Erziehung im Weltbezug

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von Matthias Burchardt

Erziehung im Weltbezug Zur pädagogischen Anthropologie Eugen Finks Epistmata Philosophie Bd. 292 (2001)

Die vorliegende Arbeit bildet eine grundlegende Einführung in das Werk Eugen Finks im Sinne eines philosophierenden Nachvollzugs seines pädagogischen, anthropologischen und kosmologischen Denkens. Ferner wird der Versuch unternommen, diesen Ansatz - ergänzt durch eigene phänomenologische Betrachtungen und Reflexionen - an gegenwärtigen Problemen zu bewähren. Die Leitfrage lautet: "Wie kann Erziehung dem anthropologischen Grundproblem der Weltlichkeit entsprechen?" An den Grundphänomenen Arbeit, Herrschaft, Liebe, Spiel und Tod werden deshalb zunächst das traditionelle Menschenbild des animal rationale und seine Auflösungen in Konzeptionen des Idealismus und des Naturalismus modellkritisch ‚abgearbeit', um dann das elementare Weltverhältnis des Menschen freizulegen. Die exemplarische Problematisierung der Begriffe Bildsamkeit, Erziehung und Erziehungsziel exponiert anschließend die pädagogischen Konsequenzen einer weltlichen Anthropologie mit dem Ziel, Alternativen zu einer ‚Erziehung der Machbarkeit' aufzuzeigen - angesichts der Unverfügbarkeit von Mensch und Welt. Der Autor Dr. Matthias Burchardt studierte Pädagogik, Philosophie und Germanistik an der Universität zu Köln und ist dort als Assistent tätig. Forschungsschwerpunkte: Pädagogische Anthropologie und Bildungstheorie in historisch-systematischer Sicht.

Matthias Burchardt (Jg. 1966) hat an der Universität zu Köln Germanistik, Philosophie, Pädagogik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studiert und mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen. Promoviert hat er über die Anthropologie Eugen Finks, ist gegenwärtig Akademischer Rat und beschäftigt sich vornehmlich mit Bildungsphilosophie, Anthropologie und der Archäologie des Zeitgenössischen. Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen, die in Österreich, Deutschland und der Schweiz kritisch Stellung zu bildungspolitischen Fragen bezieht. Als gefragter Referent und streitbarer Publizist vertritt er in Presse, Rundfunk und Fernsehen humorvoll und kontrovers Positionen zu PISA, Bologna und nicht zuletzt zum Digitalisierungshype. Über Jahre war er Radiophilosoph bei EINSLIVE, dem Jugendsender des Westdeutschen Rundfunks. Unter der Rubrik »Ja? Nein? Jein!« ging es dort um Gewissenskonflikte zwischen Tiefsinn und Alltagsfragen. Wenn ihm Beruf und Familie Zeit lassen, kümmert er sich um den Nachlass seines Onkels Erwin Hapke, der ihm ein geheimes Museum voller Papierkunst vererbt hat. Literarisch füllt er seine Schubladen mit Texten aller Gattungen, zumindest als Librettist reüssiert er in zwei aufwendigen Produktion des collegium musicums der Universität zu Köln.

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