Chronik einer Krankheit:
Die Schulleiterin

Es war einmal eine Schulleiterin an einer Schule in Niedersachsen. Bianca ist jetzt nicht mehr im Impressum als Schulleiterin aufgeführt. Ihr Gesicht wurde auf der Fotowand abgeklebt. „Alle Kinder, alle Eltern, alle Lehrer können es sehen“, sagt Bianca. „Bitter!“ Die 44-Jährige ist krankgeschrieben. Sie darf die Schule nicht mehr betreten. Der Hausmeister hat ihr Schulleiterbüro ausgeräumt. Auch die Schränke von Biancas Ehemann wurden geräumt und die Zeichnung der 13-jährigen Tochter abgehängt.

Über ihre Schule sagt Bianca bei den Dreharbeiten im Sommer im Film: “Meine Schule – mein Ding.“ Diese Schule ist jetzt nicht mehr die ihre, nicht mehr ihr Ding.

KOLLATERAL #6

Die Mutter Die sechzehnjährige Cheyenne aus Hollfeld in Bayern möchte sich impfen lassen: Nicht wegen der Furcht vor dem Coronavirus. Cheyenne möchte wieder ausgehen, Sport treiben, verreisen. Wenige Tage nach der Impfung verstirbt das Mädchen im Krankenhaus. Ihre Mutter ist Krankenpflegerin. Geimpft. Sie macht sich …