world’s first international environmental conference.
Narrator: For 11 days in June 1972, Stockholm was a magnet for everyone concerned with the environment: 1,200 official delegates from 113 nations were in Stockholm for the 1st International Conference on the Human Environment. The meeting, first proposed to the United Nations by Sweden and approved by the General Assembly in 1968, attracted worldwide attention.
In four short years, the topic of the human environment had gone from the back pages of newspapers to make headlines on page 1.
SOURCE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Part 1)
And who better to oversee the conference and lay the institutional groundwork for this burgeoning, oiligarch-supported movement, than a consummate oil man?
Maurice Strong: The very fact that the conference began with 113 participating countries, with very high-level delegations from those countries, this in itself represented a very significant step forward. Because this demonstrated more than anything else the real concern of the majority of countries in the world.
SOURCE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Part 1)
All his life, Maurice Strong had the uncanny ability to be in the right place at the right time to meet the right person to advance up the ranks. Having been born in Oak Lake, Manitoba, in 1929, and suffering through the Great Depression, the ambitious young Strong dropped out of school at age 14 and headed north to look for work. Finding his way to Chesterfield Inlet, Strong got a job as a fur buyer for the Hudson’s Bay Company and there met “Wild” Bill Richardson, a prospector whose wife, Mary McColl, hailed from the family behind McColl-Frontenac, one of Canada’s largest oil companies.
Elaine Dewar: So, Mr. Strong enters the big world through a guy by the name of ‘Wild’ Bill Richardson, who was a sort of prospector married into an oil family called McColl whose company was called McColl-Frontenac. It was a major importer of oil from the Middle East that had been taken over long since by the Texaco Company through a brokerage house called Nesbitt Thomson. In a way, Mr. Strong was introduced to the world of Big Oil and the world of resources at a very young age. He was picked up as a very smart kid, taken under the wing of a man named Paul Martin Sr., who was a cabinet minister and whose son would go on to become the Prime Minister of Canada and introduced to the oil patch though people at the very top — and that would include David Rockefeller.
Through the Richardsons, Strong made a series of increasingly unlikely connections. First he was introduced to the Treasurer of the then-brand new United Nations, Noah Monod. Unbelievably, Monod didn’t just secure Strong a job as a junior security officer at UN headquarters, he allowed the young Manitoba farm boy to live with him in New York. And while there, Monod introduced Strong to the most important contact of his life, David Rockefeller.
From that moment on, Strong was a made man. And from that moment on, wherever Strong went, Rockefeller and his associates were there somewhere in the background.
It was a Standard Oil veteran, Jack Gallagher, who gave Strong his big break in the Alberta oil patch when he quit his UN security job to return to Canada. And when Maurice Strong suddenly decided to quit that oil patch job, sell his house, and travel to Africa, he supported himself working for Rockefeller’s CalTex in Nairobi.
When he quit that job in 1954 and started his own company back in Canada, he hired Henrie Brunie (a close friend of Rockefeller associate John J. McCloy) to manage it, and appointed two Standard Oil of New Jersey reps to its board. By his late 20s he was running his own company and was already a millionaire.
As he would throughout his life, Maurice Strong capitalized on these connections and opportunities to full effect. After being chosen to organize the UN environmental conference in Stockholm, he was appointed a Trustee of the Rockefeller Foundation, which then funded his office for the Stockholm summit and supplied Carnegie Fellow Barbara Ward and Rockefeller ecologist Rene Dubos for his team. Strong commissioned them to write “Only One Earth,” a foundational text in the sustainable development arena that is heavily touted by globalists as a key document for promoting the global management of resources.
The 1972 Stockholm summit is still hailed as a landmark moment in the history of the modern environmental movement, leading not only to the first governmentally-administered environmental action plans in Europe but the creation of an entirely new UN bureaucracy: the United Nations Environment Programme (UNEP). Naturally, the UN appointed Maurice Strong as UNEP’s first director.
Shortly thereafter, Strong continued his double life by jumping straight back into the oil patch.
Eastern Canada was hit particularly hard by the OPEC oil embargo, and as a result then-Prime Minister Pierre Trudeau created PetroCanada, Canada’s national oil company. And who did he tap as the company’s first president? None other than that crusading Rockefeller-backed “environmentalist,” Maurice Strong.
Leaving that post in 1978, Strong continued with a scarcely believable series of governmental, private sector and international appointments, from Chairman of the Canada Development Investment Corporation to Chairman of AZL Resources Incorporated to leading the UN’s famine relief program in Africa.
In 1987, Strong helped to organize another environmental conference, much less known but no less remarkable than the Stockholm summit. Dubbed the 4th World Wilderness Congress, the meeting took place in Denver, Colorado, and brought together Strong, David Rockefeller, Edmond de Rothschild, then-Treasury Secretary James Baker, and a gaggle of other oiligarchs, bankers, Washington power players and globalists, ostensibly to talk about the environment. What they actually discussed was altogether more incredible:
DAVID LANG: I suggest therefore that this be sold not through a democratic process. That would take too long and devour far too much of the funds to educate the cannon fodder, unfortunately, that populates the earth. We have to take almost an elitist program, [so] that we can see beyond our swollen bellies, and look to the future in time frames and in results which are not easily understood, or which can be, with intellectual honesty, be reduced down to some kind of simplistic definition.
SOURCE: UN UNCED Earth Summit 1992 by George Hunt
Those were the words of David Lang, a banker from Montreal who spoke during the conference. And to Lang, the Rockefellers, the Rothschilds and the other bankers and oiligarchs assembled at the meeting, the general population are “cannon fodder” that “unfortunately […] populates the earth.” This candid admission, a perfect encapsulation of the eugenical ideas at the heart of the global conservation movement funded into existence by the oiligarchs themselves, was caught on tape by George Hunt, a businessman in Boulder, Colorado, who had volunteered to help the conference as a concerned citizen and came away horrified by what he had witnessed there. He released his own recordings of the proceedings in the early 1990s to warn the public about this group and its ultimate aims.
Hunt’s recording captured the moment when Maurice Strong introduced Baron Edmond de Rothschild — whose father’s cousin had sold the Rothschild’s Azerbaijani oil fields to Royal Dutch Shell in 1911 — as a pioneer of the environmental movement and a founder of the concept of “conservation banking.”
Maurice Strong: One of the most important initiatives that is open here for your consideration is that of the conservation banking program. As we mentioned this morning, we have, as our chairman, fortunately, the person who really is the source of this very significant concept. He was/is one of the trustees of the International Wilderness Foundation, which sponsored this meeting. He was at the first of these conferences. So his conversion to the relationship between conservation and economic development has been a pioneering one. So there is no better person. He epitomizes in his own life that positive synthesis between environment, conservation on the one hand and economics on the other, and I’m just delighted to have this opportunity of introducing to you Edmond de Rothschild.
Edmond de Rothschild: Maurice, thank you very much indeed for all that you’ve said, and I would ask the audience to take with a slight grain of salt all that he has said about me.
SOURCE: UN UNCED Earth Summit 1992 by George Hunt
The meeting accomplished some important goals for the oiligarchs. It led to the creation of “Wilderness Areas,” vast expanses of natural terrain from which the public could be largely excluded. These areas were to be designated and overseen by the IUCN, the same body that British Eugenics Society president Julian Huxley used as a springboard to creating the World Wildlife Fund.
Another important goal of the conference was Rothschild’s proposal for the creation of a so-called “World Conservation Bank” that would operate at a supra-national level and coordinate finance for development projects around the world.
Edmond de Rothschild: The meetings now over the concept of an international conservation banking program involve all sectors of the human community: Governmental and inter-governmental agencies, the public and private agencies, large charitable foundations, as well as ordinary individuals worldwide. By thinking forward as to how to reach out to the public at large, to every corporate entity throughout the world to put aside, hopefully tax-free, a part of their profits to fund our ecological and environmental protection.
Ladies and gentlemen, every country has its own problems, its indigenous peoples and its wildlife. This international conservation bank must know no frontiers, no boundaries.”
SOURCE: UN UNCED Earth Summit 1992 by George Hunt
This world conservation bank was forwarded and eventually realized at Maurice Strong’s next major conference, the one which was to serve as the crowning achievement of his unlikely career as environmental crusader, and which still remains one of the touchstones of the environmental movement: the 1992 Earth Summit in Rio de Janeiro.
Narrator: In June 1992, the world met in Rio to discuss the fate of planet Earth. In this largest summit and very first Earth Summit ever held, representatives from 166 countries, 130 heads of state and 15,000 non-governmental organizations came together with the hopes of deciding specific agreements that would balance environmental preservation with economic needs.
SOURCE: 1992 – UN Earth Summit – Rio de Janeiro – In Our Hands (Part 1)
George H. W. Bush: And my gratitude to Secretary General Maurice Strong for his tireless work in bringing this Earth Summit together. This is truly an historic gathering. There are those who say that economic growth and environmental protection cannot be compatible.
John Major: “The world is our garden and together we must cultivate it. This week at Rio we have made a start. Beyond Rio we must continue to carry it through.”
Maurice Strong: “We cannot be complacent. Unless the agreements reached here are accompanied by commitments to significant change — change, of course, indeed for the human species in my view, your excellencies—we simply are headed for a moment in the 21st century where the condition of our species may become terminal.”
SOURCE: Brazil – Rio Earth Summit (B)
As useful as the 4th World Wilderness Congress had been in advancing the agenda of Maurice Strong and the oiligarchs, that was only setting the stage for the Earth Summit in Rio.
At the Earth Summit, Edmond de Rothschild got his “World Conservation Bank.” Dubbed the “Global Environment Facility” and launched at the summit itself, it serves as the funding mechanism for five different UN conventions and provides billions of dollars worth of financing to environmental and development projects around the world. Its 18 “implementing partners” include the Rockefeller-funded Food and Agricultural Organization, the Huxley-founded International Union for the Conservation of Nature, the Maurice Strong-created United Nations Environment Programme, and the Prince Bernhard/Prince Philip/Godfrey Rockefeller-founded World Wildlife Fund.
One of the Global Environment Facility’s specialties is “debt-for-nature swaps,” where Third World countries are given debt relief in return for opening their land up for environmental development projects. The projects come with transaction costs of up to 5%, paid to the contractors who manage and direct the investments, not to the locals who, like the aborigines of Palawan island, are kicked off their land and effectively wiped off the face of the map.
The Earth Summit also gave rise to the United Nations Framework Convention on Climate Change, the body to which the Intergovernmental Panel on Climate Change delivers its reports. Generally thought to be neutral, non-governmental bodies relying only on science and evidence, the UNFCCC and the IPCC are handcuffed by the terms that Strong set out for them to deliver only one conclusion: that humanity is to blame for climate change.
Dr. Tim Ball: When they set up the Intergovernmental Panel on Climate Change, Maurice Strong, who we should talk a lot about, he wrote the terms of reference and the first term of reference was the definition of climate change and he limited it, deliberately, to only human causes of climate change. Of course that effectively eliminated all of the natural causes and natural variability which is why you see them not looking at things like the sun and a whole bunch of other issues. He then limited it even further in another term of reference, he set it up into three working groups. There was the technical group, Working Group 1, which wrote the science report, and that was 600 of the 2,500 people. The other 1,900 people were in Working Groups 2 & 3. Now they were inconsequential because they had to accept the findings of Working Group 1, which were already limited by their terms of reference. So whatever their finding was, Working Groups 2 & 3 then said, “OK, you’re telling us it’s going to warm, we accept that as fact. We now look at the implications of that,” and that’s where you hear all these stories of the ice is going to melt, the sea-levels are going to rise, etc.
So really, the majority of the report by 1,900 scientists is accepting without question the finding of the first group. Now Strong really restricted it even more because they then came and said, “Now look, this report is not to be used for policy,” but then they set up the Summary for Policymakers, the absolute contradiction of that. The Summary for Policymakers is written by a completely separate group, and then they write independent of the science report. The science report is finished and set aside. The Summary for Policymakers is written and given out to the media, but the rules — the terms of reference that Strong set out — said that the Summary for Policymakers goes back to the science report people and says make sure your science report agrees with what we’ve put in the summary.
SOURCE: The IPCC Exposed
Another product of the Earth Summit in Rio was the Earth Charter, a quasi-religious document that Mikhail Gorbachev, who helped draft the text along with Maurice Strong, referred to as a replacement for the Ten Commandments, and which sought to usher in an era of Gaia worship and global responsibility. Declaring that “[f]undamental changes are needed in our values, institutions, and ways of living,” the document then counsels that we must create a world of “shared responsibility” to the “Earth community,” before concluding:
“In order to build a sustainable global community, the nations of the world must renew their commitment to the United Nations, fulfill their obligations under existing international agreements, and support the implementation of Earth Charter principles with an international legally binding instrument on environment and development.”
Patrick Wood: Well, the Earth Charter was one of the bi-products ultimately of the first Earth Summit. I published the Earth Charter in the appendix of my book Technocracy Rising: The Trojan Horse of Global Transformation, just so people could see this with their own eyes what it says. It was a document that was like a compact with the world. It was a very religious, humanistic document that tried to unify the world into a single concept of globalization. It was a very defined document that was signed off — the history goes back before that, but it was finally signed-off by almost all of the nations at the United Nations, and the primary author of the Earth Charter was Steven Rockefeller. And so the Rockefellers understood early on that no, it’s not just the economic system and it’s not just necessarily the political control system, we also have to factor in a religious belief that we can use to get people to believe that what we’re doing is for their good.
What the oiligarchs had been working toward for decades, and what they achieved in Rio in 1992, was the completion of the transformation of the eugenics philosophy, from talk of “sterilization” of the “feeble-minded” to a popular understanding of humanity as a cancer that must be removed for the Earth to live. Now the duty was to “reduce carbon footprints” and reduce the population in the name of “saving the planet.” But, wrapped in this new vocabulary and coming with a trendy, pervasive, and well-funded advertising campaign, the end result sounded remarkably similar to the eugenics of old.
Tucker Carlson: A new study from Lund University in Sweden says that the single best way to cut your carbon footprint, assuming you want to, is simply to refuse to reproduce. Deleting some humans from existence, they say, saves far more carbon than, I don’t know, being vegetarian, riding a bike to work, not boarding an airplane.
SOURCE: ‘Stop Having Kids’ – Tucker Carlson Tonight
Jennifer Ludden: There is a new study that says, well, actually if we reduce global fertility by half a child per woman, that you could maybe do that. It would go a long way. It would reduce a fifth to a quarter of all carbon emissions needed to avoid that tipping point.
SOURCE: NPR Asks: Should We Have Less Kids Due To Global Warming?
Bill Nye: So should we have policies that penalize people for having extra kids in the developed world?
Guest: So, I do think that we should at least consider it.
Nye: Well, at least consider it is like do it.
SOURCE: Bill Nye׃ Should parents having “extra kids“ in developed countries be penalized?
Fox News Reporter: In the push to reduce global warming, children, according to some, are the new culprits. A think tank in the UK says that too many kids are what is making the planet worse. Saying large families, anything over two children really, should be frowned upon as an environmental no-no.
SOURCE: Endgame (2007)
And, without the public even noticing it, the oiligarchs were able to wrap themselves in this new flag to appear not as the billionaire scions of the oil industry who made their vast fortunes by plundering the earth and monopolizing its wealth, but as crusading environmentalists who are going to save the planet from the “cannon fodder” that “unfortunately populates the earth.”
David Rockefeller: The negative impact of population growth, on all of our planetary ecosystems, is becoming appallingly evident.
SOURCE: David Rockefeller speaks about population control
Rex Tillerson: So we have been members of the IPCC, we have authored many of their papers, we have peer-reviewed all their papers. So we have been engaged in the understanding and the evolution of our understanding of climate change for decades.
SOURCE: Rex Tillerson explains his position on climate change
Narrator: At Saudi Aramco, we strive to continually reduce the environmental impact of our operations, from oil well to consumer, and our support for the Oil and Gas Climate Initiative that strives to be a catalyst for practical action on climate change through collaboration on technology and best practices.
SOURCE: Saudi Aramco – Sustainable Production
Claudio Descalzi: We have a common reason. We care about environment. We think that together we can do better. We have the competencies, we have the strength, we have the tools to do good things in this field.
Amin H. Nasser: Technology that will be developed through this investment fund of $1 billion will help us in the long-term to reduce emissions.
Josu Jon Imaz: We want to build an ecosystem of innovation on this issue, working together.
Patrick Pouyanne: We bring our force together, we can bring pragmatic and concrete solutions.
SOURCE: OGCI Invests in Innovative Low-Emissions Technologies
And even today, the masses, outraged over the carnage that Big Oil has wrought, are content to have that outrage directed by the very oiligarchs they seek to oppose, the same oiligarchs who are quietly funding and supporting their environmental movement from behind the scenes — and even leading it from the front.
The Rockefeller family made headlines by divesting from oil completely in 2016.
Narrator: The Rockefellers, heir to an oil fortune that made the family name a symbol of American wealth, believe they’re doing their namesake proud by getting out of oil. Fund director Stephen Heintz spoke reverently of oil tycoon John D. Rockefeller in a statement: “We are quite convinced that if he were alive today, as an astute businessman looking out to the future, he would be moving out of fossil fuels and investing in clean, renewable energy.”
SOURCE: Rockefeller heirs get out of oil | Fortune
David de Rothschild is one of the photogenic leading lights of the environmental movement. Dubbed “Plastic Jesus” for his publicity stunts and photo opportunities masquerading as a concerned environmentalist, David de Rothschild — a scion of the billionaire banking family that added to its fortune with its Azerbaijani oil field holdings and still invests in oil through ventures like Genie Energy — now spends his time lecturing the public about how their lifestyles are killing the polar bears.
David de Rothschild: We have to start spending money fast on the solutions that we have in hand to try and help these countries which are already seeing the effects of climate change today and seeing the effects of our consumption, basically.
SOURCE: Rothschild Says Climate Change ‘Past Point of Talking’
Prince Charles is outspoken on the subject of global warming, warning his loyal subjects that unless they tighten their belts and live more humble lives, they will bring about the end of the world.
Prince Charles: Ladies and gentlemen, the battle against climate change is surely the most defining and pivotal challenge of our time.
We cannot ignore the symptoms and should act now to restore the health of the planet before it is too late. This of course will require an unprecedented transformation of our communities, science, societies and lifestyles. All predicated on the move to a low-carbon and circular economy.
SOURCE: Prince Charles urges action against climate change ‘before it is too late’
The groundwork has been laid for what these oiligarchs call the post-carbon era. It is no longer about oil. It never was. It is about control.
PART THREE: AGENDA: TECHNOCRACY
M. King Hubbert: Now, so this complete cycle for the world, to give you a timescale on that — bear in mind that’s starting in 1857, and so here’s where we were about three or four years ago. This was proved reserves in the era, which would add up to about here, and the estimated peak would occur about 1995, and we go into the decline. That middle 80%, again, is spread from the late ’60s until a little beyond 2020. I computed it out here about 56 years. That assumes an orderly evolution. That says that a child born, say, within the last 10 years will probably see the world consume most of its oil if he lives a normal life.
SOURCE: Marion King Hubbert on global oil depletion (1976)
Today, Marion King Hubbert is best known as the Shell Oil researcher who gained notoriety in the 1950s for predicting that the US would achieve its peak production of petroleum by 1970, and that almost all of the planet’s oil supplies would be exhausted by 2020.
This “Peak Oil” theory, still sometimes referred to as “Hubbert’s Peak,” was, like everything else generated by Big Oil, a conveniently crafted lie, designed to habituate the market to artificial scarcity and thus keep oil prices high. Hubbert’s “prediction” was not based on any empirical data from any oil field, but instead relied on Hubbert’s incorrect guesses about remaining oil reserves and employed a heuristic tool to model production.
As Hubbert’s protégé and colleague at Shell Oil, Kenneth Deffeyes, conceded years later: “The numerical methods that Hubbert used to make his prediction are not crystal clear. Today, 44 years later, my guess is that Hubbert, like everyone else, reached his conclusion first and then searched for raw data and methods to support his conclusion.”
Shortly before his death in 1989, Hubbert himself admitted that when he showed his Peak Oil paper to Shell’s managing director before presenting it to his colleagues, the director had told him not to “go overboard” with his estimates of oil reserves, pointing specifically to L.G. Weeks, a rival geophysicist who had estimated reserves to be much higher, and thus the impending threat of undersupply and the need for high oil prices to be much weaker.
But although today Hubbert is remembered almost exclusively for his Peak Oil thesis, he was in fact involved in a much larger, lifelong project, helping to codify and incorporate a movement that, much like eugenics, was wildly popular nearly a century ago, fell out of favor in polite society, and yet continues today under other names. That movement was called “Technocracy.”
Arvid Peterson: Hello, I’m Arvid Peterson, and this is the first of a two-part presentation on Technocracy, an alternative social system. These programs are not intended to entertain or amuse you, nor are they meant to scare you. We are making a new approach. It is not political, financial, philosophical, legal, religious or moral. It is a technological approach. Technocracy is the scientific answer to America’s social problems and technocracy is a new design for social operation that based on upon science. It is the vehicle by which we can move into a new era for better living.”
SOURCE: Technocracy Full Presentation
Technocracy billed itself as a social movement, a philosophy, a scientific solution to political and economic problems, and a new way of ordering the world. But, at base, it is an idea for a new international economic order, one to be designed and managed down to the most minute detail by a select few: the “technocrats.”
Patrick Wood: Technocracy was defined very succinctly in 1938 by their own publication The Technocrat’s Magazine. They call it a system of scientifically engineering society. They saw themselves as a merger between hard science and social science, which really is an oxymoron. Social science is not really a science in my opinion but they believed that. So they believed they could take their scientific method they use in the hard sciences and apply it to society. They also believe that they alone were the only ones that could run society correctly. As a result of technology having come in and change the fabric of society, they hated politicians, they hated the establishment, the organization of society they way it is because it was not efficient, it was not conservation based if you will to conserve resources. So they took it upon themselves to define the economic model that would replace capitalism and free-enterprise and that’s exactly what it was, a replacement of the economic system.
Drawing on Henri Saint-Simon’s call for a scientifically-organized socialist system, the positivism and secular humanism of Auguste Comte, and the “Principles of Scientific Management” propounded by Frederick Taylor, the technocratic movement emerged from the same environment of progressivism, positivism and social Darwinism that birthed eugenics. Just as the eugenicists believed the human race could be improved through selective breeding controlled and administered by a small group of scientists and their billionaire backers, so, too, did the technocrats believe that they could improve the social and economic conditions of humanity by controlling and administering society. And, happily enough for the oiligarchs, the technocrats would improve the world by replacing money with energy certificates.
Led by the eccentric “revolutionary” economist and sociologist Thorstein Veblen, the technocratic movement that formed around Veblen’s “New School for Social Research” and “Technical Alliance” attracted both engineers and serious researchers like King Hubbert and Buckminster Fuller and fellow eccentrics like Howard Scott.
Scott, a “mysterious man” of uncertain background, established himself in New York City at the end of World War I and came to be seen as a “bohemian engineer.” In 1920 he went to work for the Wobblies as a research director, and the following year he founded the Technical Alliance, a group of engineers and scientists centered around Columbia University, and which, as a forerunner to the technocracy movement, advocated for a society run by scientists and engineers.
In 1932, the charismatic and well-spoken Scott managed to attach himself to Walter Rautenstrauch, a professor at Columbia and the founder of the university’s Department of Industrial Engineering. With a common interest in technocracy, the two became friends and allies. It was through Rautenstrauch that Scott was able to approach the president of Columbia, Nicholas Murray Butler, for permission to use the university’s facilities. Butler, always on the lookout for the cutting edge of progressivism, was swayed by the technocratic ideas, and soon Scott’s Committee on Technocracy was operating out of the basement of Hamilton Hall.
When Butler let word slip about the next big idea being cooked up in the basement of his university, technocracy became a sensation. It was lauded in the press, Scott became a sought-after speaker, and there was even a dance named after the movement.
It was at Columbia that Scott met King Hubbert, and the two, an unlikely pair of serious-minded researcher and eccentric revolutionary, immediately hit it off. Their stint together at Columbia was about to come to an abrupt end, but their association would last for decades, and help give birth to ideas that would eventually transform the world.
Patrick Wood: Technocracy really got recognized when it was at Columbia. We’ll talk in a minute, they didn’t last there very long because as it turned out one of the promoters of technocracy, Howard Scott, turned out to be a fraud. He was kind of the main spokesman for the movement and he pumped up his résumé, like so many people do today, unfortunately, he pumped it up and basically he just lied about his past and his educational past and they all assumed he had a degree in some advanced engineering or whatever and he knew all of the buzz words, but some sharp reporter did some investigative research on him and said, “I can’t find where this guy graduated anywhere,” and when Columbia found out that the guy was a fraud they realized that, well, Butler’s ego got involved and he said, “Man, these people have played me,” and so he kicked them all out. Just ka-boom! Just drop-kicked them right out. He said, “Get out of my building!” and they all left and scattered. The technocrats that were left at Columbia, which there were several of them that were professors at Columbia at the time, they just zipped their lips, shut up, went back to work, figured out I want to keep my job. I’m just going to not ever mention technocracy again. It didn’t mean they stopped believing, but they didn’t talk about it for a very, very long time at Columbia.
Disgraced, evicted from Columbia, and with the Committee on Technocracy disbanded almost as quickly as it had come together, Scott found himself at a personal low. Penniless and with an old debt having caught up to him, he had only one person he could rely on: M. King Hubbert.
Hubbert let Scott live in his Greenwich Village apartment and paid out of his own pocket to file the articles of incorporation for Technocracy, Inc., a new membership organization that would carry on the principles of technocracy. The first step, of course, was to define precisely what those principles were.
Hubbert got to work penning the Technocracy Study Course, the Bible of the Technocracy movement. In it, Hubbert laid out the vision of “an abundance of physical wealth on a Continental scale for the use of all Continental citizens,” which, he warned, “can only be accomplished by a Continental technological control, a governance of function, a Technate.”
The technocratic system was to be structured around a new monetary paradigm, one based not on dollars and cents but “Energy Certificates” representing the nation’s net energy expenditure. These certificates would be denominated in Joules and issued based on a net energy budget deemed appropriate by the technocratic state’s governing scientists. Citizens would be issued an equal share of the nation’s certificates and make their purchases with them, and the information about these purchases would be relayed back to the central planning body for analysis. By this method, the technocrats could, in the words of one proponent, “create a thermodynamically balanced load of production and consumption, thereby doing away with unemployment, debt and social injustice.”
In the Technocracy Study Course, Hubbert, like a good technocrat, laid out the exact conditions that would need to be met for this vision to come to pass. According to him, technocracy would require:
Hubbert’s vision was not just that of a totalitarian society in which every detail of every interaction was recorded and reported to a central authority, but, for the 1930s, the concept of continuously and instantaneously updated registries of every good in the economy was not just audacious, but borderline insane.
Nevertheless, suffering through the Great Depression, the American people were willing to listen to any ideas to replace the current system that had so obviously failed them, no matter how outlandish. Technocracy, Inc. did attract a following, swelling into the tens of thousands later in the decade. But Scott’s eccentric ways, compelling members to salute him in public and delivering rambling radio addresses, ultimately led to the movement’s long, slow decline in relevance.
Hubbert never repudiated the concept of technocracy, but when he joined Shell as a researcher he resigned his position on the board of Technocracy, Inc. and avoided direct mention of the organization.
The technocrats had sketched the outlines of a completely ordered and controlled society, one in which energy is the fundamental measure of value and all consumption and production is meticulously analyzed by a central authority. Technocracy, Inc. still exists to this day, but the language and thinking of the technocrats has, like eugenics, undergone a metamorphosis. And, also like eugenics, the name may have faded into obscurity, but the idea lives on in the hands of the oiligarchs.
Bill Turnbull: Would you live in a greener lifestyle if you could make money from it?
Kate Silverton: That may be possible if a government proposal for personal carbon emissions allowances is implemented. Under the scheme, everyone in the UK would be allocated an annual carbon allowance.
Turnbull: Stored electronically, like a supermarket loyalty card, points would be deducted every time we buy or use non-renewable energy. For example: Using electricity to power appliances in the home.
Silverton: Or traveling somewhere by plane.
Turnbull: Or even buying petrol for your car on the [unintelligible].
Silverton: So then any points left over could then be sold back to a central bank, are you still with us, and people who need more, like motorists, who would use their allocations could then pay for a top-up.
SOURCE: BBC Breakfast: Carbon Ration Card proposal, 20/07/2006
Carbon rationing. Carbon trading. Carbon taxes. Cap and trade. Just as the technocrats of old envisioned a new economic order based on energy and governed by the dictates of scientists and engineers, so, too, does this modern form of technocracy envision an economic order in which energy is budgeted, priced and traded by intergovernmental panels of scientists and the political caste that grows up around these institutions.
Sen. Jay Rockefeller: The Environmental Protection Agency is not a frivolous agency. It is created to regulate carbon dioxide emissions, and I have been saying to the West Virginia Coal Association, which, for the most part, doesn’t believe in climate science — they don’t believe there’s a climate problem — and I have been saying to them for a number of years that that’s wrong. In my judgment the science is true, the science is unequivocally true and that that there is a price to carbon in their future. I said this a couple of months ago — there’s a price to carbon in their future.
SOURCE: Sen. Rockefeller Defends EPA, Climate Science
Al Gore: But I believe that the cap-and-trade approach is the essential first step, partly because it is the only basis upon which we can envision a truly global agreement, because it’s very difficult to imagine a harmonized global tax.
SOURCE: Cap and Trade is a tax Dingell, Gore
Christiana Figueres: A carbon tax or any other way of putting a carbon price is actually, from an economic point of view, the most effective and efficient way to do this, OK? You can regulate and you can do all kinds of things but nothing is as strong a market signal to the private sector as a carbon price, whether that be a carbon tax or whether it be a cap-and-trade — which is what California’s doing — or any of the other measures that ultimately give you a carbon price. That is the simplest, cleanest, most powerful signal. So if that’s possible, I’m with you.
SOURCE: Christiana Figueres: Meeting Our Climate Challenge – A United Nations Perspective
These measures are sold to the public as a way of penalizing the big oil interests that have spent the last century monopolizing the world’s key resources and plundering the earth in the pursuit of profit. What they do not understand, because it has been deliberately obscured, is that it is these very interests that have been instrumental in creating these schemes in the first place.
Rep. Steve Scalise: “Its my understanding that back in 1997, when you were Vice President, Enron’s CEO Ken Lay was involved in discussions with you at the White House about helping develop this type of policy, this trading scheme. Is that accurate? Is it inaccurate? It’s been reported.
Al Gore: I don’t know, but I met with Ken Lay, as lots of people did, before anybody knew that he was a crook.
Scalise: Right. And clearly you can see why so many of us are concerned about this type of cap-and-trade energy tax that would be literally turning over this country’s energy economy.
Gore: I didn’t know him well enough to call him “Kenny-boy.”
Scalise: But you knew him well enough to devise this trading scheme.
SOURCE: Al Gore’s Lies Exposed By Congress
In the early 1990s, Enron — the disgraced Texas-based energy trading company that turned out to be a complete fraud — spearheaded the EPA’s $20 billion cap-and-trade program for sulfur dioxide, promptly becoming the largest trader in the market. As a follow-up, the company, led by Ken Lay, began lobbying the Clinton administration, and particularly Vice President Al Gore, to create a similar market for carbon dioxide. Making lavish contributions to environmental groups like the Nature Conservancy, whose Climate Change Project argued for restrictions on carbon emissions, Enron then hired Christopher Horner, a former staffer on Senator Joe Lieberman’s Environment Committee, to lobby for an international treaty that would restrict emissions and allow for trading in emission rights.
They were joined in this quest by Goldman Sachs, the infamous Wall Street investment bank known today for the revolving door between the firm and the US Treasury, who helped establish the Chicago Climate Exchange as the first North American emissions trading platform. In 2004, Al Gore, who has spent the last two decades lobbying for the creation of a carbon trading market, founded Generation Investment Management, an investment management partnership that sells carbon offsets, with David Blood, the CEO of Goldman Sachs Asset Management, who stepped down from his position with Goldman to go into business with Gore. By the end of the decade, Gore was already being hailed as a candidate to become the world’s first carbon billionaire.
Gore himself is an oiligarch. His father, Al Gore, Sr., was a close friend of Armand Hammer, the oil tycoon behind Occidental Petroleum. After losing a Senate race in 1970, Gore’s father went to work for Hammer at Occidental for $500,000 a year. Over the course of his career, Gore, Sr. accumulated hundreds of thousands of dollars worth of Occidental stock, which fell into the hands of the executor of his estate at the time of his death: none other than his son, Al Gore. The Occidental connection does not end there. Discovering zinc ore on their Tennessee estate, Hammer bought the Gores’ land and sold it back to them with a claim on the mining rights, complete with a $20,000 annual payment, which also went to Gore after his father’s death. In 2013, Gore earned $100 million from the Qatari government on the sale of his “Current TV” venture, and then was surprised when reporters were more interested in discussing his oil money than his new book on the global warming cause.
But Gore’s story is only an example of a larger phenomenon. In 2006, the United States Climate Action Partnership was formed to create “A Call for Action” to cut down on carbon emissions. It drafted the Blueprint for Legislative Action, which became the basis for the American Clean Energy and Security Act, seeking to create an emissions trading regime modeled on the European Union Emission Trading Scheme. And the members of the US Climate Action Partnership? A who’s who of the oiligarchy, including BP, ConocoPhillips, and General Motors.
Carbon taxes and carbon trading have proven to be a hard sell for an increasingly wary public, but with the Paris Agreement of 2015 the world saw the biggest step yet toward this technocratic future of energy control and carbon rationing. No surprise, then, that the summit itself was sponsored by and prominently supported by big oil.
Erik Schatzker: What’s your position and what message would you send to the President?
Bob Dudley: Well, we have been clear in our support of the climate agreement in Paris. We’re part of the Oil and Gas Climate Initiative, which is 10 of the big companies in the world, who are working towards projects and technologies that are needed. I think we all want to know how the formula will work, but I think the concept of Paris needs to stay in everybody’s mind on the issues of — we’ve got to transition the world to lower-carbon forms of energy, I have no doubt it will happen.
SOURCE: BP CEO Dudley on Oil Market and Paris Climate Accord
Gerard Mestrallet: Yes, I think that what happened in Paris is very, very important and Mr. Ban Ki-moon on the (spoke) on the line that yesterday, it is important not only for the planet, not only for us citizens, not only for our children, it is important for the business.
SOURCE: ECO:nomics: Businesses’ Role in Paris Agreement
But using energy as the new “metric of value” for the post-carbon economy is just one element of the neo-technocratic vision.
When Hubbert wrote his Technocracy Study Course, he made it clear that technocracy could not come to fruition without 24/7 surveillance of all energy usage and a continuous stream of data about all goods being produced by and consumed by society. But whereas in the 1930s such a system must have seemed like a delusional flight of fancy, today it is already being implemented.
Narrator: By now you may have heard the term “Internet of Things.” Sounds interesting but what does the Internet of Things actually mean? I.O.T. is an evolution of mobile, home and embedded applications that are being connected to the internet, integrating greater compute capabilities and using data-analytics to extract meaningful information. Billions of devices will be connected to the internet and, soon, hundreds of billions of devices. As related devices connect with each other, they can become an intelligent system of systems, and when these intelligent devices and systems of systems share data over the cloud and analyze it, they can transform our businesses, our lives and our world in countless ways.
SOURCE: Internet of Things explained simply
Reporter: This department store in Bundang has introduced a new way to shop. With its “Smart Shopper” system, customers pick up a small scanner and tag the item they want to buy. It eliminates the hassle of having to carry heavy items in a shopping basket, not to mention the hassle of having to get them home. After you pay for the items at an automated kiosk the goods are delivered right to your home.
Shopper (Translated): Before I had to wait in long lines at the checkout but now I can use the Smart Shopper system to pay. It’s really quite convenient.
Reporter: Aside from their convenience to shoppers the system also helps stores gather data about their customers’ shopping habits.
SOURCE: New smart technologies changing our everyday activities
Alice Bravo: Why create a smart city? Well, smart cities are more responsive to citizens and they help reduce environmental impact.
Michael Liu: They are more cost-effective and they’re safer.
Carlos Gimenez: Smart cities make people happier and more connected to their community.
SOURCE: AT&T Smart Cities
Narrator: Today, more people live in cities than ever before, and for good reason. They are centers of trade, innovation, culture and opportunity. As such, they are complex entities comprising many different inter-connected systems. As more people flock to cities and put pressure on these systems, an important shift is helping cities deal with this challenge: a rise in data. Cities are becoming increasingly instrumented. Sensors that enable the capture of all sorts of data are being integrated across city systems, providing critical information on city activity and operations. Sensors on a bridge transmit data on its physical condition. A camera on a freeway relays traffic flow and digital meters record water and energy usage in real time. Mobile and social channels enable local governments and citizens to communicate with other, creating yet another source of useful data. Advanced analytics can now readily identify trends and patterns within these massive amounts of data. Information can be integrated, gathered and shared via dashboards, visualizations and alerts to facilitate understanding and collaboration across systems, agencies and groups.
SOURCE: How It Works: Smarter Cities
Narrator: The smart home communicates with the grid and enables consumers to manage their electricity usage. By measuring homes’ electricity consumption more frequently through a smart meter, utilities can provide their customer with much better information to manage their electricity bills. Inside the smart home, a Home Area Network or HAN, connects smart appliances, thermostats and other electric devices to an energy management system.
SOURCE: What Is the Smart Grid?
Josh Del Sol: With the smart meters, they’ll be able to tell exactly what’s going on in your home down to the micro-second based upon 24/7 communication with all of your appliances. Which will also in the future, if this goes through fully and if there’s not a public backlash, all of your appliances will need to have a wireless transmitter on them and they’ll need to certified under some “smart program.”
So this means not only — just stepping aside for one moment from the health issue — this means that not only is your smart meter emitting on average 13,000 microwave pulses per day but every one of your appliances is going to be doing the same thing because it will be needed to be communicating with the smart meter itself. So that is a serious concern and we’ll get into that a little bit later. But as far as the privacy issue, just diving right in, the current CIA Director, David Petraeus, was quoted as saying, “We’re gonna use smart-appliances to spy on you,” and it’s very much just putting it out there. It’s kind of like, it’s getting to a point now, James — and I’m sure you’re seeing this — it’s, like, they’re just getting more and more in your face. And it’s kind of like this collective force of the controllers and they’re kind of saying, “This is what we’re gonna do and what are you gonna do about it?” So they’re almost challenging us in a schoolhouse bully sort of way: “What are you going to do about it?”
SOURCE: Corbett Report Radio 230 – Take Back Your Power with Josh Del Sol
Once again, we are being asked to believe that the vested corporate interests that are rolling these technologies out in a coordinated fashion are doing so for the benefit of the public. That this technology is to help save the earth. And once again, we are being duped.
The technocratic agenda is not about saving the earth. It is not about helping the public. It is not even about making money. It is about complete control over every aspect of our daily life.
Patrick Wood: There’s two levels…. The way I look at technocracy, there’s two levels operating at the same time. There’s the operational side of it that has to do with things like smart grid. That have to do with things like various technocratic innovations, surveillance and other big hot-button [issues] for technocracy. These are operational issues. From a strategic point of view, which is where the Rockefeller-type people operate, it’s a different view of where it’s headed. On an operational level it’s headed towards a scientific dictatorship and you don’t have to be a visionary to figure that one out really anymore. You don’t. It’s there.
But on a strategic basis, what’s happening is that there’s a massive resource grab going on all over the planet. And when I say resource grab, you have to put yourself in Rockefellers’ shoes — the bankers’ shoes and the Rothschilds’ shoes or whatever — and say, “What do you do when money runs out? What do you do? When you suck all of the value that you can out of the monetary systems you’ve created, what’s left?”
Well, you and I don’t think about those sort of things because we don’t have that have much money, but these people at the top, especially the bankers, I’m sure they stay up at night thinking, “What’s after money? What comes after money?” The Rockefeller family especially has always been a resource intensive family. That’s what oil was all about in the first place. It was a resource and they understood that energy would be the most important factor in the world over any other type of resource. They understood that, that’s why they wanted to create a monopoly over energy.
Well, today as money has been sucked dry, the only thing left to do is to make a grab for the resources themselves and that’s what sustainable development is all about. It’s taking the resources of the world away from you and me, away from private companies that aren’t part of the clique, if you will, and putting them into a global common trust that will be managed by them for their benefit. This is really nothing more than neo-feudalism again where the resources are owned by a few and everybody else gets to operate with those resources at their pleasure and discretion.
The technocrats and functionaries of this agenda, like Hubbert and his colleagues in Technocracy, Inc., pioneered this idea because they believed that they, the technocrats and engineers, would be able to solve the world’s problems. But the oiligarchs and bankers who funded their ideas into existence did so because it would help them to become the rulers of a system so perfectly crafted that no resource, no commodity, no person would be beyond their control.
And now, in the 21st century, that technocratic vision is coming into view. And it is being helped along by a public that believes the post-carbon future represents the end of the oiligarchy. They couldn’t be more wrong.
CONCLUSION
Oil. It was never about oil. It was about control. Control over energy and production and consumption. Control over the world’s resources. Control over the population. Control over humanity itself.
Joe Plummer: Every other thing that the elite put forward is nothing more than a pretext for what they’ve been after since the beginning. So, as I cover in Tragedy and Hope 101, I discuss this concept of the elite seeking to rule all habitable portions of the world and they don’t want to secure that so that they can then have it taken away from them. So they come up with pretexts that they can sell both to the public but also the administrative class that justifies what it is that they are trying to do — they need to do. So whether it’s global warming hysteria or whether it’s technocracy whether it’s Agenda 2030 or whether it’s eugenics, there’s a common thread that runs through all of this and that common thread is the desire to consolidate and exercise coercive power. In the case of eugenics, it’s the desire to consolidate and exercise the ultimate power, which is the power over who is ultimately going to live or die, who will be permitted to exist in the gene pool from here forward.
The picture is bleak, and made all that much bleaker by the fact that so many have been duped into believing that the oiligarchs’ ultimate agenda, an agenda of technocratic control, micromanagement of our daily lives, and, ultimately, the elimination of the “cannon fodder” from the gene pool, is in fact in their own best interest.
The oiligarchs, shielded behind their smokescreen of “sustainable development” and “post-carbon” economy, are closer than ever before to achieving their true goal of total control.
But if the people perish from lack of knowledge of this agenda, then understanding is the first step toward the solution.
Patrick Wood: It’s hard to fight an enemy that you don’t recognize or can’t see. That’s the biggest problem in the world today, in my opinion, is that people have no visibility whatsoever of this issue. They’ve covered their tracks so well that nobody can see them. How can you fight an enemy that you don’t know? I think famous Chinese general Sun Xiu brought that up hundreds of years ago. You can’t fight an enemy that you don’t know. First we have to recognize who the enemy is.
Richard A. Grove: Well, Big Oil conquered the world because the monopolization of all resources on the planet is the goal, and to get to that goal you have to monopolize the energy aspects of people around the planet. But you also have to control the food — the actual energy for the human beings whose energy you want to control. If you control those two aspects, the Green Revolution and the Gene Revolution, then you’re able to control the entire planet, every resource on it, and basically extinguish freedom for the rest of history.
So, How Big Oil Conquered The World was already done in a movie. Why Big Oil conquered the world has to do with the complexities of controlling populations — not for money, because these are the people that print money out of nothing and charge us for it. So really, it’s a study of power. So, why did they want to do this to the rest of us? Because they could and because we were tolerant so far and haven’t resisted enough to make it stop. So that’s where we find ourselves today. Becoming informed on the history so that we can actually plot our course in the future to map or chart out a course and actually get to some place that resembles cognitive liberty and physical freedom and justice for all.
Big oil. Big pharma. The Green Revolution. Genetic engineering. Eugenics. The environmental movement. Technocracy. Not one person in a thousand can detail the historical development of these ideas, or the people and the agenda that connects them. But if you have watched this documentary, you are now that one person in a thousand. The question is, “What are you going to do with this information?”
As the oiligarchs’ quest for total control comes into view, it’s difficult to remember that it all started a century and a half ago with “Devil Bill” Rockefeller, a two-bit snake oil salesman always on the run from the last group of marks he managed to con. In a way, nothing has changed but the scope of the con and the number of marks who have fallen for the routine. But now that you know the snake oil that is being fed to the public, the only question that matters is: Are you going to drink it?
EINLEITUNG
INTRODUCTION
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand eine neue internationale Ordnung. Eine, die auf Öl gegründet war. Und am Ende des 20. Jahrhunderts war diese Ordnung fest etabliert. Heizung. Verkehr. Industrielle Energie. Kunststoffherstellung. Arzneimittel. Es gibt keinen Bereich des modernen Lebens, der nicht auf die eine oder andere Weise vom Öl abhängt.
At the dawn of the 20th century, a new international order was emerging. One founded on oil. And by the end of the 20th century, that order was firmly established. Heating. Transportation. Industrial power. Plastic manufacturing. Pharmaceuticals. There is no facet of modern life that is not, one way or another, dependent on oil.
Doch die Herrscher dieser Öligarchie, die Rockefellers bei Standard Oil, die britischen Royals bei BP, die niederländischen Royals und die Rothschilds bei Royal Dutch Shell, gaben sich nicht mit bloßer finanzieller Vorherrschaft zufrieden. Die Macht, die ihr nahezu vollständiges Monopol auf den wichtigsten Rohstoff der Welt mit sich brachte, war gewaltig, und sie hatten keinerlei Skrupel, diese Macht zu nutzen, um die Welt nach ihrem Bild umzugestalten.
But the rulers of this oiligarchy — the Rockefellers at Standard Oil, the British royals at BP, the Dutch royals and the Rothschilds at Royal Dutch Shell — were not content with mere financial domination. The power that came with their near-total monopoly on the world’s most important commodity was enormous, and they had no qualms about using that power to re-make the world in their image.
Wie wir in Wie das große Ölgeschäft die Welt eroberte gesehen haben, ist der Einfluss der Öligarchen atemberaubend. Vom Bildungssystem bis zur Ärzteschaft, von der „Grünen Revolution“ bis zur „Gen-Revolution“, vom Weltkrieg bis zum Golfkrieg wurde Ölgeld eingesetzt, um jeden Aspekt der Welt zu formen, in der wir leben. Mit dem Aufstieg des Petrodollars in den 1970er Jahren beruht sogar das internationale Währungssystem selbst auf Öl.
As we saw in How Big Oil Conquered the World, the impact of the oiligarchs has been breathtaking. From the education system to the medical profession, from the “Green Revolution” to the “Gene Revolution,” from World War to the Gulf War, oil money has been used to shape every aspect of the world we live in. With the rise of the petrodollar in the 1970s, even the international monetary system itself rests on oil.
Doch jetzt, im 21. Jahrhundert, scheint die alte Ordnung, die Ordnung des Öls, endlich zu Ende zu gehen.
But now, in the 21st century, it seems that the old order, the oil order, is finally coming to an end.
Amy Goodman: Wir beginnen mit einem neuen Meilenstein in der wachsenden Kampagne für den Ausstieg aus Investitionen in Gas-, Öl- und Kohleunternehmen, die den Klimawandel anheizen. May Boeve, Geschäftsführerin von 350.org, hat die Ankündigung kurz vor unserer heutigen Sendung gemacht.
Amy Goodman: We begin looking at a new milestone in the growing campaign for divestment from the gas, oil and coal companies that are fueling climate change. May Boeve, Executive Director of 350.org, made the announcement just before our broadcast today.
May Boeve: Heute geben wir bekannt, dass die Zusagen zum Investitionsausstieg ab heute die Marke von 3,4 Billionen Dollar überschritten haben. Das sind 3,4 Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen, das jetzt frei von fossilen Brennstoffen ist.
May Boeve: Today we’re announcing that as of today total divestment commitments have passed the $3.4 trillion mark. That’s $3.4 trillion of assets under management now fossil free.
QUELLE: Is Oil & Gas the New Tobacco? Fossil Fuel Divestment Movement Reaches New Milestone – Democracy Now!
SOURCE: Is Oil & Gas the New Tobacco? Fossil Fuel Divestment Movement Reaches New Milestone – Democracy Now!
Robert Dudley: Im Öl- und Gassektor erkennen wir den Beitrag unserer Tätigkeiten und Produkte zu den Treibhausgasemissionen an. Deshalb wurde die OGCI [Oil and Gas Climate Initiative] gegründet.
Robert Dudley: In the oil and gas sector, we recognize the contribution of our activities and products to greenhouse gas emissions. Which is why the OGCI [Oil and Gas Climate Initiative] was setup.
QUELLE: OGCI investiert in innovative emissionsarme Technologien
SOURCE: OCGI invests in innovative low emissions technologies
Sprecher 1: Was als Bewegung an US-Hochschulen begann, hat die Wolkenkratzer der Hochfinanz erreicht.
Narrator #1: What began as a movement on US college campuses has reached the skyscrapers of high-finance.
Sprecher 2: Weltweit haben fast 200 Institutionen und Tausende Einzelpersonen insgesamt 50 Milliarden Dollar an Vermögen aus fossilen Brennstoffen abgezogen.
Narrator #2: Globally nearly 200 institutions and thousands of individuals have moved a total of $50 billion in assets away from fossil fuels.
Aktivistin für den Investitionsausstieg: Wenn wir unser Geld nehmen und es in Erneuerbare wie Solarpaneele stecken, könnte die Welt ein so viel besserer Ort sein.
Divestment Activist: If we take our money, put it into renewable like solar panels, the world could be such a better place.
QUELLE: Global Divestment Day 2015
SOURCE: Global Divestment Day 2015
Die Massen, die die Öligarchen und ihren zerstörerischen Griff um den Planeten erkannt haben, sehen das große Ölgeschäft schwinden und haben zu feiern begonnen. Für sie bedeutet das Versprechen einer Zukunft nach dem Kohlenstoff das Ende der Öligarchie.
The masses, having identified the oiligarchs and their destructive grip on the planet, see Big Oil waning and have begun to celebrate. To them, the promise of a post-carbon future represents the end of the oiligarchy.
Was viele jedoch nicht erkennen: In der Ordnung des Öls ging es nie um Öl. Den Öligarchen ging es nicht um Öl, sondern um Kontrolle. Und da sie ihrer finanziellen Abhängigkeit von dem Rohstoff, der ihnen Macht und Reichtum brachte, längst entwachsen sind, stehen sie an der Spitze dieses Vorstoßes in die Zeit nach dem Kohlenstoff.
What many do not realize, however, is that the oil order was never about oil. The oiligarchs did not care about oil but control. And, having long outgrown their financial dependence on the commodity that brought them their power and riches, they are at the forefront of this push for the post-carbon era.
Jetzt wollen die Öligarchen eine neue internationale Ordnung einführen. Eine, in der ihre Kontrolle gefestigt, ihr Plan vollendet und ihre Macht unanfechtbar ist. Eine, in der jeder Aspekt des menschlichen Lebens, von der Energie über das Geld bis zum Erbgut selbst, genau geordnet und technologisch kontrolliert ist.
Now, the oiligarchs are seeking to bring in a new international order. One in which their control is consolidated, their plan complete, their power unquestionable. One in which every aspect of human life, from energy to money to the very genome itself, is precisely ordered and technologically controlled.
Dies ist die Geschichte dessen, was die Öligarchen wirklich wollen, und wie sie es zu erreichen planen.
This is the story of what the oiligarchs really desire, and how they plan to achieve it.
TEIL EINS: DER AUFSTIEG DER EUGENIK
PART ONE: THE RISE OF EUGENICS
DHAKA, 1963
DHAKA, 1963
Es ist ein Tag wie jeder andere in Dhaka. Die Straßen sind überfüllt, schmutzig, verwahrlost, stinkend und wimmeln von Menschen. Sie liegen auf der Straße. Sie kauern in den Rinnsteinen. In dieses Gewimmel tritt eine höchst unwahrscheinliche Gestalt. In seinem bügelfreien Anzug, die Aktentasche fest an sich gedrückt, fällt er in der Menge auf. Er lässt den Blick über die Szene schweifen, schüttelt ganz leicht den Kopf und bemerkt, halb zu sich selbst und halb zu seinem Reisebegleiter: „Nun, das ist doch das Problem, nicht wahr?“
It’s a day much like any other in Dhaka. The streets are crowded, dirty, squalid, smelly, and absolutely swarming with people. Lying in the streets. Coiled in the gutters. Into that swarm of people steps a most unlikely figure. Wearing his drip-dry suit and hugging his briefcase, he sticks out from the crowd. Surveying the scene, he shakes his head ever so slightly before remarking, half to himself and half to his traveling companion, “Well, that’s the problem, isn’t it?”
Es ist eine Szene, die sich schon oft abgespielt hat: ein westlicher Tourist, überwältigt vom Gedränge auf dem indischen Subkontinent. Doch dies war kein gewöhnlicher Tourist, der sich im Urlaub die Zeit vertrieb. Es war John D. Rockefeller III., Enkel des Ölbarons John D. Rockefeller. Und ausgestattet mit dem unvorstellbaren Reichtum, der Macht und dem Einfluss, die ihm sein Familienname verlieh, war er auf einer Mission, etwas gegen das „Problem“ der Überbevölkerung zu unternehmen.
It’s a scene that has played itself out many times: a Western tourist overwhelmed by the bustling crowds of the Indian subcontinent. But this was no mere tourist passing time on his holiday. This was John D. Rockefeller III, grandson of oil baron John D. Rockefeller. And, armed with the unimaginable wealth, power and influence that his family name bestowed on him, he was on a mission to do something about the “problem” of overpopulation.
Rockefeller ging diese Mission als Vertreter des Population Council an, einer Gruppe, die er selbst gegründet hatte, um das „Problem“ in Dhaka und anderswo anzugehen. An der Oberfläche war der Population Council eine schlichte Organisation mit einer schlichten Aufgabe: medizinische und wissenschaftliche Forschung zur Frage der wachsenden Weltbevölkerung zu fördern. Doch die dunkle Geschichte des Councils und seine leitende Philosophie verraten Rockefellers wahres Interesse an diesem „Problem“ und seiner endgültigen „Lösung“.
Rockefeller approached that mission as a representative of the Population Council, a group that he himself had founded to address the “problem” in Dhaka and elsewhere. On its surface, the Population Council was a straightforward organization with a straightforward task: to support medical and scientific research into the question of the growing human population. But the dark history of the Council and its guiding philosophy reveal Rockefeller’s true interest in this “problem” and its ultimate “solution.”
John D. Rockefeller III., oder JDR3, wie ihn der Kreis von Forschern, Geschäftsleuten, Politikern, Diplomaten und Royals im Umfeld der Familie Rockefeller nannte, hatte früh entschieden, wie er das gewaltige Geld und die Macht, über die er verfügte, sinnvoll einsetzen wollte: indem er die Bevölkerung des Planeten kontrollierte. 1934 schrieb der damals 28-jährige JDR3 seinem Vater, John D. Rockefeller Jr., einen Brief über die Forschung der Rockefeller-Stiftung zu „Geburtenkontrolle und verwandten Fragen“ und erklärte: „Ich bin ziemlich sicher zu dem Schluss gekommen, dass dies das Gebiet ist, auf das ich mich, zumindest vorerst, mit meinen eigenen Spenden konzentrieren möchte.“
John D. Rockefeller III — or JDR3, as he was known to the constellation of researchers, businessmen, politicians, diplomats and royals in the orbit of the Rockefeller family — had decided early on how to make proper use of the formidable money and power at his disposal: by controlling the population of the planet. In 1934, the then-28-year-old JDR3 had written a letter to his father, John D. Rockefeller, Jr., about the Rockefeller Foundation’s research into “birth control and related questions,” declaring, “I have come pretty definitely to the conclusion that it is the field in which I will be interested, for the present at least, to concentrate my own giving.”
JDR3 war vor allem ein Mann, der Wort hielt. Nachdem er eine Erkundungsmission der Rockefeller-Stiftung nach Asien in Auftrag gegeben hatte, die über die Bedrohung durch die wachsende Bevölkerung der Dritten Welt berichten sollte, organisierte er eine Konferenz der führenden Mediziner und Demografen jener Zeit, um, wie es schon der Titel des Treffens ausdrückte, „Bevölkerungsprobleme“ zu erörtern. Aus diesem Treffen ging die Idee einer Organisation hervor, des Population Council, die die Entwicklung des aufstrebenden Fachgebiets der Bevölkerungs- und Fruchtbarkeitsforschung lenken sollte. JDR3 spendete persönlich 1,35 Millionen Dollar aus eigener Tasche, um den Council zu gründen und seine anfänglichen Betriebskosten zu decken.
JDR3 was nothing if not a man of his word. After commissioning a Rockefeller Foundation fact-finding mission to Asia to report on the threat of the growing Third World population, he organized a conference of the top medical and demographic researchers of the era to discuss — as the very title of the meeting termed it — “population problems.” From that meeting emerged the idea for an organization, the Population Council, to guide the development of the burgeoning field of population and fertility research. JDR3 personally donated $1.35 million of his own money to found the Council and provide its initial operating expenses.
Wie sein Vater und sein Großvater vor ihm hatte Rockefeller gelernt, Wohltätigkeit und Freigebigkeit als Maske für seine wahre Absicht zu benutzen: Kontrolle. Doch diese Maske verrutschte, als er einen Entwurf der Satzung des Councils schrieb, der den wahren Zweck der Organisation offenbarte. Der Council sollte laut JDR3 „Forschung fördern und vorhandenes Wissen anwenden, um solche Veränderungen in den Einstellungen, Gewohnheiten und Umweltzwängen, die das Leben der Menschen beeinflussen, herbeizuführen, dass in jeder sozialen und wirtschaftlichen Gruppe Eltern, die an Intelligenz, Persönlichkeit und Zuneigung über dem Durchschnitt liegen, tendenziell überdurchschnittlich große Familien haben“.
Like his father and grandfather before him, Rockefeller had learned to use philanthropy and largesse as a mask for his true intention: control. But that mask slipped when he penned a draft of the Council’s charter revealing the organization’s true purpose. The Council, according to JDR3, would “promote research and apply existing knowledge to help develop such changes in the attitudes, habits and environmental pressures affecting the life of human beings so that within every social and economic grouping parents who are above the average in intelligence, quality of personality and affection will tend to have larger than average families.”
Thomas Parran, ehemaliger oberster Gesundheitsbeamter der Vereinigten Staaten und Mitbegründer des Councils, warnte davor, ein so unverblümtes Eingeständnis in das Leitbild des Councils aufzunehmen. „Es stellen sich Fragen wie die folgenden“, warnte er. „Wer soll bestimmen, welche ‚Eltern an Zuneigung über dem Durchschnitt liegen‘? […] Und wer würde entscheiden, welche Personen eine überdurchschnittliche Persönlichkeit haben? Offen gesagt könnten die Folgerungen daraus, auch wenn ich weiß, dass sie eugenisch gemeint waren, leicht als Herrenrassen-Philosophie der Nazis missverstanden werden. Ich habe diesen Absatz deshalb umformuliert.“
Thomas Parran, the former Surgeon General of the United States and Council co-founder, warned against including such a blunt admission in the Council’s mission statement. “Such questions arise as the following,” he warned. “Who is to determine the ‘parents who are above average in…affection?’ […] Also, who would decide the persons having better than average personality? Frankly, the implications of this, while I know they were intended to have a eugenic implication, could readily be misunderstood as a Nazi master race philosophy. I have, therefore, recast this paragraph.”
Der Satz wurde aus der endgültigen Fassung der Satzung gestrichen.
The line was dropped from the final version of the charter.
In Wahrheit hatte JDR3 diesen Satz jedoch gar nicht selbst geschrieben. Er war vielmehr Wort für Wort von der Rückseite der Eugenical News abgeschrieben, des zentralen Organs der amerikanischen Eugenik-Bewegung. Das war kein Zufall. Frederick Osborne, einer der Mitbegründer des Councils und dessen erster Präsident, nachdem Rockefeller 1957 zurückgetreten war, war zugleich Präsident der American Eugenics Society. Als der Population Council gegründet wurde, verlegten sowohl Osborne als auch die von ihm geleitete American Eugenics Society ihre Tätigkeit offiziell in das New Yorker Büro des Councils, und die Eugenik-Gesellschaft bezog ihre Mittel nun direkt aus Rockefellers Zuwendung an den Population Council. Der Population Council war die Eugenik-Gesellschaft unter anderem Namen.
In truth, however, that sentence had not been written by JDR3 himself. Instead, it had been copied word for word from the back cover of Eugenical News, the central publication of the American eugenics movement. This was no mere accident. Frederick Osborne, one of the co-founders of the Council and its first president after Rockefeller stepped down in 1957, was also the president of the American Eugenics Society. When the Population Council was founded, both Osborne and the American Eugenics Society he directed formally moved its operations into the Council’s New York office, with the eugenics society now taking its funding directly from Rockefeller’s Population Council grant. The Population Council was the Eugenics Society under another name.
Eugenik. Das war die leitende Vision von JDR3 und der „Wohltätigkeit“ der Familie Rockefeller. Eine Vision, in der die Rockefellers und ihre Mit-Öligarchen als überlegene Familien galten, schon allein durch ihren Reichtum und Erfolg dazu befähigt, den Lauf der Weltgeschichte zu lenken. Die Macht zu bestimmen, wer tauglich war, sich fortzupflanzen, und wer zu arm war, um seine Gene weiterzugeben.
Eugenics. This was the guiding vision of JDR3 and the Rockefeller family’s “philanthropy.” A vision that cast the Rockefellers and their fellow oiligarchs as superior families, fit, by very virtue of their wealth and success, to guide the course of world events. The power to determine who was fit to breed and who was too poor to pass on their genes.
Joe Plummer: Eugenik ist im Grunde eine Bewegung innerhalb der Elite, die das ausmerzen will, was sie für die minderwertigen Klassen hält, also minderwertige soziale Klassen, rassische Klassen, ethnische Klassen. Mehr oder weniger jeden, der nicht ihren Maßstäben entspricht. Und nachdem sie diese Klassen ausgemerzt haben, wollen sie sich selbst genetisch so weit hochzüchten, dass die verbliebene Bevölkerung, die sie unter sich existieren lassen, niemals die Macht hat, sie zu stürzen. Das Ende der Geschichte, im Grunde.
Joe Plummer: Eugenics is basically a movement among the elite to eradicate what they deem the inferior classes, and that’s the inferior social classes, racial classes, ethnic classes. More or less everyone who isn’t up to their standards. And after eradicating those classes, what they aim to do is genetically engineer themselves to such a high level that the remaining population that they permit to exist beneath them will never have the power to overthrow them, essentially. The end of history.
Der Begriff selbst wurde von Galton geprägt und bedeutet im Wesentlichen „wohlgeboren“. Die Idee ist eine Art Mischung aus einer Reihe von Ideen, die um 1850 im Umlauf waren. Wenn man zum Beispiel auf Mendel zurückgeht: Mendel untersuchte Erbmerkmale bei Erbsenpflanzen. Und er konnte feststellen, dass bestimmte Merkmale weitergegeben wurden und dass man diese bestimmen und im Grunde vorhersagen konnte.
So, the term itself was coined by Galton and it essentially means “well-born.” The idea is kind of a mix of a bunch of ideas that were circulating around the 1850s. So if you go back to, say, Mendel, Mendel was studying hereditary characteristics in pea plants. And he was able to determine that certain characteristics were being passed on and that these things could be determined and essentially predicted.
Und fast zur gleichen Zeit hat man Spencer, der vom „Überleben der Tüchtigsten“ sprach, mit derselben Art von Idee, demselben roten Faden. Dass es genetische Merkmale gibt, die eine Art, eine Pflanze oder ein Tier tauglicher machen als ein anderes und besser fähig zu überleben.
And almost at the same time, now you have Spencer, who was talking about the “survival of the fittest,” with the same kind of idea, the same thread running through there. That there are genetic characteristics that exist that would make one species, one plant or animal more fit than another, and more capable of surviving.
Natürlich gab es auch Darwin. Darwins damaliges Werk, Die Entstehung der Arten, beschreibt diesen Vorgang, durch den Erbmaterial weitergegeben wird und durch den, nun ja, Evolution entsteht.
Also, of course, you had Darwin. Darwin’s work at the time, Origin of Species, kind of maps this process by which genetic material is passed along and, you know, evolution results through this process.
Galton nimmt also im Grunde all diese Ideen auf, und er war dafür bekannt, Muster zu beobachten und zu erkennen. Und im Wesentlichen kam er auf die Idee, dass man durch die Untersuchung menschlicher Merkmale, wenn man wollte, überlegene Menschen züchten könnte.
So Galton is essentially taking all of these ideas, and he was kind of known for observing and identifying patterns. And what he essentially did was [he] started to come up with this idea that through studying human characteristics they could, if they chose to, breed superior human beings.
Besessen von Züchtung und Familienerbe glaubten die Eugeniker, dass nicht nur körperliche Merkmale wie Gewicht oder Größe durch die Abstammung bestimmt seien, sondern auch soziale Merkmale wie Intelligenz, Gewissenhaftigkeit oder sogar Kriminalität. Wer arm ist, ist es, weil er aus armem Stamm kommt. Wer kriminell ist, ist es, weil seine Familie kriminell ist. Und wer ein Rockefeller, ein Rothschild oder ein Royal ist, ist reich und erfolgreich, weil seine Familie für Reichtum und Erfolg bestimmt war.
Obsessed with breeding and family heredity, the eugenicists believed that it was not merely physical characteristics like weight or height that were determined by one’s family line, but social characteristics, like intelligence or conscientiousness or even criminality. If you are poor, it’s because you come from poor stock. If you’re criminal, it’s because your family line is criminal. And if you’re a Rockefeller or a Rothschild or a royal, you are rich and successful because your family was destined for fortune and success.
Das pseudowissenschaftliche Gewand der eugenischen Philosophie des 19. Jahrhunderts mag neu gewesen sein, doch die Idee selbst ist so alt wie die menschliche Zivilisation. Den Menschen wurde schon immer beigebracht, ihre Herrscher seien etwas Besonderes, eine Klasse für sich, Angehörige einer Familie, die eigens dazu auserwählt ist, über die Massen zu herrschen. Ob buchstäblich Nachkommen der Götter wie die Pharaonen Ägyptens oder die Kaiser Japans oder Angehörige von Familien, die Gott eigens dazu auserwählt hatte, über ihre Königreiche zu herrschen, wie die Monarchen Europas: Das Recht, über andere zu herrschen, wurde über den Stammbaum weitergegeben. Das einfache Volk wiederum kannte seinen Platz; da es nicht von königlichem Blut war, kam es als Leibeigene zur Welt, bestellte das Land zum Nutzen des Adels und bekam, wenn es Glück hatte, selbst Kinder, die den Kreislauf eine weitere Generation lang wiederholten.
The pseudoscientific trappings of the 19th century eugenic philosophy may have been new, but in fact the idea is as old as human civilization itself. People have always been taught to believe that their rulers are special, a class apart, members of a family specially chosen to rule over the masses. Whether literal descendants of the gods, like the Pharoahs of Egypt or the Emperors of Japan, or members of families specially chosen by god to reign over their kingdoms, like the monarchs of Europe, the right to rule over others was something passed down through family trees. The commoners, meanwhile, knew their place; not being born of royal blood, they entered the world as serfs, worked the land for the benefit of the noble class, and, if they were lucky, had children of their own to repeat the cycle for another generation.
Doch der Zerfall des mittelalterlichen Feudalismus brachte eine neu reich gewordene Kaufmannsschicht hervor. Die Entwicklung der wissenschaftlichen Methode stellte jahrhundertealte religiöse Dogmen in Frage. Die Ausbreitung der Philosophie der Aufklärung führte zum Sturz von Monarchen und zum Aufstieg der Demokratie. Und die industrielle Revolution ebnete den Weg für den Aufstieg der Raubritter und die Entstehung riesiger neuer Familienvermögen.
But the breakdown of medieval feudalism gave rise to a newly-wealthy merchant class. The development of the scientific method challenged centuries of religious dogma. The spread of Enlightenment philosophy to the toppling of monarchs and the rise of democracy. And the industrial revolution paved the way for the rise of the robber barons and the creation of vast new family fortunes.
Im späten 19. Jahrhundert, als die Öligarchen in Amerika und Europa begannen, ihren Reichtum zu festigen, brauchte es eine neue Rechtfertigung für die Herrschaft einer Elite über die Gesellschaft. Eine, die überholte Berufungen auf eine übernatürliche Ordnung verwarf und auf dem festen Grund der Wissenschaft zu ruhen schien. Eine Idee, die erklären konnte, wie Emporkömmlinge der Neureichen wie die Rockefellers und Rothschilds an der Seite der alten Königshäuser Europas in die höchsten Ränge der Gesellschaft aufsteigen konnten.
By the late 19th century, as the oiligarchs in America and Europe began to consolidate their wealth, a new justification for elite rule of society was needed. One that discarded outdated appeals to supernatural order and seemed to rest on a bedrock of science. An idea that could explain how nouveau riche upstarts like the Rockefellers and Rothschilds had risen to positions of prominence in society alongside the old royal dynasties of Europe.
Die Eugenik passte perfekt. Die Antwort lag in ihren Genen.
Eugenics fit the bill perfectly. The answer was in their genes.
Richard Grove: Nun, ich denke, diese eugenische Idee, die aus dem „Überleben der Tüchtigsten“ hervorgeht, liefert geradezu eine wissenschaftliche Ausrede für einige der unmenschlichsten und grauenhaftesten Taten, die die Menschheit je ersonnen und dann verwirklicht hat. Die Idee, Menschen zu kontrollieren, indem man die Fortpflanzung, die Fortpflanzungsfähigkeit, den Zugang zu Partnern und solche Dinge kontrolliert, ist Tausende Jahre alt.
Richard Grove: Well, I think this eugenic idea that comes about from “survival of the fittest” almost gives a scientific excuse for some of the most inhumane and horrific actions that have ever been journeyed by humanity and then manifested. So the idea of controlling people through controlling reproduction, reproductive capability and access to mates and stuff like this is an idea that’s thousands of years old.
Die Eugenik […] trat also Ende des 19. Jahrhunderts in starker Form auf, mit Leuten wie den Darwins, den Wedgwoods und den Huxleys, vor allem Thomas H. Huxley, bekannt als „Darwins Bulldogge“. Diese Ideen der Eugenik bekommen also Ende des 19. Jahrhunderts wirklich ein Eigenleben, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie von denselben Familien aufgegriffen, die diese Raubritter waren, die vom Bankennetz der Rothschilds finanziert wurden, und auch von der Fabian Society der Sozialisten, in der wiederum viele derselben Strippenzieher saßen wie die hohen Leute im Britischen Empire.
So eugenics […] came around in a strong form in the late 1800s, where you’ve got people like the Darwins, the Wedgwoods and the Huxleys — specifically Thomas H. Huxley, known as “Darwin’s bulldog.” So these ideas of eugenics really take on a new life of their own at the end of the 1800s, and coming into the 1900s, these ideas were embraced by the same families that were these robber barons that were being funded by [the] Rothschild banking network, also the Fabian socialist society, which again had a lot of the same movers and shakers as these people who were higher-ups in the British empire.
Also […] zeigte sie ihr Gesicht in den 1920er und 1930er Jahren in diesen Kampagnen der Zwangssterilisation: Wenn man glaubte, dass man einen niedrigen IQ hatte oder eine angeborene Krankheit, die weitergegeben würde, dann hatte man kein Recht zu heiraten und Kinder zu bekommen.
So […] it reared its head in the 1920s and 1930s in these forced sterilization campaigns, where if they thought you had a low IQ or if you had some congenital disease that would be passed on, then you didn’t have the right to marry and have children.
Eugenik war natürlich Pseudowissenschaft. Als Galton und seine Weggefährten die Theorie zu entwickeln begannen, lag die Entdeckung des tatsächlichen Mechanismus der Vererbung, einschließlich Genen und DNA, noch fast 100 Jahre in der Zukunft. Stattdessen verwendeten sie Sammelbegriffe ohne jede Definition, etwa „Schwachsinn“, um Armut oder Kriminalität zu diagnostizieren, und behaupteten, sie würden durch „defektes Keimplasma“ verursacht. Sie benutzten die Phrenologie, um zu versuchen, den körperlichen Ausdruck von Alkoholismus oder geringer Intelligenz zu bestimmen. Selbst die berühmtesten Werke der Eugenik-Ära, wie Henry Goddards Studie über die Familie Kallikak, wurden gründlich widerlegt und von ihren Autoren sogar widerrufen.
Eugenics, of course, was pseudoscience. When Galton and his fellow travelers began developing the theory, the identification of the actual mechanism of heredity, including genes and DNA, was nearly 100 years away. Instead, they used catch-all terms with no definition — like “feeble-mindedness” to diagnose poverty or criminality, claiming it was caused by “defective germ plasm.” They used phrenology to try to determine the physical expression of alcoholism or low intelligence. Even the most famous works of the eugenics era, like Henry Goddard’s study of the Kallikak family, were roundly discredited and even repudiated by their authors.
Joe Plummer: Es ist also zu 100 % pseudowissenschaftlich. Die Merkmale, nach denen sie suchen, sind völlig willkürlich. Etwas wie Schwachsinn ist nicht nur unwissenschaftlich, es kann im Grunde so beschrieben werden, wie der Beobachter es beschreiben möchte. Schwachsinnig könnte also bedeuten, dass man vielleicht stottert, also ist man vielleicht schwachsinnig, oder man ist schüchtern, also ist man schwachsinnig. Vielleicht gefällt ihnen einfach nicht, wie man sich verhält, also ist man schwachsinnig.
Joe Plummer: So it’s 100% pseudo-scientific. It’s absolutely arbitrary, the characteristics that they’re looking for. Something like feeble-mindedness is something that is not only not scientific, it can essentially be described in any way by the person observing wants it to be described. So feeble-minded could mean that maybe you stutter so then you’re feeble-minded maybe, or you’re shy so you’re feeble-minded. Maybe they just don’t like the way you act so you’re feeble-minded.
Doch die Idee war ansteckend. Wie alle verlockendsten Pseudowissenschaften erklärte sie so viel mit so wenig Aufwand. Sie schmeichelte der Eitelkeit der Forscher, die meist selbst aus erfolgreichen und wohlhabenden Familien stammten. Und sie lieferte einen Vorwand für Sozialtechnik in einem nie zuvor erträumten Ausmaß.
But the idea was an infectious one. Like all the most enticing pseudoscience, it explained so much with so little effort. It appealed to the vanity of the researchers, usually hailing from successful and wealthy families themselves. And it gave an excuse for social engineering on a scale never before dreamed of.
Als die Eugenik den Atlantik überquerte und sich vom vornehmen englischen Landleben Galtons und seiner Gefährten bis an die felsigen Küsten Amerikas ausbreitete, traf sie ehrgeizige junge Forscher wie Charles Davenport mit der Wucht eines Orkans. Davenport, ein in Harvard ausgebildeter Zoologe, war in einer strengen, puritanischen Familie von Kongregationalisten in Neuengland aufgewachsen; sein autoritärer Vater war besessen von Ahnenforschung und verfolgte den Stammbaum der Familie bis zu seinen angelsächsischen Vorfahren im Jahr 1086 zurück. Als der jüngere Davenport bei der Arbeit in einem biologischen Labor auf Long Island Galtons Schriften entdeckte, fand er seine Lebensaufgabe. Wie er später der American Breeders Association sagte, die zu einem wichtigen Verbündeten seiner eugenischen Sache wurde: „Die Gesellschaft muss sich schützen; so wie sie sich das Recht nimmt, dem Mörder das Leben zu nehmen, so darf sie auch die abscheuliche Schlange hoffnungslos verdorbenen Protoplasmas vernichten.“
When eugenics crossed the Atlantic, spreading from the rarefied British countryside of Galton and his cohorts to the rocky shores of America, it hit ambitious young researchers like Charles Davenport with hurricane force. A Harvard-trained zoologist who had grown up in a strict, puritanical family of New England Congregationalists, Davenport’s authoritarian father was obsessed with genealogy, tracing the family tree all the way back to his Anglo-Saxon forebears in 1086. When the younger Davenport discovered Galton’s writing while working at a biological laboratory on Long Island, he found his purpose in life. As he later told the American Breeders Association, which became an important ally in his eugenicist cause: “Society must protect itself; as it claims the right to deprive the murderer of his life, so also it may annihilate the hideous serpent of hopelessly vicious protoplasm.”
Mit dem Bekehrungseifer eines religiösen Konvertiten ersann Davenport einen ehrgeizigen Plan zur Förderung der eugenischen Sache: die Schaffung eines Eugenics Record Office, das den genetischen Hintergrund jedes einzelnen Mannes, jeder Frau und jedes Kindes in Amerika (und schließlich der Welt) erfassen sollte, sodass jeder Mensch nach seiner Abstammung eingeordnet und mit einer genetischen Bewertung versehen werden konnte. Wäre das abgeschlossen, könnten jene mit dem niedrigsten eugenischen Wert aus dem Genpool entfernt werden.
With the proselytizing fervour of a religious convert, Davenport concocted an ambitious idea for furthering the eugenic cause: the creation of a Eugenics Record Office to register the genetic background of every single man, woman and child in America (and, eventually, the world), so that every person could be categorized by their family line and assigned a genetic rating. Once completed, those with the lowest eugenic value could be eliminated from the gene pool.
Joe Plummer: Die Idee der Eugenik gelangt also nach Amerika, landet bei Charles Davenport, der sich wegen Geld an das Carnegie Institute wendet, und im Cold Spring Harbor Laboratory gründen sie im Grunde ein Institut zur Erforschung der Eugenik, und daraus wird schließlich mit etwas Harriman-Geld das Eugenics Record Office. Zwischen diesem ersten Institut in Cold Spring Harbor und dem Eugenics Record Office, das noch hinzukommt, geht es also um Millionen und Abermillionen Dollar an Finanzierung, die bereitgestellt werden, um loszuziehen, zu untersuchen und das minderwertige „Keimplasma“ zu finden, so wird es oft bezeichnet.
Joe Plummer: So the idea of eugenics makes it way to America, lands in the lap of Charles Davenport, who approaches the Carnegie Institute for funding and on the Cold Spring Harbor Laboratory they set up essentially an institute to study eugenics, and this eventually evolves with some Harriman money into the Eugenics Records Office. So between this initial institute that’s set up at Cold Spring Harbor and then the Eugenics Record Office, which is also added to that, you’re talking about millions and millions and millions of dollars of funding that’s put forward to go out and investigate and find the inferior “germ-plasm” — that’s how it’s often described.
Der erste Beitrag der Rockefeller-Stiftung an das Eugenics Record Office, bloße 21.650 Dollar, war eine kleine Summe, brachte aber klare Vorteile: nicht nur die institutionelle Infrastruktur und das Personal der Stiftung und das Ansehen des Namens Rockefeller selbst, sondern auch die Aussicht auf mehr Unterstützung, je weiter die Arbeit voranschritt. Und wie immer hielten die Rockefellers Wort.
The Rockefeller Foundation’s initial contribution to the Eugenics Record Office, a mere $21,650, was a small sum, but it came with clear benefits: not only the institutional infrastructure and the personnel of the Foundation and the prestige of the Rockefeller name itself, but the promise of increased support as the work advanced. And as always, the Rockefellers were true to their word.
Forscher der Rockefeller-Stiftung wie William Welch, Gründungsdirektor des Rockefeller Institute for Medical Research, saßen im Vorstand des ERO und halfen, seine Tätigkeit zu lenken. Die Rockefellers finanzierten auch bestimmte Forschungsvorhaben, etwa mit 10.000 Dollar eine Erhebung im New Yorker Nassau County über die eugenisch Untauglichen. Und sie schufen Schwesterorganisationen wie das Bureau of Social Hygiene, das Forschung und Forscher mit Davenports eigenem Labor austauschte.
Rockefeller Foundation researchers like William Welch, the founding director of the Rockefeller Institute for Medical Research, sat on the ERO’s board and helped direct its activities. The Rockefellers also provided funds for specific research, like a $10,000 grant to survey New York’s Nassau County for the eugenically unfit. And it created sister organizations like the Bureau of Social Hygiene, which cross-pollinated research and researchers with Davenport’s own laboratory.
Besonders John D. Rockefeller Jr. zeigte von Anfang an Interesse an Davenports Arbeit. Sie standen zu einer Reihe eugenischer Fragen in regelmäßigem Briefwechsel. Als im Januar 1912 der Plan aufkam, „geistig minderbemittelte“ weibliche Strafgefangene in Anstalten unterzubringen, um sie am Kinderkriegen zu hindern, bat der junge Rockefeller-Erbe Davenport schriftlich um seine Meinung zu dem Vorhaben. Junior selbst erklärte: „Dieser Plan scheint mir ungeheuer wichtig. Er zeigt einen wissenschaftlichen Ausweg aus den Übeln, die unsere Gerichte beheben sollen, in Wirklichkeit aber nur vergrößern.“ Nachdem Davenport geantwortet hatte, der Plan werde nur funktionieren, wenn er eine eugenische Untersuchung der Gefangenen einschließe, steuerte Junior 200.000 Dollar zur Gründung genau eines solchen Instituts bei. Das Institute of Criminology in New York wurde von Rockefellers eigenem Bureau of Social Hygiene verwaltet und mit Mitarbeitern besetzt, die im Eugenics Record Office ausgebildet worden waren.
John D. Rockefeller, Jr. especially showed an interest in Davenport’s work right from the start. They kept up a regular correspondence on a number of eugenics issues. In January 1912, when a plan to institutionalize “mentally deficient” female convicts to stop them from having children was floated, the young Rockefeller heir wrote to Davenport for his thoughts on the scheme. For his part, Junior declared that “this plan seems to me an immensely important one. It points out a scientific way of escape from the evils which our courts are intended to correct but in reality only increase.” After Davenport responded that the plan would only work if it included a eugenical screening of the convicts, Junior contributed $200,000 to found just such an institute. The Institute of Criminology in New York was administered by Rockefeller’s own Bureau of Social Hygiene and staffed by workers trained at the Eugenics Record Office.
Angetrieben von der Unterstützung der Reichen und Mächtigen Amerikas, verwandelte sich die Eugenik vom kauzigen Steckenpferd einiger verrückter Wissenschaftler in das gesellschaftliche Anliegen einer ganzen Generation. Ökonomen, Politiker, Autoren, Aktivisten: In den 1920er Jahren pries jeder, der etwas auf sich hielt, die Notwendigkeit, das Keimplasma der unteren Schichten auszumerzen.
Fueled by the support of America’s rich and powerful, the field of eugenics transformed from the quaint hobbyhorse of a few mad scientists into the social cause of an entire generation. Economists, politicians, authors, activists — by the 1920s, everyone who was anyone was extolling the need to eradicate the germ-plasm of the lower stock.
Marie Stopes, die gefeierte Pionierin der Familienplanung, die 1921 im Norden Londons die erste Klinik für Geburtenkontrolle Großbritanniens gründete, wetterte gegen „Horden von Defekten“ und forderte die Zwangssterilisation derer, die sie für „untauglich zur Elternschaft“ hielt.
Marie Stopes, the celebrated family planning pioneer who founded Britain’s first birth control clinic in North London in 1921, railed against “hordes of defectives,” calling for the compulsory sterilization of those she deemed “unfit for parenthood.”
Tommy Douglas, heute in Kanada als Held verehrt für seine Rolle bei der Gründung des staatlichen Gesundheitssystems, reichte an der McMaster University eine Masterarbeit ein, in der er forderte, „Unternormale“, „Defekte“ und „Schwachsinnige“, etwa Menschen mit niedrigem IQ oder körperlichen Auffälligkeiten, „auf einer Staatsfarm oder in einer Kolonie, wo ein fähiger Aufseher für sie entscheiden könnte“, abzusondern, und die Regierung aufforderte, „geistige und körperliche Tauglichkeit“ zu bescheinigen, um die „Untauglichen“ an der Fortpflanzung zu hindern.
Tommy Douglas, now venerated as a hero in Canada for his role in founding the nation’s health care system, submitted a Master’s thesis to McMaster University advocating that “subnormals,” “defectives” and “morons,” like those with low IQ or physical abnormalities, be isolated “on a state farm, or in a colony where decisions could be made for them by a competent supervisor,” and called on the government to certify “mental and physical fitness” to stop the “unfit” from breeding.
John Maynard Keynes, der Ökonom, auf den die keynesianische Wirtschaftslehre zurückgeht, die bei zentralen Planern bis heute beliebt ist, war von 1937 bis 1944 selbst Präsident der British Eugenics Society.
John Maynard Keynes, the economist who gave us the Keynesian economic school that is still popular among central planners today, was himself president of the British Eugenics Society from 1937 to 1944.
Alexander Graham Bell wird noch immer als Erfinder des Telefons verehrt, war aber in Wahrheit ein früher Unterstützer von Charles Davenport und Gründungsmitglied des wissenschaftlichen Direktoriums des Eugenics Record Office. Er setzte sich offen für die „Ausmerzung der gehörlosen Rasse“ ein, indem der Staat eingreifen und Gehörlosen das Heiraten verbieten sollte.
Alexander Graham Bell is still revered as the inventor of the telephone but was in fact an early supporter of Charles Davenport and a founding member of the Eugenic Records Office Board of Scientific Directors. He openly campaigned for the “eradication of the deaf race” by governments intervening to stop deaf people from marrying.
Der Nobelpreisträger, Dramatiker und Schriftsteller George Bernard Shaw forderte die Schaffung eines staatlichen Gremiums, vor dem jeder seine Existenz rechtfertigen müsse. Wem das nicht gelänge, der sollte nach Shaws Meinung vom Staat getötet werden.
Nobel Prize-winning playwright and author George Bernard Shaw advocated for the creation of a government panel that would require everyone to justify their existence before it. If they failed to do so, Shaw thought those people should be killed by the state.
George Bernard Shaw: … Aber es gibt außerordentlich viele Menschen, die ich töten möchte. Nicht aus Bosheit oder persönlich gemeint, aber es muss Ihnen allen klar sein, Sie alle kennen doch mindestens ein halbes Dutzend Leute, die auf dieser Welt zu nichts nütze sind. Die mehr Ärger machen, als sie wert sind. Und ich halte es für eine gute Sache, jeden vor ein ordentlich eingesetztes Gremium treten zu lassen, so wie er vor den Steuerbeamten tritt, und, sagen wir, alle fünf oder alle sieben Jahre, ihn einfach dort hinzustellen und zu sagen: „Mein Herr oder meine Dame, wären Sie nun so freundlich, Ihre Existenz zu rechtfertigen?“ Wenn Sie Ihre Existenz nicht rechtfertigen können, wenn Sie Ihren Teil nicht beitragen, weil Sie es nicht wollen, wenn Sie nicht so viel produzieren, wie Sie verbrauchen, oder vielleicht etwas mehr, dann können wir die große Organisation unserer Gesellschaft offensichtlich nicht dafür einsetzen, Sie am Leben zu erhalten. Denn Ihr Leben nützt uns nichts, und es kann auch nicht von großem Nutzen sein.
George Bernard Shaw: …But there are an extraordinary number of people whom I want to kill. Not in any unkind or personal spirit, but it must be evident to all of you — you must all know half a dozen people, at least — who are no use in this world. Who are more trouble than they are worth. And I think it would be a good thing to make everybody come before a properly-appointed board, just as he might come before the income tax commissioner, and, say, every five years, or every seven years, just put him there, and say: “Sir, or madam, now will you be kind enough to justify your existence?” If you can’t justify your existence, if you’re not pulling your weight because you won’t, if you’re not producing as much as you consume, or perhaps a little more, then, clearly, we cannot use the big organization of our society for the purpose of keeping you alive. Because your life does not benefit us and it can’t be of any much use.
QUELLE: George Bernard Shaw über die Todesstrafe
SOURCE: George Bernard Shaw talking about capital punishment
Mit der Finanzierung und Förderung durch die Stiftungen sickerte diese eugenische Denkweise schließlich in die Populärkultur. Die American Eugenics Society veranstaltete auf Landwirtschaftsmessen „Wettbewerbe für tauglichere Familien“ und verlieh Preise an Familien, die bei Tests auf „eugenische Gesundheit“ am besten abschnitten. Die Gesellschaft stiftete auch Preise für Geistliche, die die Botschaft der Eugenik in ihre Predigten einbauten. Die Eugenik fand sogar ihren Weg auf die Kinoleinwand:
Eventually, with foundation funding and promotion, this eugenicist mindset filtered down into the popular culture. The American Eugenics Society sponsored “fitter family contests” at state fairs, awarding prizes to families scoring the highest on “eugenic health” tests. The Society also sponsored contests to award prizes to clergy who fit the message of eugenics into their sermons. Eugenics even found its way to the silver screen:
„Wir hielten es für nötig, den Fall Ihrer Familie der staatlichen Ärztekommission vorzulegen, und nach einer Untersuchung hat sie entschieden, dass ein wichtiger Schritt nötig ist: Ihre ganze Familie sterilisieren zu lassen.“
“We thought it necessary to present your family’s case to the state medical commission and after an examination they decided that there was one important action to take, to have your entire family sterilized.”
„Was? Was ist das? Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.“
“Why, what’s that? I don’t know what you’re talking about.”
„Nun, wir haben die Geschichte Ihrer Familie untersucht, Alice, und die meisten aus den letzten drei Generationen waren schwachsinnig, von Geburt an verkrüppelt oder Gewohnheitstrinker. Statt besser zu werden, ist jede Generation ein größeres Problem. In diesem Bundesstaat haben wir ein Gesetz, das für solche Menschen eine Operation vorsieht, damit es keine weiteren Kinder gibt.“
“Well, we investigated your family’s history, Alice, and most of the past 3 generations have been feeble-minded, congenital cripples or habitual drunkards. Instead of improving, each generation is more of a problem. Now in this state we have a law which provides for such people to have an operation so there won’t be any more children.”
„Ich verstehe.“
“I see.”
QUELLE: Tomorrow’s Children
SOURCE: Tomorrow’s Children
Doch ihre Ideen bloß bekannt zu machen, war nicht das Ziel der Eugeniker. Sie wollten Taten. Und das hieß in diesem Fall: konkrete Schritte, um das defekte Keimplasma aus der menschlichen Bevölkerung zu entfernen.
But merely popularizing their ideas was not the goal of the eugenicists. They wanted action. And in this case, that meant concrete steps toward eliminating the defective germ-plasm from the human population.
Die staatlich gebilligte Tötung der für untauglich Erklärten war immer eine Option. Und es waren nicht nur Dramatiker wie Bernard Shaw, die staatliche Todesgremien forderten; Eugeniker aller Richtungen erörterten und debattierten die Idee, „Degenerierte zu ermorden“, als schnellsten Weg zu ihren Zielen.
Government-sanctioned murder of those deemed unfit was always one option on the table. And it wasn’t just playwrights like Bernard Shaw advocating for government death panels; eugenicists of all stripes discussed and debated the idea of “murdering degenerates” as the quickest way of achieving their goals.
„Missverstandene Rücksicht auf vermeintlich göttliche Gesetze und ein sentimentaler Glaube an die Heiligkeit des menschlichen Lebens verhindern tendenziell sowohl die Beseitigung defekter Säuglinge als auch die Sterilisation solcher Erwachsener, die selbst für die Gemeinschaft wertlos sind. Die Naturgesetze verlangen die Auslöschung der Untauglichen, und menschliches Leben ist nur dann wertvoll, wenn es der Gemeinschaft oder der Rasse nützt.“ – Madison Grant, Direktor der American Eugenics Society, 1915
“Mistaken regard for what are believed to be divine laws and a sentimental belief in the sanctity of human life tend to prevent both the elimination of defective infants and the sterilization of such adults as are themselves of no value to the community. The laws of nature require the obliteration of the unfit and human life is valuable only when it is of use to the community or race.” — Madison Grant, director of the American Eugenics Society, 1915
Doch die etablierten Eugeniker erkannten, dass dieser Ansatz im politischen und juristischen Klima jener Zeit nicht möglich war. Wie Henry Goddard in seiner berüchtigten Studie The Kallikak Family anmerkte: „Für den schwer Schwachsinnigen, den abstoßenden Unglücklichen, den man in unseren Anstalten sehen kann, haben einige die Todeskammer vorgeschlagen. Doch die Menschheit entfernt sich stetig von der Möglichkeit dieser Methode, und es ist nicht wahrscheinlich, dass sie je angewandt wird.“
But mainstream eugenicists realized that this approach was not possible in the political and judicial climate of the day. As Henry Goddard noted in his infamous study on The Kallikak Family: “For the low-grade idiot, the loathsome unfortunate that may be seen in our institutions, some have proposed the lethal chamber. But humanity is steadily tending away from the possibility of that method, and there is no probability that it will ever be practiced.”
Stattdessen mussten sie auf die andere Option zurückgreifen, die politisch annehmbarere Lösung, um die Unerwünschten an der Fortpflanzung zu hindern: die Zwangssterilisation.
Instead, they would have to turn to the other option, the more politically acceptable solution for stopping the undesirables from breeding: forced sterilization.
Indiana verabschiedete 1907 Amerikas erstes eugenisches Sterilisationsgesetz, und innerhalb weniger Jahre gab es ein Dutzend Bundesstaaten, in denen die für „untauglich“ Erklärten legal gegen ihren Willen sterilisiert wurden. Doch auch das reichte den Eugenikern nicht. Das Vorgehen war zu verstreut: Nach diesen Gesetzen waren erst einige Tausend Sterilisationen vorgenommen worden, und Indianas eigenes Zwangssterilisationsgesetz wurde 1921 vom Obersten Gericht des Bundesstaats aufgehoben.
Indiana passed America’s first eugenic sterilization law in 1907, and within only a few years there were a dozen states where those deemed “unfit” were being legally sterilized against their will. But still, this was not enough for the eugenicists. The approach was too scattershot: only a few thousand sterilizations had taken place under these laws, and Indiana’s own forced sterilization act was overturned by the state’s Supreme Court in 1921.
Wieder einmal sprang Harry Laughlin ein, Davenports rechte Hand am von Rockefeller finanzierten Eugenics Record Office, um das Problem zu lösen. Er entwarf 1922 ein „Mustergesetz zur eugenischen Sterilisation“, das zur Grundlage für Virginias Sterilisationsgesetz von 1924 wurde. Um die Fragen direkt anzugehen, beschlossen die Eugeniker, die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes selbst anzufechten und die Klage bis vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Sie brauchten nur den richtigen Musterfall. Und sie fanden ihn in Carrie Buck, einer 18-jährigen Insassin der Virginia State Colony for Epileptics and Feebleminded, die weder Epileptikerin noch schwachsinnig war.
Once again, Harry Laughlin, Davenport’s right-hand man at the Rockefeller-funded Eugenics Records Office, stepped in to solve the problem. He drafted a “Model Eugenic Sterilization” law in 1922 that became the basis for Virginia’s 1924 sterilization act. To confront the issues head on, the eugenicists decided to challenge the law’s constitutionality themselves and take the lawsuit all the way to the Supreme Court. All they needed was the right test case to bring to trial. And they found that case in Carrie Buck, an 18-year-old ward of the Virginia State Colony for Epileptics and Feebleminded, who was neither epileptic nor feeble-minded.
Amy Goodman: Aber fangen wir in den 1920er Jahren an, mit Carrie Buck.
Amy Goodman: But start back in the 1920s with Carrie Buck.
Adam Cohen: Sie ist eine junge Frau, die in Charlottesville, Virginia, bei einer alleinerziehenden Mutter aufwächst. Damals glaubte man, es sei oft besser, arme Kinder ihren Eltern wegzunehmen und in Mittelschichtfamilien unterzubringen. Sie kam also zu einer Pflegefamilie, die sie sehr schlecht behandelte. Sie durfte die Eltern nicht „Mutter“ und „Vater“ nennen. Sie erledigte viel Hausarbeit für sie und wurde an die Nachbarn vermietet. Und dann, eines Sommers, wurde sie vom Neffen ihrer Pflegemutter vergewaltigt. Sie wird unehelich schwanger. Und statt ihr bei dieser Schwangerschaft zu helfen, beschließen sie, sie für epileptisch und schwachsinnig erklären zu lassen, obwohl sie keines von beidem war, und sie wird in die Kolonie für Epileptiker und Schwachsinnige bei Lynchburg, Virginia, abgeschoben.
Adam Cohen: So she’s a young woman who is growing up in Charlottesville, Virginia, being raised by a single mother. Back then, there was a belief that it was better often to take poor children away from their parents and put them in middle-class homes. So she was put in a foster family that treated her very badly. She wasn’t allowed to call the parents “mother” and “father.” She did a lot of housekeeping for them and was rented out to the neighbors. And then, one summer, she was raped by the nephew of her foster mother. She becomes pregnant out of wedlock. And rather than help her with this pregnancy, they decide to get her declared epileptic and feeble-minded, though she was neither, and she’s shipped off to the Colony for Epileptics and Feebleminded outside of Lynchburg, Virginia.
Goodman: Und was geschah dort mit ihr?
Goodman: And what happened to her there?
Cohen: Sie kommt genau zur falschen Zeit dort an. Virginia hat gerade ein eugenisches Sterilisationsgesetz verabschiedet und will es vor Gericht prüfen lassen. Also stürzen sie sich auf Carrie Buck als perfekte Klägerin in diesem Verfahren. Sie beschließen, sie zur ersten Person in Virginia zu machen, die eugenisch sterilisiert wird, und plötzlich steckt sie mitten in einem Fall, der auf den Obersten Gerichtshof der USA zusteuert.
Cohen: So she gets there at just the wrong time. Virginia has just passed an eugenics sterilization law, and they want to test it in the courts. So they seize on Carrie Buck as the perfect plaintiff in this lawsuit. So they decide to make her the first person in Virginia who will be eugenically sterilized, and suddenly she’s in the middle of a case that’s headed to the U.S. Supreme Court.
SOURCE: Buck v. Bell: Inside the SCOTUS Case That Led to Forced Sterilization of 70,000 & Inspired the Nazis
Der Fall war eine Farce, nur inszeniert, um sich vom Obersten Gerichtshof die Zwangssterilisation absegnen zu lassen. Bucks „unabhängiger Anwalt“ war in Wirklichkeit Irving Whitehead, einer der Gründungsdirektoren eben der Kolonie, die ihre Sterilisation betrieb, und der Mann, der den Direktor ernannt hatte, der auf ihre Sterilisation drängte. Buck selbst war nicht schwachsinnig, ebenso wenig ihre Mutter oder ihre Tochter Vivian Buck, die Carrie infolge der Vergewaltigung zur Welt brachte und die schon als Säugling für „schwachsinnig“ erklärt wurde, weil, wie eine Sozialarbeiterin im Prozess aussagte, „es einen Blick hat, der nicht ganz normal ist, aber was genau es ist, kann ich nicht sagen“.
The case was a sham, concocted merely to get the Supreme Court’s stamp of approval on the issue of forced sterilization. Buck’s “independent counsel” was, in fact, Irving Whitehead, one of the founding directors of the colony that was pushing to sterilize her and the man who appointed the director that was pushing for her sterilization. Buck herself was not feeble-minded, nor was her mother, nor was her daughter, Vivian Buck, who Carrie bore as a result of being raped and who was declared “feeble-minded” as a baby, because, as a social worker testified during the trial, “There is a look about it that is not quite normal, but just what it is, I can’t tell.”
Keine dieser Tatsachen spielte für den Obersten Gerichtshof eine Rolle. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Präsidenten und obersten Richters William Howard Taft stimmte das Gericht mit 8 zu 1 dafür, Bucks Zwangssterilisation und die Verfassungsmäßigkeit des eugenischen Sterilisationsgesetzes von Virginia selbst zu bestätigen. Die Begründung schrieb einer der berühmtesten und angesehensten Richter in der Geschichte des Gerichts, Oliver Wendell Holmes Jr., selbst ein Eugeniker aus dem Kreis der sogenannten „Boston Brahmins“, des erblichen Establishments der Ostküste.
None of these facts mattered to the Supreme Court. Presided over by former President and Chief Justice William Howard Taft, the Court voted 8-to-1 in favor of upholding Buck’s forced sterilization and the constitutionality of the Virginia eugenics sterilization law itself. Writing the decision was one of the most famous and venerated Justices in the history of the court, Oliver Wendell Holmes, Jr., himself a eugenicist from the so-called “Boston Brahmin” sect of the hereditary East Coast establishment.
In seiner Entscheidung rechtfertigte Holmes die Zwangssterilisation von Menschen wie Buck mit dem Recht des Staates, seine Bürger gegen ihren Willen zu impfen:
In his decision, Holmes justified the forced sterilization of those like Buck by calling on the government’s right to vaccinate its citizens against their will:
„Es ist für die ganze Welt besser, wenn die Gesellschaft, statt abzuwarten, bis sie entartete Nachkommen für Verbrechen hinrichtet oder sie wegen ihres Schwachsinns verhungern lässt, diejenigen, die offenkundig untauglich sind, daran hindern kann, ihre Art fortzusetzen. Der Grundsatz, der die Impfpflicht trägt, ist weit genug, um auch das Durchtrennen der Eileiter abzudecken“, erklärte er, bevor er mit dem berüchtigten Satz schloss: „Drei Generationen von Schwachsinnigen sind genug.“
“It is better for all the world if, instead of waiting to execute degenerate offspring for crime or to let them starve for their imbecility, society can prevent those who are manifestly unfit from continuing their kind. The principle that sustains compulsory vaccination is broad enough to cover cutting the Fallopian tubes,” he declared before infamously concluding: “ Three generations of imbeciles are enough.”
Damit waren die Schleusen geöffnet. Neue Gesetze wurden erlassen und alte an die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs angepasst. Zwangssterilisationen, die zuvor verdeckt und unauffällig vorgenommen worden waren, wurden nun mit Stolz gemeldet. Aus einigen Tausend gegen ihren Willen sterilisierten Menschen wurden Zehntausende. Die Ära der Eugenik, ins Leben gerufen durch die gewaltigen Vermögen der Rockefellers und ihresgleichen, war angebrochen. Und mit einem sehr kräftigen Anschub der Rockefellers sollte sie bald international werden.
And with that, the floodgates were opened. New laws were enacted and old laws revised to comport with the Supreme Court’s decision. Forcible sterilizations, taking place in a covert and low-key manner before, were now reported with pride. A few thousand individuals sterilized against their will became tens of thousands. The eugenics era, brought into being by the immense fortunes of the Rockefellers and their ilk, had arrived. And, with the aid of a very dramatic push by the Rockefellers, it was about to go international.
Ab November 1922 und in den 1920er Jahren immer stärker vergab die Rockefeller-Stiftung eine Reihe von Zuschüssen und Stipendien an deutsche Wissenschaftler. Nach heutigem Geld Millionen Dollar wert, verwandelten diese Stipendien den deutschen Wissenschaftsbetrieb, der nach dem Ersten Weltkrieg am Boden lag. Das Geld der Stiftung floss in die Kassen der Kaiser-Wilhelm-Institute, einer Reihe wissenschaftlicher Einrichtungen, zu denen ein Institut für Psychiatrie und ein Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik gehörten.
Beginning in November 1922 and increasingly throughout the 1920s, the Rockefeller Foundation began a series of grants and fellowships to German scientists. Equivalent to millions of dollars in today’s money, these fellowships transformed the German scientific establishment, devastated in the wake of World War I. The Foundation’s money found its way into the coffers of the Kaiser Wilhelm Institutes, a series of scientific organizations that included an Institute for Psychiatry and an Institute for Anthropology, Human Heredity and Eugenics.
Einer der Hauptnutznießer dieser Rockefeller-Großzügigkeit war Ernst Rüdin, leitender Forscher am Kaiser-Wilhelm-Institut für Psychiatrie und einer der wichtigsten Architekten des deutschen Eugenik-Programms im Dritten Reich. Rüdin gab die offiziellen Regeln und den Kommentar zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses mit heraus, das am 14. Juli 1933 verabschiedet wurde, keine sechs Monate nachdem Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte. Das Gesetz war, wie das Gesetz von Virginia, das der Oberste Gerichtshof bestätigt hatte und das zur Sterilisation von Carrie Buck und Zehntausenden anderen Amerikanern führte, nach dem Vorbild von Harry Laughlins Mustergesetz zur eugenischen Sterilisation gestaltet. Es schuf „Erbgesundheitsgerichte“, die die Sterilisation von „Defekten“ in acht verschiedenen Kategorien anordnen konnten: Schwachsinnige, Schizophrene, manisch-depressiv Kranke, an Chorea Huntington Leidende, Epileptiker, Menschen mit erblichen Missbildungen, Blinde und Gehörlose. Alkoholiker als neunte Kategorie konnten wahlweise hinzugefügt werden, mit dem Hinweis, gewöhnliche Trinker nicht einzubeziehen. Bis Ende des Jahres wurden 62.400 Deutsche für fortpflanzungsuntauglich befunden und gegen ihren Willen sterilisiert. Bis 1945 stieg diese Zahl auf 400.000.
One of the main beneficiaries of this Rockefeller largesse was Ernst Rüdin, a head researcher at the Kaiser Wilhelm Institute for Psychiatry and a key architect of Germany’s eugenics program under the Third Reich. Rüdin co-edited the official rules and commentary on the Law for the Prevention of Defective Progeny, which was passed on July 14, 1933, less than six months after Hitler was appointed interim chancellor by President Paul von Hindenburg. The law, like the Virginia law that the Supreme Court upheld and that led to the sterilization of Carrie Buck and tens of thousands of other Americans, was modeled on Harry Laughlin’s Model Eugenic Sterilization legislation. It formed “Genetic Health Courts” which could mandate sterilization of “defectives” in eight different categories: the feeble-minded, schizophrenics, manic depressives, sufferers of Huntington’s chorea, epileptics, those with hereditary deformities, the blind and the deaf. Alcoholics, a ninth category, were to be optionally added to the list, with a caution against inclusion of ordinary drunkards. By the end of the year, 62,400 Germans were found unfit to breed and sterilized against the will. By 1945, that number had reached 400,000.
In den 1940er Jahren wurde dieses Eugenik-Programm mit der Aktion T4 zur „Euthanasie“ ausgeweitet; über 70.000 Kinder, alte Menschen und psychiatrische Patienten wurden vom NS-Regime ermordet.
In the 1940s, that eugenics program was to expand into euthanasia under the Aktion T4 program, resulting in over 70,000 children, senior citizens, and psychiatric patients being murdered by the Nazi regime.
Als sich der Staub des Zweiten Weltkriegs legte, war der Begriff „Eugenik“ in den Köpfen der breiten Öffentlichkeit gleichbedeutend mit den Nazis. Die empörten Eugeniker wussten, dass ihre Arbeit nicht länger unter dem Namen Eugenik weitergehen konnte. Das hieß aber nicht, dass sie nicht weitergehen konnte.
As the dust settled on World War II, the name of “eugenics” became synonymous with the Nazis in the minds of the general public. The eugenicists, outraged, knew that their work could not continue any longer under the name of eugenics. But that didn’t mean that it couldn’t continue.
Richard Grove: Nach dem Zweiten Weltkrieg hört man also nicht mehr von Eugenik. Was man hört, ist Molekularbiologie und solche umgangssprachlichen Begriffe, die von der Rockefeller-Stiftung entwickelt wurden, einer der Familien, die in Amerika hauptsächlich mithalfen, das in Amerika, in Großbritannien, in Deutschland zu finanzieren, und die in dieser Zeit auch Hitler finanzierten. Es gibt also viele Überschneidungen zwischen den Leuten, die tatsächlich Völkermord finanzierten, und den Leuten, die Vorstellungen davon hatten, die Bevölkerung auszudünnen, Bevölkerungskontrolle zu betreiben und Menschen zu sterilisieren, und diese Ideen leben weiter und durchdringen die Gesellschaft bis heute.
Richard Grove: So after World War II you don’t hear about it anymore as eugenics. What you hear is molecular biology, and these sorts of colloquial terms that were developed by the Rockefeller Foundation, which was one of the families primarily in America that was helping to fund it in America, in Britain, in Germany, who also funded Hitler during that time. So there’s a lot of overlaps between the people who were actually out there funding genocide and the people who had ideas about culling the population, population control and sterilizing people, and these ideas go on and permeate society to this day.
Wie Frederick Osborne, Mitbegründer der American Eugenics Society, schrieb: „Eugenische Ziele werden am ehesten unter einem anderen Namen als Eugenik erreicht.“ So zog er mit der American Eugenics Society in die Büros des Population Council von John D. Rockefeller III. und wurde 1957 dessen Präsident.
As American Eugenics Society co-founder Frederick Osborne wrote: “Eugenic goals are most likely to be attained under a name other than eugenics.” Thus, he moved the American Eugenics Society into the offices of John D. Rockefeller III’s Population Council, becoming president in 1957.
Die Rockefellers und ihre Mit-Öligarchen hatten sich über Generationen als Hüter des Planeten gesehen, die ihn vor der steigenden Flut der genetisch Minderwertigen schützten. Sie dachten nicht daran, dieses Vorhaben aufzugeben. Sie mussten es einfach unter einem anderen Namen verpacken.
The Rockefellers and their fellow oiligarchs had for generations felt themselves to be stewards of the planet, protecting it from the rising tide of the genetically inferior. They were not about to give up that quest. They would simply have to package it under a different name.
TEIL ZWEI: ÖLIGARCHEN FÜR DEN KLIMAWANDEL
PART TWO: OILIGARCHS FOR CLIMATE CHANGE
Maurice Strong: Bei all den Belegen, die wir in unseren Vorbereitungen für die Stockholmer Konferenz gesammelt haben, einschließlich der Ansichten vieler führender Wissenschaftler der Welt, bin ich überzeugt, dass man die Untergangspropheten ernst nehmen muss. Mit anderen Worten: Der Weltuntergang ist möglich. Ebenso überzeugt bin ich, dass er nicht unausweichlich ist.“
Maurice Strong: With all the evidence that we’ve amassed in our preparations for the Stockholm Conference, including the views of many of world’s leading scientists, I am convinced that the prophets of doom have got to be taken seriously. In other words, doomsday is a possibility. I am equally convinced that doomsday is not inevitable.”
Auf dem Papier wäre es fast unmöglich, einen unwahrscheinlicheren Kandidaten für den „Paten“ der modernen Umweltbewegung zu finden als Maurice Strong. Als Schulabbrecher ohne Mittelschulabschluss aus einer armen Familie im ländlichen Manitoba, die von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffen war, ist schon Strongs kometenhafter Aufstieg zu Reichtum und politischem Einfluss bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist die schiere Zahl der Umweltorganisationen, die er gründete, der Konferenzen, deren Vorsitz er führte, der Kampagnen, die er leitete, und der Ehrungen, die er im Lauf seiner Laufbahn erhielt: Organisator der Stockholmer Umweltkonferenz, Gründungsdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Generalsekretär des Erdgipfels von Rio, Gründer des Earth Council und der Bewegung für die Erd-Charta, Vorsitzender des World Resources Institute, Mitglied der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und Vorstandsmitglied einer verwirrenden Vielzahl von Organisationen, vom International Institute for Sustainable Development über das Stockholm Environment Institute bis zum African-American Institute.
On paper, it would be almost impossible to find a less likely candidate for “Godfather” of the modern environmental movement than Maurice Strong. A junior high school dropout from a poor family in rural Manitoba struck hard by the great depression, Strong’s meteoric rise to the heights of wealth and political influence is itself remarkable. The sheer number of environmental organizations that he founded, conferences he chaired, campaigns he directed and accolades he received over the course of his career is even more remarkable: Organizer of the Stockholm Environmental Conference, founding director of the United Nations Environment Program, Secretary General of the Rio Earth Summit, founder of the Earth Council and the Earth Charter movement, chair of the World Resources Institute, commissioner of the World Commission on Environment and Development, and board member of a bewildering array of organizations, from the International Institute for Sustainable Development to the Stockholm Environment Institute to the African-American Institute.
Doch das vielleicht Bemerkenswerteste an Strong, dieser allgegenwärtigen Figur der Umweltbewegung des 20. Jahrhunderts, war seine Herkunft: ein mit den Rockefellers verbundener Millionär aus den Ölfeldern Albertas, der seine Zeit zwischen Umweltkampagnen und der Leitung großer Ölkonzerne aufteilte.
But perhaps the most remarkable thing about Strong, this ubiquitous figure of the 20th century environmental movement, was his background: a Rockefeller-connected millionaire from the Alberta oil patch who divided his time between environmental campaigning and running major oil companies.
Um zu verstehen, wie es dazu kam, müssen wir die Geschichte der Entstehung der Umweltbewegung betrachten. In der Nachkriegszeit setzte der Wunsch, die Bevölkerung zu kontrollieren, eine neue Maske auf: den Schutz der Welt vor Rohstofferschöpfung, Verschmutzung und ökologischer Katastrophe. Und wie immer war die Familie Rockefeller zur Stelle, um die Finanzierung und organisatorische Unterstützung zu liefern, mit der sich diese aufstrebende Bewegung auf ihre eigenen Ziele lenken ließ.
To understand how this came about, we have to examine the history of the emergence of the environmental movement. In the post-war period, the desire to control the population put on a new mask: protecting the world from resource depletion, pollution and ecological catastrophe. And, as always, the Rockefeller family was there to provide the funding and organizational support to steer this burgeoning movement toward their own ends.
Raymond Burr: Präsident Nixon und der Kongress der Vereinigten Staaten setzten die Kommission für Bevölkerungswachstum und die Zukunft Amerikas ein. Vorsitzender dieser einzigartigen Kommission ist John D. Rockefeller III.
Raymond Burr: President Nixon and the United States Congress established the Commission on Population Growth and the American Future. The chairman of this unique commission is John D. Rockefeller III.
John D. Rockefeller III.: Es ist ein sehr weitreichender Auftrag. Niemand hatte zuvor einen von dieser Art, und allein daraus ergab sich die Frage der Lebensqualität als die anscheinend zentrale Frage.
John D. Rockefeller III: There’s a very broad-ranging mandate. Nobody’s had one of this character before and just from that this question of quality of life just emerged as the seemingly key issue.
Burr: Aber das Hauptergebnis war, dass eine Stabilisierung irgendeiner Art für das Land eindeutig wünschenswert ist.
Burr: But the main finding was that stabilization of some kind is clearly desirable for the country.
JDR3: Ja, wir haben gesagt, dass anerkannt ist, dass die Bevölkerung nicht unbegrenzt weiterwachsen kann. Das stellt niemand in Frage, und wir haben aufgrund unserer Ergebnisse gesagt, dass die Nation jetzt eine stabilisierte Bevölkerung begrüßen und planen sollte. Die ganze Frage von Verschmutzung, Umwelt und Bevölkerung rückte erstaunlich schnell in den Vordergrund, und Präsident Nixon gab im Juli 1969 vor dem Kongress eine Erklärung ausschließlich zu diesem Thema ab. Ich möchte nur zwei Sätze aus dieser Erklärung vorlesen, weil sie, glaube ich, seine Sorge in dieser Sache zeigen und dass er ihre Bedeutung hier und in der ganzen Welt erkennt. Er sagte: „Eine der ernstesten Herausforderungen für das Schicksal der Menschheit im letzten Drittel dieses Jahrhunderts wird das Wachstum der Bevölkerung sein. Ob die Antwort des Menschen auf diese Herausforderung im Jahr 2000 Anlass zu Stolz oder zu Verzweiflung sein wird, hängt sehr davon ab, was wir heute tun.“
JDR3: Yes, we said that it is recognized that population cannot continue to grow indefinitely. Nobody question that and we said from our findings (that) we felt that now the nation should welcome and plan for a stabilized population. The whole question of pollution, environment and population came very much to the fore in amazingly rapid time and President Nixon in July of 1969 made a statement to the Congress exclusively on this question, and I’d like to read just two sentences from that statement, as I think it’s indicative of his concern in regard to the subject and his recognition of its importance here and around the world. He said, “One of the most serious challenges to human destiny in the last third of this century will be the growth of the population. Whether man’s response to this challenge will be a cause for pride or for despair in the year 2000 will depend very much on what we do today.”
An der Seite der Rockefellers gestalteten ihre Mit-Öligarchen jenseits des Atlantiks die internationale Umweltbewegung, darunter die britischen Royals hinter BP und die niederländischen Royals hinter Royal Dutch Shell. Und den Übergang von der Eugenik zur Bevölkerungskontrolle und zum Umweltschutz bahnte Julian Huxley, Bruder des Autors von Schöne neue Welt, Aldous Huxley, und Enkel von „Darwins Bulldogge“ T.H. Huxley.
Joining the Rockefellers in shaping the international environmental movement were their fellow oiligarchs across the Atlantic, including the British royals behind BP and the Dutch Royals behind Royal Dutch Shell. And facilitating the transition from eugenics to population control to environmentalism was Julian Huxley, brother of Brave New World author Aldous Huxley and grandson of “Darwin’s bulldog” T.H. Huxley.
Julian Huxley war überzeugter Eugeniker und von 1959 bis 1962 Vorsitzender der British Eugenics Society. Doch wie die anderen Eugeniker der Nachkriegszeit verstand er, dass die inzwischen diskreditierte Arbeit der Eugenik unter anderem Deckmantel weitergeführt werden musste. Als Gründungsdirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) schrieb Huxley im Gründungsdokument der Organisation darüber, wie man Wege finden müsse, die Sache der Eugenik wieder politisch tragfähig zu machen:
Julian Huxley was a committed eugenicist, chairing the British Eugenics Society from 1959 to 1962. But, like the other eugenicists of the post-war era, he understood the need to pursue the now-discredited work of eugenics under a different guise. The founding director of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), Huxley wrote in the agency’s founding document about the need to find ways to make the cause of eugenics politically viable once again:
„Derzeit ist die indirekte Wirkung der Zivilisation wahrscheinlich eher dysgenisch als eugenisch; und jedenfalls scheint es wahrscheinlich, dass das tote Gewicht genetischer Dummheit, körperlicher Schwäche, geistiger Labilität und Krankheitsanfälligkeit, das in der menschlichen Spezies bereits vorhanden ist, sich als zu große Last erweisen wird, um echten Fortschritt zu erreichen. Auch wenn es also durchaus zutrifft, dass jede radikale eugenische Politik für viele Jahre politisch und psychologisch unmöglich sein wird, wird es für die UNESCO wichtig sein, dafür zu sorgen, dass das eugenische Problem mit größter Sorgfalt untersucht und die Öffentlichkeit über die auf dem Spiel stehenden Fragen informiert wird, damit vieles, was jetzt undenkbar ist, wenigstens denkbar werden kann.“
“At the moment, it is probable that the indirect effect of civilisation is dysgenic instead of eugenic; and in any case it seems likely that the dead weight of genetic stupidity, physical weakness, mental instability, and disease-proneness, which already exist in the human species, will prove too great a burden for real progress to be achieved. Thus even though it is quite true that any radical eugenic policy will be for many years politically and psychologically impossible, it will be important for UNESCO to see that the eugenic problem is examined with the greatest care, and that the public mind is informed of the issues at stake so that much that now is unthinkable may at least become thinkable.”
Huxley fand die perfekte Fassade für die Wiedereinführung jener „undenkbaren“ eugenischen Ideen 1948, als er die UNESCO als Sprungbrett zur Gründung der International Union for the Conservation of Nature nutzte, und dann wieder 1961, als er diese Organisation als Sprungbrett zur Gründung des World Wildlife Fund nutzte. Mitbegründer des Fonds an Huxleys Seite waren nicht nur Prinz Bernhard der Niederlande, Gründer der Bilderberg-Gruppe und früherer Angestellter des IG-Farben-Konzerns, und Prinz Philip von England, sondern auch Godfrey A. Rockefeller aus der Rockefeller-Dynastie. Gemeinsam gelobten sie, „die öffentliche Meinung zu nutzen und die Welt über die Notwendigkeit des Naturschutzes aufzuklären“.
Huxley found the perfect front for the re-introduction of those “unthinkable” eugenical ideas in 1948, when he used UNESCO as a springboard for founding the International Union for the Conservation of Nature, and then again in 1961, when he used that agency as a springboard to create the World Wildlife Fund. Joining Huxley as co-founders of the fund were not only Prince Bernhard of the Netherlands, founder of the Bilderberg Group and former employee of the IG Farben conglomerate, and Prince Philip of England, but Godfrey A. Rockefeller of the Rockefeller dynasty. Together, they pledged to “harness public opinion and educate the world about the necessity for conservation.”
Jahre der „Aufklärung“ über die Belastung, die die wachsende Menschheit für die Ressourcen der Erde darstelle, bezahlt von genau den Öligarchen, die das vergangene Jahrhundert damit verbracht hatten, einen der wichtigsten Rohstoffe der Welt zu monopolisieren, führten unweigerlich zu einem vorhersehbaren Schluss:
Years of “education” about the strain that the growing human population put on the resources of the earth, paid for by the very oiligarchs who had just spent the past century monopolizing one of the world’s key resources, led, inevitably to a predictable conclusion:
Hugh Downs: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist eine internationale Bewegung im Gang. Die Völker der Nationen und die Nationen der Welt haben sich zusammengetan, um die Antworten zu finden. Dieses Gebäude und die Vertreter der Welt halten die Lösung in Händen. Wir haben gesehen, was wir getan haben, um die Zerstörung unserer Erde herbeizuführen. Ist es nicht jetzt an der Zeit, die Krankheit zu heilen, die wir selbst geschaffen haben?
Hugh Downs: Now for the first time in the history of man, an international movement is underway. The people of the nations and the nations of the world have joined together to find the answers. This building and the worlds representatives hold the solution. We’ve seen what we’ve done to bring about the destruction of our Earth. Is it not the time now to cure the disease that we ourselves have created?
Ja, die „Heilung“ für die „Krankheit“ Menschheit war laut dieser von Rockefeller finanzierten Propaganda, in der John D. Rockefeller III. als Experte auftrat, bei den Vereinten Nationen zu finden, deren Hauptsitz die Familie Rockefeller selbst so großzügig gestiftet hatte. Und der erste Schritt zu dieser Heilung war die Organisation der UN-Konferenz über die menschliche Umwelt 1972 in Stockholm, der ersten internationalen Umweltkonferenz der Welt.
Yes, the “cure” for the “disease” of mankind, according to Rockefeller-funded propaganda featuring John D. Rockefeller III as an expert commentator, was to be found at the United Nations, whose headquarters had been so graciously donated by the Rockefeller family itself. And the first step toward discovering that cure was to organize the UN Conference on the Human Environment in Stockholm in 1972, the world’s first international environmental conference.
Sprecher: Elf Tage lang im Juni 1972 war Stockholm ein Magnet für alle, die sich um die Umwelt sorgten: 1.200 offizielle Delegierte aus 113 Nationen waren zur ersten Internationalen Konferenz über die menschliche Umwelt in Stockholm. Das Treffen, zuerst von Schweden bei den Vereinten Nationen vorgeschlagen und 1968 von der Generalversammlung gebilligt, zog weltweite Aufmerksamkeit auf sich.
Narrator: For 11 days in June 1972, Stockholm was a magnet for everyone concerned with the environment: 1,200 official delegates from 113 nations were in Stockholm for the 1st International Conference on the Human Environment. The meeting, first proposed to the United Nations by Sweden and approved by the General Assembly in 1968, attracted worldwide attention.
In nur vier Jahren war das Thema der menschlichen Umwelt von den hinteren Zeitungsseiten auf die Schlagzeilen der Titelseite gerückt.
In four short years, the topic of the human environment had gone from the back pages of newspapers to make headlines on page 1.
QUELLE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Teil 1)
SOURCE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Part 1)
Und wer wäre besser geeignet gewesen, die Konferenz zu leiten und das institutionelle Fundament für diese aufstrebende, von den Öligarchen unterstützte Bewegung zu legen, als ein ausgemachter Ölmann?
And who better to oversee the conference and lay the institutional groundwork for this burgeoning, oiligarch-supported movement, than a consummate oil man?
Maurice Strong: Schon die Tatsache, dass die Konferenz mit 113 teilnehmenden Ländern begann, mit sehr hochrangigen Delegationen aus diesen Ländern, war an sich ein sehr bedeutender Fortschritt. Denn das zeigte mehr als alles andere die echte Sorge der Mehrheit der Länder der Welt.
Maurice Strong: The very fact that the conference began with 113 participating countries, with very high-level delegations from those countries, this in itself represented a very significant step forward. Because this demonstrated more than anything else the real concern of the majority of countries in the world.
QUELLE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Teil 1)
SOURCE: 1972 United Nations Conference on the Human Environment (Part 1)
Sein Leben lang hatte Maurice Strong die unheimliche Gabe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die richtige Person zu treffen und aufzusteigen. 1929 in Oak Lake, Manitoba, geboren und von der Weltwirtschaftskrise gezeichnet, brach der ehrgeizige junge Strong mit 14 die Schule ab und zog nach Norden, um Arbeit zu suchen. In Chesterfield Inlet bekam Strong eine Stelle als Pelzaufkäufer für die Hudson’s Bay Company und lernte dort „Wild“ Bill Richardson kennen, einen Prospektor, dessen Frau Mary McColl aus der Familie hinter McColl-Frontenac stammte, einem der größten Ölkonzerne Kanadas.
All his life, Maurice Strong had the uncanny ability to be in the right place at the right time to meet the right person to advance up the ranks. Having been born in Oak Lake, Manitoba, in 1929, and suffering through the Great Depression, the ambitious young Strong dropped out of school at age 14 and headed north to look for work. Finding his way to Chesterfield Inlet, Strong got a job as a fur buyer for the Hudson’s Bay Company and there met “Wild” Bill Richardson, a prospector whose wife, Mary McColl, hailed from the family behind McColl-Frontenac, one of Canada’s largest oil companies.
Elaine Dewar: Mr. Strong betritt also die große Welt über einen Mann namens „Wild“ Bill Richardson, eine Art Prospektor, der in eine Ölfamilie namens McColl eingeheiratet hatte, deren Firma McColl-Frontenac hieß. Sie war ein großer Importeur von Öl aus dem Nahen Osten und war längst über ein Maklerhaus namens Nesbitt Thomson von der Texaco übernommen worden. Mr. Strong wurde also gewissermaßen schon sehr jung in die Welt des großen Ölgeschäfts und der Rohstoffe eingeführt. Er fiel als sehr kluger Junge auf, wurde von einem Mann namens Paul Martin Sr. unter die Fittiche genommen, einem Kabinettsminister, dessen Sohn später Premierminister Kanadas werden sollte, und über Leute ganz an der Spitze in die Ölbranche eingeführt, und dazu gehörte auch David Rockefeller.
Elaine Dewar: So, Mr. Strong enters the big world through a guy by the name of ‘Wild’ Bill Richardson, who was a sort of prospector married into an oil family called McColl whose company was called McColl-Frontenac. It was a major importer of oil from the Middle East that had been taken over long since by the Texaco Company through a brokerage house called Nesbitt Thomson. In a way, Mr. Strong was introduced to the world of Big Oil and the world of resources at a very young age. He was picked up as a very smart kid, taken under the wing of a man named Paul Martin Sr., who was a cabinet minister and whose son would go on to become the Prime Minister of Canada and introduced to the oil patch though people at the very top — and that would include David Rockefeller.
Über die Richardsons knüpfte Strong eine Reihe immer unwahrscheinlicherer Verbindungen. Zuerst wurde er dem Schatzmeister der damals ganz neuen Vereinten Nationen vorgestellt, Noah Monod. Unglaublicherweise verschaffte Monod Strong nicht nur eine Stelle als einfacher Sicherheitsbeamter im UN-Hauptquartier, er ließ den jungen Bauernjungen aus Manitoba auch bei sich in New York wohnen. Und dort stellte Monod Strong dem wichtigsten Kontakt seines Lebens vor: David Rockefeller.
Through the Richardsons, Strong made a series of increasingly unlikely connections. First he was introduced to the Treasurer of the then-brand new United Nations, Noah Monod. Unbelievably, Monod didn’t just secure Strong a job as a junior security officer at UN headquarters, he allowed the young Manitoba farm boy to live with him in New York. And while there, Monod introduced Strong to the most important contact of his life, David Rockefeller.
Von diesem Moment an war Strong ein gemachter Mann. Und von diesem Moment an waren, wohin Strong auch ging, Rockefeller und seine Vertrauten irgendwo im Hintergrund.
From that moment on, Strong was a made man. And from that moment on, wherever Strong went, Rockefeller and his associates were there somewhere in the background.
Es war ein Standard-Oil-Veteran, Jack Gallagher, der Strong in den Ölfeldern Albertas den großen Durchbruch verschaffte, als er seinen Sicherheitsjob bei der UNO aufgab, um nach Kanada zurückzukehren. Und als Maurice Strong plötzlich beschloss, diesen Job aufzugeben, sein Haus zu verkaufen und nach Afrika zu reisen, verdiente er seinen Unterhalt bei Rockefellers CalTex in Nairobi.
It was a Standard Oil veteran, Jack Gallagher, who gave Strong his big break in the Alberta oil patch when he quit his UN security job to return to Canada. And when Maurice Strong suddenly decided to quit that oil patch job, sell his house, and travel to Africa, he supported himself working for Rockefeller’s CalTex in Nairobi.
Als er diese Stelle 1954 aufgab und zurück in Kanada eine eigene Firma gründete, stellte er Henrie Brunie (einen engen Freund des Rockefeller-Vertrauten John J. McCloy) als Geschäftsführer ein und berief zwei Vertreter von Standard Oil of New Jersey in den Vorstand. Mit Ende zwanzig führte er seine eigene Firma und war bereits Millionär.
When he quit that job in 1954 and started his own company back in Canada, he hired Henrie Brunie (a close friend of Rockefeller associate John J. McCloy) to manage it, and appointed two Standard Oil of New Jersey reps to its board. By his late 20s he was running his own company and was already a millionaire.
Wie sein ganzes Leben lang nutzte Maurice Strong diese Verbindungen und Gelegenheiten voll aus. Nachdem er zum Organisator der UN-Umweltkonferenz in Stockholm bestimmt worden war, wurde er Treuhänder der Rockefeller-Stiftung, die dann sein Büro für den Stockholmer Gipfel finanzierte und ihm die Carnegie-Stipendiatin Barbara Ward und den Rockefeller-Ökologen René Dubos für sein Team stellte. Strong beauftragte sie, „Only One Earth“ zu schreiben, einen Grundlagentext zur nachhaltigen Entwicklung, der von Globalisten kräftig angepriesen wird als Schlüsseldokument für die Förderung einer globalen Bewirtschaftung der Ressourcen.
As he would throughout his life, Maurice Strong capitalized on these connections and opportunities to full effect. After being chosen to organize the UN environmental conference in Stockholm, he was appointed a Trustee of the Rockefeller Foundation, which then funded his office for the Stockholm summit and supplied Carnegie Fellow Barbara Ward and Rockefeller ecologist Rene Dubos for his team. Strong commissioned them to write “Only One Earth,” a foundational text in the sustainable development arena that is heavily touted by globalists as a key document for promoting the global management of resources.
Der Stockholmer Gipfel von 1972 wird noch heute als Meilenstein in der Geschichte der modernen Umweltbewegung gefeiert. Er führte nicht nur zu den ersten staatlich verwalteten Umwelt-Aktionsplänen in Europa, sondern auch zur Schaffung einer ganz neuen UN-Bürokratie: des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Natürlich ernannte die UNO Maurice Strong zum ersten Direktor des UNEP.
The 1972 Stockholm summit is still hailed as a landmark moment in the history of the modern environmental movement, leading not only to the first governmentally-administered environmental action plans in Europe but the creation of an entirely new UN bureaucracy: the United Nations Environment Programme (UNEP). Naturally, the UN appointed Maurice Strong as UNEP’s first director.
Kurz darauf setzte Strong sein Doppelleben fort, indem er geradewegs zurück ins Ölgeschäft sprang.
Shortly thereafter, Strong continued his double life by jumping straight back into the oil patch.
Ostkanada war vom Ölembargo der OPEC besonders hart getroffen, und deshalb gründete der damalige Premierminister Pierre Trudeau PetroCanada, Kanadas staatlichen Ölkonzern. Und wen holte er als ersten Präsidenten des Unternehmens? Niemand anderen als den von Rockefeller unterstützten „Umweltkämpfer“ Maurice Strong.
Eastern Canada was hit particularly hard by the OPEC oil embargo, and as a result then-Prime Minister Pierre Trudeau created PetroCanada, Canada’s national oil company. And who did he tap as the company’s first president? None other than that crusading Rockefeller-backed “environmentalist,” Maurice Strong.
Nachdem er diesen Posten 1978 verlassen hatte, setzte Strong eine kaum zu glaubende Reihe von Ernennungen in Regierung, Privatwirtschaft und internationalen Organisationen fort, vom Vorsitz der Canada Development Investment Corporation über den Vorsitz von AZL Resources Incorporated bis zur Leitung des Hungerhilfeprogramms der UNO in Afrika.
Leaving that post in 1978, Strong continued with a scarcely believable series of governmental, private sector and international appointments, from Chairman of the Canada Development Investment Corporation to Chairman of AZL Resources Incorporated to leading the UN’s famine relief program in Africa.
1987 half Strong bei der Organisation einer weiteren Umweltkonferenz, viel weniger bekannt, aber nicht weniger bemerkenswert als der Stockholmer Gipfel. Das Treffen, 4. Weltkongress der Wildnis genannt, fand in Denver, Colorado, statt und brachte Strong, David Rockefeller, Edmond de Rothschild, den damaligen Finanzminister James Baker und eine Schar weiterer Öligarchen, Bankiers, Washingtoner Machtspieler und Globalisten zusammen, angeblich um über die Umwelt zu sprechen. Was sie tatsächlich besprachen, war noch weitaus unglaublicher:
In 1987, Strong helped to organize another environmental conference, much less known but no less remarkable than the Stockholm summit. Dubbed the 4th World Wilderness Congress, the meeting took place in Denver, Colorado, and brought together Strong, David Rockefeller, Edmond de Rothschild, then-Treasury Secretary James Baker, and a gaggle of other oiligarchs, bankers, Washington power players and globalists, ostensibly to talk about the environment. What they actually discussed was altogether more incredible:
DAVID LANG: Ich schlage deshalb vor, dass dies nicht über einen demokratischen Prozess verkauft wird. Das würde zu lange dauern und viel zu viel von den Mitteln verschlingen, um das Kanonenfutter zu erziehen, das leider die Erde bevölkert. Wir müssen ein fast elitäres Programm verfolgen, damit wir über unsere aufgeblähten Bäuche hinausblicken und in die Zukunft schauen können, in Zeiträumen und mit Ergebnissen, die nicht leicht zu verstehen sind oder die sich, intellektuell redlich, nicht auf irgendeine vereinfachte Definition herunterbrechen lassen.
DAVID LANG: I suggest therefore that this be sold not through a democratic process. That would take too long and devour far too much of the funds to educate the cannon fodder, unfortunately, that populates the earth. We have to take almost an elitist program, [so] that we can see beyond our swollen bellies, and look to the future in time frames and in results which are not easily understood, or which can be, with intellectual honesty, be reduced down to some kind of simplistic definition.
Das waren die Worte von David Lang, einem Bankier aus Montreal, der auf der Konferenz sprach. Und für Lang, die Rockefellers, die Rothschilds und die anderen bei dem Treffen versammelten Bankiers und Öligarchen ist die allgemeine Bevölkerung „Kanonenfutter“, das „leider […] die Erde bevölkert“. Dieses offene Eingeständnis, eine perfekte Zusammenfassung der eugenischen Ideen im Kern der globalen Naturschutzbewegung, die die Öligarchen selbst ins Leben finanziert hatten, wurde von George Hunt auf Band festgehalten, einem Geschäftsmann aus Boulder, Colorado, der sich als besorgter Bürger freiwillig als Helfer für die Konferenz gemeldet hatte und entsetzt war von dem, was er dort miterlebte. Er veröffentlichte Anfang der 1990er Jahre seine eigenen Aufnahmen der Sitzungen, um die Öffentlichkeit vor dieser Gruppe und ihren letzten Zielen zu warnen.
Those were the words of David Lang, a banker from Montreal who spoke during the conference. And to Lang, the Rockefellers, the Rothschilds and the other bankers and oiligarchs assembled at the meeting, the general population are “cannon fodder” that “unfortunately […] populates the earth.” This candid admission, a perfect encapsulation of the eugenical ideas at the heart of the global conservation movement funded into existence by the oiligarchs themselves, was caught on tape by George Hunt, a businessman in Boulder, Colorado, who had volunteered to help the conference as a concerned citizen and came away horrified by what he had witnessed there. He released his own recordings of the proceedings in the early 1990s to warn the public about this group and its ultimate aims.
Hunts Aufnahme hielt den Moment fest, in dem Maurice Strong Baron Edmond de Rothschild, dessen Cousin seines Vaters 1911 die aserbaidschanischen Ölfelder der Rothschilds an Royal Dutch Shell verkauft hatte, als Pionier der Umweltbewegung und Urheber des Konzepts des „Conservation Banking“ vorstellte.
Hunt’s recording captured the moment when Maurice Strong introduced Baron Edmond de Rothschild — whose father’s cousin had sold the Rothschild’s Azerbaijani oil fields to Royal Dutch Shell in 1911 — as a pioneer of the environmental movement and a founder of the concept of “conservation banking.”
Maurice Strong: Eine der wichtigsten Initiativen, die Ihnen hier zur Beratung vorliegt, ist das Programm für Conservation Banking. Wie wir heute Morgen erwähnt haben, haben wir zum Glück als unseren Vorsitzenden die Person, die wirklich die Quelle dieses sehr bedeutenden Konzepts ist. Er war beziehungsweise ist einer der Treuhänder der International Wilderness Foundation, die dieses Treffen ausrichtet. Er war bei der ersten dieser Konferenzen dabei. Seine Hinwendung zur Verbindung von Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung war also bahnbrechend. Es gibt also keinen Besseren. Er verkörpert in seinem eigenen Leben diese positive Synthese zwischen Umwelt und Naturschutz auf der einen Seite und Wirtschaft auf der anderen, und ich freue mich sehr, Ihnen Edmond de Rothschild vorstellen zu dürfen.
Maurice Strong: One of the most important initiatives that is open here for your consideration is that of the conservation banking program. As we mentioned this morning, we have, as our chairman, fortunately, the person who really is the source of this very significant concept. He was/is one of the trustees of the International Wilderness Foundation, which sponsored this meeting. He was at the first of these conferences. So his conversion to the relationship between conservation and economic development has been a pioneering one. So there is no better person. He epitomizes in his own life that positive synthesis between environment, conservation on the one hand and economics on the other, and I’m just delighted to have this opportunity of introducing to you Edmond de Rothschild.
Edmond de Rothschild: Maurice, vielen herzlichen Dank für alles, was Sie gesagt haben, und ich möchte das Publikum bitten, alles, was er über mich gesagt hat, mit einer kleinen Prise Salz zu nehmen.
Edmond de Rothschild: Maurice, thank you very much indeed for all that you’ve said, and I would ask the audience to take with a slight grain of salt all that he has said about me.
Das Treffen erreichte für die Öligarchen einige wichtige Ziele. Es führte zur Schaffung von „Wildnisgebieten“, riesigen Naturflächen, von denen die Öffentlichkeit weitgehend ausgeschlossen werden konnte. Diese Gebiete sollten von der IUCN ausgewiesen und beaufsichtigt werden, derselben Organisation, die der Präsident der British Eugenics Society, Julian Huxley, als Sprungbrett zur Gründung des World Wildlife Fund genutzt hatte.
The meeting accomplished some important goals for the oiligarchs. It led to the creation of “Wilderness Areas,” vast expanses of natural terrain from which the public could be largely excluded. These areas were to be designated and overseen by the IUCN, the same body that British Eugenics Society president Julian Huxley used as a springboard to creating the World Wildlife Fund.
Ein weiteres wichtiges Ziel der Konferenz war Rothschilds Vorschlag zur Schaffung einer sogenannten „Weltnaturschutzbank“, die auf überstaatlicher Ebene arbeiten und die Finanzierung von Entwicklungsprojekten in aller Welt koordinieren sollte.
Another important goal of the conference was Rothschild’s proposal for the creation of a so-called “World Conservation Bank” that would operate at a supra-national level and coordinate finance for development projects around the world.
Edmond de Rothschild: Die Beratungen über das Konzept eines internationalen Programms für Conservation Banking beziehen jetzt alle Bereiche der menschlichen Gemeinschaft ein: Regierungs- und zwischenstaatliche Stellen, öffentliche und private Einrichtungen, große gemeinnützige Stiftungen ebenso wie ganz normale Menschen in aller Welt. Indem wir vorausdenken, wie wir die breite Öffentlichkeit erreichen, jedes Unternehmen auf der Welt, damit es, hoffentlich steuerfrei, einen Teil seiner Gewinne zurücklegt, um unseren ökologischen und Umweltschutz zu finanzieren.
Edmond de Rothschild: The meetings now over the concept of an international conservation banking program involve all sectors of the human community: Governmental and inter-governmental agencies, the public and private agencies, large charitable foundations, as well as ordinary individuals worldwide. By thinking forward as to how to reach out to the public at large, to every corporate entity throughout the world to put aside, hopefully tax-free, a part of their profits to fund our ecological and environmental protection.
Meine Damen und Herren, jedes Land hat seine eigenen Probleme, seine indigenen Völker und seine Tierwelt. Diese internationale Naturschutzbank darf keine Grenzen, keine Schranken kennen.“
Ladies and gentlemen, every country has its own problems, its indigenous peoples and its wildlife. This international conservation bank must know no frontiers, no boundaries.”
Diese Weltnaturschutzbank wurde vorangetrieben und schließlich auf Maurice Strongs nächster großer Konferenz verwirklicht, die zur Krönung seiner unwahrscheinlichen Laufbahn als Umweltkämpfer werden sollte und bis heute einer der Prüfsteine der Umweltbewegung ist: dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro.
This world conservation bank was forwarded and eventually realized at Maurice Strong’s next major conference, the one which was to serve as the crowning achievement of his unlikely career as environmental crusader, and which still remains one of the touchstones of the environmental movement: the 1992 Earth Summit in Rio de Janeiro.
Sprecher: Im Juni 1992 traf sich die Welt in Rio, um über das Schicksal des Planeten Erde zu beraten. Bei diesem größten und allerersten Erdgipfel kamen Vertreter aus 166 Ländern, 130 Staats- und Regierungschefs und 15.000 Nichtregierungsorganisationen zusammen, in der Hoffnung, konkrete Vereinbarungen zu treffen, die den Schutz der Umwelt mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen in Einklang bringen.
Narrator: In June 1992, the world met in Rio to discuss the fate of planet Earth. In this largest summit and very first Earth Summit ever held, representatives from 166 countries, 130 heads of state and 15,000 non-governmental organizations came together with the hopes of deciding specific agreements that would balance environmental preservation with economic needs.
QUELLE: 1992 – UN-Erdgipfel – Rio de Janeiro – In Our Hands (Teil 1)
SOURCE: 1992 – UN Earth Summit – Rio de Janeiro – In Our Hands (Part 1)
George H. W. Bush: Und mein Dank gilt Generalsekretär Maurice Strong für seine unermüdliche Arbeit, diesen Erdgipfel zustande zu bringen. Dies ist wahrhaft eine historische Versammlung. Es gibt Leute, die sagen, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz seien nicht vereinbar.
George H. W. Bush: And my gratitude to Secretary General Maurice Strong for his tireless work in bringing this Earth Summit together. This is truly an historic gathering. There are those who say that economic growth and environmental protection cannot be compatible.
John Major: „Die Welt ist unser Garten, und gemeinsam müssen wir ihn bestellen. Diese Woche in Rio haben wir einen Anfang gemacht. Über Rio hinaus müssen wir es weiter durchführen.“
John Major: “The world is our garden and together we must cultivate it. This week at Rio we have made a start. Beyond Rio we must continue to carry it through.”
Maurice Strong: „Wir dürfen nicht selbstzufrieden sein. Wenn die hier erzielten Vereinbarungen nicht von Verpflichtungen zu bedeutenden Veränderungen begleitet werden, Veränderungen, meiner Ansicht nach, ja für die menschliche Spezies, Exzellenzen, dann steuern wir schlicht auf einen Moment im 21. Jahrhundert zu, in dem der Zustand unserer Spezies tödlich werden könnte.“
Maurice Strong: “We cannot be complacent. Unless the agreements reached here are accompanied by commitments to significant change — change, of course, indeed for the human species in my view, your excellencies—we simply are headed for a moment in the 21st century where the condition of our species may become terminal.”
QUELLE: Brazil – Rio Earth Summit (B)
SOURCE: Brazil – Rio Earth Summit (B)
So nützlich der 4. Weltkongress der Wildnis gewesen war, um die Agenda von Maurice Strong und den Öligarchen voranzubringen, er bereitete nur die Bühne für den Erdgipfel in Rio.
As useful as the 4th World Wilderness Congress had been in advancing the agenda of Maurice Strong and the oiligarchs, that was only setting the stage for the Earth Summit in Rio.
Auf dem Erdgipfel bekam Edmond de Rothschild seine „Weltnaturschutzbank“. Unter dem Namen „Globale Umweltfazilität“ auf dem Gipfel selbst ins Leben gerufen, dient sie als Finanzierungsmechanismus für fünf verschiedene UN-Konventionen und stellt Milliarden Dollar an Finanzierung für Umwelt- und Entwicklungsprojekte in aller Welt bereit. Zu ihren 18 „Durchführungspartnern“ gehören die von Rockefeller finanzierte Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, die von Huxley gegründete International Union for the Conservation of Nature, das von Maurice Strong geschaffene Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der von Prinz Bernhard, Prinz Philip und Godfrey Rockefeller gegründete World Wildlife Fund.
At the Earth Summit, Edmond de Rothschild got his “World Conservation Bank.” Dubbed the “Global Environment Facility” and launched at the summit itself, it serves as the funding mechanism for five different UN conventions and provides billions of dollars worth of financing to environmental and development projects around the world. Its 18 “implementing partners” include the Rockefeller-funded Food and Agricultural Organization, the Huxley-founded International Union for the Conservation of Nature, the Maurice Strong-created United Nations Environment Programme, and the Prince Bernhard/Prince Philip/Godfrey Rockefeller-founded World Wildlife Fund.
Eine der Spezialitäten der Globalen Umweltfazilität sind „Schulden-gegen-Natur-Tauschgeschäfte“, bei denen Länder der Dritten Welt Schuldenerleichterungen erhalten, wenn sie im Gegenzug ihr Land für Umwelt-Entwicklungsprojekte öffnen. Die Projekte sind mit Transaktionskosten von bis zu 5 % verbunden, die an die Auftragnehmer gezahlt werden, die die Investitionen verwalten und lenken, nicht an die Einheimischen, die, wie die Ureinwohner der Insel Palawan, von ihrem Land vertrieben und praktisch von der Landkarte getilgt werden.
One of the Global Environment Facility’s specialties is “debt-for-nature swaps,” where Third World countries are given debt relief in return for opening their land up for environmental development projects. The projects come with transaction costs of up to 5%, paid to the contractors who manage and direct the investments, not to the locals who, like the aborigines of Palawan island, are kicked off their land and effectively wiped off the face of the map.
Aus dem Erdgipfel ging auch das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen hervor, das Gremium, dem der Weltklimarat (IPCC) seine Berichte vorlegt. Allgemein für neutrale, nichtstaatliche Gremien gehalten, die sich nur auf Wissenschaft und Belege stützen, sind UNFCCC und IPCC durch die Vorgaben gebunden, die Strong für sie festlegte, sodass sie nur zu einem Schluss kommen dürfen: dass die Menschheit am Klimawandel schuld ist.
The Earth Summit also gave rise to the United Nations Framework Convention on Climate Change, the body to which the Intergovernmental Panel on Climate Change delivers its reports. Generally thought to be neutral, non-governmental bodies relying only on science and evidence, the UNFCCC and the IPCC are handcuffed by the terms that Strong set out for them to deliver only one conclusion: that humanity is to blame for climate change.
Dr. Tim Ball: Als sie den Weltklimarat einrichteten, schrieb Maurice Strong, über den wir viel reden sollten, das Mandat, und der erste Punkt des Mandats war die Definition des Klimawandels, und die beschränkte er bewusst auf menschliche Ursachen des Klimawandels. Damit waren natürlich alle natürlichen Ursachen und die natürliche Schwankung praktisch ausgeschlossen, und deshalb sieht man, dass sie Dinge wie die Sonne und eine ganze Reihe anderer Fragen nicht betrachten. Dann beschränkte er es in einem weiteren Punkt des Mandats noch weiter, er teilte es in drei Arbeitsgruppen auf. Es gab die technische Gruppe, Arbeitsgruppe 1, die den wissenschaftlichen Bericht schrieb, und das waren 600 der 2.500 Leute. Die anderen 1.900 Leute waren in den Arbeitsgruppen 2 und 3. Die waren bedeutungslos, weil sie die Ergebnisse von Arbeitsgruppe 1 übernehmen mussten, die schon durch ihr Mandat eingeschränkt waren. Was auch immer deren Ergebnis war, die Arbeitsgruppen 2 und 3 sagten dann: „Gut, ihr sagt uns, es wird wärmer, das nehmen wir als Tatsache hin. Jetzt schauen wir uns die Folgen an“, und daher kommen all diese Geschichten, das Eis werde schmelzen, der Meeresspiegel werde steigen und so weiter.
Dr. Tim Ball: When they set up the Intergovernmental Panel on Climate Change, Maurice Strong, who we should talk a lot about, he wrote the terms of reference and the first term of reference was the definition of climate change and he limited it, deliberately, to only human causes of climate change. Of course that effectively eliminated all of the natural causes and natural variability which is why you see them not looking at things like the sun and a whole bunch of other issues. He then limited it even further in another term of reference, he set it up into three working groups. There was the technical group, Working Group 1, which wrote the science report, and that was 600 of the 2,500 people. The other 1,900 people were in Working Groups 2 & 3. Now they were inconsequential because they had to accept the findings of Working Group 1, which were already limited by their terms of reference. So whatever their finding was, Working Groups 2 & 3 then said, “OK, you’re telling us it’s going to warm, we accept that as fact. We now look at the implications of that,” and that’s where you hear all these stories of the ice is going to melt, the sea-levels are going to rise, etc.
In Wirklichkeit übernimmt also der Großteil des Berichts von 1.900 Wissenschaftlern ohne jede Frage das Ergebnis der ersten Gruppe. Strong schränkte es sogar noch mehr ein, denn dann sagten sie: „Seht her, dieser Bericht ist nicht für die Politik bestimmt“, richteten dann aber die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger ein, der völlige Widerspruch dazu. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger wird von einer ganz anderen Gruppe geschrieben, unabhängig vom wissenschaftlichen Bericht. Der wissenschaftliche Bericht ist fertig und wird beiseitegelegt. Die Zusammenfassung wird geschrieben und an die Medien gegeben, aber die Regeln, das Mandat, das Strong festlegte, sagten, dass die Zusammenfassung zurück an die Leute vom wissenschaftlichen Bericht geht, mit der Ansage: Sorgt dafür, dass euer wissenschaftlicher Bericht mit dem übereinstimmt, was wir in die Zusammenfassung geschrieben haben.
So really, the majority of the report by 1,900 scientists is accepting without question the finding of the first group. Now Strong really restricted it even more because they then came and said, “Now look, this report is not to be used for policy,” but then they set up the Summary for Policymakers, the absolute contradiction of that. The Summary for Policymakers is written by a completely separate group, and then they write independent of the science report. The science report is finished and set aside. The Summary for Policymakers is written and given out to the media, but the rules — the terms of reference that Strong set out — said that the Summary for Policymakers goes back to the science report people and says make sure your science report agrees with what we’ve put in the summary.
QUELLE: The IPCC Exposed
SOURCE: The IPCC Exposed
Ein weiteres Ergebnis des Erdgipfels in Rio war die Erd-Charta, ein quasi-religiöses Dokument, das Michail Gorbatschow, der den Text zusammen mit Maurice Strong mitverfasste, als Ersatz für die Zehn Gebote bezeichnete und das ein Zeitalter der Gaia-Verehrung und der globalen Verantwortung einläuten sollte. Nachdem es erklärt, „[g]rundlegende Veränderungen unserer Werte, Institutionen und Lebensweisen“ seien nötig, rät das Dokument, wir müssten eine Welt der „gemeinsamen Verantwortung“ für die „Erdgemeinschaft“ schaffen, und schließt dann:
Another product of the Earth Summit in Rio was the Earth Charter, a quasi-religious document that Mikhail Gorbachev, who helped draft the text along with Maurice Strong, referred to as a replacement for the Ten Commandments, and which sought to usher in an era of Gaia worship and global responsibility. Declaring that “[f]undamental changes are needed in our values, institutions, and ways of living,” the document then counsels that we must create a world of “shared responsibility” to the “Earth community,” before concluding:
„Um eine nachhaltige globale Gemeinschaft aufzubauen, müssen die Nationen der Welt ihr Bekenntnis zu den Vereinten Nationen erneuern, ihre Verpflichtungen aus bestehenden internationalen Abkommen erfüllen und die Umsetzung der Grundsätze der Erd-Charta durch ein international rechtsverbindliches Instrument zu Umwelt und Entwicklung unterstützen.“
“In order to build a sustainable global community, the nations of the world must renew their commitment to the United Nations, fulfill their obligations under existing international agreements, and support the implementation of Earth Charter principles with an international legally binding instrument on environment and development.”
Patrick Wood: Die Erd-Charta war letztlich eines der Nebenprodukte des ersten Erdgipfels. Ich habe die Erd-Charta im Anhang meines Buches Technocracy Rising: The Trojan Horse of Global Transformation abgedruckt, einfach damit die Leute mit eigenen Augen sehen können, was darin steht. Es war ein Dokument wie ein Pakt mit der Welt. Es war ein sehr religiöses, humanistisches Dokument, das versuchte, die Welt in einem einzigen Konzept der Globalisierung zu vereinen. Es war ein sehr klar umrissenes Dokument, das unterzeichnet wurde, die Vorgeschichte reicht weiter zurück, aber schließlich wurde es von fast allen Nationen bei den Vereinten Nationen unterzeichnet, und der Hauptautor der Erd-Charta war Steven Rockefeller. Die Rockefellers haben also früh verstanden: Nein, es geht nicht nur um das Wirtschaftssystem und nicht unbedingt nur um das System politischer Kontrolle, wir müssen auch einen religiösen Glauben einbeziehen, mit dem wir die Menschen dazu bringen, zu glauben, dass das, was wir tun, zu ihrem Besten ist.
Patrick Wood: Well, the Earth Charter was one of the bi-products ultimately of the first Earth Summit. I published the Earth Charter in the appendix of my book Technocracy Rising: The Trojan Horse of Global Transformation, just so people could see this with their own eyes what it says. It was a document that was like a compact with the world. It was a very religious, humanistic document that tried to unify the world into a single concept of globalization. It was a very defined document that was signed off — the history goes back before that, but it was finally signed-off by almost all of the nations at the United Nations, and the primary author of the Earth Charter was Steven Rockefeller. And so the Rockefellers understood early on that no, it’s not just the economic system and it’s not just necessarily the political control system, we also have to factor in a religious belief that we can use to get people to believe that what we’re doing is for their good.
Worauf die Öligarchen jahrzehntelang hingearbeitet hatten und was sie 1992 in Rio erreichten, war die vollendete Verwandlung der eugenischen Philosophie: vom Gerede über die „Sterilisation“ der „Schwachsinnigen“ zu einer verbreiteten Sicht der Menschheit als Krebsgeschwür, das entfernt werden muss, damit die Erde leben kann. Jetzt galt es als Pflicht, den „CO₂-Fußabdruck zu verringern“ und die Bevölkerung im Namen der „Rettung des Planeten“ zu verkleinern. Doch eingehüllt in dieses neue Vokabular und begleitet von einer modischen, allgegenwärtigen und gut finanzierten Werbekampagne, klang das Ergebnis der alten Eugenik bemerkenswert ähnlich.
What the oiligarchs had been working toward for decades, and what they achieved in Rio in 1992, was the completion of the transformation of the eugenics philosophy, from talk of “sterilization” of the “feeble-minded” to a popular understanding of humanity as a cancer that must be removed for the Earth to live. Now the duty was to “reduce carbon footprints” and reduce the population in the name of “saving the planet.” But, wrapped in this new vocabulary and coming with a trendy, pervasive, and well-funded advertising campaign, the end result sounded remarkably similar to the eugenics of old.
Tucker Carlson: Eine neue Studie der Universität Lund in Schweden sagt, der allerbeste Weg, seinen CO₂-Fußabdruck zu verringern, falls man das will, sei einfach, sich nicht fortzupflanzen. Einige Menschen aus dem Dasein zu streichen, spare, so heißt es, weit mehr CO₂ als, was weiß ich, vegetarisch zu leben, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder nicht in ein Flugzeug zu steigen.
Tucker Carlson: A new study from Lund University in Sweden says that the single best way to cut your carbon footprint, assuming you want to, is simply to refuse to reproduce. Deleting some humans from existence, they say, saves far more carbon than, I don’t know, being vegetarian, riding a bike to work, not boarding an airplane.
Jennifer Ludden: Es gibt eine neue Studie, die sagt: Wenn wir die weltweite Geburtenrate um ein halbes Kind pro Frau senken, dann könnte man das vielleicht schaffen. Das würde viel bewirken. Es würde ein Fünftel bis ein Viertel aller Kohlenstoffemissionen einsparen, die nötig sind, um diesen Kipppunkt zu vermeiden.
Jennifer Ludden: There is a new study that says, well, actually if we reduce global fertility by half a child per woman, that you could maybe do that. It would go a long way. It would reduce a fifth to a quarter of all carbon emissions needed to avoid that tipping point.
QUELLE: NPR fragt: Sollten wir wegen der Erderwärmung weniger Kinder bekommen?
SOURCE: NPR Asks: Should We Have Less Kids Due To Global Warming?
Bill Nye: Sollten wir also politische Maßnahmen haben, die Menschen in den Industrieländern dafür bestrafen, dass sie zusätzliche Kinder bekommen?
Bill Nye: So should we have policies that penalize people for having extra kids in the developed world?
Gast: Ich finde, wir sollten es zumindest in Erwägung ziehen.
Guest: So, I do think that we should at least consider it.
Nye: Nun, „zumindest in Erwägung ziehen“ heißt so viel wie: machen.
Nye: Well, at least consider it is like do it.
QUELLE: Bill Nye: Sollen Eltern in Industrieländern für „zusätzliche Kinder“ bestraft werden?
SOURCE: Bill Nye׃ Should parents having “extra kids“ in developed countries be penalized?
Reporter von Fox News: Im Kampf gegen die Erderwärmung sind Kinder laut manchen die neuen Schuldigen. Eine Denkfabrik in Großbritannien sagt, zu viele Kinder machten den Planeten schlechter. Große Familien, also eigentlich alles über zwei Kinder, sollten als Umweltsünde verpönt sein.
Fox News Reporter: In the push to reduce global warming, children, according to some, are the new culprits. A think tank in the UK says that too many kids are what is making the planet worse. Saying large families, anything over two children really, should be frowned upon as an environmental no-no.
QUELLE: Endgame (2007)
SOURCE: Endgame (2007)
Und ohne dass die Öffentlichkeit es auch nur bemerkte, konnten sich die Öligarchen in diese neue Flagge hüllen und erschienen nicht mehr als milliardenschwere Sprösslinge der Ölindustrie, die ihre riesigen Vermögen durch die Plünderung der Erde und die Monopolisierung ihres Reichtums gemacht hatten, sondern als engagierte Umweltschützer, die den Planeten vor dem „Kanonenfutter“ retten wollen, das „leider die Erde bevölkert“.
And, without the public even noticing it, the oiligarchs were able to wrap themselves in this new flag to appear not as the billionaire scions of the oil industry who made their vast fortunes by plundering the earth and monopolizing its wealth, but as crusading environmentalists who are going to save the planet from the “cannon fodder” that “unfortunately populates the earth.”
David Rockefeller: Die negativen Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf alle Ökosysteme unseres Planeten werden erschreckend deutlich.
David Rockefeller: The negative impact of population growth, on all of our planetary ecosystems, is becoming appallingly evident.
Rex Tillerson: Wir sind also Mitglieder des IPCC gewesen, wir haben viele ihrer Papiere verfasst, wir haben alle ihre Papiere begutachtet. Wir sind also seit Jahrzehnten am Verständnis des Klimawandels und an der Entwicklung dieses Verständnisses beteiligt.
Rex Tillerson: So we have been members of the IPCC, we have authored many of their papers, we have peer-reviewed all their papers. So we have been engaged in the understanding and the evolution of our understanding of climate change for decades.
QUELLE: Rex Tillerson erklärt seine Haltung zum Klimawandel
SOURCE: Rex Tillerson explains his position on climate change
Sprecher: Bei Saudi Aramco bemühen wir uns, die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeit ständig zu verringern, vom Ölbohrloch bis zum Verbraucher, und wir unterstützen die Oil and Gas Climate Initiative, die durch Zusammenarbeit bei Technologie und bewährten Verfahren ein Katalysator für praktisches Handeln beim Klimawandel sein will.
Narrator: At Saudi Aramco, we strive to continually reduce the environmental impact of our operations, from oil well to consumer, and our support for the Oil and Gas Climate Initiative that strives to be a catalyst for practical action on climate change through collaboration on technology and best practices.
Claudio Descalzi: Wir haben einen gemeinsamen Grund. Uns liegt die Umwelt am Herzen. Wir glauben, dass wir es gemeinsam besser machen können. Wir haben die Kompetenzen, wir haben die Kraft, wir haben die Werkzeuge, um auf diesem Gebiet Gutes zu tun.
Claudio Descalzi: We have a common reason. We care about environment. We think that together we can do better. We have the competencies, we have the strength, we have the tools to do good things in this field.
Amin H. Nasser: Technologie, die mit diesem Investitionsfonds von 1 Milliarde Dollar entwickelt wird, wird uns langfristig helfen, die Emissionen zu senken.
Amin H. Nasser: Technology that will be developed through this investment fund of $1 billion will help us in the long-term to reduce emissions.
Josu Jon Imaz: Wir wollen bei diesem Thema ein Ökosystem der Innovation aufbauen und zusammenarbeiten.
Josu Jon Imaz: We want to build an ecosystem of innovation on this issue, working together.
Patrick Pouyanné: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir pragmatische und konkrete Lösungen bieten.
Patrick Pouyanne: We bring our force together, we can bring pragmatic and concrete solutions.
QUELLE: OGCI investiert in innovative emissionsarme Technologien
SOURCE: OGCI Invests in Innovative Low-Emissions Technologies
Und selbst heute lassen sich die Massen, empört über die Verwüstungen, die das große Ölgeschäft angerichtet hat, ihre Empörung bereitwillig von genau den Öligarchen lenken, gegen die sie sich wenden wollen, denselben Öligarchen, die ihre Umweltbewegung im Stillen hinter den Kulissen finanzieren und unterstützen und sie sogar von vorne anführen.
And even today, the masses, outraged over the carnage that Big Oil has wrought, are content to have that outrage directed by the very oiligarchs they seek to oppose, the same oiligarchs who are quietly funding and supporting their environmental movement from behind the scenes — and even leading it from the front.
Die Familie Rockefeller machte 2016 Schlagzeilen, als sie sich vollständig aus dem Öl zurückzog.
The Rockefeller family made headlines by divesting from oil completely in 2016.
Sprecher: Die Rockefellers, Erben eines Ölvermögens, das den Familiennamen zum Symbol amerikanischen Reichtums machte, glauben, ihrem Namenspatron Ehre zu machen, indem sie aus dem Öl aussteigen. Fondsdirektor Stephen Heintz sprach in einer Erklärung voller Ehrfurcht über den Ölmagnaten John D. Rockefeller: „Wir sind ziemlich überzeugt, dass er, wenn er heute lebte, als kluger Geschäftsmann mit Blick in die Zukunft aus den fossilen Brennstoffen aussteigen und in saubere, erneuerbare Energie investieren würde.“
Narrator: The Rockefellers, heir to an oil fortune that made the family name a symbol of American wealth, believe they’re doing their namesake proud by getting out of oil. Fund director Stephen Heintz spoke reverently of oil tycoon John D. Rockefeller in a statement: “We are quite convinced that if he were alive today, as an astute businessman looking out to the future, he would be moving out of fossil fuels and investing in clean, renewable energy.”
David de Rothschild ist eine der fotogenen Leitfiguren der Umweltbewegung. Wegen seiner Werbeaktionen und Fototermine, bei denen er sich als besorgter Umweltschützer inszeniert, „Plastik-Jesus“ genannt, hält David de Rothschild, Spross der milliardenschweren Bankiersfamilie, die ihr Vermögen mit ihren aserbaidschanischen Ölfeldern vermehrte und über Unternehmungen wie Genie Energy noch immer in Öl investiert, heute der Öffentlichkeit Vorträge darüber, wie ihr Lebensstil die Eisbären tötet.
David de Rothschild is one of the photogenic leading lights of the environmental movement. Dubbed “Plastic Jesus” for his publicity stunts and photo opportunities masquerading as a concerned environmentalist, David de Rothschild — a scion of the billionaire banking family that added to its fortune with its Azerbaijani oil field holdings and still invests in oil through ventures like Genie Energy — now spends his time lecturing the public about how their lifestyles are killing the polar bears.
David de Rothschild: Wir müssen schnell anfangen, Geld für die Lösungen auszugeben, die wir in der Hand haben, um diesen Ländern zu helfen, die die Folgen des Klimawandels schon heute sehen und im Grunde die Folgen unseres Konsums sehen.
David de Rothschild: We have to start spending money fast on the solutions that we have in hand to try and help these countries which are already seeing the effects of climate change today and seeing the effects of our consumption, basically.
QUELLE: Rothschild: Beim Klimawandel ist die Zeit des Redens vorbei
SOURCE: Rothschild Says Climate Change ‘Past Point of Talking’
Prinz Charles äußert sich offen zur Erderwärmung und warnt seine treuen Untertanen, dass sie das Ende der Welt herbeiführen werden, wenn sie nicht den Gürtel enger schnallen und bescheidener leben.
Prince Charles is outspoken on the subject of global warming, warning his loyal subjects that unless they tighten their belts and live more humble lives, they will bring about the end of the world.
Prinz Charles: Meine Damen und Herren, der Kampf gegen den Klimawandel ist gewiss die prägendste und entscheidendste Herausforderung unserer Zeit.
Prince Charles: Ladies and gentlemen, the battle against climate change is surely the most defining and pivotal challenge of our time.
Wir dürfen die Symptome nicht ignorieren und sollten jetzt handeln, um die Gesundheit des Planeten wiederherzustellen, bevor es zu spät ist. Das wird natürlich einen beispiellosen Wandel unserer Gemeinschaften, der Wissenschaft, der Gesellschaften und Lebensweisen erfordern. Alles beruhend auf dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft.
We cannot ignore the symptoms and should act now to restore the health of the planet before it is too late. This of course will require an unprecedented transformation of our communities, science, societies and lifestyles. All predicated on the move to a low-carbon and circular economy.
QUELLE: Prinz Charles fordert Handeln gegen den Klimawandel, „bevor es zu spät ist“
SOURCE: Prince Charles urges action against climate change ‘before it is too late’
Das Fundament für das, was diese Öligarchen die Zeit nach dem Kohlenstoff nennen, ist gelegt. Es geht nicht mehr um Öl. Es ging nie darum. Es geht um Kontrolle.
The groundwork has been laid for what these oiligarchs call the post-carbon era. It is no longer about oil. It never was. It is about control.
TEIL DREI: DIE AGENDA HEISST TECHNOKRATIE
PART THREE: AGENDA: TECHNOCRACY
M. King Hubbert: Dieser vollständige Zyklus für die Welt, damit Sie eine Zeitvorstellung bekommen: Bedenken Sie, das beginnt 1857, und hier waren wir vor etwa drei oder vier Jahren. Das waren die nachgewiesenen Reserven dieser Zeit, was sich ungefähr bis hierher summieren würde, und der geschätzte Höhepunkt läge um 1995, und dann geht es in den Rückgang. Diese mittleren 80 % verteilen sich wieder von den späten 60er Jahren bis etwas über 2020 hinaus. Ich habe hier etwa 56 Jahre errechnet. Das setzt eine geordnete Entwicklung voraus. Das heißt, ein Kind, das, sagen wir, in den letzten zehn Jahren geboren wurde, wird wahrscheinlich erleben, wie die Welt den Großteil ihres Öls verbraucht, wenn es ein normales Leben lebt.
M. King Hubbert: Now, so this complete cycle for the world, to give you a timescale on that — bear in mind that’s starting in 1857, and so here’s where we were about three or four years ago. This was proved reserves in the era, which would add up to about here, and the estimated peak would occur about 1995, and we go into the decline. That middle 80%, again, is spread from the late ’60s until a little beyond 2020. I computed it out here about 56 years. That assumes an orderly evolution. That says that a child born, say, within the last 10 years will probably see the world consume most of its oil if he lives a normal life.
Heute kennt man Marion King Hubbert vor allem als den Forscher von Shell Oil, der in den 1950er Jahren mit der Vorhersage bekannt wurde, die USA würden bis 1970 ihre höchste Erdölförderung erreichen und fast alle Ölvorräte des Planeten würden bis 2020 erschöpft sein.
Today, Marion King Hubbert is best known as the Shell Oil researcher who gained notoriety in the 1950s for predicting that the US would achieve its peak production of petroleum by 1970, and that almost all of the planet’s oil supplies would be exhausted by 2020.
Diese Theorie vom „Ölfördermaximum“, „Peak Oil“, die manchmal noch „Hubbert-Kurve“ genannt wird, war wie alles, was das große Ölgeschäft hervorbrachte, eine praktischerweise erfundene Lüge, die den Markt an künstliche Knappheit gewöhnen und so die Ölpreise hoch halten sollte. Hubberts „Vorhersage“ beruhte nicht auf empirischen Daten irgendeines Ölfelds, sondern stützte sich auf Hubberts falsche Schätzungen der verbleibenden Ölreserven und verwendete ein heuristisches Werkzeug, um die Förderung zu modellieren.
This “Peak Oil” theory, still sometimes referred to as “Hubbert’s Peak,” was, like everything else generated by Big Oil, a conveniently crafted lie, designed to habituate the market to artificial scarcity and thus keep oil prices high. Hubbert’s “prediction” was not based on any empirical data from any oil field, but instead relied on Hubbert’s incorrect guesses about remaining oil reserves and employed a heuristic tool to model production.
Wie Hubberts Schützling und Kollege bei Shell Oil, Kenneth Deffeyes, Jahre später einräumte: „Die numerischen Methoden, mit denen Hubbert zu seiner Vorhersage kam, sind nicht glasklar. Heute, 44 Jahre später, vermute ich, dass Hubbert wie alle anderen zuerst zu seinem Schluss kam und dann nach Rohdaten und Methoden suchte, um seinen Schluss zu stützen.“
As Hubbert’s protégé and colleague at Shell Oil, Kenneth Deffeyes, conceded years later: “The numerical methods that Hubbert used to make his prediction are not crystal clear. Today, 44 years later, my guess is that Hubbert, like everyone else, reached his conclusion first and then searched for raw data and methods to support his conclusion.”
Kurz vor seinem Tod 1989 räumte Hubbert selbst ein, dass der Geschäftsführer von Shell, als er ihm sein Peak-Oil-Papier zeigte, bevor er es seinen Kollegen vorstellte, ihm gesagt habe, er solle es mit seinen Schätzungen der Ölreserven „nicht übertreiben“, und dabei ausdrücklich auf L.G. Weeks verwiesen habe, einen konkurrierenden Geophysiker, der die Reserven viel höher geschätzt hatte und damit die drohende Unterversorgung und die Notwendigkeit hoher Ölpreise viel schwächer.
Shortly before his death in 1989, Hubbert himself admitted that when he showed his Peak Oil paper to Shell’s managing director before presenting it to his colleagues, the director had told him not to “go overboard” with his estimates of oil reserves, pointing specifically to L.G. Weeks, a rival geophysicist who had estimated reserves to be much higher, and thus the impending threat of undersupply and the need for high oil prices to be much weaker.
Doch obwohl Hubbert heute fast nur noch für seine Peak-Oil-These in Erinnerung ist, war er in Wahrheit an einem viel größeren, lebenslangen Vorhaben beteiligt: Er half, eine Bewegung zu ordnen und zu organisieren, die, ganz ähnlich wie die Eugenik, vor fast einem Jahrhundert ungeheuer populär war, in der feinen Gesellschaft in Ungnade fiel und dennoch heute unter anderen Namen weiterlebt. Diese Bewegung hieß „Technokratie“.
But although today Hubbert is remembered almost exclusively for his Peak Oil thesis, he was in fact involved in a much larger, lifelong project, helping to codify and incorporate a movement that, much like eugenics, was wildly popular nearly a century ago, fell out of favor in polite society, and yet continues today under other names. That movement was called “Technocracy.”
Arvid Peterson: Hallo, ich bin Arvid Peterson, und dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Vorstellung der Technokratie, eines alternativen Gesellschaftssystems. Diese Sendungen sollen Sie weder unterhalten noch amüsieren, und sie sollen Ihnen auch keine Angst machen. Wir gehen einen neuen Weg. Er ist nicht politisch, nicht finanziell, nicht philosophisch, nicht juristisch, nicht religiös und nicht moralisch. Es ist ein technologischer Ansatz. Die Technokratie ist die wissenschaftliche Antwort auf Amerikas soziale Probleme, und Technokratie ist ein neuer, auf Wissenschaft gegründeter Entwurf für das Funktionieren der Gesellschaft. Sie ist das Mittel, mit dem wir in eine neue Ära besseren Lebens aufbrechen können.“
Arvid Peterson: Hello, I’m Arvid Peterson, and this is the first of a two-part presentation on Technocracy, an alternative social system. These programs are not intended to entertain or amuse you, nor are they meant to scare you. We are making a new approach. It is not political, financial, philosophical, legal, religious or moral. It is a technological approach. Technocracy is the scientific answer to America’s social problems and technocracy is a new design for social operation that based on upon science. It is the vehicle by which we can move into a new era for better living.”
Die Technokratie stellte sich als soziale Bewegung dar, als Philosophie, als wissenschaftliche Lösung politischer und wirtschaftlicher Probleme und als neue Art, die Welt zu ordnen. Im Kern aber ist sie die Idee einer neuen internationalen Wirtschaftsordnung, die bis ins kleinste Detail von einigen wenigen Auserwählten entworfen und verwaltet werden soll: den „Technokraten“.
Technocracy billed itself as a social movement, a philosophy, a scientific solution to political and economic problems, and a new way of ordering the world. But, at base, it is an idea for a new international economic order, one to be designed and managed down to the most minute detail by a select few: the “technocrats.”
Patrick Wood: Technokratie wurde 1938 in ihrer eigenen Publikation The Technocrat’s Magazine sehr knapp definiert. Sie nennen sie ein System der wissenschaftlichen Steuerung der Gesellschaft. Sie sahen sich als Verschmelzung von Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft, was eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Sozialwissenschaft ist meiner Meinung nach keine echte Wissenschaft, aber sie glaubten das. Sie glaubten also, sie könnten ihre wissenschaftliche Methode aus den Naturwissenschaften auf die Gesellschaft anwenden. Sie glauben auch, dass allein sie die Gesellschaft richtig führen könnten. Weil die Technologie gekommen war und das Gefüge der Gesellschaft verändert hatte, hassten sie die Politiker, sie hassten das Establishment, die Organisation der Gesellschaft, wie sie ist, weil sie nicht effizient war, nicht, wenn man so will, auf die Schonung der Ressourcen ausgerichtet. Also nahmen sie es selbst in die Hand, das Wirtschaftsmodell zu bestimmen, das den Kapitalismus und das freie Unternehmertum ersetzen sollte, und genau das war es: ein Ersatz für das Wirtschaftssystem.
Patrick Wood: Technocracy was defined very succinctly in 1938 by their own publication The Technocrat’s Magazine. They call it a system of scientifically engineering society. They saw themselves as a merger between hard science and social science, which really is an oxymoron. Social science is not really a science in my opinion but they believed that. So they believed they could take their scientific method they use in the hard sciences and apply it to society. They also believe that they alone were the only ones that could run society correctly. As a result of technology having come in and change the fabric of society, they hated politicians, they hated the establishment, the organization of society they way it is because it was not efficient, it was not conservation based if you will to conserve resources. So they took it upon themselves to define the economic model that would replace capitalism and free-enterprise and that’s exactly what it was, a replacement of the economic system.
Gestützt auf Henri de Saint-Simons Ruf nach einem wissenschaftlich organisierten sozialistischen System, auf den Positivismus und säkularen Humanismus von Auguste Comte und die von Frederick Taylor verkündeten „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“, ging die technokratische Bewegung aus demselben Umfeld von Fortschrittsglauben, Positivismus und Sozialdarwinismus hervor, das auch die Eugenik hervorbrachte. So wie die Eugeniker glaubten, die menschliche Rasse ließe sich durch gezielte Züchtung verbessern, gesteuert und verwaltet von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern und ihren milliardenschweren Geldgebern, so glaubten auch die Technokraten, sie könnten die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Menschheit verbessern, indem sie die Gesellschaft steuerten und verwalteten. Und zum Glück für die Öligarchen wollten die Technokraten die Welt verbessern, indem sie das Geld durch Energiezertifikate ersetzten.
Drawing on Henri Saint-Simon’s call for a scientifically-organized socialist system, the positivism and secular humanism of Auguste Comte, and the “Principles of Scientific Management” propounded by Frederick Taylor, the technocratic movement emerged from the same environment of progressivism, positivism and social Darwinism that birthed eugenics. Just as the eugenicists believed the human race could be improved through selective breeding controlled and administered by a small group of scientists and their billionaire backers, so, too, did the technocrats believe that they could improve the social and economic conditions of humanity by controlling and administering society. And, happily enough for the oiligarchs, the technocrats would improve the world by replacing money with energy certificates.
Angeführt vom exzentrischen „revolutionären“ Ökonomen und Soziologen Thorstein Veblen, zog die technokratische Bewegung, die sich um Veblens „New School for Social Research“ und die „Technical Alliance“ bildete, sowohl Ingenieure und ernsthafte Forscher wie King Hubbert und Buckminster Fuller an als auch andere Exzentriker wie Howard Scott.
Led by the eccentric “revolutionary” economist and sociologist Thorstein Veblen, the technocratic movement that formed around Veblen’s “New School for Social Research” and “Technical Alliance” attracted both engineers and serious researchers like King Hubbert and Buckminster Fuller and fellow eccentrics like Howard Scott.
Scott, ein „geheimnisvoller Mann“ unklarer Herkunft, ließ sich am Ende des Ersten Weltkriegs in New York nieder und galt bald als „Bohème-Ingenieur“. 1920 ging er als Forschungsdirektor zu den Wobblies, und im Jahr darauf gründete er die Technical Alliance, eine Gruppe von Ingenieuren und Wissenschaftlern rund um die Columbia University, die als Vorläuferin der Technokratie-Bewegung für eine von Wissenschaftlern und Ingenieuren geführte Gesellschaft eintrat.
Scott, a “mysterious man” of uncertain background, established himself in New York City at the end of World War I and came to be seen as a “bohemian engineer.” In 1920 he went to work for the Wobblies as a research director, and the following year he founded the Technical Alliance, a group of engineers and scientists centered around Columbia University, and which, as a forerunner to the technocracy movement, advocated for a society run by scientists and engineers.
1932 gelang es dem charismatischen und redegewandten Scott, sich an Walter Rautenstrauch zu hängen, einen Professor an der Columbia und Gründer des Instituts für Wirtschaftsingenieurwesen der Universität. Durch ihr gemeinsames Interesse an der Technokratie wurden die beiden Freunde und Verbündete. Über Rautenstrauch konnte Scott an den Präsidenten der Columbia, Nicholas Murray Butler, herantreten und um die Erlaubnis bitten, die Einrichtungen der Universität zu nutzen. Butler, immer auf der Suche nach der Speerspitze des Fortschritts, ließ sich von den technokratischen Ideen überzeugen, und bald arbeitete Scotts Committee on Technocracy im Keller der Hamilton Hall.
In 1932, the charismatic and well-spoken Scott managed to attach himself to Walter Rautenstrauch, a professor at Columbia and the founder of the university’s Department of Industrial Engineering. With a common interest in technocracy, the two became friends and allies. It was through Rautenstrauch that Scott was able to approach the president of Columbia, Nicholas Murray Butler, for permission to use the university’s facilities. Butler, always on the lookout for the cutting edge of progressivism, was swayed by the technocratic ideas, and soon Scott’s Committee on Technocracy was operating out of the basement of Hamilton Hall.
Als Butler durchblicken ließ, welche große neue Idee im Keller seiner Universität ausgeheckt wurde, wurde die Technokratie zur Sensation. Die Presse pries sie, Scott wurde ein gefragter Redner, und es gab sogar einen Tanz, der nach der Bewegung benannt war.
When Butler let word slip about the next big idea being cooked up in the basement of his university, technocracy became a sensation. It was lauded in the press, Scott became a sought-after speaker, and there was even a dance named after the movement.
An der Columbia lernte Scott King Hubbert kennen, und die beiden, ein ungleiches Paar aus ernsthaftem Forscher und exzentrischem Revolutionär, verstanden sich sofort. Ihre gemeinsame Zeit an der Columbia sollte bald abrupt enden, doch ihre Verbindung hielt Jahrzehnte und half, Ideen hervorzubringen, die schließlich die Welt verändern sollten.
It was at Columbia that Scott met King Hubbert, and the two, an unlikely pair of serious-minded researcher and eccentric revolutionary, immediately hit it off. Their stint together at Columbia was about to come to an abrupt end, but their association would last for decades, and help give birth to ideas that would eventually transform the world.
Patrick Wood: Richtig bekannt wurde die Technokratie, als sie an der Columbia war. Wir reden gleich darüber: Sie hielten sich dort nicht lange, denn wie sich herausstellte, war einer der Förderer der Technokratie, Howard Scott, ein Hochstapler. Er war so etwas wie der Hauptsprecher der Bewegung, und er hatte seinen Lebenslauf aufgeblasen, wie das leider heute so viele tun, er hat ihn aufgeblasen und im Grunde einfach über seine Vergangenheit und seine Ausbildung gelogen, und alle nahmen an, er habe einen Abschluss in irgendeinem höheren Ingenieurfach oder so, und er kannte alle Schlagworte, aber ein scharfsinniger Reporter recherchierte über ihn und sagte: „Ich finde nirgends, wo dieser Mann einen Abschluss gemacht hat“, und als die Columbia herausfand, dass der Mann ein Hochstapler war, da kam Butlers Ego ins Spiel, und er sagte: „Mann, diese Leute haben mich vorgeführt“, und so warf er sie alle raus. Einfach zack! Einfach hochkant rausgeworfen. Er sagte: „Raus aus meinem Gebäude!“, und sie gingen alle und zerstreuten sich. Die Technokraten, die an der Columbia blieben, und das waren einige, die damals Professoren an der Columbia waren, hielten einfach den Mund, gingen zurück an die Arbeit und dachten sich: Ich will meine Stelle behalten. Ich erwähne die Technokratie einfach nie wieder. Das hieß nicht, dass sie aufhörten, daran zu glauben, aber an der Columbia sprachen sie sehr, sehr lange nicht darüber.
Patrick Wood: Technocracy really got recognized when it was at Columbia. We’ll talk in a minute, they didn’t last there very long because as it turned out one of the promoters of technocracy, Howard Scott, turned out to be a fraud. He was kind of the main spokesman for the movement and he pumped up his résumé, like so many people do today, unfortunately, he pumped it up and basically he just lied about his past and his educational past and they all assumed he had a degree in some advanced engineering or whatever and he knew all of the buzz words, but some sharp reporter did some investigative research on him and said, “I can’t find where this guy graduated anywhere,” and when Columbia found out that the guy was a fraud they realized that, well, Butler’s ego got involved and he said, “Man, these people have played me,” and so he kicked them all out. Just ka-boom! Just drop-kicked them right out. He said, “Get out of my building!” and they all left and scattered. The technocrats that were left at Columbia, which there were several of them that were professors at Columbia at the time, they just zipped their lips, shut up, went back to work, figured out I want to keep my job. I’m just going to not ever mention technocracy again. It didn’t mean they stopped believing, but they didn’t talk about it for a very, very long time at Columbia.
In Ungnade gefallen, von der Columbia vertrieben, und mit dem Committee on Technocracy fast so schnell aufgelöst, wie es entstanden war, befand sich Scott auf einem persönlichen Tiefpunkt. Mittellos und von einer alten Schuld eingeholt, hatte er nur einen Menschen, auf den er sich verlassen konnte: M. King Hubbert.
Disgraced, evicted from Columbia, and with the Committee on Technocracy disbanded almost as quickly as it had come together, Scott found himself at a personal low. Penniless and with an old debt having caught up to him, he had only one person he could rely on: M. King Hubbert.
Hubbert ließ Scott in seiner Wohnung in Greenwich Village wohnen und bezahlte aus eigener Tasche die Gründungsunterlagen für Technocracy, Inc., eine neue Mitgliederorganisation, die die Grundsätze der Technokratie weitertragen sollte. Der erste Schritt war natürlich, genau festzulegen, was diese Grundsätze waren.
Hubbert let Scott live in his Greenwich Village apartment and paid out of his own pocket to file the articles of incorporation for Technocracy, Inc., a new membership organization that would carry on the principles of technocracy. The first step, of course, was to define precisely what those principles were.
Hubbert machte sich daran, den Technocracy Study Course zu schreiben, die Bibel der Technokratie-Bewegung. Darin entwarf Hubbert die Vision „eines Überflusses an physischem Reichtum im kontinentalen Maßstab zur Nutzung durch alle Bürger des Kontinents“, die, wie er warnte, „nur durch eine kontinentale technologische Kontrolle erreicht werden kann, eine Regierung der Funktion, ein Technat“.
Hubbert got to work penning the Technocracy Study Course, the Bible of the Technocracy movement. In it, Hubbert laid out the vision of “an abundance of physical wealth on a Continental scale for the use of all Continental citizens,” which, he warned, “can only be accomplished by a Continental technological control, a governance of function, a Technate.”
Das technokratische System sollte um ein neues Geldmodell herum aufgebaut sein, eines, das nicht auf Dollar und Cent beruhte, sondern auf „Energiezertifikaten“, die den Netto-Energieverbrauch der Nation abbildeten. Diese Zertifikate sollten in Joule lauten und auf Grundlage eines Netto-Energiebudgets ausgegeben werden, das die regierenden Wissenschaftler des technokratischen Staates für angemessen hielten. Die Bürger sollten einen gleichen Anteil der Zertifikate der Nation erhalten und damit ihre Einkäufe bezahlen, und die Angaben über diese Einkäufe würden zur Auswertung an die zentrale Planungsstelle zurückgemeldet. Auf diese Weise könnten die Technokraten, mit den Worten eines Befürworters, „eine thermodynamisch ausgeglichene Last von Produktion und Konsum schaffen und so Arbeitslosigkeit, Schulden und soziale Ungerechtigkeit beseitigen“.
The technocratic system was to be structured around a new monetary paradigm, one based not on dollars and cents but “Energy Certificates” representing the nation’s net energy expenditure. These certificates would be denominated in Joules and issued based on a net energy budget deemed appropriate by the technocratic state’s governing scientists. Citizens would be issued an equal share of the nation’s certificates and make their purchases with them, and the information about these purchases would be relayed back to the central planning body for analysis. By this method, the technocrats could, in the words of one proponent, “create a thermodynamically balanced load of production and consumption, thereby doing away with unemployment, debt and social injustice.”
Im Technocracy Study Course legte Hubbert wie ein guter Technokrat genau fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, damit diese Vision Wirklichkeit werden könnte. Ihm zufolge würde die Technokratie Folgendes erfordern:
• dass sämtlicher Energieverbrauch und sämtliche Konsumausgaben im ganzen Land fortlaufend und unmittelbar berechnet und erfasst werden
• eine Bestandsaufnahme rund um die Uhr über sämtliche Produktion und sämtlichen Konsum
• ein vollständiges Register aller zum Verkauf stehenden Produkte, wo sie hergestellt wurden, wie viel Energie bei ihrer Herstellung verbraucht wurde und wo und wann sie verkauft wurden.
• und schließlich eine „gesonderte Erfassung des Verbrauchs jedes Einzelnen, dazu eine Akte und Beschreibung der Person.
In the Technocracy Study Course, Hubbert, like a good technocrat, laid out the exact conditions that would need to be met for this vision to come to pass. According to him, technocracy would require:
Hubberts Vision war nicht nur die einer totalitären Gesellschaft, in der jedes Detail jeder Handlung erfasst und einer zentralen Stelle gemeldet wird; für die 1930er Jahre war die Vorstellung fortlaufend und unmittelbar aktualisierter Register über jedes Gut der Wirtschaft nicht nur kühn, sondern grenzte an Wahnsinn.
Hubbert’s vision was not just that of a totalitarian society in which every detail of every interaction was recorded and reported to a central authority, but, for the 1930s, the concept of continuously and instantaneously updated registries of every good in the economy was not just audacious, but borderline insane.
Dennoch waren die Amerikaner, die unter der Weltwirtschaftskrise litten, bereit, sich jede Idee anzuhören, die das bestehende System ersetzen könnte, das sie so offensichtlich im Stich gelassen hatte, wie abwegig sie auch sein mochte. Technocracy, Inc. gewann tatsächlich eine Anhängerschaft, die gegen Ende des Jahrzehnts auf Zehntausende anwuchs. Doch Scotts exzentrisches Gebaren, mit dem er die Mitglieder zwang, ihn in der Öffentlichkeit zu grüßen, und weitschweifige Radioansprachen hielt, führte schließlich zum langen, langsamen Bedeutungsverlust der Bewegung.
Nevertheless, suffering through the Great Depression, the American people were willing to listen to any ideas to replace the current system that had so obviously failed them, no matter how outlandish. Technocracy, Inc. did attract a following, swelling into the tens of thousands later in the decade. But Scott’s eccentric ways, compelling members to salute him in public and delivering rambling radio addresses, ultimately led to the movement’s long, slow decline in relevance.
Hubbert sagte sich nie vom Konzept der Technokratie los, doch als er als Forscher zu Shell ging, gab er seinen Posten im Vorstand von Technocracy, Inc. auf und vermied es, die Organisation direkt zu erwähnen.
Hubbert never repudiated the concept of technocracy, but when he joined Shell as a researcher he resigned his position on the board of Technocracy, Inc. and avoided direct mention of the organization.
Die Technokraten hatten die Umrisse einer vollständig geordneten und kontrollierten Gesellschaft skizziert, in der Energie das grundlegende Wertmaß ist und jeder Konsum und jede Produktion von einer zentralen Stelle genau ausgewertet wird. Technocracy, Inc. gibt es bis heute, doch Sprache und Denken der Technokraten haben, wie bei der Eugenik, eine Verwandlung durchgemacht. Und ebenfalls wie bei der Eugenik ist der Name vielleicht in Vergessenheit geraten, doch die Idee lebt in den Händen der Öligarchen weiter.
The technocrats had sketched the outlines of a completely ordered and controlled society, one in which energy is the fundamental measure of value and all consumption and production is meticulously analyzed by a central authority. Technocracy, Inc. still exists to this day, but the language and thinking of the technocrats has, like eugenics, undergone a metamorphosis. And, also like eugenics, the name may have faded into obscurity, but the idea lives on in the hands of the oiligarchs.
Bill Turnbull: Würden Sie umweltfreundlicher leben, wenn Sie damit Geld verdienen könnten?
Bill Turnbull: Would you live in a greener lifestyle if you could make money from it?
Kate Silverton: Das könnte möglich werden, wenn ein Regierungsvorschlag für persönliche CO₂-Emissionskontingente umgesetzt wird. Nach dem Plan bekäme jeder im Vereinigten Königreich ein jährliches CO₂-Kontingent zugeteilt.
Kate Silverton: That may be possible if a government proposal for personal carbon emissions allowances is implemented. Under the scheme, everyone in the UK would be allocated an annual carbon allowance.
Turnbull: Elektronisch gespeichert, wie eine Kundenkarte im Supermarkt, würden jedes Mal Punkte abgezogen, wenn wir nicht erneuerbare Energie kaufen oder verbrauchen. Zum Beispiel, wenn wir Strom für Haushaltsgeräte verbrauchen.
Turnbull: Stored electronically, like a supermarket loyalty card, points would be deducted every time we buy or use non-renewable energy. For example: Using electricity to power appliances in the home.
Silverton: Oder mit dem Flugzeug irgendwohin reisen.
Silverton: Or traveling somewhere by plane.
Turnbull: Oder sogar Benzin für das Auto tanken an der [unverständlich].
Turnbull: Or even buying petrol for your car on the [unintelligible].
Silverton: Übrige Punkte könnten dann an eine zentrale Bank zurückverkauft werden, sind Sie noch bei uns, und Leute, die mehr brauchen, etwa Autofahrer, die ihr Kontingent aufbrauchen, könnten dann für eine Aufstockung bezahlen.
Silverton: So then any points left over could then be sold back to a central bank, are you still with us, and people who need more, like motorists, who would use their allocations could then pay for a top-up.
QUELLE: BBC Breakfast: Vorschlag einer CO₂-Rationierungskarte, 20.07.2006
SOURCE: BBC Breakfast: Carbon Ration Card proposal, 20/07/2006
CO₂-Rationierung. CO₂-Handel. CO₂-Steuern. Emissionshandel mit Obergrenzen. So wie die Technokraten von einst eine neue Wirtschaftsordnung auf Grundlage der Energie entwarfen, regiert nach den Vorgaben von Wissenschaftlern und Ingenieuren, so entwirft auch diese moderne Form der Technokratie eine Wirtschaftsordnung, in der Energie von zwischenstaatlichen Gremien von Wissenschaftlern und der politischen Kaste, die um diese Einrichtungen herum entsteht, zugeteilt, bepreist und gehandelt wird.
Carbon rationing. Carbon trading. Carbon taxes. Cap and trade. Just as the technocrats of old envisioned a new economic order based on energy and governed by the dictates of scientists and engineers, so, too, does this modern form of technocracy envision an economic order in which energy is budgeted, priced and traded by intergovernmental panels of scientists and the political caste that grows up around these institutions.
Senator Jay Rockefeller: Die Umweltschutzbehörde ist keine leichtfertige Behörde. Sie wurde geschaffen, um die Kohlendioxid-Emissionen zu regulieren, und ich sage der Kohlevereinigung von West Virginia, die größtenteils nicht an die Klimawissenschaft glaubt, die nicht glaubt, dass es ein Klimaproblem gibt, ich sage ihnen seit einigen Jahren, dass das falsch ist. Meines Erachtens stimmt die Wissenschaft, die Wissenschaft stimmt eindeutig, und auf sie kommt künftig ein Preis für CO₂ zu. Ich habe das vor ein paar Monaten gesagt: Auf sie kommt künftig ein CO₂-Preis zu.
Sen. Jay Rockefeller: The Environmental Protection Agency is not a frivolous agency. It is created to regulate carbon dioxide emissions, and I have been saying to the West Virginia Coal Association, which, for the most part, doesn’t believe in climate science — they don’t believe there’s a climate problem — and I have been saying to them for a number of years that that’s wrong. In my judgment the science is true, the science is unequivocally true and that that there is a price to carbon in their future. I said this a couple of months ago — there’s a price to carbon in their future.
Al Gore: Aber ich glaube, dass der Emissionshandel mit Obergrenzen der unverzichtbare erste Schritt ist, auch weil er die einzige Grundlage ist, auf der wir uns ein wirklich globales Abkommen vorstellen können, denn eine weltweit vereinheitlichte Steuer ist sehr schwer vorstellbar.
Al Gore: But I believe that the cap-and-trade approach is the essential first step, partly because it is the only basis upon which we can envision a truly global agreement, because it’s very difficult to imagine a harmonized global tax.
Christiana Figueres: Eine CO₂-Steuer oder jede andere Art, einen CO₂-Preis festzulegen, ist wirtschaftlich gesehen tatsächlich der wirksamste und effizienteste Weg, okay? Man kann regulieren und alles Mögliche tun, aber nichts ist ein so starkes Marktsignal für den Privatsektor wie ein CO₂-Preis, ob als CO₂-Steuer oder als Emissionshandel mit Obergrenzen, wie Kalifornien es macht, oder irgendeine andere Maßnahme, die am Ende einen CO₂-Preis ergibt. Das ist das einfachste, sauberste und stärkste Signal. Wenn das also möglich ist, bin ich dabei.
Christiana Figueres: A carbon tax or any other way of putting a carbon price is actually, from an economic point of view, the most effective and efficient way to do this, OK? You can regulate and you can do all kinds of things but nothing is as strong a market signal to the private sector as a carbon price, whether that be a carbon tax or whether it be a cap-and-trade — which is what California’s doing — or any of the other measures that ultimately give you a carbon price. That is the simplest, cleanest, most powerful signal. So if that’s possible, I’m with you.
QUELLE: Christiana Figueres: Unsere Klima-Herausforderung meistern – die Sicht der Vereinten Nationen
SOURCE: Christiana Figueres: Meeting Our Climate Challenge – A United Nations Perspective
Diese Maßnahmen werden der Öffentlichkeit als Mittel verkauft, die großen Ölinteressen zu bestrafen, die das letzte Jahrhundert damit verbracht haben, die wichtigsten Rohstoffe der Welt zu monopolisieren und die Erde aus Profitgier zu plündern. Was die Öffentlichkeit nicht versteht, weil es bewusst verschleiert wurde: Genau diese Interessen waren es, die diese Programme überhaupt erst maßgeblich geschaffen haben.
These measures are sold to the public as a way of penalizing the big oil interests that have spent the last century monopolizing the world’s key resources and plundering the earth in the pursuit of profit. What they do not understand, because it has been deliberately obscured, is that it is these very interests that have been instrumental in creating these schemes in the first place.
Abgeordneter Steve Scalise: „Soweit ich weiß, war 1997, als Sie Vizepräsident waren, der Enron-Chef Ken Lay an Gesprächen mit Ihnen im Weißen Haus beteiligt, um diese Art von Politik, dieses Handelssystem zu entwickeln. Ist das richtig? Ist es falsch? Es wurde berichtet.
Rep. Steve Scalise: “Its my understanding that back in 1997, when you were Vice President, Enron’s CEO Ken Lay was involved in discussions with you at the White House about helping develop this type of policy, this trading scheme. Is that accurate? Is it inaccurate? It’s been reported.
Al Gore: Ich weiß es nicht, aber ich habe mich mit Ken Lay getroffen, wie viele andere auch, bevor irgendjemand wusste, dass er ein Gauner war.
Al Gore: I don’t know, but I met with Ken Lay, as lots of people did, before anybody knew that he was a crook.
Scalise: Richtig. Und Sie sehen sicher, warum so viele von uns über diese Art von Emissionshandels-Energiesteuer besorgt sind, die die Energiewirtschaft dieses Landes buchstäblich umkrempeln würde.
Scalise: Right. And clearly you can see why so many of us are concerned about this type of cap-and-trade energy tax that would be literally turning over this country’s energy economy.
Gore: Ich kannte ihn nicht gut genug, um ihn „Kenny-Boy“ zu nennen.
Gore: I didn’t know him well enough to call him “Kenny-boy.”
Scalise: Aber Sie kannten ihn gut genug, um dieses Handelssystem auszuhecken.
Scalise: But you knew him well enough to devise this trading scheme.
Anfang der 1990er Jahre trieb Enron, das in Ungnade gefallene Energiehandelsunternehmen aus Texas, das sich als kompletter Betrug herausstellte, das 20 Milliarden Dollar schwere Emissionshandelsprogramm der EPA für Schwefeldioxid voran und wurde prompt größter Händler auf diesem Markt. Im Anschluss begann das Unternehmen unter Ken Lay, bei der Regierung Clinton und besonders bei Vizepräsident Al Gore dafür zu werben, einen ähnlichen Markt für Kohlendioxid zu schaffen. Enron spendete großzügig an Umweltgruppen wie The Nature Conservancy, deren Klimawandel-Projekt für Beschränkungen der CO₂-Emissionen eintrat, und stellte dann Christopher Horner ein, einen früheren Mitarbeiter des Umweltausschusses von Senator Joe Lieberman, um für einen internationalen Vertrag zu werben, der Emissionen beschränken und den Handel mit Emissionsrechten erlauben sollte.
In the early 1990s, Enron — the disgraced Texas-based energy trading company that turned out to be a complete fraud — spearheaded the EPA’s $20 billion cap-and-trade program for sulfur dioxide, promptly becoming the largest trader in the market. As a follow-up, the company, led by Ken Lay, began lobbying the Clinton administration, and particularly Vice President Al Gore, to create a similar market for carbon dioxide. Making lavish contributions to environmental groups like the Nature Conservancy, whose Climate Change Project argued for restrictions on carbon emissions, Enron then hired Christopher Horner, a former staffer on Senator Joe Lieberman’s Environment Committee, to lobby for an international treaty that would restrict emissions and allow for trading in emission rights.
Bei diesem Vorhaben schloss sich ihnen Goldman Sachs an, die berüchtigte Wall-Street-Investmentbank, heute bekannt für die Drehtür zwischen der Firma und dem US-Finanzministerium, die half, die Chicago Climate Exchange als erste nordamerikanische Plattform für den Emissionshandel aufzubauen. 2004 gründete Al Gore, der die letzten zwei Jahrzehnte für die Schaffung eines CO₂-Handelsmarkts geworben hat, zusammen mit David Blood, dem Chef von Goldman Sachs Asset Management, der seinen Posten bei Goldman aufgab, um mit Gore ins Geschäft zu gehen, Generation Investment Management, eine Vermögensverwaltung, die CO₂-Ausgleichszertifikate verkauft. Am Ende des Jahrzehnts wurde Gore bereits als Kandidat dafür gehandelt, der erste CO₂-Milliardär der Welt zu werden.
They were joined in this quest by Goldman Sachs, the infamous Wall Street investment bank known today for the revolving door between the firm and the US Treasury, who helped establish the Chicago Climate Exchange as the first North American emissions trading platform. In 2004, Al Gore, who has spent the last two decades lobbying for the creation of a carbon trading market, founded Generation Investment Management, an investment management partnership that sells carbon offsets, with David Blood, the CEO of Goldman Sachs Asset Management, who stepped down from his position with Goldman to go into business with Gore. By the end of the decade, Gore was already being hailed as a candidate to become the world’s first carbon billionaire.
Gore selbst ist ein Öligarch. Sein Vater, Al Gore Sr., war ein enger Freund von Armand Hammer, dem Ölmagnaten hinter Occidental Petroleum. Nachdem er 1970 eine Senatswahl verloren hatte, arbeitete Gores Vater für 500.000 Dollar im Jahr bei Hammer für Occidental. Im Lauf seiner Laufbahn sammelte Gore Sr. Occidental-Aktien im Wert von Hunderttausenden Dollar an, die bei seinem Tod dem Testamentsvollstrecker zufielen: niemand anderem als seinem Sohn Al Gore. Damit endet die Verbindung zu Occidental nicht. Als auf dem Anwesen der Gores in Tennessee Zinkerz entdeckt wurde, kaufte Hammer das Land der Gores und verkaufte es ihnen mit einem Anspruch auf die Schürfrechte zurück, samt einer jährlichen Zahlung von 20.000 Dollar, die nach dem Tod seines Vaters ebenfalls an Gore ging. 2013 verdiente Gore 100 Millionen Dollar von der Regierung von Katar beim Verkauf seines Unternehmens „Current TV“ und war überrascht, als Reporter sich mehr für sein Ölgeld interessierten als für sein neues Buch über die Sache der Erderwärmung.
Gore himself is an oiligarch. His father, Al Gore, Sr., was a close friend of Armand Hammer, the oil tycoon behind Occidental Petroleum. After losing a Senate race in 1970, Gore’s father went to work for Hammer at Occidental for $500,000 a year. Over the course of his career, Gore, Sr. accumulated hundreds of thousands of dollars worth of Occidental stock, which fell into the hands of the executor of his estate at the time of his death: none other than his son, Al Gore. The Occidental connection does not end there. Discovering zinc ore on their Tennessee estate, Hammer bought the Gores’ land and sold it back to them with a claim on the mining rights, complete with a $20,000 annual payment, which also went to Gore after his father’s death. In 2013, Gore earned $100 million from the Qatari government on the sale of his “Current TV” venture, and then was surprised when reporters were more interested in discussing his oil money than his new book on the global warming cause.
Doch Gores Geschichte ist nur ein Beispiel für ein größeres Phänomen. 2006 wurde die United States Climate Action Partnership gegründet, um einen „Aufruf zum Handeln“ zur Senkung der CO₂-Emissionen zu verfassen. Sie entwarf den Entwurf für gesetzgeberisches Handeln, der zur Grundlage des American Clean Energy and Security Act wurde, mit dem ein Emissionshandelssystem nach dem Vorbild des EU-Emissionshandels geschaffen werden sollte. Und die Mitglieder der US Climate Action Partnership? Ein Who’s who der Öligarchie, darunter BP, ConocoPhillips und General Motors.
But Gore’s story is only an example of a larger phenomenon. In 2006, the United States Climate Action Partnership was formed to create “A Call for Action” to cut down on carbon emissions. It drafted the Blueprint for Legislative Action, which became the basis for the American Clean Energy and Security Act, seeking to create an emissions trading regime modeled on the European Union Emission Trading Scheme. And the members of the US Climate Action Partnership? A who’s who of the oiligarchy, including BP, ConocoPhillips, and General Motors.
CO₂-Steuern und CO₂-Handel lassen sich einer zunehmend misstrauischen Öffentlichkeit nur schwer verkaufen, doch mit dem Pariser Abkommen von 2015 erlebte die Welt den bisher größten Schritt hin zu dieser technokratischen Zukunft der Energiekontrolle und CO₂-Rationierung. Kein Wunder also, dass der Gipfel selbst vom großen Ölgeschäft gesponsert und prominent unterstützt wurde.
Carbon taxes and carbon trading have proven to be a hard sell for an increasingly wary public, but with the Paris Agreement of 2015 the world saw the biggest step yet toward this technocratic future of energy control and carbon rationing. No surprise, then, that the summit itself was sponsored by and prominently supported by big oil.
Erik Schatzker: Wie ist Ihre Position, und welche Botschaft würden Sie dem Präsidenten senden?
Erik Schatzker: What’s your position and what message would you send to the President?
Bob Dudley: Nun, wir haben das Klimaabkommen von Paris klar unterstützt. Wir gehören zur Oil and Gas Climate Initiative, das sind zehn der großen Unternehmen der Welt, die an den nötigen Projekten und Technologien arbeiten. Ich glaube, wir alle wollen wissen, wie die Formel funktionieren wird, aber ich denke, der Gedanke von Paris muss allen präsent bleiben: Wir müssen die Welt auf kohlenstoffärmere Energieformen umstellen, und ich habe keinen Zweifel, dass das geschehen wird.
Bob Dudley: Well, we have been clear in our support of the climate agreement in Paris. We’re part of the Oil and Gas Climate Initiative, which is 10 of the big companies in the world, who are working towards projects and technologies that are needed. I think we all want to know how the formula will work, but I think the concept of Paris needs to stay in everybody’s mind on the issues of — we’ve got to transition the world to lower-carbon forms of energy, I have no doubt it will happen.
QUELLE: BP-Chef Dudley über den Ölmarkt und das Pariser Klimaabkommen
SOURCE: BP CEO Dudley on Oil Market and Paris Climate Accord
Gérard Mestrallet: Ja, ich denke, was in Paris geschehen ist, ist sehr, sehr wichtig, und wie Herr Ban Ki-moon gestern sagte, ist es nicht nur für den Planeten wichtig, nicht nur für uns Bürger, nicht nur für unsere Kinder, es ist wichtig für die Wirtschaft.
Gerard Mestrallet: Yes, I think that what happened in Paris is very, very important and Mr. Ban Ki-moon on the (spoke) on the line that yesterday, it is important not only for the planet, not only for us citizens, not only for our children, it is important for the business.
Doch Energie als neues „Wertmaß“ der Wirtschaft nach dem Kohlenstoff zu verwenden, ist nur ein Element der neotechnokratischen Vision.
But using energy as the new “metric of value” for the post-carbon economy is just one element of the neo-technocratic vision.
Als Hubbert seinen Technocracy Study Course schrieb, machte er klar, dass die Technokratie nicht ohne eine Überwachung des gesamten Energieverbrauchs rund um die Uhr und einen ständigen Datenstrom über alle von der Gesellschaft produzierten und verbrauchten Güter verwirklicht werden könne. Doch während ein solches System in den 1930er Jahren wie ein wahnhaftes Hirngespinst gewirkt haben muss, wird es heute bereits umgesetzt.
When Hubbert wrote his Technocracy Study Course, he made it clear that technocracy could not come to fruition without 24/7 surveillance of all energy usage and a continuous stream of data about all goods being produced by and consumed by society. But whereas in the 1930s such a system must have seemed like a delusional flight of fancy, today it is already being implemented.
Sprecher: Vielleicht haben Sie inzwischen den Begriff „Internet der Dinge“ gehört. Klingt interessant, aber was bedeutet das Internet der Dinge eigentlich? Das IoT ist eine Weiterentwicklung mobiler, häuslicher und eingebetteter Anwendungen, die mit dem Internet verbunden werden, mehr Rechenleistung erhalten und Datenanalyse nutzen, um aussagekräftige Informationen zu gewinnen. Milliarden Geräte werden mit dem Internet verbunden sein, und bald Hunderte Milliarden. Wenn sich verwandte Geräte miteinander verbinden, können sie zu einem intelligenten System aus Systemen werden, und wenn diese intelligenten Geräte und Systeme Daten über die Cloud teilen und auswerten, können sie unsere Unternehmen, unser Leben und unsere Welt auf unzählige Weisen verändern.
Narrator: By now you may have heard the term “Internet of Things.” Sounds interesting but what does the Internet of Things actually mean? I.O.T. is an evolution of mobile, home and embedded applications that are being connected to the internet, integrating greater compute capabilities and using data-analytics to extract meaningful information. Billions of devices will be connected to the internet and, soon, hundreds of billions of devices. As related devices connect with each other, they can become an intelligent system of systems, and when these intelligent devices and systems of systems share data over the cloud and analyze it, they can transform our businesses, our lives and our world in countless ways.
Reporter: Dieses Kaufhaus in Bundang hat eine neue Art des Einkaufens eingeführt. Mit seinem „Smart Shopper“-System nehmen Kunden einen kleinen Scanner und markieren den Artikel, den sie kaufen wollen. Das erspart die Mühe, schwere Artikel im Einkaufskorb zu tragen, ganz zu schweigen von der Mühe, sie nach Hause zu bringen. Nachdem man die Artikel an einem Automaten bezahlt hat, wird die Ware direkt nach Hause geliefert.
Reporter: This department store in Bundang has introduced a new way to shop. With its “Smart Shopper” system, customers pick up a small scanner and tag the item they want to buy. It eliminates the hassle of having to carry heavy items in a shopping basket, not to mention the hassle of having to get them home. After you pay for the items at an automated kiosk the goods are delivered right to your home.
Kundin (übersetzt): Früher musste ich an der Kasse lange anstehen, aber jetzt kann ich mit dem Smart-Shopper-System bezahlen. Das ist wirklich sehr bequem.
Shopper (Translated): Before I had to wait in long lines at the checkout but now I can use the Smart Shopper system to pay. It’s really quite convenient.
Reporter: Abgesehen von der Bequemlichkeit für die Kunden hilft das System den Geschäften auch, Daten über die Einkaufsgewohnheiten ihrer Kunden zu sammeln.
Reporter: Aside from their convenience to shoppers the system also helps stores gather data about their customers’ shopping habits.
QUELLE: Neue intelligente Technologien verändern unseren Alltag
SOURCE: New smart technologies changing our everyday activities
Alice Bravo: Warum eine intelligente Stadt schaffen? Nun, intelligente Städte gehen besser auf die Bürger ein und helfen, die Umweltbelastung zu verringern.
Alice Bravo: Why create a smart city? Well, smart cities are more responsive to citizens and they help reduce environmental impact.
Michael Liu: Sie sind kostengünstiger und sicherer.
Michael Liu: They are more cost-effective and they’re safer.
Carlos Gimenez: Intelligente Städte machen die Menschen glücklicher und enger verbunden mit ihrer Gemeinschaft.
Carlos Gimenez: Smart cities make people happier and more connected to their community.
QUELLE: AT&T Smart Cities
SOURCE: AT&T Smart Cities
Sprecher: Heute leben mehr Menschen in Städten als je zuvor, und das aus gutem Grund. Sie sind Zentren des Handels, der Innovation, der Kultur und der Chancen. Daher sind sie komplexe Gebilde aus vielen verschiedenen, miteinander verbundenen Systemen. Während immer mehr Menschen in die Städte strömen und diese Systeme belasten, hilft den Städten eine wichtige Veränderung, diese Herausforderung zu bewältigen: die Zunahme an Daten. Städte werden immer stärker mit Messtechnik ausgestattet. Sensoren, die das Erfassen aller möglichen Daten erlauben, werden in die städtischen Systeme eingebaut und liefern wichtige Informationen über die Abläufe in der Stadt. Sensoren an einer Brücke übermitteln Daten über ihren baulichen Zustand. Eine Kamera an einer Schnellstraße meldet den Verkehrsfluss, und digitale Zähler erfassen Wasser- und Energieverbrauch in Echtzeit. Mobile und soziale Kanäle ermöglichen es Kommunalverwaltungen und Bürgern, miteinander zu kommunizieren, und schaffen so eine weitere Quelle nützlicher Daten. Fortgeschrittene Analysen können jetzt in diesen riesigen Datenmengen leicht Trends und Muster erkennen. Informationen lassen sich über Übersichtstafeln, Visualisierungen und Warnmeldungen zusammenführen, sammeln und teilen, um Verständnis und Zusammenarbeit über Systeme, Behörden und Gruppen hinweg zu erleichtern.
Narrator: Today, more people live in cities than ever before, and for good reason. They are centers of trade, innovation, culture and opportunity. As such, they are complex entities comprising many different inter-connected systems. As more people flock to cities and put pressure on these systems, an important shift is helping cities deal with this challenge: a rise in data. Cities are becoming increasingly instrumented. Sensors that enable the capture of all sorts of data are being integrated across city systems, providing critical information on city activity and operations. Sensors on a bridge transmit data on its physical condition. A camera on a freeway relays traffic flow and digital meters record water and energy usage in real time. Mobile and social channels enable local governments and citizens to communicate with other, creating yet another source of useful data. Advanced analytics can now readily identify trends and patterns within these massive amounts of data. Information can be integrated, gathered and shared via dashboards, visualizations and alerts to facilitate understanding and collaboration across systems, agencies and groups.
Sprecher: Das intelligente Haus kommuniziert mit dem Stromnetz und ermöglicht es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch zu steuern. Indem sie den Stromverbrauch der Haushalte über einen intelligenten Zähler häufiger messen, können die Versorger ihren Kunden viel bessere Informationen geben, um ihre Stromrechnung zu steuern. Im intelligenten Haus verbindet ein Heimnetz, ein Home Area Network oder HAN, intelligente Geräte, Thermostate und andere elektrische Geräte mit einem Energiemanagementsystem.
Narrator: The smart home communicates with the grid and enables consumers to manage their electricity usage. By measuring homes’ electricity consumption more frequently through a smart meter, utilities can provide their customer with much better information to manage their electricity bills. Inside the smart home, a Home Area Network or HAN, connects smart appliances, thermostats and other electric devices to an energy management system.
QUELLE: Was ist das intelligente Stromnetz?
SOURCE: What Is the Smart Grid?
Josh Del Sol: Mit den intelligenten Zählern werden sie genau sagen können, was in Ihrem Haus vor sich geht, bis auf die Mikrosekunde, auf Grundlage einer Kommunikation rund um die Uhr mit all Ihren Geräten. Was auch heißt, dass künftig, wenn das vollständig durchkommt und es keinen öffentlichen Widerstand gibt, alle Ihre Geräte einen Funksender brauchen und nach irgendeinem „Smart-Programm“ zertifiziert sein müssen.
Josh Del Sol: With the smart meters, they’ll be able to tell exactly what’s going on in your home down to the micro-second based upon 24/7 communication with all of your appliances. Which will also in the future, if this goes through fully and if there’s not a public backlash, all of your appliances will need to have a wireless transmitter on them and they’ll need to certified under some “smart program.”
Das bedeutet also nicht nur, wenn wir die Gesundheitsfrage für einen Moment beiseitelassen, dass Ihr intelligenter Zähler im Durchschnitt 13.000 Mikrowellenimpulse pro Tag aussendet, sondern dass jedes Ihrer Geräte dasselbe tun wird, weil es mit dem intelligenten Zähler kommunizieren muss. Das ist also eine ernste Sorge, und darauf kommen wir etwas später. Aber was die Privatsphäre betrifft, um gleich einzusteigen: Der damalige CIA-Direktor David Petraeus wurde mit den Worten zitiert: „Wir werden intelligente Geräte benutzen, um Sie auszuspionieren“, und er sagt es ganz offen. Es ist, als ob wir jetzt an einem Punkt sind, James, und ich bin sicher, Sie sehen das auch, dass sie immer unverhohlener auftreten. Es ist wie eine geballte Macht der Kontrolleure, und die sagen: „Das werden wir tun, und was wollt ihr dagegen machen?“ Sie fordern uns also fast heraus, wie ein Rüpel auf dem Schulhof: „Was wollt ihr dagegen machen?“
So this means not only — just stepping aside for one moment from the health issue — this means that not only is your smart meter emitting on average 13,000 microwave pulses per day but every one of your appliances is going to be doing the same thing because it will be needed to be communicating with the smart meter itself. So that is a serious concern and we’ll get into that a little bit later. But as far as the privacy issue, just diving right in, the current CIA Director, David Petraeus, was quoted as saying, “We’re gonna use smart-appliances to spy on you,” and it’s very much just putting it out there. It’s kind of like, it’s getting to a point now, James — and I’m sure you’re seeing this — it’s, like, they’re just getting more and more in your face. And it’s kind of like this collective force of the controllers and they’re kind of saying, “This is what we’re gonna do and what are you gonna do about it?” So they’re almost challenging us in a schoolhouse bully sort of way: “What are you going to do about it?”
QUELLE: Corbett Report Radio 230 – Take Back Your Power with Josh Del Sol
SOURCE: Corbett Report Radio 230 – Take Back Your Power with Josh Del Sol
Wieder einmal sollen wir glauben, dass die mächtigen Konzerninteressen, die diese Technologien abgestimmt einführen, dies zum Wohl der Öffentlichkeit tun. Dass diese Technologie helfen soll, die Erde zu retten. Und wieder einmal werden wir hinters Licht geführt.
Once again, we are being asked to believe that the vested corporate interests that are rolling these technologies out in a coordinated fashion are doing so for the benefit of the public. That this technology is to help save the earth. And once again, we are being duped.
Bei der technokratischen Agenda geht es nicht darum, die Erde zu retten. Es geht nicht darum, der Öffentlichkeit zu helfen. Es geht nicht einmal ums Geldverdienen. Es geht um die vollständige Kontrolle über jeden Aspekt unseres täglichen Lebens.
The technocratic agenda is not about saving the earth. It is not about helping the public. It is not even about making money. It is about complete control over every aspect of our daily life.
Patrick Wood: Es gibt zwei Ebenen … So wie ich die Technokratie sehe, laufen zwei Ebenen gleichzeitig. Da ist die operative Seite, bei der es um Dinge wie das intelligente Stromnetz geht. Um Dinge wie verschiedene technokratische Neuerungen, Überwachung und andere große Reizthemen der Technokratie. Das sind operative Fragen. Aus strategischer Sicht, und auf dieser Ebene bewegen sich Leute vom Schlag der Rockefellers, sieht man anders, wohin das führt. Auf der operativen Ebene führt es zu einer wissenschaftlichen Diktatur, und man muss heute wirklich kein Visionär mehr sein, um das zu erkennen. Wirklich nicht. Es ist da.
Patrick Wood: There’s two levels…. The way I look at technocracy, there’s two levels operating at the same time. There’s the operational side of it that has to do with things like smart grid. That have to do with things like various technocratic innovations, surveillance and other big hot-button [issues] for technocracy. These are operational issues. From a strategic point of view, which is where the Rockefeller-type people operate, it’s a different view of where it’s headed. On an operational level it’s headed towards a scientific dictatorship and you don’t have to be a visionary to figure that one out really anymore. You don’t. It’s there.
Aber auf strategischer Ebene geschieht Folgendes: Auf dem ganzen Planeten läuft ein gewaltiger Griff nach den Ressourcen. Und wenn ich Griff nach den Ressourcen sage, müssen Sie sich in die Lage der Rockefellers versetzen, der Bankiers, der Rothschilds oder wer auch immer, und fragen: „Was macht man, wenn das Geld ausgeht? Was macht man? Wenn man allen Wert, den man herausholen kann, aus den Geldsystemen gesaugt hat, die man geschaffen hat, was bleibt dann?“
But on a strategic basis, what’s happening is that there’s a massive resource grab going on all over the planet. And when I say resource grab, you have to put yourself in Rockefellers’ shoes — the bankers’ shoes and the Rothschilds’ shoes or whatever — and say, “What do you do when money runs out? What do you do? When you suck all of the value that you can out of the monetary systems you’ve created, what’s left?”
Sie und ich denken über so etwas nicht nach, weil wir nicht so viel Geld haben, aber diese Leute an der Spitze, besonders die Bankiers, liegen sicher nachts wach und denken: „Was kommt nach dem Geld? Was kommt nach dem Geld?“ Die Familie Rockefeller war schon immer eine rohstofforientierte Familie. Darum ging es beim Öl ja überhaupt. Es war ein Rohstoff, und sie verstanden, dass Energie der wichtigste Faktor der Welt sein würde, wichtiger als jede andere Art von Rohstoff. Das haben sie verstanden, und deshalb wollten sie ein Monopol über die Energie schaffen.
Well, you and I don’t think about those sort of things because we don’t have that have much money, but these people at the top, especially the bankers, I’m sure they stay up at night thinking, “What’s after money? What comes after money?” The Rockefeller family especially has always been a resource intensive family. That’s what oil was all about in the first place. It was a resource and they understood that energy would be the most important factor in the world over any other type of resource. They understood that, that’s why they wanted to create a monopoly over energy.
Heute, da das Geld ausgesaugt ist, bleibt nur noch, nach den Ressourcen selbst zu greifen, und genau darum geht es bei der nachhaltigen Entwicklung. Es geht darum, die Ressourcen der Welt Ihnen und mir wegzunehmen, privaten Unternehmen wegzunehmen, die nicht zur Clique gehören, wenn man so will, und sie in ein globales Gemeingut-Treuhandvermögen zu überführen, das sie zu ihrem eigenen Nutzen verwalten. Das ist eigentlich nichts anderes als ein neuer Feudalismus, in dem die Ressourcen wenigen gehören und alle anderen mit diesen Ressourcen nur nach deren Belieben und Ermessen wirtschaften dürfen.
Well, today as money has been sucked dry, the only thing left to do is to make a grab for the resources themselves and that’s what sustainable development is all about. It’s taking the resources of the world away from you and me, away from private companies that aren’t part of the clique, if you will, and putting them into a global common trust that will be managed by them for their benefit. This is really nothing more than neo-feudalism again where the resources are owned by a few and everybody else gets to operate with those resources at their pleasure and discretion.
Die Technokraten und Funktionäre dieser Agenda, wie Hubbert und seine Kollegen von Technocracy, Inc., brachten diese Idee voran, weil sie glaubten, sie, die Technokraten und Ingenieure, könnten die Probleme der Welt lösen. Doch die Öligarchen und Bankiers, die ihre Ideen mit ihrem Geld ins Leben riefen, taten das, weil es ihnen helfen würde, die Herrscher eines so vollkommen gebauten Systems zu werden, dass sich kein Rohstoff, keine Ware und kein Mensch ihrer Kontrolle entziehen könnte.
The technocrats and functionaries of this agenda, like Hubbert and his colleagues in Technocracy, Inc., pioneered this idea because they believed that they, the technocrats and engineers, would be able to solve the world’s problems. But the oiligarchs and bankers who funded their ideas into existence did so because it would help them to become the rulers of a system so perfectly crafted that no resource, no commodity, no person would be beyond their control.
Und jetzt, im 21. Jahrhundert, rückt diese technokratische Vision ins Blickfeld. Und ihr hilft eine Öffentlichkeit, die glaubt, die Zukunft nach dem Kohlenstoff bedeute das Ende der Öligarchie. Sie könnte nicht falscher liegen.
And now, in the 21st century, that technocratic vision is coming into view. And it is being helped along by a public that believes the post-carbon future represents the end of the oiligarchy. They couldn’t be more wrong.
SCHLUSS
CONCLUSION
Öl. Es ging nie um Öl. Es ging um Kontrolle. Kontrolle über Energie, Produktion und Konsum. Kontrolle über die Ressourcen der Welt. Kontrolle über die Bevölkerung. Kontrolle über die Menschheit selbst.
Oil. It was never about oil. It was about control. Control over energy and production and consumption. Control over the world’s resources. Control over the population. Control over humanity itself.
Joe Plummer: Alles andere, was die Elite vorbringt, ist nichts als ein Vorwand für das, worauf sie von Anfang an aus war. Wie ich in Tragedy and Hope 101 darlege, bespreche ich diese Vorstellung, dass die Elite danach strebt, über alle bewohnbaren Teile der Welt zu herrschen, und sie will sich das nicht sichern, nur damit es ihr dann wieder genommen wird. Also denken sie sich Vorwände aus, die sie sowohl der Öffentlichkeit als auch der Verwaltungsschicht verkaufen können und die rechtfertigen, was sie zu tun versuchen, was sie tun müssen. Ob es also die Hysterie um die Erderwärmung ist oder die Technokratie, ob die Agenda 2030 oder die Eugenik: Es gibt einen roten Faden, der sich durch all das zieht, und dieser rote Faden ist der Wunsch, Zwangsgewalt zu bündeln und auszuüben. Im Fall der Eugenik ist es der Wunsch, die höchste Macht zu bündeln und auszuüben, nämlich die Macht darüber, wer letztlich leben oder sterben wird, wer von nun an im Genpool existieren darf.
Joe Plummer: Every other thing that the elite put forward is nothing more than a pretext for what they’ve been after since the beginning. So, as I cover in Tragedy and Hope 101, I discuss this concept of the elite seeking to rule all habitable portions of the world and they don’t want to secure that so that they can then have it taken away from them. So they come up with pretexts that they can sell both to the public but also the administrative class that justifies what it is that they are trying to do — they need to do. So whether it’s global warming hysteria or whether it’s technocracy whether it’s Agenda 2030 or whether it’s eugenics, there’s a common thread that runs through all of this and that common thread is the desire to consolidate and exercise coercive power. In the case of eugenics, it’s the desire to consolidate and exercise the ultimate power, which is the power over who is ultimately going to live or die, who will be permitted to exist in the gene pool from here forward.
Das Bild ist düster, und es wird noch düsterer dadurch, dass so viele zu dem Glauben verleitet wurden, die eigentliche Agenda der Öligarchen, eine Agenda technokratischer Kontrolle, der Detailsteuerung unseres täglichen Lebens und letztlich der Entfernung des „Kanonenfutters“ aus dem Genpool, liege in Wahrheit in ihrem eigenen Interesse.
The picture is bleak, and made all that much bleaker by the fact that so many have been duped into believing that the oiligarchs’ ultimate agenda, an agenda of technocratic control, micromanagement of our daily lives, and, ultimately, the elimination of the “cannon fodder” from the gene pool, is in fact in their own best interest.
Die Öligarchen, geschützt hinter ihrer Nebelwand aus „nachhaltiger Entwicklung“ und Wirtschaft „nach dem Kohlenstoff“, sind ihrem wahren Ziel der totalen Kontrolle näher als je zuvor.
The oiligarchs, shielded behind their smokescreen of “sustainable development” and “post-carbon” economy, are closer than ever before to achieving their true goal of total control.
Doch wenn die Menschen zugrunde gehen, weil sie diese Agenda nicht kennen, dann ist Verstehen der erste Schritt zur Lösung.
But if the people perish from lack of knowledge of this agenda, then understanding is the first step toward the solution.
Patrick Wood: Es ist schwer, einen Feind zu bekämpfen, den man nicht erkennt oder nicht sehen kann. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem der heutigen Welt: Die Menschen haben überhaupt keinen Einblick in diese Frage. Sie haben ihre Spuren so gut verwischt, dass niemand sie sehen kann. Wie kann man einen Feind bekämpfen, den man nicht kennt? Ich glaube, der berühmte chinesische General Sunzi hat das schon vor Hunderten von Jahren gesagt. Man kann keinen Feind bekämpfen, den man nicht kennt. Zuerst müssen wir erkennen, wer der Feind ist.
Patrick Wood: It’s hard to fight an enemy that you don’t recognize or can’t see. That’s the biggest problem in the world today, in my opinion, is that people have no visibility whatsoever of this issue. They’ve covered their tracks so well that nobody can see them. How can you fight an enemy that you don’t know? I think famous Chinese general Sun Xiu brought that up hundreds of years ago. You can’t fight an enemy that you don’t know. First we have to recognize who the enemy is.
Richard A. Grove: Nun, das große Ölgeschäft hat die Welt erobert, weil die Monopolisierung aller Ressourcen auf dem Planeten das Ziel ist, und um zu diesem Ziel zu kommen, muss man die Energie der Menschen auf dem ganzen Planeten monopolisieren. Aber man muss auch die Nahrung kontrollieren, die eigentliche Energie der Menschen, deren Energie man kontrollieren will. Wenn man diese beiden Bereiche kontrolliert, die Grüne Revolution und die Gen-Revolution, dann kann man den ganzen Planeten kontrollieren, jede Ressource darauf, und die Freiheit für den Rest der Geschichte im Grunde auslöschen.
Richard A. Grove: Well, Big Oil conquered the world because the monopolization of all resources on the planet is the goal, and to get to that goal you have to monopolize the energy aspects of people around the planet. But you also have to control the food — the actual energy for the human beings whose energy you want to control. If you control those two aspects, the Green Revolution and the Gene Revolution, then you’re able to control the entire planet, every resource on it, and basically extinguish freedom for the rest of history.
Wie das große Ölgeschäft die Welt eroberte wurde also schon in einem Film behandelt. Warum das große Ölgeschäft die Welt eroberte, hat mit der Vielschichtigkeit der Kontrolle von Bevölkerungen zu tun, nicht wegen des Geldes, denn das sind die Leute, die Geld aus dem Nichts drucken und uns dafür bezahlen lassen. Es ist also eigentlich eine Studie über Macht. Warum also wollten sie uns anderen das antun? Weil sie es konnten und weil wir es bisher geduldet und nicht genug Widerstand geleistet haben, um es zu stoppen. Da stehen wir heute. Wir informieren uns über die Geschichte, damit wir tatsächlich unseren Kurs für die Zukunft abstecken, einen Weg planen und wirklich an einen Ort gelangen können, der geistiger Freiheit, körperlicher Freiheit und Gerechtigkeit für alle nahekommt.
So, How Big Oil Conquered The World was already done in a movie. Why Big Oil conquered the world has to do with the complexities of controlling populations — not for money, because these are the people that print money out of nothing and charge us for it. So really, it’s a study of power. So, why did they want to do this to the rest of us? Because they could and because we were tolerant so far and haven’t resisted enough to make it stop. So that’s where we find ourselves today. Becoming informed on the history so that we can actually plot our course in the future to map or chart out a course and actually get to some place that resembles cognitive liberty and physical freedom and justice for all.
Das große Ölgeschäft. Die große Pharmaindustrie. Die Grüne Revolution. Gentechnik. Eugenik. Die Umweltbewegung. Technokratie. Nicht einer von tausend Menschen kann die geschichtliche Entwicklung dieser Ideen im Einzelnen darlegen, oder die Menschen und die Agenda, die sie verbinden. Doch wenn Sie diese Dokumentation gesehen haben, sind Sie jetzt dieser eine von tausend. Die Frage ist: „Was werden Sie mit diesem Wissen anfangen?“
Big oil. Big pharma. The Green Revolution. Genetic engineering. Eugenics. The environmental movement. Technocracy. Not one person in a thousand can detail the historical development of these ideas, or the people and the agenda that connects them. But if you have watched this documentary, you are now that one person in a thousand. The question is, “What are you going to do with this information?”
Während das Streben der Öligarchen nach totaler Kontrolle sichtbar wird, fällt es schwer, sich daran zu erinnern, dass alles vor anderthalb Jahrhunderten mit „Teufels-Bill“ Rockefeller begann, einem kleinen Schlangenöl-Verkäufer, der immer auf der Flucht vor der letzten Gruppe von Opfern war, die er hereingelegt hatte. In gewisser Weise hat sich nichts geändert außer dem Ausmaß des Schwindels und der Zahl der Opfer, die auf die Masche hereingefallen sind. Doch jetzt, da Sie das Schlangenöl kennen, das der Öffentlichkeit eingeflößt wird, bleibt nur eine Frage, auf die es ankommt: Werden Sie es trinken?
As the oiligarchs’ quest for total control comes into view, it’s difficult to remember that it all started a century and a half ago with “Devil Bill” Rockefeller, a two-bit snake oil salesman always on the run from the last group of marks he managed to con. In a way, nothing has changed but the scope of the con and the number of marks who have fallen for the routine. But now that you know the snake oil that is being fed to the public, the only question that matters is: Are you going to drink it?
Transkript: James Corbett, corbettreport.com/bigoil – Lizenz: Creative Commons BY-NC 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell). Transkript-Übersetzung: OVALmedia.
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