NARRATIVE by Robert Cibis #39 | Prof. Dr. Klaus Stöhr


Krisenmanagement und Risikoeinschätzung der Pandemie

Prof Dr. Klaus Stöhr hat Erfahrungen bei der Internationalen Seuchenbekämpfung als ehemaliger Leiter des Globalen Influenza-Programms der WHO und Sars-Forschungskoordinator und arbeitete in der Impfstoffforschung und -entwicklung eines internationalen Pharmakonzerns in den USA; auch während der Schweineinfluenza-Pandemie. Er liebt die Debatte und das gemeinsame Ringen um die beste Idee.


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Prof. Dr. Klaus Stöhr – Virologe und Epidemiologe

Prof. Dr. Klaus Stöhr ist Wissenschaftler durch und durch. Er studierte und promovierte zur Epidemiologie und Veterinärmedizin. Anfang der Neunzigerjahre begann er für die WHO zu arbeiten, koordinierte dort beispielsweise die Forschung zur Sars-Pandemie 2003 und leitete das internationale Influenza- und Pandemievorbereitungsprogramm. Ende 2020 reist er nach Deutschland zurück und betrachtet das Pandemiegeschehen zu COVID-19 und die Maßnahmen dagegen als Außenstehender. Mit Robert Cibis spricht er hier nun, einige Monate nach seiner Rückkehr, darüber, wie er die Pandemie-Situation bewertet. Auf Grundlage seiner eigenen Erfahrungen im Krisenmanagement erörtert Prof. Stöhr, wie er selbst an die Sache herangegangen wäre.

Nach fast 30 Berufsjahren im Ausland auf verschiedenen Stationen ist Epidemiologe und Virologe Prof. Dr. Klaus Stöhr zurück in einem pandemieverwirrten Deutschland und wundert sich. Er ist überzeugt, dass die Welt in regelmäßigen Abständen von Pandemien heimgesucht wird. Den entscheidenden Unterschied, wie erfolgreich man diese bewältigen kann, macht da einfach eine gute Vorbereitung. Diese kann er in Deutschland allerdings nicht erkennen. Recht ungewöhnlich für ein Land mit so herausragender Wissenschaft, wie er sagt. Prof. Stöhr hat zudem den Eindruck, dass Politik und Medien demjenigen, der am lautesten schreit, am ehestens zuhören, wohingegen andere wichtige Meinungen unberücksichtigt bleiben. Unter seiner Regie würde es das so nicht geben. Schon in den Neunzigerjahren hatte er im Rahmen seiner Tätigkeit bei der WHO einen Beispiel-Pandemieplan aufgestellt. Für diese Aufgabe war ein interdisziplinärer Austausch essenziell. Und überhaupt: Auf so vielen seiner beruflichen Stationen, sei es bei den WHO-Projekten oder in der Welt der Konzerne, gab es stets professionelle Vorgaben, wie Krisenmanagement und -kommunikation zu handhaben sind. Für ihn erfolgsentscheidend war dabei immer eine Task Force aus Experten der unterschiedlichen Fachgebiete. Diese erarbeiten dann fokussiert und sachlich entsprechende Entscheidungsgrundlagen – und das ganz bewusst in Abwesenheit der späteren Entscheidungsträger.

Dieses System erscheint sinnvoll zu sein. So sinnvoll, dass Prof. Stöhr mit „CoronaStrategie“ (covid-strategie.de) eine eigene Arbeitsgruppe gegründet hat, die sich für einen intensiven wissenschaftlichen Diskurs und interdisziplinäre Risikobewertung in der künftigen Pandemiebekämpfung engagiert. In dieser Narrative-Folge spricht er daher neben seiner Analyse des schlingernden deutschen Pandemiekurses auch über seine Ansichten zu der Strategie einer Durchseuchung und der Risikoabwägung für die einzelnen Immunisierungs-Konzepte. Er referiert ausführlich über seine Einstellung zu den Corona-Impfstoffen und spricht über den generellen Nutzen dieser Art der Immunisierung in Pandemiezeiten. Weiterhin diskutiert er mit Robert Cibis über die RKI-Zahlen, über Fallstudien, unterschiedliche Testvarianten, Testauswertungen und über Inzidenzwerte, die eines Tages so plötzlich und unerwartet das Zählen der Todesfälle abgelöst haben. Warum eigentlich?

9:40 Gutes Krisenmanagement, schlechtes Krisenmanagement
14:35 Personen des öffentlichen Lebens, die gleich mehrere fachliche Nischen besetzen.
16:30 Begriffsbestimmung Epidemiologie, Virologie…: verschiedene wissenschaftliche Fachbereiche auseinanderhalten
19:40 Wie hat Prof. Stöhr die intensiven Einblicke bekommen, wie Corona in Deutschland bislang gehandhabt wurde?
23:39 Great Barrington Declaration – hat zu keiner Debatte geführt
29:28 Was wäre anders gewesen, wäre die Pandemie vor fünf Jahren aufgetreten?
33:29 Herdenimmunität vs. endemische Lage
36:52 Woran konnte man 2009 festmachen, dass es eine pandemische Gefahr gab?
42:00 Wie geht es bei uns in Deutschland weiter?
42:58 Keine Regierung der Welt hatte eine anständige Task Force zusammengestellt. 57:25 Es kommt bei der Bevölkerung gut an, wenn die Regierung handelt – egal wie es ausgeht.
1:03:00 Eigener Teufels Advokat?
1:05:15 Wäre Prof. Stöhr Pandemiemanager in Deutschland gewesen: Was hätte er wie getan?
1:09:30 Welches Narrativ ist in den Köpfen der Menschen, die das derzeit alles managen, treibende Kraft?
1:18:30 RKI-Zahlen, Fallstudien, unterschiedliche Testvarianten, Testauswertungen
1:25:40 Plötzlich waren die Todeszahlen weg – dann kamen die Inzidenzwerte
1:33:55 Zu den Impfstoffen
1:49:48 Koordinator der Arbeitsgruppe „CoronaStrategie“
1:51:50 Was halten Sie davon, in eine Pandemie „hineinzuimpfen“?
1:53:20 Langzeitschäden?
1:59:48 Was könnten die nächsten Zulassungen bei den Corona-Impfstoffen sein?

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